MonatDezember 2016

WALD MEIN WALD

  
In den Wäldern gibt es Dinge, über die nachzudenken man jahrelang im Moos
 liegen könnte. 
(Franz Kafka)
Vorweihnachtszeit ist schön. Spannend und aufregend und auch ganz schön unruhig und anstrengend. Und weil ich schon seit eh und je in die Wälder gehen muss, um Kraft zu tanken und um wieder zu mir zu kommen, tun wir das als Familie natürlich auch. 
Durch den Wald gehen, einatmen, ausatmen, ruhig werden. Und alles ist gut.
Ein Eichhörnchen sucht nach den vergrabenen Nüssen und ein paar Krähen fliegen aufgescheucht in die Luft. Mein Grosser entdeckt einen Baumstamm, zugedeckt mit Moos. Auf der Waldwippe, die wir finden, singen wir: „gigampfe, wasserstampfe“. Die Kleine balanciert über einen umgefallenen Stamm, Papa führt sie. Wir stapfen durch das viele Laub, es geht ein kalter Wind und es nieselt, aber unsere Herzen sind froh, warm und wir sind zu Hause hier. Nirgendwo anders gibt es so viel zu entdecken und zu erleben wie im Wald. Die Natur bezaubert all unsere Sinne, überfordern diese aber nie. Sie nährt und lässt unsere Seele ruhig und gelassen werden. Der Wald gibt immer Milde, Ermutigendes und Tröstendes. Und rötet die Wangen glücklicher Kinder!
Als Kindergärtnerin war ich einmal die Woche mit meiner Kindergruppe im Wald. Bei jedem Wetter. Und zugegeben, manchmal musste ich mich überwinden, zwanzig Kinder wettertauglich anzuziehen und den langen Weg zum Wald zurückzulegen, bei Regen und Kälte. ABER, wenn wir zwischen den Bäumen wanderten, ein Feuer entfachten und uns dieser Duft von Wald und Rauch umgab, dann war da nichts anderes als Zufriedenheit, Freiheit und Platz für jedes Kind. Und je mehr sich das einzelne Kind im Wald zurecht fand, desto mehr Hingabe und Gelassenheit war zu spüren.
Ich erinnere mich daran, dass wir einen ganzen Morgen im „Regen-Wald“ verbracht hatten. Voller Glück, vom Regen triefend, traten wir aus dem Wald und die Regentropfen klatschten auf unsere durchnässte Kleidung. Da meinte ein Mädchen, währenddem es versuchte, mit dem Mund einige Regentropfen zu erhaschen: DAS ist mein Lieblingswetter. 

Danke Wald, mein Wald.

These shoes are made for walking

 

Was macht Kind, wenn der Schnee zum Buddeln auf sich warten lässt? 
Klar, in der Sandkiste spielen und die Zeit da überbrücken. Und auch wenn man die „guten“ Schuhe trägt, hält einem das auf gar keinen Fall davon ab, nur ganz schnell noch was im Sand zu bauen… zu Hause dann die Schuhe ausgekippt und „buahhha, hey“, voller Anerkennung festgestellt, dass man „oh mennnnooo“ (kicher, kicher und Gelächter), super viel Sand in den Schuhen hatte! Oh ja, find ich auch gaaaanz toll.
Na dann mal schnell weg damit, bevor die Katze auf dumme Gedanken kommt.
Einen gelungenen Start euch in eine ordentliche Woche…

SERVIETTENRINGE AUS HOLZKUGELN (DIY)

Ich hatte eine Kiste mit Holzkugeln bestellt… einfach so, weil ich dachte, dass ich Holzkugeln haben sollte in meinem Fundus. Da lagen sie also, in verschiedenen Grössen und es war klar, dass die bald schon aufgefädelt werden würden. 

Mein Grosser sortierte und fädelte dann, mit System (!), die Kugeln zu kleinen Ketten auf. Dabei hatte er einen ganz genauen Plan, welche wann auf die Lederschnur kommt! Und da lagen sie auch schon, unsere neuen Serviettenringe!
Damit man die Servietten nicht vertauscht, haben wir dir grösste Kugel jeweils mit der Lieblingsfarbe bemalt und lackiert. 
Schwuppdiwupp waren die Holzkugel-Ringe fertig… zacki, zacki, wie ich es mag!
Und ich sag doch: Holzkugeln brauchts im Fundus!
Verlinkt mit www.creadienstag.de 

Schnupfennasen und Geschichten in der Vorweihnachtszeit

 

Seit Tagen geben wir uns Schnupfen und Husten hin und her und her und hin. Das Triefen und Keuchen um den wachsenden Papiertaschentuch-Berg scheint kein Ende zu nehmen. Anstrengend, so irgendwie ok gelaunt, durch die Tage zu kommen.
So, wir brauchen dringend was für die Seele… Geschichten und Bücher.
Hier unsere Auswahl für die diesjährige Vorweihnachtszeit. Geht gleich viel besser!

„Olles Reise zu König Winter“, von Elsa Beskow
Väterchen Raureif nimmt Olle, der mit seinen neuen Skier im Wald unterwegs ist, mit zum Schloss von König Winter…
Für alle, die sehnlichst auf den Schnee warten!

„Wie weihnachtelt man“, von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer
Nicht mehr weg zu denken aus den Schweizer Bücherregalen. Eine lustige, witzige und liebevolle Geschichte über den Sinn des Schenkens. Unbedingt lesen!

„Guck mal, Madita, es schneit!“, von Astrid Lindgren und Ilon Wikland
Ein Bilderbuch, das Wärme und Geborgenheit, aber auch so viel Übermut und Lebensfreude ausstrahlt, dass man es am liebsten immer wieder anschauen und lesen möchte.

„Tomte Tummetot“ und „Tomte und der Fuchs“ von Astrid Lindgren und Harald Wiberg
Alle Jahre und immer und immer wieder wollen meine Kinder die Geschichte von Tomte Tummetot hören. Zwei zauberhafte, warmherzige Geschichten, um gut über den Winter zu kommen.

„Ein Märchen im Schnee“, von Loek Koopmans
Unsere neueste Errungenschaft erzählt von einem verloren gegangenen Handschuh, der als willkommene Behausung für die Tiere im Wald dient. Liebevoll, lustig und voller Überraschungen.

Und gleich wird einem warm ums Herz und man rückt noch ein bisschen näher zueinander… Haaaatschiiii!