Schlagwortdraussen sein mit Kindern

EIN BOHNENZELT IM GARTEN // NATURBEWUSSTSEIN

…oder die schnellste Bohne der ganzen Welt

Zugegeben, ich gehörte nicht zu den allergeduldigsten Gärtnerinnen dieses Planeten. Mir ist recht, wenn dann schon schnell mal was passiert. Noch rechter finde ich es, wenn das, was passiert, ein bisschen unempfindlich daher kommt. Deshalb bin ich im Team Bohne, denn die ist wunderbar auf Zack. Weiterlesen„EIN BOHNENZELT IM GARTEN // NATURBEWUSSTSEIN“

SAMENBOMBEN SELBER MACHEN // DIY // NATURBEWUSSTSEIN

Wer einem eine Blume sät, blüht selber auf!

Wir haben es also getan. Samenbomben präpariert. Und ja, ich habe mir noch kurz darüber Gedanken gemacht, ob man die Samenbomben vielleicht auch Samenkugeln nennen könnte, weil Bombe ist immer so: hach, na ja. Aber dann habe ich gleich an die Zuckerbombe, die Sexbombe und an die Arschbombe gedacht und schwups: Alles durchaus positiv! Passt!

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WAS MAN IN JUNGE HERZEN PFLANZT // NATURBEWUSSTSEIN

Oder wie geht eigentlich Umwelterziehung?

Wir waren die Tage in der Schweiz. Haben staunend beobachtet, wie ein Kälbchen das Licht der Welt erblickt hat, wie die Meisen am Nistkasten ein- und ausgeflogen sind. Haben am Flussufer Feuer entfacht und darauf lecker Essen gekocht, Steine gesammelt und diese stundenlang über das Wasser gleitend in den Fluss geworfen. Wir haben Stöcke gesammelt, sind durch Wälder und über Wiesen getobt und haben Schmetterlingen beim Tanzen zugesehen. Gemeinsam in die Natur einzutauchen ist traumhaft. Mehr braucht ein Menschenkind eigentlich nicht. Meine ich. Bullerbü für alle!

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VOGELBEISL ODER VOGELFUTTER SELBERMACHEN // DIY

Es war immer nie kalt bei uns in Wien, und von diesem mickrigen Fläumchen Schnee, welches mal lag, wollen wir erst gar nicht reden. Und jetzt, wo wir endlich versöhnlich gestimmt frühlingshaft werden wollten, kommt er doch noch. DER WINTER. Menno. Mit Schnee und Kälte fegt er durch Wien, alles, was schon zu spriessen begonnen hatte, hat er einfach zugedeckt. Ein Segen für die Kinder, immerhin. 
Weil es die nächsten Tage kalt bleiben soll, sind wir dann doch noch in die Vogelfutterproduktion eingestiegen. Wir lieben es, wenn die Vögel zu uns in den Garten kommen, weil sie unseren Stadt-Alltag so sehr bereichern. Es ist schön, sie zu füttern, und es ist ausserdem voll toll und ur einfach, Vogelfutter selber herzustellen. Vor allem, wenn man so emsige Helfer hat wie ich!
Nicht alle Vögel, die im Winter hier bei uns bleiben, fliegen auf dieselben Leckereien 

Eh klar. Deshalb haben wir eine Vogelfutter-Variation hergerichtet, damit es was für alle hat. Kommt ihr Vögel, der Tisch ist gedeckt!

Körnermischung im Blumentopf

Ihr braucht:
– Körnermischung für Wildvögel, auch Nüsse, Haferflocken, Rosinen, Hagebutten
– Rindertalg (wir haben stattdessen Kokosfett benutzt und es ist sehr gut angekommen bei den gefiederten Gästen)
– ein kleiner Blumentopf
– ein verzweigter Stock, der in das Loch im Boden des Blumentopfes passt
– ein Stück Schnur 
– etwas Aluminiumfolie

Und so gehts:
– Kokosfett / Rindertalg schmelzen (nicht kochen) und die Körnermischung beigeben
– Den Stock durch das Loch im Blumentopfboden stecken, sodass das verzweigte Teil gut aus dem Blumentopf ragt. Sieht aus wie ein dürres Bäumchen. Daran werden sich die Meisen festhalten, wenn sie den Inhalt des Topfes aufpicken.
– Das Loch um den Stock mit Alufolie oder etwas Knete abdichten, dass so wenig Fett wie möglich wieder rausläuft (ich habe auch versucht, das Loch mit einem Kaugummi zu dichten… nö, ist nix)
– Die Kokosfett-Körnermischung in den Topf füllen und an der Kälte aushärten lassen
– Wenn die Mischung ausgehärtet ist, die Schnur am Stock anbringen, damit der Naschtopf aufgehängt werden kann.

