Schlagwortupsycling

EINKAUFEN MIT KIND // AUF DEM BAUERNMARKT // GELDBÖRSEN DIY

Einkaufen und einkaufen mit Kind sind zwei völlig verschiedene Tätigkeiten.

Bei der ersten geht es ums Besorgen der Lebensmittel für eine Familie. Bei der zweiten geht es ums Besorgen der Lebensmittel für eine Familie, währenddem man zwischen den Regalen die Kinder sucht, die ausgeräumten Regale wieder ordentlich einräumt, die unnötige und ausnahmslos ungesunde Schmuggelware im Wagen entdeckt und wieder auspackt, man über warum-wieso und weshalb-nicht diskutiert und dabei den Überblick über die Leckereien zu bewahren versucht, die weggegessen sind, bevor sie jemals das Förderband bei der Kasse auch nur berührt haben. Weiterlesen„EINKAUFEN MIT KIND // AUF DEM BAUERNMARKT // GELDBÖRSEN DIY“

HOSENTASCHEN – OSTERHASEN // DIY

Als Kind bekam ich dieses in Glitzerpapier eingewickelte Schokoladen-Osterei geschenkt. Rasch steckte ich es in meine Hosentasche zu all meinen anderen gesammelten Kostbarkeiten. Sicher ist sicher, dachte ich mir. Irgendwann würde ich diesen Schatz genüsslich verspeisen. Klar schmolz das Schokoei dahin, und es blieb mir nichts als eine Hosentasche mit Schokopfütze und ein verschmiertes Glitzerpapier. Blitz und Donner!

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DIE SCHALE DER AVOCADO // FÄRBEN DIY

Wir sammeln die Apfelkerne unserer Jausen, um neue Bäumchen wachsen zu lassen. Die Steine der hiesigen Zwetschgen und Aprikosen dienen der Küchenchefin in der Kinderküche als wichtige Ingredienzen für so allerlei Menüs, und die Kerne der Avocados versuchen wir hie und da ins Wasser zu stellen, um neue Pflänzchen zu ziehen. Die Avocadoschale hingegen habe ich lange einfach im Biomüll entsorgt. Dabei lässt sich damit ganz einfach wunderbar Stoff einfärben. Entstanden sind zauberhafte Nuancen von Rosé und Altrosa. 

Ihr braucht, wie immer, eigentlich nichts: 
– eine gut ausgekratzte Schale einer Avocado
– einen grossen Topf mit drei Liter Wasser
– ein Becken
– eine alte Holzkelle
– ein altes Tuch, um das Färbewasser zu seihen
– feuchte Baumwolltücher, die vorgewaschen sind (neue Textilien bitte vor dem Färben waschen)

Ich habe unsere alten Mullwindeln eingefärbt sowie Stücke von ausrangierten Baumwolltüchern (also alles schon mindestens hundert Mal gewaschen).

Und so gehts:
– gebt die Schale der Avocado zusammen mit drei Liter Wasser in den Topf.
– Lasst die Zauberbrühe für 20 Minuten kochen… Hokuspokus
– Giesst das Färbewasser durch das alte Tuch in ein Becken. So siebt ihr auch kleinste Fruchtrückstände aus.
– Taucht eure Stoffe nun in das Färbewasser und bewegt sie ab und zu mit einer alten Holzkelle

Ich lege pro „Tauchgang“ zwei Mullwindeln ins Bad. Je nachdem, wie dunkel ihr den Farbton mögt, könnt ihr die Stoffe bis zu 24 Stunden lang im Bad lassen. 
Trotz Abseihen des Farbbades und regelmässigem Umrühren der Stoffe wird das Färbegut eigentlich immer unregelmässig (wolkig). Ich finde das wunderschön.

Wenn ihr mit der Färbeergebnis zufrieden seid, dann wascht ihr das Färbegut mit kaltem Wasser aus, bis das Wasser klar ist. Wenn die Tücher trocknen, hellt der Farbton immer noch etwas auf. Wenn sie zu hell sind, dann legt sie einfach noch einmal in den Sud.
Ich wasche die gefärbten Tücher separat bei 40°C. Wenn sie mir dann irgendwann zu hell geworden sind, esse ich einfach bald wieder eine Avocado… So fein und so einfach.

