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OSTERTÄUBCHEN ZUM FRÜHLINGSBEGINN // REZEPT

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer… aber ein lecker Täubchen zaubert schon mal prima Frühlingsgefühle.

Heute ist Frühlingsbeginn. Man kann es kaum glauben, denn draussen tanzen die Flocken und wir schlottern. Der Winter hat das Land nochmals weiss zugedeckt und schickt eisig kalten Wind, von dem ich mich eigentlich schon verabschiedet hatte.
Ein kleiner Trost: unsere leckeren Brot-Vögelchen, die auf den Tellern vom Frühling gurren und uns daran erinnern, dass er irgendwo da draussen ist und wartet. Mit Sonne und warmen Lüftchen, mit diesem Duft des Neubeginns und seiner ganzen Farbpalette, mit der er im Nu eine neue Welt aufmalt. Mmmh, ich freue mich, denn mein Gedankenvorrat des letzten warmen Sommers geht langsam zur Neige.

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DREI KÖNIGE / KÖNIGSKUCHEN – BROT – REZEPT

Seit Weihnachten sind die heiligen drei Könige mit ihrem Elefanten und dem kleinen Kamel in unserem Adventsgärtlein unterwegs nach Bethlehem. Jeden Tag sind sie dem Stall und der Krippe ein Stückchen näher gewandert. Gut, manchmal haben sie einen Abstecher unter die Sofakissen gemacht, um ein Schläfchen zu halten, haben sich unterm Weihnachtsbaum versteckt, sind ab und zu im Puppenwagen ein Stück mitgefahren (hop on hop off) und haben auch ab und zu in den Tiefen des Kinderzimmers residiert. Glücklicherweise sind sie nun aber doch pünktlich angekommen, beim Jesuskind. Alle da!

Melchior, der König mit dem roten Gewand, brachte als Geschenk das Gold, als Symbol der Weisheit. Der blaue König ist Balthasar und reichte dem Kind Weihrauch, als Symbol des Gebetes. Kaspar, der grüne König, überbrachte Myrrhe, die als Symbol für die Verbindung des Menschlichen mit dem Göttlichen steht.
Wir haben heute Morgen bereits unseren Königsteig geknetet und daraus ein Blumenbrot gebacken, in dem wir traditionell eine Mandel versteckt haben. Reihum darf sich jeder ein Stück des Brotes aussuchen. Derjenige, der die Mandel in seinem Stück entdeckt, ist König oder Königin für einen Tag… 
Unser Rezept für den Königskuchen / das Königsbrot:

– 500 g Mehl und
– 1 Päckchen Hefe    
in einer Schüssel verrühren
– 1 1/2 KL Salz und 
– 2 KL Rohrzucker 
beigeben

– 60 g Butter in 3 dl Milch auflösen
Die Flüssigkeit mit dem Mehl vermengen und zu einem Teig kneten. Mit einem feuchten Tuch zugedeckt an der Wärme um das Doppelte aufgehen lassen, dann den Teig in zwei gleich grosse Stücke teilen.
Aus dem einen Teil die Mitte des Kuchens formen, aus dem anderen Teil 8 gleich grosse Stücke formen und diese dann um das Mittelteil legen. In eines der kleinen Brötchen unbedingt heimlich eine Mandel oder eine Nuss schmuggeln!
Nun die Brotblume mit einem zerklopften Ei bestreichen und in den kalten Ofen schieben. Diesen dann auf 220° heizen und das Brot 20-30 Minuten ausbacken. Kurz bevor ihr das Brot aus dem Ofen nehmt, könnt ihr es noch mit Mandelsplitter und Hagelzucker bestreuen. Voilà.
Wenn ihr das Brot aus dem Ofen nehmt und auf die Unterseite klopft, soll es dumpf/hohl klingen. Wenn’s hohl klingt, ist ausnahmsweise mal jut.