Körnerküchlein
Ihr braucht:
– Körnermischung für Wildvögel, auch Nüsse, Haferflocken, Rosinen, Hagebutten
– Rindertalg (wir haben stattdessen Kokosfett benutzt und es ist sehr gut angekommen bei den gefiederten Gästen)
– Muffinpapierformen oder Silikonform
– Ihr könnt die Mischung auch in leere Nussschalen füllen, die ihr im Herbst gesammelt habt
– Schnur

Und so gehts:
– Kokosfett / Rindertalg schmelzen (nicht kochen) und die Körnermischung beigeben
– Die Mischung in die Muffinformen füllen und dazu je ein Stück Schnur in das flüssige Fett legen, damit ihr die Küchlein aufhängen könnt. Dann an der Kälte aushärten lassen.
– Papierformen von den Vogelkeksen entfernen, bevor ihr sie auftischt.

Gespickte Äpfel
Ein wunderbarer Vogelfood, den ihr auch mit Kindergruppen oder kleinen Kindern prima herstellen könnt. Eine schon beinahe meditative Tätigkeit, denn die grösseren Kinder stecken schon mal ausgeklügelte Muster mit den Kernen. Die Äpfel sehen wunderschön aus auf dem Vogelbuffet, finde ich. Und: es gibt beim Herrichten KEINE Schweinerei! Mamas Favorit, sozusagen.
Ihr braucht:
– Äpfel
– Sonnenblumenkerne für Wildvögel
– Schnur, falls ihr die gespickten Äpfel aufhängen wollt. Die Amseln lieben es, die gespickten Äpfel am Boden zu naschen.
Und so wird’s gemacht:
– Steckt die Sonnenblumenkerne in die Äpfel
– Befestigt eine Schur am Stil des Apfels, wenn ihr diesen aufhängen wollt
Gemeinsam ein Fly-in im Garten herzurichten ist ein feines Erlebnis, bei dem die Kinder sehr gut mithelfen können. Bitte beachtet dabei folgendes: 
– Bei uns im Garten sind viele Katzen unterwegs. Also müssen wir darauf achten, dass unsere gefiederten Freunde in Ruhe und gefahrenlos „einkehren“ können.
– Achtet darauf, dass ihr die Futterstelle gut beobachten könnt. Vielleicht sogar aus dem warmen Wohnzimmer…
– Die Vogelwirtschaft nicht zu nah an grossen Fenstern aufbauen, nicht, dass die Vögel in die Fensterscheiben fliegen.
– Habt ihr eine Futterstelle eingerichtet, achtet bitte darauf, dass diese sauber bleibt. Von Kot verunreinigte Stellen sollten unbedingt immer wieder sauber gemacht werden, damit die Vögel gesund bleiben. Haltet das Futter trocken und wechselt es lieber einmal mehr aus.
Alle Vögel sind schon da!
Ich wünsche euch viel Freude beim Herstellen der Leckereien, beim Einrichten eurer Vogel-Snackbar und beim Beobachten unserer wunderschönen Wintervögel.
Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb. 
Habt’s fein und innig.
Sandra  
Weitere hilfreiche Informationen über das Füttern von Vögeln findet ihr hier:
– Für Deutschland : Naturschutzbund Nabu 
– Für die Schweiz: Vogelwarte Sempach
– Für Österreich: Naturschutzbund

Ein tolles pdf einer winterlichen Snackbar und wer was wo frisst, könnt ihr hier beim Nabu runterladen.

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vielen lieben Dank 

STEINSUPPE / BÜCHER SIND LEBENSMITTEL

Wo Menschen sich begegnen, wird geredet und ausgetauscht. Wo Menschen sich begegnen und gemeinsam Feuer machen, wird gleich gewerkelt, ausprobiert, in die Glut gepustet, den Flammen zugesehen, gefachsimpelt und sich aufgewärmt. Wo Menschen sich um ein Feuer begegnen und Geschichten hören, entsteht eine Gemeinschaft. Weil alle einer Stimme lauschen, weil man sich von den Worten wegtragen lässt, in eine andere Welt. Weil zusammen gestaunt, gebangt und gelacht wird.

Wenn nach einer Geschichte gemeinsam vom Feuer in einem grossen Topf gekocht und zusammen gegessen wird, entsteht Wärme im Bauch und überall, Glück und Freude und vielleicht ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt, für immer.
Es ist Nacht.
Es herrscht Winter.
Ein alter Wolf nähert sich dem Dorf der Tiere.

So beginnt die Geschichte der Steinsuppe*,  aus dem gleichnamigen Bilderbuch von Anais Vaugelade (Moritz Verlag). 