Ich wünsche euch einen sonnigen Tag und viel Freude beim Tun. Wien tut grad so, als ob bald der Frühling kommen würde… Wir werden sehen.
Herzlich, Sandra

Mit liebem Dank verlinkt mit

UND WAS WIRD AUS DEM WEIHNACHTSBAUM? (DIY)

Es ist eigentlich ein ganz schön trauriges Leben, das Leben als Weihnachtsbaum. Nach stundenlangem hin und her wird der stachelige Auserwählte freudig ins Wohnzimmer gehievt, festlich geschmückt, beleuchtet, bestaunt und besungen und ist Mittelpunkt von allem. Aber schon nach ein paar Tagen werden die Kerzen nicht mehr angezündet, zu gefährlich, weil schon ein bisschen trocken. Nach Neujahr wird er immer öfter mit dem Blick „oje, dein letztes Stündchen hat bald geschlagen“ beäugt, und spätestens, wenn er nadelt, wird beratschlagt, was mal aus ihm werden sollte. Heuer haben wir sogar vor dem Dreikönigstag tabula rasa gemacht.

Aber erst haben wir den Baum entschmückt, die Kinder und ich. Den ganzen Vormittag haben wir Lieder gesungen, über das schöne Fest geschwärmt und doch noch das eine oder andere Kerzlein brennen lassen. Jeden Schmuck in den Fingern gehalten, danach in die „Weihnachtszeugs“-Box gelegt und wieder im Keller verstaut. Bis nächstes Jahr, wir freuen uns jetzt schon. Das gemeinsame „Aufräumen“ war nötig, denn als wir den nackten, entzauberten, trockenen Nadelriesen vor uns stehen sahen, hat der Grosse ein bisschen geweint. Denn er war, wie jedes Jahr, der schönste Baum, den es überhaupt gibt. Und die Zeit, in der ein Weihnachtsbaum im Wohnzimmer glitzert, ist halt einfach schon unglaublich allerschönst. 
Dann habe ich die Stichsäge herausgeholt… Ende der Weihnachtszeit. ABER, Teile unseres Baumes werden uns weiter begleiten, denn so einfach gehen lassen wollten wir ihn dann doch nicht, den Allerschönsten. 
Gemeinsam haben wir mit der Gartenschere die Äste abgeschnitten und diese im Garten auf den Beeten verteilt. Die Tannennadeln, in den Gartenbeeten verteilt, schrecken die Schnecken ab. Den Stamm haben wir mit Sägen zerteilt, damit wir Stücke zurechtmachen können, die wir zum Schnitzen, zum Werken an der Werkbank oder auch zum Feuer machen im Garten brauchen können.

Hier noch ein paar Ideen für ein Weihnachtsbaumre- upcycling (wadewer):
Vor ein paar Tagen habe ich hier über das Märchen von Frau Holle geschrieben. Als ich meinen Kindern davon erzählte, wollten sie wissen, was eine Spindel ist und was man damit macht. Es ist spannend, wie man von der Wolle zum Wollfaden kommt. Wir haben uns eine Handspindel gewerkelt und uns unsere eigene Wolle gesponnen. 
Wolle spinnen ist eine uralte Tätigkeit. Die Handspindel ist eines der ältesten handwerklichen Geräte der Menschheit überhaupt. Seit mehreren tausend Jahren spinnen Menschen mit Wolle.
Spindel 
Ihr braucht: 
– eine Holzscheibe vom Stamm des Weihnachtsbaumes (oder eines Stammes / Astes eines gefällten Baumes), ca. 2  cm dick.
– ein Holzstock (Spinnstab), der möglichst gerade und astfrei ist (haha, das schreibe ich und unser Stöckchen auf den Bildern ist sowas von krumm…)
– Säge
– Handbohrer
– Sackmesser / Schnitzmesser
– Kleines Stück Karton
– Schafwolle
(unsere Spindel ist vom Ast eines gefällten Baumes aus dem Park, aber ebenso gut machbar aus dem Stamm des Weihnachtsbaumes)
So wird es gemacht:

Sägt euch eine Scheibe des Stammes vom Weihnachtsbaum ab. Wenn ihr wollt, könnt ihr den Stamm vorher mit dem Taschenmesser abschälen und alles schön glatt schleifen.
Bohrt ein Loch in der MITTE eurer Holzscheibe (Wirtel). Tja, die Mitte ist leider nicht immer da, wo der Baum sein Zentrum anzeichnet. Ihr müsst also, damit eure Spindel dann auch schön rund läuft, die genaue Mitte ermitteln. Das geht am Besten, indem ihr ein rundes Stück Papier auf euer Holz legt und mit einer Ahle ein Loch vorbohrt. Dann bohrt ihr mit dem Handbohrer ein so grosses Loch, dass ihr euer Holzstöckchen KNAPP hineinstecken könnt. Falls das Loch zu gross geworden ist, könnt ihr das Stöckchen mit Kleber festmachen. 

