SchlagwortKinderträume

EIN BOHNENZELT IM GARTEN // NATURBEWUSSTSEIN

…oder die schnellste Bohne der ganzen Welt

Zugegeben, ich gehörte nicht zu den allergeduldigsten Gärtnerinnen dieses Planeten. Mir ist recht, wenn dann schon schnell mal was passiert. Noch rechter finde ich es, wenn das, was passiert, ein bisschen unempfindlich daher kommt. Deshalb bin ich im Team Bohne, denn die ist wunderbar auf Zack. Weiterlesen„EIN BOHNENZELT IM GARTEN // NATURBEWUSSTSEIN“

BOMMELKETTCHEN // DIY


„A pom pom a day keeps the doctor away“

Letztes Jahr kamen die Kettchen als Oster-Give-away daher, heuer nochmals, jedoch als Selbermachprojekt. Weil´s eben fein und ausserdem so einfach ist, dass ich euch dieses hübsche DIY nicht vorenthalten möchte. Denn es gibt tatsächlich viele zauberhafte Alternativen zu mit Süsskram gefüllten Osternestern für die Kinder (holla, hier spricht die Partybremse!!!) Weiterlesen„BOMMELKETTCHEN // DIY“

IN A BARBIE WORLD…

Die allerliebste, grosse Cousine meiner Kinder hat Barbies. Und meine Kleine durfte sich eine ausleihen! Ahh, ohhhh, wie wundersööön! Sie ist geschmolzen, sowas so Tolles! Nach dem ersten Kennenlernen (ihr wisst schon, über die laaaangen bloooonden Haare streichen, mit den Fingern in den blauen Augen popeln und dann die ellenlangen Beine vor und zurück und so weit es geht  auseinander…) durfte Barbie tauchen und planschen. Schwimmbarbie hat sich lächelnd mal schnell den Tauchrekord geholt.
Nach den ausgelassenen Planschereien durfte sich Barbie an der Sonne aufs Badetuch legen. Da gab es erstmal bissl Stretching. Flexybarbie wurde in die virtuosesten Positionen „gefaltet“. Autsch. Dann wurde es auf einmal verdächtig ruhig, und als ich ums Eck schielte, bekam Barbie eine Schnellbräunung und Strähnchen im Geheimen. Solariumbarbie hat sich also mir-nichts-dir-nichts ein bisschen aufhübschen lassen. Und Partykiller-Ken? Der blieb wieder einmal bleich in der Kiste liegen… Och Ken! So wird das doch nix!
Ja, es gibt nicht nur Wollpuppen, Holzspielsachen und Spielmaterial aus der Natur, so ist das. Und das ist manchmal voll in Ordnung. Der Nachmittag mit Barbie am Pool war nett und unterhaltsam für uns alle. Aber als Barbie wieder sauber und trocken zurück in ihre Kiste schlüpfte, war es auch gut. Und als Schlafenszeit war und sich die Kleine unter ihre Decke mummelte, hielt sie ihre weiche, warme und schon etwas zerliebte Stoffpuppe Flurina fest in ihren Armen. 
   

BULLERBÜ FÜR ALLE!

 
Der Sommer war zu Besuch!!! Das letzte Wochenende war warm und sonnig und es war barfussig und kurzärmlig und wir alle waren voller Freude.
Gibt es Schöneres, als mit lieben Freunden die Tage draussen in der Natur zu verbringen, am Waldrand ein Feuer zu entfachen (in der Schweiz darf man das… noch…), Stockbrot und Würste zu braten, Bäume zu erklettern, Stöcke zu suchen und es miteinander fein zu haben? Nö, denn das ist für uns das Allerbeste überhaupt!
Und wenn der Mond schon am Himmel steht und die Sonne auf ein Schwätzchen trifft, bevor sie untergeht, rumpumpeln die Kinder im Leiterwagen nach Hause. Gefüllt mit Glück, Wärme, und frischer Luft, laut singend! Sonnengeküsst, das Kichern und die Geschichten des Tages, wie Musik, noch immer im Ohr, fallen unsere Kinder zufrieden ins Bett. Und beim gemeinsamen Flüstern, bevor der Tag dann wirklich zu Ende ist, haucht mein Grosser: „Gell Mama, das war ein sooo schöner Tag.“ Ja, Bullerbü für alle! 
  

