MonatJanuar 2017

Es gibt immer was zu feiern…

Es ist wirklich erstaunlich, wie oft die Kuscheltiere unserer Kinder Geburtstag haben. Klar, über die Jahre hat sich tatsächlich eine ganz illustere Schar angesammelt und so vergeht bei uns auch kaum ein Wochenende, an dem wir nicht irgendeinen Geburtstag feiern MÜSSEN. Heute Morgen um sieben kam meinem Grossen in den Sinn, dass Maudi (seine Plüschkatze) doch tatsächlich heute ein Jahr alt wird… Und die Kleine doppelte nach, dass gleich jetzt,  also augenblicklich, der dritte Geburtstag ihres Pandas sei. Oh weia, und kein Kuchen im Haus. Dann aber schnell ab die Küche und was Anständiges gezaubert. Darf ich vorstellen, unsere Bananenmuffins im Schneemannkostüm:

Zum Glück mögen wir Kuchen und feiern gerne! 
Hier unser super einfaches Rezept für Bananenmuffins (für all die, die Samstagmorgen um acht blind, derangiert, total übermüdet und ohne blassen Schimmer in der Küche stehen und gleich eine Party schmeißen sollten. Das hier ist eine Mission ohne viel Brimborium!):
Zutaten 
110 g weiche Butter
180 g Rohrzucker
2 Eier
4 kleine, reife Bananen, mit der Gabel zerdrückt
ein bisschen fein gemahlene Vanille
250 g Mehl (wir nehmen das glutenfreie „Kuchen & Kekse“ Mehl von Schär)
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
100 g gehackte Rosinen oder, in unserem Fall, Schokoladenstücke
– Butter und Zucker schaumig schlagen
– Eier, Bananen und Vanille zugeben und weiter rühren
– das Mehl, Backpulver, Salz und Natron in den Teig sieben und unterrühren
– Rosinen oder Schokoladentücke untermengen
– den Teig in 12 Muffinformen einfüllen
– für ca. 20 min. in der Mitte des auf 180° vorgeheizten Ofens goldbraun backen
– auskühlen lassen und wenn gewünscht, bissl aufhübschen.

Et voilà! Noch ein paar Kerzen, ein Liedchen und liebe Glückwünsche für die Jubilare (Jubiläre???) und dann wird geschmaust, geschmatzt, gelacht, getrunken… und der nächste Geburtstag geplant! Hach ist das schön!

Euch, euren Kindern und all den vielen Stofftieren wünsche ich von Herzen tolle Partylaune  und: Man soll die Feste tatsächlich feiern, wie sie fallen!
Alles Liebe, Sandra

Österreichisch für Neulinge: Teil zwoa

 
Mein Grosser hatte einen Freund zum Spielen eingeladen. Nach einer Weile im Kinderzimmer kam sein Spielkamerad (der ist 5 Jahre alt…) zu mir in die Küche und sagte stolz: Ich kenne ein ur schlimmes Wort. Soll ich´s dir sagen?

Ich so: Ou, also eigentlich mag ich keine ur schlimmen Worte bei uns zu Hause (kurze Pause, schliesslich will man ja ernst genommen werden…).
Dann ich: Ok, ausnahmsweise.

Er: FACK! (gespannt wartet er meine Reaktion ab)
Ich (so naiv wie irgendwie möglich): Ist das schlimm?

Er (siegessicher, denn eigentlich hat er ja schon gewusst, dass die Muddi keine Ahnung hat): Ja, ur schlimm, aber ich brauch´s nur, wenn´s gar nicht anders geht.

Ich: Oweia.

Herr Gscheit zu mir: Na ja, du kannst das Wort ja nicht kennen! Es ist österreichisch, weisst du.
Tja, schon wieder was gelernt, die Muddi!

BILDERBÜCHER ZUM ÜBERWINTERN

  
Après Schlitteln für die Kleinen: Sich wieder aufwärmen bei Kakao und Geschichten. 
Hier unsere Winterbücher, heissgeliebt:


„Es klopft bei Wanja in der Nacht“*, von Tilde Michels und Reinhard Michl
In einer kalten Winternacht klopft ein Hase an Wanjas Türe und bittet um Unterschlupf. Bald darauf folgen ihm auch noch Fuchs und Bär. Die Tiere versprechen Wanja, Frieden zu halten und schlafen alle im warmen Haus. Als Wanja am Morgen erwacht, denkt er, dass er alles nur geträumt hätte. Wären da nur nicht die Spuren im Schnee vor seiner Hütte…
Ein so reiches Bilderbuch, auch im Kindergarten geliebt und immer wieder gerne erzählt. Ein Herzwärmer, sozusagen.