Am oberen Ende des Stöckchens schneidet ihr mit dem Schnitzmesser eine Kerbe hinein, damit ihr die Wolle befestigen könnt.

Die Spindel ist jetzt schon fertig. Jetzt wird gespinnt! Nehmt die Schafwolle, dreht mit den Fingern einen kleinen Strang zum Faden und wickelt diesen um ein Stück Karton. Ihr braucht etwa 30 cm Wollfaden, damit ihr diesen um die Spindel binden und mit dem Spinnen beginnen könnt. 

Befestigt den Wollfaden mit einem Knopf unter dem Wirbel am Spinnstab und dann mit einer Schlinge fest in der Kerbe.

Nun nehmt ihr das Ende eures gedrehten Wollfadens und legt dieses auf ein Stück der Schafwolle. Achtet darauf, dass beide Enden, die ihr zusammenspinnen wollt, 3 – 5 cm aufeinander liegen. 

Haltet die Verbindung Wollfaden – Schafwolle mit der einen Hand fest. Mit der anderen Hand fasst ihr den Spinnstab am oberen Ende und dreht ihn mit Daumen und Zeigefinger, sodass der Wirbel der hängenden Spindel schnell kreist. Lasst den Wollfaden mit der Schafwolle zu einem Faden verdrehen, währenddem lockert ihr den Griff um die Verbindung des Wollfadens und der Schafwolle.

 

Achtet darauf, dass ihr die Spindel immer auf die gleiche Seite dreht und lasst dabei die Schafwolle langsam durch eure Finger gleiten. Verliert die Spindel an Schwung, haltet ihr sie an und dreht sie immer wieder, bis der Faden an Länge gewonnen hat. Dann löst ihr ihn aus der Kerbe, wickelt ihn eng um den Spinnstab und macht am oberen Ende des Stöckchens den Faden wieder mit einer Schlinge fest. Der Faden sollte nur etwa 10 cm über den Spinnstab hinausragen, wenn ihr ihn neu mit der Schafwolle verbindet. Und dann spinnt und spinnt und spinnt.

Es braucht Achtsamkeit, ein bisschen Fingerspitzengefühl und ein klein wenig Übung, bis man aus der Schafwolle einen Wollfaden drehen kann. Aber wenn die Finger erst mal erlebt haben, wie das Spinnen vor sich geht, wollen sie meist gar nicht mehr damit aufhören… Und das Schöne ist: Auch wenn der Faden bricht, er lässt sich immer wieder mit der Schafwolle verdrehen.
Was ihr aus eurer selbstgesponnenen Wolle anfertigen könnt, seht ihr hier.

Holzknöpfe

Schält einen Ast mit dem Schnitzmesser zuerst und sägt ihn dann in dünne (5mm) Scheiben. Schleift die Scheibe fein und bohrt dann je zwei kleine Löcher hinein. Sollte irgendwann an einer Strickjacke ein Knopf fehlen, habt ihr doch gleich eueren selbstgemachten Weihnachtsbaumknopf zur Hand.

Stelzen

Wie ich für meine Tochter aus einem Stück eines gefällten Baumes Stelzen gemacht habe, könnt ihr gerne hier nachlesen. Auch eine Idee machbar aus dem Weihnachtsbaum.