SCHELLEN-URSLI IN WIEN

„Hoch in den Bergen, weit von hier,
da wohnt ein Büblein so wie ihr.
In diesem Dörfchen, arm und klein, 
ganz unten steht sein Haus allein…“

Faschingszeit im Kindergarten. Schnell war’s beschlossene Sache, dass mein Grosser als Schellen-Ursli, sein Held (und unser aller Held der Kindheit!), zum Faschingsfest gehen wird. Sennenhemd, eine alte Hose und ein Wanderstock waren schnell hervorgeholt. Fehlten nur noch Mütze und GLOCKE! Ich hab einen „Tatort“ lang Mütze gestrickt – aber die Glocke… Woher nehmen wir hier in Wien eine Kuhglocke, so auf die Schnelle? Die liebe Anna, die fürs Theater arbeitet und ihre Quellen hat für ausgefallene, heisse Ware, organisierte uns die perfekte Schelle. Fertig war Schellen-Urslis Ausstattung und mein Kind voller Glück. 
Aufgeregt zog er am Faschingsmorgen los. Wir liefen zusammen zum Bus, und Schellen-Urslis Glocke läutete bei jedem Schritt. Die Arbeiter auf der grossen Baustelle hielten inne und drehten ihre Köpfe, die Menschen an der Busstation schmunzelten. Eine Frau lief an uns vorbei, lachte Schellen-Ursli an und meinte, sie fühle sich wie im Urlaub. Auf dem Weg bis zum Kindergarten trafen wir, wie immer, viele Leute. Aber an diesem Morgen lachten die Wiener uns an. Wunderschöne Glockenklänge verzauberten die Menschen für einen Moment. Ein bisschen Engadin, mitten in der Stadt Wien, und alle waren berührt. Mich haben die Klänge angeheimelt, ich war gerührt und erinnerte mich an meine Kindertage auf dem Land. Schön war’s, ja, schön war’s.
Im Kindergarten kam uns eine Kindergärtnerin aus dem Vorarlberg entgegen und rief: „Der Schellen-Ursli ist da!“ Kindergärtnerinnen und Kinder haben sich gefreut. Und der Schellen-Ursli? Er hat den ganzen Tag weder die Glocke, noch die Mütze ausgezogen, freudestrahlend, stolz und glückselig hat unser grosser, kleiner Schweizer Bueb Fasching gefeiert. Unvergesslich – für uns alle.
„Nun ist der Glockenumzug da,
und wer geht vorne dran? Hurra!
Der kleine Ursli, bim, bam, bum,
der hat die grösste Glocke um!
Und alle Leute bleiben stehen
vor Freude, dass sie Ursli sehen.“

Das Buch vom Schellen-Ursli ist eines unserer Lieblingsbücher. Wohl jedes Schweizer Kind kennt die Geschichte von Ursli und wie er ganz alleine den gefährlich weiten Weg bis zum Maiensäss gewandert ist, um seine grosse Glocke für den Umzug am Chalandamarz zu holen… Wer das Buch nicht kennt, hat was verpasst!

Wünschereien

Ich habe sie als Kind geliebt, diese Kataloge in der Vorweihnachtszeit. Voller Spielsachen, voller Sehnsüchte. Ich konnte stundenlang darin blättern, abwägen, aussuchen. Und wenn meine Eltern auch sagten, dass in diesen Prospekten eigentlich nur Mist drinnen sei, es war mir egal, denn ich fand es einfach nur traumhaft. 
Klar, da ist hauptsächlich Schrott drin. Und trotzdem; meine Kinder stöbern die Hefte durch, diskutieren, wägen ab, was sie ausschnippeln, besprechen, zu wem was passen würde, wer sich was wünschen könnte, kleben all die wichtigen Schnipsel fein säuberlich auf und beschriften, für wen dann was ist. Sie verbünden sich, freuen sich; und sie träumen…
Mal abgesehen vom Schrott klingt das alles doch einfach grossartig! 
Na dann; her mit den ollen Magazinen!