Der Wolf ist hungrig. Er trägt einen Sack mit einem schweren Stein auf seinem Rücken. Er klopft bei der Henne, denn er will auf ihrem Feuer eine Steinsuppe kochen. Die Henne erschrickt, öffnet aber die Türe, weil sie neugierig ist und weiss, dass der Wolf nur noch einen Zahn hat. Steinsuppe. Wasser und Stein in den Topf und dann übers Feuer. Die Henne ist skeptisch und fragt: „Ist das alles? Also ich tu ja in meine Suppen immer ein bisschen Sellerie.“ Und der Wolf meint: „Das kann man, das gibt einen gewissen Geschmack.“ 
Und so kochen die zwei, bis weitere Tiere an die Türe klopfen und eines nach dem anderen noch was dazugibt in die Suppe, für den gewissen Geschmack. Schlussendlich sitzen alle, essen, reden, bis der Wolf den Stein aus der Suppe nimmt „ah, noch nicht ganz durch“ und diesen wieder in seinen Sack packt. Für das nächste Abendessen.
Eine zauberhafte Geschichte über das Zusammenkommen, das Teilen und gemeinsame Essen, das Überwinden von Ängsten und Verwerfen von Vorurteilen, die Lust, was Gemeinsames zu schaffen und die Bereitschaft, Zeit miteinander zu verbringen. Sie war für mich der Anlass, eine Steinsuppe vom Feuer in unserem Garten zu kochen. Zusammen mit Nachbarn und Freunden. Und alle sind gekommen und haben von Herzen mitgetan. 
Zuerst habe ich den Kindern und grossen Menschen die Geschichte vorgelesen, dann haben wir gemeinsam gekocht. Wir hatten Feuer, einen grossen Topf mit Wasser, einen Stein von den Alpen und jeder hat etwas geschnippeltes Gemüse mitgebracht. Für den Geschmack. 
Und nach einer Stunde wurde eine Suppe gegessen, die war so fein und herzhaft und reich, dass wir heute noch davon träumen. Bis es dunkel wurde standen wir ums Feuer, redeten, tranken, assen. Die Kinder spielten, lachten, warfen ab und zu wieder ein Stock ins Feuer. 

Manchmal reicht ein Feuer, ein Topf, ein paar Karotten und eine Geschichte, damit Menschen zusammenkommen und gemeinsam etwas Schönes erleben. 

Übrigens: Der Stein aus unserer Suppe war noch nicht ganz durch. Was für ein Glück, so können wir noch einmal Steinsuppe damit kochen.

Bitte nachmachen, teilen und weitererzählen, denn gute Dinge machen das Leben noch viel feiner.
Alles Liebe 
Sandra

In unserem Topf sind übrigens Zwiebeln, Sellerie, Broccoli, Süsskartoffeln, Karotten, Zucchini, Rosmarin, ein Lorbeerblatt, Fenchel, rote Rüben und Kürbis zusammengekommen. Ich sags euch; das alles und noch eine Prise Feuer… so, so LEIWAND. 

Ein anderes Bilderbuch der Steinsuppe „Stone Soup“ von Jon j. Muth ist ebenfalls sehr empfehlenswert. Die Geschichte ist die selbe. Drei Mönche kommen in ein chinesisches Dorf, in dem niemand miteinander spricht. Dann kochen sie Steinsuppe, den Rest könnt ihr euch denken. Ein traumhaft illustriertes Bilderbuch. Gibt es hier*.

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WEIHNACHTEN IM WALD

Ich gebe zu, ich gehörte früher zu den klassischen Weihnachtsmüffelern. Ich hab zwar mitgemacht – dem Frieden zuliebe – aber gemocht habe ich Weihnachten viele Jahre lang nicht wirklich. Zu viel Konsum, zu viel Gesinge wo sonst nie Gesinge war, zu viel Lametta und für meinen Geschmack zu wenig Fleisch am Knochen (schweizerische Redewendung für substanziell). Heute glaube ich, dass mein Unbehagen ein Glück war. Denn, wie sonst hätte ich mein eigenes Weihnachtsding finden können? 

Spätestens, wenn man Eltern wird, kommt man ins Nachdenken, wie man mit sich und dem Dezember ins Reine kommt. 

Entweder man lässt die Feierlichkeiten und ignoriert das ganze Trallalla oder man findet einen Weg zu Traditionen, die stimmig sind und zu einem passen. Tja, und da ich Kinder habe, habe ich mich entschieden, geliebte Bräuche beizubehalten und überdies neue zu finden, die ich gerne zu meinen werden lasse. So sind daraus meine Lieblingsbande-Traditionen entstanden. Eine davon ist das Verbringen der Weihnachtstage rumlümmelnd im Schlafanzug… Eine ganz besonders schöne aber ist die Waldweihnacht: 

Schon mit meinen Kindergartenkindern habe ich jeweils im Wald gefeiert und diese Abenteuer als so glücksbringend, natürlich und unvergesslich erlebt, dass ich es einfach nicht mehr missen will.

Wenn man, wie wir, verliebt, versunken und immer auftankend durch den Wald streicht, ist es klar, dass man auch Weihnachten im Wald verbringt. Es ist feierlich, in Ruhe und Stille die mitgebrachten Gaben auszubreiten. Die Kinder haben Vogelfutter vorbereitet, welches wir an die Äste hängen und natürlich auch welches für die gefiederten Naschkatzen, die gerne vom Waldboden picken. Nüsse für das Eichhörnchen, Heu für die Rehe, Äpfel für die Amseln, die Rotkehlchen und die Hasen. Der Grosse hätte gerne noch Speck und Wurst für den Fuchs und Käse für die Krähe mitgebracht… Ein Weihnachtsbuffet, sozusagen. Nun gut, in diesem Jahr werden sich die zwei mit dem begnügen müssen, was wir hergerichtet haben.
Wenn alles bereit ist, rufen wir die Tiere: Kommt, ihr Hasen, Rehe und Vögel, komm Fuchs und Eichhörnchen. Wir lauschen in die Stille. War da nicht ein Rascheln? Ein Knacken? 