Es gibt auch viele Rezepte für Tees aus Tannennadeln, Tannennadel-Salz, Hustensirup oder Badezusätze aus den Nadeln. Ich bin mir nicht sicher, aber ich habe das Gefühl, dass unser Baum ganz schön gedüngt und gespritzt wurde, um so makellos auszusehen… Deshalb verzichte ich lieber aufs Aufessen des Baumes. Falls ihr jedoch einen Biobaum ergattert habt, findet ihr viele weitere Ideen für das Verwerten des Weihnachtsbaumes im Netz.
Ich wünsche ich euch einen ganz besonders gelungenen Start in die erste Schulwoche dieses Jahres und viel Freude, Begeisterung und Herz, bei allem was ihr tut.
Herzlich, Sandra
Obwohl wir begeisterte Weihnachtsbaumverarbeiter sind, habe ich mich dieses Jahr besonders schwer getan mit dem Gedanken, dass im Januar der geschnittene Baum „entsorgt“ wird. Und da ich finde, dass es unbedingt ein Leben nach der Weihnachtszeit geben muss, habe ich mich entschieden, dass wir im nächsten Jahr einen lebenden Weihnachtsbaum mieten werden. Dieser wird in einem Topf unser Heim verzaubern und danach wieder in die Natur gepflanzt. Ein schöner Gedanke, finde ich. Klar, noch dauert es 11 Monate, bis wieder Weihnachten ist, aber es geht ja immer schneller, als man denkt…
Infos über lebende Weihnachtsbäume in eurer Stadt gibt es hier.

Verlinkt mit creadienstag / createinaustria / Hot / naturkinder
Vielen Dank!

BESEELTE WOLLSCHÄFCHEN DIY

Seit vielen Jahrhunderten wickeln die Menschen Wolle. Vom Strang der Spindel zu handlichen Wollknäueln, die verstrickt werden. Seit immer schon sitzt man zusammen, redet und wickelt Wolle. Versunken in den Bewegungen der Hände gleitet die Wolle durch die Finger. Auch Kinder wickeln. Als wäre es in den Zellen, wickeln sie Wollfäden um ihre eigenen Hände, Schnüre um Stuhlbeine, Verbandszeug tausendmal um ihr Kuscheltier, wickeln ihre Schneckenbänder um Arme und Beine, und als ich letztens den Gürtel meines Bademantels vermisste, fand ich ihn zu einem Strang gewickelt im Kinderzimmer. Darin ein wunderschöner Schatz… 

Als wir für das Kinderlädchen des Waldorfbazars nach geeigneten Produkten Ausschau hielten, stiess Sofia auf die Idee der zauberhaften Wollschafe. Diese fertigten wir dann auch gleich mit der ganzen ersten Klasse an und waren begeistert von der wollenen Schafherde, die in so kurzer Zeit auf einfache und lustvolle Art und Weise entstanden ist.
Die Herde ist so hübsch geworden, dass ich euch gerne daran teilhaben lassen möchte.

Ihr braucht: 
– ein Stück Wellkarton einer Kartonkiste 
– einen Stift
– eine Schere
dicke Wolle
– einen Klebestift
– ev. Klebesterne 