„Der grosse Schnee“ *von Alois Carigiet und Selina Chönz
Ein jedes Schweizer Kind wächst mit dieser Geschichte und den wunderschönen Bildern auf. Selina Chönz hat die Geschehnisse von Flurina und Ursli bereits 1953 aufgeschrieben, und noch immer schlagen unsere Herzen heftig, wenn wir uns das Buch anschauen und mit Flurina und Ursli mitfiebern. Flurina wird von einem fürchterlichen Schneesturm überrascht. Schellen Ursli, ihr Bruder, findet sie nach langer Suche bei der Wettertanne und bringt seine Schwester schliesslich wohlbehalten nach Hause.
Uff, ist ja nochmal gut gegangen…

„Rotschwänzchen was machst du hier im Schnee?“ *von Anne Möller
Rotschwänzchens Flügel ist verletzt und es kann nicht mit seinen Geschwistern in den Süden fliegen. Aber wie soll das Vögelein es anstellen, im kalten Winter zu überleben? Amsel, Meisen, Igel und die Maus bieten dem hungrigen Rotschwänzchen ihr Essen an. Aber erst beim Reh und dem Wildschwein findet es schließlich was zu picken.
Ein Geschichten-Bilder-Sachbuch, das erzählt, wie die Tiere im Winter überleben. Entstanden in Zusammenarbeit mit der schweizerischen Vogelwarte Sempach.

„Ein Apfel für alle“ *von Feridun Oral
Der Hase liegt in seinem warmen Hasenbau und es wäre alles gut, würde ihm nicht der Magen knurren… So geht er halt hinaus, um was Essbares zu suchen. Als er einen roten Apfel an einem Baum entdeckt, kann er sein Glück kaum fassen. Leider ist der Apfel unerreichbar… Zum Glück kommen Maus, Fuchs und Bär vorbei und alles wird gut.
Ohne liebe Freunde kommt man nicht fein durch den Winter. Und auch nicht durch den Frühling, den Sommer oder durch den Herbst.

„Frosch im Winter“* von Max Velthuijs
Es ist Winter und Frosch friert. Er hat weder Fell, wie sein Freund Hase, noch Fett, wie sein Freund Schweinchen, noch Federn, wie seine Freundin Ente… Aber er hat Freunde! Die retten ihn, als er verloren im Schnee liegt und überwintern mit ihm in aller Gemütlichkeit, am Feuer, mit Geschichten und viel Wärme. Was braucht man mehr?
Ach ja, dann kommt der Frühling und es ist gut, wenn der dann kommt. Finde ich auch! 

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NASCHBAUM FÜR DIE VÖGEL

  
Ich mag es sehr, dem Buntspecht auf dem alten Nussbaum in unserem Garten zuzusehen, die Meisen zu beobachten und dem süssen Rotkehlchen zuzuschauen. Die Vögel und Eichhörnchen im Garten bereichern unseren Stadt-Alltag und wir freuen uns immer über ihren Besuch. Und weil bei uns Eiszeit ist und die Temperatur seit ein paar Tagen unter Null liegt, haben wir für unsere liebe Vogelschar einen Naschbaum gezaubert.

Die Kinder haben mit Eifer und viel Freude Äpfel mit Sonnenblumenkernen gespickt, Pflanzenfett geschmolzen und Kerne beigemischt. Einen Teil der Kerne-Fett-Mischung haben wir in Wallnusschalenhälften gefüllt, den Rest in grosse Keksformen gegossen. Während des Befüllens der Nussschalen und Keksformen haben wir gleich noch Schnüre mit eingeschmolzen, damit die ganzen Knabbereien dann am Baum befestigt werden konnten. Mein Grosser hat sich die ganze Zeit gefragt, wie es wohl wäre, wenn er sich zu seinem Geburtstag einen Kinder-Naschbaum für sich und seine Freunde wünschen würde. Und die Erdnüsse, die wir eigentlich für die Vögel und die Eichhörnchen besorgt hatten? Tja, die sind beim emsigen Vorbereiten der Vogel-Leckereien allmählich in den Mäulern der fleissigen Helferlein verschwunden… Mein Grosser meinte darauf nur: es gibt ja noch Rosinen. 
Der Naschbaum ist eingerichtet… Alle Vögel sind schon da! 
Hilfreiche Informationen über das Füttern von Vögeln findet ihr hier:
– Landesbund für Vogelschutz in Bayern (www.lbv.de)
– Vogelwarte Sempach
– Naturschutzbund Österreich (https://naturschutzbund.at/artenschutz/articles/vogelfuetterung-im-winter-wintergaeste-am-futterhaeuschen.html)

EISBILDER // DIY

 
Während unserer Streifzüge durch den Garten und den Wald finden wir jedesmal allerlei Schätze. Normalerweise schmücken diese dann unseren Jahreszeitentisch, dienen als „Delikatessen“ in der Kinderküche oder werden gleich an der Werkbank verarbeitet. Aber da bei uns gerade Eiszeit ist, haben wir die Kostbarkeiten heuer kurzerhand eingefroren.