Wir stimmen Weihnachtslieder an und es ist feierlich, an diesem bescheidenen Ort, der so vollkommen ist, zu singen.

Dann essen wir selber ein Plätzchen, verspeisen es mit roten Wangen, trinken einen Schluck Tee, und sehr zufrieden machen wir uns dann wieder auf den Heimweg. Es dunkelt schon, und als wir aus dem Wald kommen sehen wir die Lichter der Stadt. Von der Waldluft erfrischt und geerdet kommen wir nach Hause. „Das war die beste Waldweihnacht“, meint der Grosse. Ja, das war Weihnachten.

Übrigens: Wenn kein Wald weit und breit bei euch in der Nähe ist, kann man auch im Park oder im Garten ein kleines Weihnachtsfest abhalten. Es sind die Natur, die frische Luft, der Wind, das geheimnisvolle Eindunklen und das gemeinsame Erleben, die so massgeblich zu dieser feierlichen Stimmung beitragen. Und im Garten dürfen die Kinder sogar den Strauch oder die Tanne mit Kerzen schmücken und diese entzünden. Das ist das Allerschönste überhaupt. 

Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich in meine weihnachtliche Blogpause.

Von Herzen wünsche ich euch und euren Liebsten warme, lichterfüllte, glückliche und gemütliche Weihnachtstage. Dass die Augen und die Herzen leuchten.
Alles Liebe und bis bald.
Sandra

Mehr zum Waldbesuch in der Vorweihnachtszeit gibt es hier.

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KÖNIGSKRONE FÜR HERBSTKINDER (DIY)

Der Herbst ist golden und reich und er beschenkt uns jeden Tag mit seinen Gaben. Nie kommen wir mit leeren Händen nach Hause, was für ein Glück. Gestern haben wir auf unserem Spaziergang Platanenblätter gesammelt und uns gleich damit geschmückt. 
Und so gehts:

Sammelt Blätter von Platanen oder vom Ahornbaum. 
Schneidet die Stängel schräg von den Blättern ab. Die Stängel werden die „Nadeln“, mit denen die Herbstblätter zusammengesteckt werden.
Faltet die Blätter im unteren Drittel um und steckt sie ineinander.
Mit den Stängeln heftet ihr die ineinandergesteckten Blätter zusammen. 
Wenn die Herbstkrone lang genug ist, verschliesst ihr das erste und das letzte Blatt ebenfalls mit einer Stängelnadel.
Fertig ist die Königskrone und das Herbstglück ist vollkommen. 
Tanz mein Blättchen tanz,
dein Kleidchen ist noch ganz
der Herbst zieht in die Welt hinein 
komm tanz im warmen Sonnenschein
im warmen Sonnenschein
Ich wünsche allen Königinnen und Königen einen wunderschönen, sammelfreudigen und bunten Herbst. Alles Liebe, Sandra

KINDERTAGE IM WALD / GEDANKEN UND TIPPS


Erlaubt euren Kindern, sich in den Wald zu verlieben.

Jeder Tag ist ein Waldtag. Ok, ausser bei Sturm. Dann besser nicht. Aber sonst ist Wald das Beste überhaupt. Als Kindergärtnerin war ich einmal die Woche einen Vormittag im Wald. Bei Regen, bei Schnee, im Nebel, bei Sonnenschein, wenn es bewölkt war, wenn es hochsommerlich heiss und auch wenn es saukalt war, sind wir losgezogen, haben IMMER Feuer gemacht, Suppe oder Tee gekocht und sind im Gehölz rumgestreunt. Und es war jedes einzelne Mal ein wunderschönes Erlebnis. 

Der Wald ist nicht gemacht und deshalb gemacht für unsere Kinder. Man muss die Füsse heben, wenn man durch den Wald geht, denn hier ist nicht Parkett. Wenn man klettert, muss man bei jedem Schritt spüren, ob die Äste dick und stark genug sind, und man muss sich auf jeden Fall festhalten, denn kein Baum ist die Kletterspinne vom Spielplatz, die auf 1000kg getestet wurde, eingebettet in Fallschutzplatten. Der Waldboden ist weich, manchmal rutschig, ab und zu verwurzelt, das Dickicht ist stachelig und düster, und an vielen Stellen braucht man geschickte Füsse und starke Hände, um weiter zu kommen. Der Wald ist wild, zauberhaft und geheimnisvoll. Und er ist sehr ehrlich. In ihm finden wir Ruhe, aber still, nein still ist es nie, denn er ist voller Konzerte. Der Wald als Lebens- und Erfahrungsraum bietet uns alles, was wir brauchen. Er ist Spielplatz, Erholungszone, Atelier, Frischluft- und Energiespender, Turnhalle, Beobachtungsplatz, Mitmachmuseum, Klangwelt, Vorratskammer, ein weiches Bett, ein Platz für alle. Die Spiele, die die Kinder im Wald spielen sind voller Phantasie und Kreativität, sie nähren den Sinn für die Gemeinschaft und jede einzelne Kinderseele.