So wird’s gemacht:
Zeichnet auf dem Karton euer Schaf vor. Falls eure Kinder die Schafe vorzeichnen, dann zeichnet die Kontouren so nach, dass Hals und Beine dick genug sind, dass die Schafe gut ausgeschnitten werden und, wenn sie umwickelt sind, gut stehen können.
Schneidet die Schäfchen doppelt aus und benutzt einen Kartonrest, um einen Distanzhalter für den Bauch zu falten:
Damit die Schafbeine beim Wickeln nicht zu nah zusammen kommen, braucht ihr ein Stück Karton, den ihr ein paar mal faltet und dem Schäfchen in den Bauch (zwischen die beiden Bäuche) klebt. Das gibt ein bisschen Luft und lässt die Schäfchen nach dem Umwickeln besser stehen.
Ein Gedanke, bevor ihr nun das Schaf in die feine Wolle wickelt:  Es ist ein sehr schönes Ritual, einem selbstgebastelten Tier, einer genähten Puppe oder einem selbstgemachten Wesen eine Seele einzuhauchen. Ein Wesen zu beseelen heisst, es lebendig zu machen. Für die Kinder bedeutet das auch, sich noch mehr zu verbinden mit dem was sie fertigen. Ihre Werkarbeit wird dadurch noch wertvoller, individueller und noch einzigartiger.
Ein Wesen zu beseelen heisst, in Verbindung zu treten, ihm Leben einzuhauchen und es ganz seins werden zu lassen. Ein gedanklicher Herzschlag.
Für einen kurzen Moment halten wir inne. Das Kind sucht sich einen goldenen Stern aus und gemeinsam überlegen wir uns einen Wunsch, einen Gedanken, ein Gefühl. Manchmal ist es nicht möglich oder nötig, dies in Worte zu fassen. Es geht alleine um die Stimmung, in die die Kostbarkeit und die Kraft der Beseelung eingepackt wird.
Dann kleben wir den Stern, mit dem Anfangsstück des Wollfadens auf den Bauch oder auf das Herz des Schafes und besiegeln unsere Gedanken.  
Die Kleine liess ihren Blick vom nackten Kartonschaf auf die warme Wolle gleiten. Dann nahm sie einen goldenen Stern und sagte: „Ich wünsche dir, dass dir ganz warm ist.“ 
Dann beginnen wir mit dem Umwickeln. Zuerst werden die Schafe von der Brust zum Po umwickelt, dann vom Bauch zum Rücken bis um den Hals und zum Kopf. Das Gesicht des Schafes bleibt frei. Wickeln und reden, wickeln und entstehen lassen, so lange, bis das Schaf wollig und wohlig ist. Schön ist es auch, wenn wir mit Gesang oder mit einem Vers das rhythmische Wickeln unterstützen. Dabei wird die Feinmotorik und die Hand- Hand- Augenkoordination auf lustvolle und sinnliche Art und Weise geübt. 
Am Schluss stecken wir das Ende des Wollfadens unter das Gewickelte, biegen die Beinchen etwas auseinander und dann kann es los gehen, auf die Schafweide, in den Stall zu Maria und Josef und auf Entdeckungsreise.
In ein paar Tagen ist Weihnachten. Die Zeit rennt… 
Ich wünsche euch bis dahin entspannte, warme und wohlige Tage und immer wieder ein bisschen Zeit um durchzuatmen und den Boden unter den Füssen zu spüren.
Habts fein. Sandra
     
Lieben Dank.           

SCHWIMMFLÜGEL BEFLÜGELN (DIY UPCYCLING)

TAKE ME TO THE
BEACH
 lasst euch beflügeln, auch wenn die Luft schon lange raus ist…

Der Sommer kommt und jedes Jahr ist es so, dass ein Teil der Schwimmflügel den Winter im Keller nicht überlebt hat. Luft geht zwar noch rein, aber is och gleich wieder raus. Und somit sind die guten Flügel natürlich unbrauchbar. Oder eins der Flügeli bleibt unauffindbar und das zurückgebliebene, tja, das ist über. Trotzdem schade eigentlich, denn sonst sind se ja noch jut. Wie man den Schwimmhilfen nochmals unter die Arme greifen und ihnen zu einem zweiten Leben verhelfen kann, zeige ich euch hier:
Ja, ist rucki zucki gemacht, so ein Rettungsschwimmer-Tascherl. Wenn alles Material zusammengesucht ist, kann es los gehen:
1. Schneide den kleinen Zwischenteil des Schwimmflügels weg. Du kannst in den verschweissten Nähten schneiden. 
2. Lege den Reissverschluss so hin, dass er mittig ist. Das heisst, dass auf beiden Seiten des Flügels gleich viel Reissverschluss stehen bleibt.
3. Du kannst den Reissverschluss mit Stecknadeln feststecken, damit sich beim Nähen das Material nicht verschieben kann. Dann nähst du mit dem Reissverschluss-Füsschen den Reissverschluss auf der einen Seite an. Zu Beginn und am Ende des Nähens verstäten… eh klar.
4. Wenn du mit dem orangen Nähgarn in den Schweissnähten (das klingt ganz stinkig und gruselig, wenn ich das hier so schreibe… Schweissnähte… buah) nähst, ist die Naht kaum sichtbar. 
1. Wenn der Reissverschluss eingenäht ist, dann wende das Täschchen auf rechts und schliesse die Seitennähte.

2. Ich habe die unteren Ecken aufeinander gelegt und abgenäht (siehe bei 3), damit die Tasche einen Boden bekommt und besser stehen kann. Muss nicht sein, kann aber sehr wohl. 
4. Voila, das wiederbelebte Schwimmflügeli, als neues Strandnecessaire.

Zacki! Habt Freude und habts fein.

Verlinkt mit http://www.creadienstag.de