Die Kinder und ich haben verschiedene Schüsselchen mit Wasser gefüllt und diese dann mit unseren gesammelten Naturmaterialien belegt. Ihr könnt Wurzeln, Stöcke, Zapfen, Blümchen, Blätter, Steine, Kastanien, Rinde und, und, und für eure Eisbilder benutzen.

Das Eisbilderlegen ist eine sinnliche Tätigkeit, die die Kinder freudig ausführen. Auch die ganz Kleinen.
Legt zum Schluss noch eine Schnur mit ins Wasser, dann kann man die Eisbilder später draussen aufhängen.
Dann die „Pflanzenbäder“ für eine Nacht auf den Balkon stellen und am nächsten Morgen gleich aus dem Bett hüpfen und…. ohhh, wie zauberschön. Staunend, betastend und voller Freude! So einfach wird aus dem verschneiten Wintergarten ein zauberhafter Eispalast.
Uli von „the lowredeyes exp.“ hat ihren Garten übrigens mit einer Eisgirlande geschmückt. Wie die wunderschöne Girlande angefertigt wird, kannst du hier sehen.

Ich wünsche euch eisige Nächte, verschneite Wintertage, ein freudiges Herz und warme Gedanken.
Alles Liebe aus dem Schnee
Sandra

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lieben Dank

JANUARTAGE OHNE SCHNEE

Die Januartage sind für mich besondere Tage. Nach dem Dezember-Trubel, den Feierlichkeiten und dieser Fülle von allem, fängt für mich eine Zeit der Besonnenheit an. Tage, in denen ich mich und alles wieder ganz gemächlich ordne, Altes gehen lasse und Neuem Platz einräume. Es ist die Zeit, in der ich mich gerne auf Altbewährtes, Ursprüngliches besinne, und es ist der Augenblick, in dem ich mich mit meinen Kindern einkuschle und Märchen erzähle. Märchen erzählen heisst auch, sich ganz nah und innig sein, sich der Stimme der Erzählerin oder des Erzählers hingeben und diese archaischen Geschichten immer und immer wieder hören wollen. So, wies unsere Urgrossmütter an den kalten Wintertagen mit ihren Kindern gemacht haben. 

Und weil halb Europa eingeschneit ist, wir hier in Wien aber nur mit einem Flaum abgespeist wurden, erzählen wir von Frau Holle, in der Hoffnung, dass sie auch bei uns bald ihre Kissen richtig doll schütteln lässt. Bis dahin hören wir Märchen und machen unser Schneegestöber eben selber. Mit Schafwolle, einem Stück Faden an einer Nadel und einer Wunschperle… Schneeflöckchen, Weissröckchen, komm zu uns!
Hier noch weitere „Wintermärchen“: Schneewittchen und die sieben Zwerge, Schneeweisschen und Rosenrot, Sterntaler, Die Schneekönigin (Hans Christian Andersen)

Grippentage

Sie hat uns hinterrücks erwischt… ungefragt hat sie sich eingeschlichen, mit Fieber, Husten, Schnupfen und fiesen Gliederschmerzen: die hundsgemeine Grippe! Sie kam, sah und zwang meinen Liebsten und die Kinder ins Bett. Mich hat sie, liebenswürdigerweise, als einzige verschont. Gut so, denn jemand konnte dann Tee kochen, kuscheln, aufmuntern, zudecken, Händchen halten, Wickel auflegen, triefende Nasen putzen, trösten, die Betten frisch herrichten, streicheln, Süppchen kochen und Geschichten erzählen.