Und obschon man perfekt ohne nichts im Wald spielen kann, habe ich doch, wenn ich mit Kindern länger unterwegs bin, gerne einen Rucksack mit dabei. Hier also ein paar Tipps für das Packen des Waldrucksackes, wenn ihr mit den Lütten loszieht:

  

Kleidung
Auch wenn ein Waldbesuch keine Expedition zum Nordpol ist, ist es doch wichtig, dass die Kinder zweckmässig gekleidet sind.

In Flipflops und Tutu lässt es sich einfach sehr schlecht entspannt durch den Wald tigern und auf Entdeckungsreise gehen. 

Bitte zieht euren Kinder gutes Schuhwerk an, Turnschuhe, Wanderschuhe, Gummistiefel wenn es sehr matschig ist oder warme Winterstiefel bei Kälte. Eine lange Hose ist Schutz vor Kratzern und Zecken. Auf Bäume klettern oder sich im Dickicht zu verstecken ist gemütlicher, wenn die Beine eingepackt sind. Zudem kann die Hose in die Socken gesteckt werden. Sieht bescheuert aus, hält aber Zecken fern.
Weil ein Waldbesuch bei Regenwetter großartig ist, sollte euer Kind eine Regenhose und eine Regenjacke haben. Bitte schaut darauf, dass ihr diese Gummijacken besorgt, deren Nähte verschweisst sind und die trocken halten, auch wenn man ein paar Stunden draussen verbringt. Eine Schirmmütze unter der Kapuze schützt das Gesicht und die Augen vor dem Regen, vor allem für Brillenträger ist das eine Wohltat. 
Habt immer noch eine Fleecejacke mit dabei, welche ihr drunter oder drüber ziehen könnt, je nachdem. Zwiebeltechnik ist für den Wald optimal.

Wasser

In Flaschen abgefüllt, zum trinken und zum Hände waschen. Da ich jeweils mit den Kindern im Wald gegessen habe, wollte ich, dass sie vorher ihre Hände waschen. Nicht wegen dem Wald, der an den Händen haftet, aber wegen dem Fuchsbandwurm. Im Winter hatte ich eine PET Flasche mit heissem Wasser mit dabei. Wenn Händewaschzeit war, was das Wasser immer noch angenehm warm und die Kinder konnten ihre kalten Finger reinigen und gleich auch aufwärmen. Die Flasche habe ich in ein altes Handtuch eingewickelt, das Wasser blieb dadurch länger warm und die Kinder konnten ihre gewaschenen Hände trocknen. 

Sitzunterlage

Eine isolierende Sitzunterlage ist wichtig und sinnvoll, wenn man im Herbst/Winter in den Wald geht. Wir haben unsere immer mit dabei. Sie markieren die Sitzplätze der Kinder beim Jausnen am Feuer und bieten Wärme, auch wenn die Kinder in ihren Hütten sitzen.

 

Taschenmesser

Ein Taschenmesser ist eine feine Sache für einen Ausflug in den Wald. Auch mein Sohn trägt sein Kindertaschenmesser (mit abgerundeter Spitze) stets bei sich, um  Stöcke zu schnitzen und/oder zu schälen. In der Kindergruppe wollte ich nicht, dass die Kinder Messer mit in den Wald bringen. Die Kinder durften jedoch jederzeit, unter Aufsicht, mit meinem Messer schnitzen. Dann habe ich mich dazu gesetzt und war zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wurde. Wenn ihr für euer Kind ein Taschenmesser besorgt, schaut darauf, dass es eine abgerundete Spitze hat und dass es gut scharf ist. Ein stumpfes Messer braucht Druck beim Schnitzen und erhöht die Gefahr, dass man dabei ungünstig abrutscht und sich verletzt. Ein Taschenmesser mit Säge ist nicht notwendig, aber halt eben schon sehr lässig.

Toilettenpapier / Plastiktüte

Genau. Ihr kennt das. Kaum ist man draussen… Und die Plastiktüte dient dazu, um das Geschäft bitte aufzunehmen und auf dem Heimweg im nächsten Müll zu entsorgen.
 

Seil

Unsere Kinder lieben es, das Seil mit in den Wald zu nehmen. Unseres ist 5 Meter lang, das ist eine gute Länge für Kinder. Ein Seil im Wald ergibt unzählige Spielvarianten für das gemeinsame Spiel: Man kann das Seil von Baum zu Baum zu einem Parcours spannen und mit geschlossenen Augen daran gehen. Meine Kinder bauen sich gerne eine Baumschaukel, seilen sich an einem Waldhang ab oder ziehen sich daran hoch. Mit dem Seil kann man Wege legen oder Äste zusammenknüpfen, um Hütten zu bauen, man kann Gegenstände auf Bäume ziehen oder runterlassen, dicke Baumstämme gemeinsam transportieren und, und, und. 