Nun wünsche ich euch einen feinen, stimmungsvollen Dreikönigstag, guten Appetit, ein geschicktes Händchen beim Aussuchen des Stückchens und reichlich Stolz beim Tragen der Krone!
Alles Liebe, Sandra

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NIKOLAUS UND DAS HUNGRIGE FÜCHSLEIN

Was, wenn die frischgebackenen Lebkuchen für den Nikolaustag von einem gefitzten Fuchs stibitzt werden? Weil das hungrige Schlitzohr diesem Duft nach „Wald und nach Honig, nach Holz und nach Zimt und nach Glück“ einfach nicht widerstehen kann? Was, wenn nach dem „nur mal ein kleines Bisschen probieren“ dann doch plötzlich der ganze Lebkuchen aufgegessen ist? Armer Fuchs. Armer Arne, der dem Nikolaus beim Backen hilft und jetzt nochmals neuen Teig anrühren muss, damit alle Kinder einen Lebkuchen bekommen. 

So beginnt die zauberhafte Geschichte „Wer hat den Lebkuchen stibitzt“* von Maria Stadler, die uns der Samichlaus heuer im Sack vor die Türe legen wird.

 
Und weil es ist, wie es ist, wird uns der Nikolaus dieses Jahr nicht die gebackenen Lebkuchen mitbringen, sondern den Lebkuchenteig, den er gerade noch schnell, schnell vorbereiten konnte, bevor er aus dem Haus musste. 
Für uns ist das natürlich ganz prima, denn wir werden am 6. Dezember aus dem Teig von Nikolaus liebend gerne unsere eigenen Kreationen backen. Was kann es Schöneres geben, als Samichlausteig zu verbacken und dabei über das freche Füchslein zu plaudern. Es wird toll riechen in der Küche und wir werden den Fuchs um so mehr verstehen. 
Übrigens nimmt die Geschichte ein gutes Ende, weil der Fuchs sich von Herzen auf seine Art und Weise bei Arne entschuldigt… 

     

Unser Samichlaus-Lebkuchenrezept geht so:

2 Eier
170 g Rohrzucker
zu einer hellen Masse aufschlagen 

170 g flüssiger Honig
50 g Butter
4-6 TL Lebkuchengewürz
1 unbehandelte Zitrone (Schale fein abgerieben)
alles beifügen

500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
gut mischen und dann dazusieben und locker unter die Masse heben. 

Dann alles zu einem Teig zusammenfügen und zugedeckt ein paar Stunden (oder über Nacht) bei Zimmertemperatur stehen lassen. Vor dem Verarbeiten 1 Stunde kalt stellen und dann naschen zu Keksen oder Knusperhäuschenteilen verarbeiten. 
Backen: Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad 10 – 20 Minuten backen. Nach dem Backen auskühlen lassen, gleich aufessen oder die Kekse/Knusperhäuschen zusammenbauen und mit Zuckerglasur (Zitronensaft und Puderzuckermischung), Nüssen und gedörrten Früchten verzieren. 
Ihr mögt einen Glanz auf euren Lebkuchen? Dann bepinselt die Kekse vor dem Backen mit Milch oder gleich nach dem Backen, noch heiss, mit Kaffeesahne.
Ganz viel Freude und gutes Gelingen.

Von Herzen wünsche ich euch morgen einen friedlichen Nicolo, Samichlaus und Nikolaus und übermütige, glückserfüllte Kinderherzen.
Alles Liebe, Sandra

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ST. MARTIN – EINE GESCHICHTE FÜR DIE KINDER

St. Martin steht vor der Türe und die Kinder sind aufgeregt. Sie freuen sich riesig darauf, mit den Lichtern durch die Dunkelheit zu gehen, gemeinsam Laternenlieder zu singen und sich danach ein Martinsgänschen zu teilen. Es ist ein zauberhafter Brauch und es bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung, weshalb man am 11. November mit den Lichtern durch die Nacht zieht.  Aber manchmal kann so ein Anlass noch inniger erlebbar gemacht werden, wenn man die Kinder ein paar Tage vorher schon auf das Fest vorbereitet. Gemeinsames Laternen basteln, lecker Martinsgänschen backen und eben auch die Geschichte von St. Martin hören und den Kindern davon erzählen, wie es sich vor ganz langer Zeit begeben hat. 