Und zwischen dem Wiegen, Umsorgen und Aufpäppeln habe ich mich an meine eigenen Kindertage im Bett erinnert. Ich spüre jetzt noch das Umsorgtsein meiner Mutter, wie ich in den Tagen des Krankseins so liebevoll verwöhnt wurde. Sie hat mir die gewünschte, erfrischende Bananencreme ans Bett gebracht, mich bis zum Einschlafen gestreichelt, mir ein Kindermagazin aus dem Laden besorgt und meine Bettdecke frisch aufgeschüttelt. Dabei bleiben die Schmerzen, das Fiebern ganz ausserhalb meiner Erinnerung. Die Liebe und Fürsorge hat alles andere gestillt, meine Seele jedoch gewärmt und genährt.
Und als es meinem Grossen dann schon etwas besser ging und ich neben ihm auf dem Bett sass, meinte er seufzend: „Ach Mama, ich glaube, ich werde noch lange nicht ganz gesund sein. „Und dann mit einem verschmitzten Strahlen: „Kann ich noch ein Eis?“
In diesem Sinne wünsche ich einen gesunden Tag voller liebevoller, wärmender Momente.
Und hier eine Liste, was uns sonst noch über die Gripperunde geholfen hat:

  • Kutz Kutz-Tee für die Kleinen von Sonnentor (mit ein bisschen Honig und Zitrone)
  • Kutz Kutz-Tee für die Grossen auch von Sonnentor 
  • Engelwurzelbalsam für die Schnupfennasen (aus der Bahnhofsapotheke Kempten
  • Baby Wohl Brustbalsam (feeling)
  • Balsam Eukawohl für die Grossen (Primavera)
  • Brustwickel (Bienenwachswärmekissen oder Heilwolle) mit Bienenwachsauflagen (Apotheke)
  • Das Buch: Wickel und Co, Bärenstarke Hausmittel für Kinder von Ursula Uhlemayr
  • Traubenzuckerlutscher (eben auch für die Stimmung..)
  • Märchenbuch für ein bisschen Unterhaltung zwischen den Schläfchen (dazu mehr in einem späteren Beitrag)

Drei Könige

Seit Weihnachten sind die heiligen drei Könige mit ihrem Elefanten jeden Tag ein Stück näher zur Krippenlandschaft gewandert. Heute sind die drei Weisen bei Maria, Josef und dem Jesuskind angekommen und bringen ihm ihre Gaben, Gold, Weihrauch und Myrrhe dar.
In der Schweiz feiern wir den Dreikönigstag traditionell mit einem Königskuchen. Und das tun wir natürlich auch heute hier in Wien.
Heute Morgen haben wir den Königskuchen gebacken, in dem wir eine Mandel versteckt haben. Reihum darf sich jeder ein Stück des Kuchens (eigentlich ist es ein Brot… na ja, Wurscht.) aussuchen. Derjenige, der die Mandel in seinem Stück findet, ist König oder Königin und darf sich die Krone aufsetzen… Klingt traumhaft, nicht wahr?

Hier unser Rezept:

500 g Vollkornmehl und
1 Päckchen Hefe    
in einer Schüssel verrühren
1 1/2 KL Salz und 
2 KL Rohrzucker 
beigeben
60 g Butter in 3 dl Milch auflösen
Flüssigkeit mit dem Mehl vermengen und zu einem Teig kneten. Zugedeckt an der Wärme aufgehen lassen, dann den Teig in zwei gleiche Stücke teilen. 
Der eine Teil wird die Mitte des Kuchens, aus dem anderen Teil formt ihr 8 kleine Stücke und legt sie um das Mittelteil. In ein kleines Brötchen unbedingt heimlich eine Mandel oder eine Nuss schmuggeln!!!
Nun den Kuchen mit einem zerklopften Ei bestreichen und in den kalten Ofen schieben. Diesen dann auf 220° heizen und den Königskuchen 20-30 Minuten backen. Kurz bevor ihr den Kuchen aus dem Ofen nehmt, könnt ihr ihn noch mit Mandelsplitter und Hagelzucker bestreuen. Voilà.
Wenn ihr den Kuchen aus dem Ofen nehmt und auf die Unterseite klopft, soll der Kuchen hohl klingen… Wenn nur alles so einfach wäre!    

Und nun wünschen wir euch allen einen feinen, stimmungsvollen Königstag, guten Appetit und natürlich viel Glück beim Aussuchen des Kuchenstücks! Königskronen für alle!

Die Holzfiguren sind übrigens von Ostheimer, der Waldorfstall von drei Blätter.

Viel Liebe und ab und zu ein bisschen Schwein

 
Das alte Jahr haben wir in Dankbarkeit mit einem grossen Silvesterfeuer verabschiedet, das Neue dann mit lieben Freunden bei einem Glücksschweinchen-Frühstück begonnen. 
Für 2017 wünschen wir uns und allen Liebe, Fröhlichkeit, Erfüllung, Mut, Wohlwollen, zauberhafte Momente, Wärme, Glückseligkeit, ein Himmel voller Sternschnuppen und immer mal wieder ein bisschen Übermut.