Und auf dem Nachhauseweg, wenn alle schon ein bisschen müde sind, ist es hilfreich eine Seilschaft zu bilden, um all die müden Lütten nach Hause zu bringen…


Bitte: Wenn ihr ein Seil mit habt, dann muss ein Erwachsener das Spiel der Kinder im Auge behalten, damit kein Kind dabei verletzt wird!

 

Säge

Kinder sitzen gerne im Wald und sägen. Und ich finde, dass es eigentlich keinen besseren Ort dafür gibt. Sich einen Wanderstock, einen Stockbrot-Stock oder einen Säbel abzusägen, ist toll, und die Kinder lernen mit der Säge umzugehen und merken, ob ein Holz zu dick, zu hart oder schon morsch ist. Machmal ist ein Ast so dick, dass sich die Kinder abwechselnd an die Arbeit machen. Auch diese Erfahrungen sind wichtig für die Sinneswahrnehmung und die Gemeinschaftsbildung. Geeignet sind die Sägen der Taschenmesser, kleine Holzsägen, oder bei kleinen Kindern tut es auch eine Metallsäge. 
Wichtig: Nie an lebenden Ästen und auch nicht an Bäumen sägen. 

Natur aus dem Buch / Naturführer

Der Wald ist voller Schätze. Pilze wachsen, Tiere krabbeln, man findet Nüsse, Beeren, hört die Vögel singen. Ein Paradies für unsere Sinne. Oft reicht es, zu hören, zu beobachten, zu spüren, zu riechen und zu tasten und es braucht keine Erklärungen dazu. Doch ab und zu gibt es Momente, in denen die Kinder das Naturbuch aus dem Rucksack kramen und gemeinsam darin blättern, um zu erfahren, welcher Vogel da sitzt und Konzert für uns macht, oder welches hübsche Blümchen neben dem Zwergenhäuschen hervorlugt.

Verbandszeug

Immer mit dabei: Pflaster, eine Pinzette, eine Zeckenpinzette, etwas zum desinfizieren, ein Gel bei Verbrennungen, Taschentücher, Arnikasalbe, Zucker gegen Bienen- und Wespenstiche, Notfalldrops.

Sonstiges

Bitte kontrolliert euer Kind nach dem Besuch im Wald auf Zecken. 

Regeln
Ja, stellt euch vor, auch im Wald gibt es Regeln. Diese sind den Kindern schnell klar und helfen dabei, dass die Kinder ganz eintauchen können in ihren Wald.   
– Wir sammeln unseren Müll ein und nehmen ihn mit nach Hause. Nichts davon bleibt irgendwo im Wald liegen. 
– Wenn ich mit Kindergruppen in den Wald gehe, bin ich ganz streng, was das Naschen von Waldköstlichkeiten angeht. Schnell mal steckt sich wer was in den Mund, was ähnlich aussieht, wie das, was Mama erlaubt hat…. Wir essen weder Beeren noch Blüten, kosten keine Pflanzen und schon gar keine Pilze. Wie ihr das in der Familie handhabt, ist natürlich euch überlassen.
– Wenn ihr euren Kinder im Wald freies Spiel gewährt, dann ist es wichtig, den Waldplatz zuerst auszukundschaften, um sicher zu sein, dass das Kind nicht in Gefahr gerät. Ist da eine Schlucht, eine steile Böschung oder ein Steinbruch in der Nähe? Gibt es einen Teich oder einen Fluss? Wenn ihr den Waldplatz ergründet habt, ist es wichtig, mit den Kindern auszumachen, wie weit sie alleine gehen dürfen. Bis zu dem umgefallenen Baum, bis zum Busch mit den Beeren, bis zur kleinen Tanne, bis zum Ameisenhaufen. Legt gemeinsam ein paar Eckpunkte fest, innerhalb dieser sich das Kind gefahrlos frei bewegen kann. 

Es lohnt sich, sich einen feinen Waldplatz auszusuchen und immer wieder an den Platz zurück zu kehren. So erleben die Kinder die Jahreszeiten, die Veränderung der Natur, und ihr könnt eure Jahreszeitenfeste, Waldweihnachten oder Nikolaus an eurem bekannten Ort feiern.

-Falls ihr Feuer im Wald macht (Achtung, nicht erlaubt in Österreich!), gibt es dazu noch einiges zu beachten. Ich habe hier ausführlich darüber geschrieben. 