Wenn ihr euren Kindern Geschichten erzählt, kann es leicht geschehen, dass ihr ihre Seele berührt. 
Und auch wenn sie nicht immer alle Worte einer Erzählung verstehen, ist es doch das Gefühl des Zusammenseins, das Spüren der Stimmung beim gemeinsamen Erleben, das was den Sinn einer Geschichte spürbar macht und das Kind nährt und berührt. Und das ist ja überhaupt das aller, aller Wichtigste. 

Hier findest du die Legende von St. Martin, so frei, wie ich sie meinen Kindern erzähle. 

Vor langer, langer Zeit lebte ein junger Mann. Er hiess Martin und er war ein tapferer Ritter. Wie alle Ritter zu dieser Zeit trug Martin ein silbernes Schwert, einen Ritterhelm und einen roten, samtenen Mantel über seinen Schultern. 

Einmal, es war ein düsterer Novembernachmittag, war Martin mit seinem lieben Pferd auf dem Weg in eine ferne Stadt. Da kam der listige Nordwind und wollte die zwei Reisenden foppen. Er brachte Eiseskälte und Schneegestöber, liess die Wege gefrieren und pfiff Mensch und Tier durch Mark und Bein. Martins Pferd jedoch stapfte tapfer weiter und immer weiter. Es wollte Martin sicher in die Stadt bringen, bevor es dunkle Nacht wurde. Martin aber spürte, dass sein Pferd angestrengt war und liess es einen Moment ausruhen. Er strich ihm liebevoll über den Hals und sagte ruhig: „Na, wir gehen ganz langsam vorwärts. Keine Eile, wir werden ankommen und alles wird gut. Mein allerliebster Freund.“ Das Pferd wieherte und schnaubte, was so viel bedeutete wie: „Danke.“ 
Langsam wurde es Nacht und Pferd und Reiter trabten durch den Schnee. Der Wind pfiff und liess die Schneeflocken über die Welt sausen. Da erblickte Martin von weither ein Licht, die Lichter der Stadt. Das Pferd wurde schneller und schneller, jetzt wusste es, es ist nicht mehr weit. Es galoppierte durch den Schnee doch kurz bevor die zwei das Stadttor erreichten, blieb es plötzlich einfach stehen. „Was ist los? Wir sind gleich da. Nur noch ein kurzer Weg, komm, Pferdchen, komm.“ sagte Martin. Doch sein Pferd blieb stehen und tat keinen Schritt. So stieg Martin aus dem Sattel, strich seinem Pferd über den Kopf und da sah er plötzlich vor sich auf dem Boden, dicht bei den Wurzeln eines alten Baumes, etwas im Schnee liegen. Als er näher kam, erblickte er in der Dunkelheit einen Bettler sitzen. Der war in Lumpen gewickelt und fror ganz fürchterlich. „Was tust du hier?“ fragte Martin. „Ich versuche mich aufzuwämen, es ist so kalt“, erwiderte der Bettler. Martin nahm die Hände des Bettlers in die seinen und wärmte die kalten Finger. Dann zog er seinen roten Mantel aus, schwang sein Schwert und teilte damit den Mantel in zwei Teile. Den einen Teil legte er dem Bettler wärmend über die Schulter, den anderen Teil zog er sich selber über. Der Bettler war voller Glück. Und als er dann endlich „Danke“ murmeln konnte, sass Martin schon wieder auf dem Pferd und ritt geschwind durch das Stadttor. 
In dieser Nacht hatte Martin einen Traum. Er träumte von Christus, der die Hälfte seines Mantels trug und zu den Engeln sagte: „Martin hat heute mit mir seinen Mantel geteilt und mir in dieser kalten Nacht Wärme geschenkt.“
Martin konnte diesen Traum nicht mehr vergessen. Er beschloss, von nun an nicht mehr als Ritter durch die Welt zu ziehen und stattdessen als Mönch im Kloster zu leben. Er half den Armen und war da für die Menschen, die einsam waren. Die Menschen spürten, dass Martin ein guter Mensch war, und sie alle mochten ihn sehr gerne. Sie wünschten sich, dass er zum Bischof gewählt würde. Ein Bischof zu sein ist eine grosse Anerkennung. Es ist ein bisschen so, wie wenn man Chef ist. Martin aber hatte Angst vor dieser grossen Aufgabe. Er wollte ein ganz einfacher, bescheidener Mönch bleiben. Da sprang er weit weg und versteckte sich in einem Gänsestall. Die Gänschen aber schnatterten so laut vor Freude, dass es natürlich sehr einfach war, ihn in seinem Versteck zu finden. So wurde aus Martin, dem Rittersmann, St. Martin, der Bischof. Und er lebte glücklich bis ans Ende seiner Tage. Sein Pferd? Ach so ja, das liebe Pferd durfte von nun an natürlich im Klostergarten weiden und wenn Martin ihm Hafer brachte, dann wieherte es voller Freude.