Es ist wichtig und notwendig, dass wir mit unseren Kindern hinausziehen, in den Wald, in die Natur. Mit Kindern diese grossartigen Welten zu entdecken, macht Freude, macht die Kinder zufrieden, lässt sie staunen und geniessen, ausprobieren, achtsam, mutig und ganz Kind sein. Der Wald ist Lehrmeister. Nirgendwo anders werden die Sinne der Kinder so vielfältig und lustvoll angesprochen wie im Wald. Erlaubt euren Kindern, sich in den Wald zu verlieben, denn das ist das schönste, was überhaupt passieren kann. 

Was wir lieben, behandeln wir mit Respekt. Wenn wir mit der Natur verbunden sind, tragen wir Sorge. Das Wertschätzen, Kümmern und Achtgeben nährt und wärmt die Kinderseele, in der so ein ganz kostbarer Schatz wachsen kann.

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WENN FÜSSE SPÜREN DÜRFEN / BARFUSSPFAD DIY

Wenn ich meinen Babys beim Spielen zugesehen habe, fand ich es zauberhaft und sehr spannend zu beobachten, wie sehr zu Beginn des Lebens die Füsse und die Hände doch zueinander gehören. Als würden sie sich das Tun, das Erspüren und Fühlen teilen, griffen Finger wie Zehen ganz natürlich gemeinsam nach dem Leben.
Weiterlesen„WENN FÜSSE SPÜREN DÜRFEN / BARFUSSPFAD DIY“

FEUER MACHEN MIT KINDERN

Draussen in der Natur ein Feuer zu entfachen gehört wohl zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen. Sich daran zu wärmen, dem Knistern zu lauschen, das Feuer zu riechen, darauf zu kochen und seinen Flammen zuzusehen, übt seit jeher eine grosse Faszination auf den Menschen aus. Die Kraft des Feuer lässt einem ruhig werden, zu sich kommen, sie erdet und fordert unsere volle Aufmerksamkeit, ohne die Sinne zu überfordern. Und ausserdem ist es einfach total romantisch, wenn ums Feuer Geschichten erzählt werden, Gespräche entstehen oder Lieder gesungen werden! Was gibt es also Besseres, als mit den Kindern ein Feuer zu machen?
Es war schon da, lange bevor es uns gab und es ist ein mächtiges Element der Natur wie der Wind, das Wasser oder die Erde.
Als Kind war es mir erlaubt Feuer zu machen und wir haben früh gelernt, wie man damit umzugehen hat. Als Kindergärtnerin habe ich mit meinen Kindergruppen regelmässig im Wald Stöcke gesucht, Tannenzapfen gesammelt und dann ein Feuerchen entfacht. Die Kinder sind dabei konzentriert, fasziniert und hellwach. Und wenn man sie dabei liebevoll begleitet, sie anleitet, ihnen zeigt und gemeinsam mit ihnen das Feuer machen übt, wissen sie ganz bald, wie und wo man ein Feuer entfachen kann und auf was sie dabei achten müssen. 
Bitte lasst eure Kinder immer nur unter Aufsicht eines Erwachsenen Feuer machen.
Wenn ihr nun also mit euren Kindern auf den Weg geht, um Feuer zu machen, habe ich euch hier ein paar Dinge aufgelistet, die vorab zu beachten sind, damit das gemeinsame Feuererlebnis zu einem grossartigen Abenteuer wird

Klärt ab, wo ihr Feuer machen dürft 

In der Schweiz gibt es kein Gesetz, das das Feuer machen in der Natur verbietet. Nur wenn es längere Zeit nicht regnet, oder wenn es im Sommer sehr heiss und trocken ist, ist das Entfachen von Feuer verboten. In Österreich hingegen (und ich konnte das wirklich kaum glauben!) ist Feuer machen in der Natur nicht gestattet. Ausser man hat eine schriftliche Genehmigung des Eigentümers des Grundstückes… Aber ehrlich gesagt, wer hat das schon. Natürlich gibt es Feuerstellen, aber „wild“ Feuer machen gibts nicht. Klärt also vorher ab, wo es erlaubt ist.
Ein offenes Feuer niemals unbeaufsichtigt lassen
Feuer machen braucht Zeit. Schnell, schnell geht nicht. Man muss sich um das Feuer kümmern, und die Feuerstelle soll stets gut beaufsichtigt sein. Sie darf erst dann verlassen werden, wenn das Feuer vollständig gelöscht ist. Wie man ein Feuer löscht, lest ihr weiter unten im Text.

Bläst ein starker Wind, dann verschiebt bitte eure Pläne und macht das Feuer an einem anderen Tag. Wind und Feuer ist eine heikle Kombi!!!
Eine Feuerstelle errichten
Oft gibt es errichtete Feuerstellen, die man nutzen darf. Falls ihr „wild“ Feuer machen wollt, müsst ihr euch eine eigene Stelle einrichten.
– Errichtet die Feuerstelle in grösserer Entfernung von Büschen, Bäumen,  Pflanzen oder etwaigen Gegenständen. Die Flammen können hoch in die Luft züngeln, also achtet darauf, dass ihr die Feuerstelle nicht unter einem Baum errichtet.
– Der Grund eurer Feuerstelle soll flach sein und frei von Gras oder Pflanzen.
– Sammelt Steine und bildet einen Steinkreis um die Stelle, an der ihr das Feuer errichten wollt. Die Steine grenzen nicht nur die Feuerstelle ein, sondern bieten auch eine Stütze, falls ihr Stöcke mit Wurst oder Brot ins Feuer halten wollt. 
– Benetzt die Stelle ums Feuer mit Wasser

Das braucht ihr, um ein Feuer zu entfachen

– Streichhölzer
– Rinde, getrocknete Tannenzapfen oder trockenes Gras (Zunder)
– trockenes Holz, dünne Äste (feuchtes Holz räuchert euch ein….)
– dicke Äste, Holzscheite
– Wasser um das Feuer/Glut zu löschen
– Ein Teelicht ohne Aluminiumbecher (falls ihr bei Regen Feuer machen wollt)
Bitte beachtet unbedingt: Brandbeschleuniger hat NICHTS an einem Lagerfeuer mit Kindern zu suchen!

So wird ein Feuer entfacht
Bevor es losgehen kann, muss genügend Holz und Zunder gesammelt werden. Auch das gehört zum Feuer machen und ist notwendig, damit man das Feuer nicht verlassen muss, um für Holznachschub zu sorgen.
– Macht euch mit trockener Rinde, trockenem Gras und feinen Ästchen ein „Feuernestchen“, das schnell Feuer fängt.
– Sobald die ersten Flammen züngeln, gebt ihr die feinen Äste auf das Feuer. Nicht zu viel, damit das Feuer nicht erstickt, aber genau so viel, dass ihr das Feuer nährt.
– Wenn das Feuer nicht recht zünden will, hilf das „Feuerflüstern“ (ins Feuer pusten). Dabei pustet ihr mehrmals von seitlich-unten in die Glut, um euer Feuer zu schüren.
– Nach und nach könnt ihr die dickeren Scheite und Äste ins Feuer legen, denkt dabei jedoch immer auch daran, wie lange ihr am Lagerfeuer verweilen möchtet. 

Das Feuer löschen

Wie bereits erwähnt, darf eine Feuerstelle erst verlassen werden, wenn das Feuer vollständig gelöscht ist. Lasst das Feuer komplett herunterbrennen und legt kein Holz mehr nach. Löscht die Glut so lange mit Wasser, bis es nicht mehr zischt. Erst wenn die Asche komplett durchnässt und erkaltet ist, ist das Feuer aus. Falls ihr kein Wasser zur Hand habt, könnt ihr das Feuer auch mit Sand ersticken.

Feuer-Regeln, die mir stets wichtig sind
Feuer machen ist grandios, aber nicht ganz ungefährlich. Deshalb ist es mir wichtig, dass sich die Kinder und Begleitpersonen an die Regeln halten, damit ein so spannendes Vorhaben zu einem unvergesslich schönen Erlebnis werden kann.
– Kinder lieben es, Stöcke ins Feuer zu halten, darin zu stochern und sie dann wieder aus dem Feuer zu ziehen. Stöcke, die im Feuer waren, sollen nicht mehr aus dem Feuer genommen werden. Oft glühen sie schon an der Spitze oder sind bereits sehr heiss 
– Am Feuer sitzen oder stehen. Hüpfen, Hampeln und Balgen ist ums Feuer nicht erlaubt 
– Wenn wir ums Lagerfeuer sitzen, gehen die Kinder nie innerhalb des Kreises ums Feuer, sonder immer ausserhalb; dass, falls man stolpert, niemand ins Feuer fällt.
– Stöcke und Scheite ins Feuer legen, nicht werfen.
Ein Erwachsener bleibt immer am Feuer
Feuer machen im Schnee oder im Regen
Ein Feuer im Schnee ist etwas Wunderschönes. Sich daran zu wärmen ist wohltuend und sehr gemütlich. 
Ihr braucht dazu ebenfalls ein trockenes „Feuernestchen“, das ihr vielleicht zu Hause zusammen vorbereitet. Im Regen habe ich ab und zu auch ein Teelicht dabei, das ich anzünde und dann das Feuernest draufgebe. Da die Kerze eine längere Brenndauer hat als ein Streichholz, ist das feuchte Holz leichter entzündbar. Wenn die Flammen züngeln, könnt ihr auch mehrere feuchte Äste aufschichten. Schaut jedoch, dass diese einen guten Abstand zu den Flammen haben. Die Wärme der Flammen trocknet die nassen Äste und entzündet diese schliesslich.
Das Erlebnis des Feuers im Regen oder im Schnee bleibt unvergesslich. Und wenn die Kinder des Kindergartens zu Hause davon erzählt haben, musste manch Erwachsener staunen.
Nun wünsche ich euch und euren Kindern stimmungsvolle, eindrückliche und glückliche Stunden rund ums Feuer. Den Geruch, den man danach mit sich nach Hause nimmt, nennen meine Kinder übrigens das „Waldparfum“.

Verlinkt mit den naturkindern