Euch allen wünsche ich eine wunderschöne St. Martinsnacht, mit goldenen Lichtern, roten Kinderwangen, feinen Martinsgänschen, und einem Nordwind, der nur von ganz weit her zuschaut. 
Alles Liebe, Sandra

Im Jahreszeitenbuch von Christiane Kubik und Eva-Maria Ott-Heilmann findet ihr die St.Martins-Legende, Lieder, Rezepte und viele Ideen. Ein grossartiges Buch, welches einem durch das ganze Jahr begleitet.
In meinem Pinterest-Ordner findest du viele wunderschöne Inspirationen rund um St. Martin.

Mit liebem Dank verlinkt mit naturkinder

HERBSTLICHES MARRONIMUFFIN-REZEPT (GLUTENFREI)


Herbstzeit ist Marronizeit und Lieblingszeit!
Der Geschmack der Marronis erinnert mich immer an meine Kindheit. Im Süden der Schweiz, im Tessin, findet man nämlich ganz viele Edelkastanien-Bäume. Viele Jahre galt dort die Kastanie als Grundnahrungsmittel, und die Familien waren im Winter auf eine gute Ernte angewiesen. Werden die Marronis getrocknet, können sie haltbar gemacht oder zu Mehl weiterverarbeitet werden. Eine Tessiner Marroniverkäuferin in Berlin hat mir einmal versichert, dass man ganz gesund bleibt, wenn man jeden Tag Marronis isst (und ein bisschen bin ich froh, hat sie keine Fitnessabos verkauft…).

Längst ist die Baumfrucht nicht mehr das „Brot der Armen“. Für mich, als Zöliakistin, ist sie ein wunderbar schmackhafter und gesunder Ersatz zu glutenhaltigen Nahrungsmitteln. Weiterlesen„HERBSTLICHES MARRONIMUFFIN-REZEPT (GLUTENFREI)“

SCHOKOSCHOCK // REZEPT

Ich werfe heute gerne mal ein Geheimrezept in die Runde. Einfach so und weil Sonntag eh Kuchentag UND Muttertag ist und die Mamas eventuell einen Wochenend-Kuchenwunsch frei haben? Unser allseits geliebter Schoggikuchen kommt ganz ohne Mehl daher, ist glutenfrei und schokoladig und deshalb so „gesund“ für die Seele, ein Fest für die Geschmacksknospen, und Nervennahrung vom Feinsten. Denn, wie schon meine Grossmutter zu sagen pflegte: Schokolade müssen sie einem geben… Weiterlesen„SCHOKOSCHOCK // REZEPT“

DER KEKS

 
Ich backe Kekse einmal im Jahr. Vor Weihnachten reiss ich mich zusammen und backe mit den Kindern ein Wochenende lag Weihnachtsplätzchen, auch weil ich weiss, dass dann wieder Ruhe ist für die nächsten zwölf Monate. Irgendwie werde ich mit diesem Keks-chichi einfach nicht warm. Und dieser Aufwand… Hach, ich bin einfach eher Kuchen. 

Nun hab ich aber ein Keksrezept mit superfood cookies, extragesund-für-Kinder-und-so entdeckt und gab mir einen Ruck. Die Kekse aufm Bild sahen reizend aus, waren jedoch nicht glutenfrei. Erhobenen Hauptes änderte ich das Rezept schwuppdiwupp in „OHNE GLUTEN“. Der Teig war köstlich, und im Nachhinein wäre es wohl besser gewesen, wir hätten den Plätzchenteig einfach gleich so gegessen. Nun ja, mein Grosser schnappte sich eifrig seine Piratenkeksformen mit Knarre, Totenkopp und Schwert, die Kleine wollte Bären und ein Reh ausstechen. Gesagt, getan. Die Plätzchen kühl gestellt und dann ab in den Ofen. Wir guckten durchs Fenster, beobachteten unsere brutzelnden Leckerlis und auch, wie die Formen immer mehr verschwammen. Aus den Totenköpfen wurden Wolken, aus den Bären wurden Seen, aus vielen Plätzchen wurde ein grosser Platz. 
Wir standen da und guckten zu und konnten gar nichts machen…
Die Kleine: Wo sind meine Bärlis?
Der Grosse: Das ging ja voll in die Hose.
Ich: Ui.
Unser Blick in den Ofen: wohl unbezahlbar!
Aus dem Riesenkeks wurde lecker Crumble, der sich über’s Yoghurt gestreut sehr gut machte, die nächste Plätzchenbäckerei im Hause Lieblingsbande findet frühestens nächsten Dezember statt und das delikate „superfood-cookies-extragesund-für-Kinder-und-so“ Rezept behalte ich dann mal für mich. Ich denke, ist ok für euch.

LINZERTORTE // GLUTENFREI // REZEPT


Als wir vor ein paar Wochen durchs Salzburgerland in die Berge getuckert sind, fuhren wir an Linz vorbei. Linz. Da war doch was. Mir lief das Wasser im Mund zusammen. Mmmhh, Linzertorte. (Im Ernst: Ich habe ja gedacht, dass die Linzertorte so ein Schweizer Dings ist… Ich weiss, ich weiss, kein Linz in der Schweiz, aber die Berliner/Krapfen kommen ja auch nicht aus Berlin und die Wiener Würstel sind Frankfurter. Eben.) Weiterlesen„LINZERTORTE // GLUTENFREI // REZEPT“

Es gibt immer was zu feiern…

Es ist wirklich erstaunlich, wie oft die Kuscheltiere unserer Kinder Geburtstag haben. Klar, über die Jahre hat sich tatsächlich eine ganz illustere Schar angesammelt und so vergeht bei uns auch kaum ein Wochenende, an dem wir nicht irgendeinen Geburtstag feiern MÜSSEN. Heute Morgen um sieben kam meinem Grossen in den Sinn, dass Maudi (seine Plüschkatze) doch tatsächlich heute ein Jahr alt wird… Und die Kleine doppelte nach, dass gleich jetzt,  also augenblicklich, der dritte Geburtstag ihres Pandas sei. Oh weia, und kein Kuchen im Haus. Dann aber schnell ab die Küche und was Anständiges gezaubert. Darf ich vorstellen, unsere Bananenmuffins im Schneemannkostüm:

Zum Glück mögen wir Kuchen und feiern gerne! 
Hier unser super einfaches Rezept für Bananenmuffins (für all die, die Samstagmorgen um acht blind, derangiert, total übermüdet und ohne blassen Schimmer in der Küche stehen und gleich eine Party schmeißen sollten. Das hier ist eine Mission ohne viel Brimborium!):
Zutaten 
110 g weiche Butter
180 g Rohrzucker
2 Eier
4 kleine, reife Bananen, mit der Gabel zerdrückt
ein bisschen fein gemahlene Vanille
250 g Mehl (wir nehmen das glutenfreie „Kuchen & Kekse“ Mehl von Schär)
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
100 g gehackte Rosinen oder, in unserem Fall, Schokoladenstücke
– Butter und Zucker schaumig schlagen
– Eier, Bananen und Vanille zugeben und weiter rühren
– das Mehl, Backpulver, Salz und Natron in den Teig sieben und unterrühren
– Rosinen oder Schokoladentücke untermengen
– den Teig in 12 Muffinformen einfüllen
– für ca. 20 min. in der Mitte des auf 180° vorgeheizten Ofens goldbraun backen
– auskühlen lassen und wenn gewünscht, bissl aufhübschen.

Et voilà! Noch ein paar Kerzen, ein Liedchen und liebe Glückwünsche für die Jubilare (Jubiläre???) und dann wird geschmaust, geschmatzt, gelacht, getrunken… und der nächste Geburtstag geplant! Hach ist das schön!

Euch, euren Kindern und all den vielen Stofftieren wünsche ich von Herzen tolle Partylaune  und: Man soll die Feste tatsächlich feiern, wie sie fallen!
Alles Liebe, Sandra

Drei Könige

Seit Weihnachten sind die heiligen drei Könige mit ihrem Elefanten jeden Tag ein Stück näher zur Krippenlandschaft gewandert. Heute sind die drei Weisen bei Maria, Josef und dem Jesuskind angekommen und bringen ihm ihre Gaben, Gold, Weihrauch und Myrrhe dar.
In der Schweiz feiern wir den Dreikönigstag traditionell mit einem Königskuchen. Und das tun wir natürlich auch heute hier in Wien.
Heute Morgen haben wir den Königskuchen gebacken, in dem wir eine Mandel versteckt haben. Reihum darf sich jeder ein Stück des Kuchens (eigentlich ist es ein Brot… na ja, Wurscht.) aussuchen. Derjenige, der die Mandel in seinem Stück findet, ist König oder Königin und darf sich die Krone aufsetzen… Klingt traumhaft, nicht wahr?

Hier unser Rezept:

500 g Vollkornmehl und
1 Päckchen Hefe    
in einer Schüssel verrühren
1 1/2 KL Salz und 
2 KL Rohrzucker 
beigeben
60 g Butter in 3 dl Milch auflösen
Flüssigkeit mit dem Mehl vermengen und zu einem Teig kneten. Zugedeckt an der Wärme aufgehen lassen, dann den Teig in zwei gleiche Stücke teilen. 
Der eine Teil wird die Mitte des Kuchens, aus dem anderen Teil formt ihr 8 kleine Stücke und legt sie um das Mittelteil. In ein kleines Brötchen unbedingt heimlich eine Mandel oder eine Nuss schmuggeln!!!
Nun den Kuchen mit einem zerklopften Ei bestreichen und in den kalten Ofen schieben. Diesen dann auf 220° heizen und den Königskuchen 20-30 Minuten backen. Kurz bevor ihr den Kuchen aus dem Ofen nehmt, könnt ihr ihn noch mit Mandelsplitter und Hagelzucker bestreuen. Voilà.
Wenn ihr den Kuchen aus dem Ofen nehmt und auf die Unterseite klopft, soll der Kuchen hohl klingen… Wenn nur alles so einfach wäre!    

Und nun wünschen wir euch allen einen feinen, stimmungsvollen Königstag, guten Appetit und natürlich viel Glück beim Aussuchen des Kuchenstücks! Königskronen für alle!

Die Holzfiguren sind übrigens von Ostheimer, der Waldorfstall von drei Blätter.