MonatJanuar 2018

DIE SCHALE DER AVOCADO // FÄRBEN DIY

Wir sammeln die Apfelkerne unserer Jausen, um neue Bäumchen wachsen zu lassen. Die Steine der hiesigen Zwetschgen und Aprikosen dienen der Küchenchefin in der Kinderküche als wichtige Ingredienzen für so allerlei Menüs, und die Kerne der Avocados versuchen wir hie und da ins Wasser zu stellen, um neue Pflänzchen zu ziehen. Die Avocadoschale hingegen habe ich lange einfach im Biomüll entsorgt. Dabei lässt sich damit ganz einfach wunderbar Stoff einfärben. Entstanden sind zauberhafte Nuancen von Rosé und Altrosa.  Weiterlesen“DIE SCHALE DER AVOCADO // FÄRBEN DIY”

HUSTENLUTSCHER // REZEPT

Lange war es ruhig an der Erklältungsfront. Kolossal naiv, zu denken, dass für einmal einer dieser vielen Kelche an uns vorübergezogen ist. Er hat sich einfach nur ein bisschen länger Zeit gelassen. Seit vorgestern hustet´s. Mit Tee, Bienenwachswickeln, massierten Füssen und viel Liebe versuchen wir, das Schlamassel so gut es geht in Schach zu halten. Denn schon nur das Tätig-sein vermittelt uns das Gefühl von “Bald ist alles wieder gut”. 
In Berlin gab es eine Apotheke bei uns ums Eck, da konnte man Hustenlollis kaufen. Giftrot und sehr süss. Und ja, für Kinder, die noch zu klein sind, um Hustenpastillen zu lutschen, ist der Lolli eine super Alternative. Ab und zu, wenn mein Sohn stark hustete, gingen wir also in die Apotheke, und er durfte sich einen dieser Lollis kaufen. Alleine schon das Auspacken des Lutschers liess ihn gesunden. Ein rotes, rundes, süsses Stück vom Glück.
Obschon die Kinder nun grösser sind, Hustenbonbos lutschen könnten und wir ja eigentlich aus dem Land der Erfinder der legendäääären Kräuterbonbons kommen, haben wir uns heuer unsere eigenen Lollis zusammengebraut. Sehr einfach, mit Zutaten, die man eigentlich eh so in der Küche hat.

Hier ist unser einfaches Rezept für Husentlutscher, Hustenschlenker oder Hueschtäschläckschtängel.

Ihr braucht:
– 1 EL getrockneter Thymian (ich habe welchen aus der Apotheke benutzt, ihr könnt jedoch auch den Tee aus den Beuteln verwenden)

– 1 EL getrockneter Spitzwegerich (auch aus der Apotheke)

– 1 EL Honig
– 100 g Rohzucker 
– 1 EL Zitronensaft
– Wasser
– eine beschichtete Pfanne
– Holzkelle
– Backpapier, um die Zuckermasse aufzutropfen
– Holzspiesschen (das spitze Ende bitte abgetrennt), Holzstiele, die man im Sommer fürs Eis braucht oder diese papierenen Sticks für die CakePops.
– Butterbrotpapier, um die Goldtröpfchen einzuwickeln, damit sie nicht aneinanderkleben

Und so wird es gemacht:

– Übergiesse den Thymian und den Spitzwegerich in einer Tasse mit siedendem Wasser. Ich habe die Kräuter 15 Minuten darin ziehen lassen. Das ergibt einen starken Sud, der aber dann, zusammen mit dem Zucker und dem Honig, nicht zu intensiv wird. Dann seihst du die Kräuter ab.

– Gib 1/2 dl des Kräutersudes in eine beschichtete Pfanne
– Koche den Sud mit dem Zucker, dem Zitronensaft und dem Honig unter stetem Rühren auf
– Es passiert irgenwie lange nichts, und grad bevor man denkt, das wird nix, karamellisiert der Zucker dann doch noch. Wenn die Zuckermasse wie Honig von der Kelle tropft, ist der Zeitpunkt gekommen.

Vorsicht: Die Zuckermasse ist wahnsinnig heiss und klebrig! 

– Tropft die Masse auf das Backpapier und legt in jeden Kräutertropfen einen Stil.
– Lasst die Lutscher auskühlen und trocknen und löst sie dann vorsichtig vom Backpapier
– wickelt sie in Butterbrotpapier, so kleben sie nicht aneinander.

Ihr habt keine Holzspiesse im Haus? Dann lasst die Zuckermasse ohne Stil trocknen und lutscht die Bonbons einfach so. 

Bonbons heissen in der Schweiz übrigens Zältli und hier in Wien sind es die Zuckerl (ausgesprochen als: Zuckal) 

Klar, dass beim Anblick der Lutscher plötzlich alle ein bisschen vor sich hin hüstelten… Aber eben, manchmal braucht ja auch die Seele ein Stück vom Glück. 

Tschüssi du Husten! Und kannst ruhig da bleiben, wo der Pfeffer wächst!
Bleibt gesund und lustig.
Alles Liebe, Sandra
Thymian
Ist ein guter Schleimlöser (oh, Thymian, das soll ein Kompliment sein!) und erleichtert das Abhusten.
Spitzwegerich
Lindert den lästigen Hustenreiz und stärkt die Abwehrkräfte 
Salbei
Hilft bei trockenem Husten und Reizhusten, sowie bei Halsschmerzen und kann anstelle von Thymian in die Zuckal.
Anstelle des Kräutersudes könnte man die getrockneten Kräuter auch so, oder gemörsert, direkt mit dem Zucker aufkochen. Ich weiss aber von meinen Lütten, dass, sogleich die was Grünes, womöglich Stückiges irgendwo entdecken, sofort der entsetze Blick folgt: “Mama, da ist was Grünes drin. Bäääk! ” Deshalb der Sud…
Zucker
Anstelle des Rohzuckers könnt ihr auch Birkenzucker verwenden. Bestimmt besser für die Zähne!
Honig
Honig wirkt antiseptisch und hilft optimal bei Erkältungen. Leider aber verliert er all seine hilfreichen Eigenschaften, wenn er über 40°C erhitzt wird. Also auch, wenn man ihn in zu heissen Tee mischt. Dann wirkt der Honig zwar noch süssend, aber seine Wirkstoffe gehen leider flöten. Trotzdem habe ich etwas Honig in die Lutscher gemischt. Diesmal einfach nur für den Geschmack.
Wenn euer Kind stark oder lang hustet, wenn es fiebert oder es nicht fit ist, dann geht bitte zum Arzt. Dieses Rezept ersetzt auf gar keinen Fall den Gang zum Arzt. Obschon die Rezeptur sorgfältig erarbeitet wurde, erfolgen alle Angaben ohne Gewähr.

Verlinkt mit den naturkinder // freutag
Mit liebem Dank

SCHNEEBALLBOMMELN (DIY)

Schnee von morgen…

Die halbe Welt ist eingeschneit. Nur wir hier in Wien wurden mit einem lächerlichen Fläumchen abgespeist. 5 mm Schnee und alle Kinder voller Glück, schnell raus, Schneemänner bauen, Schlitten fahren, toben, johlen, juhu! Am nächsten Tag war der Zauber auch schon wieder vorbei. Weil verzweifeln in diesem Fall keine Option ist, haben wir uns Indoschneebälle gemacht und tun einfach bis auf Weiteres mal so als ob…

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DIE KRAFT DES GESANGES // ODER WARUM WIR NOCH MEHR SINGEN DÜRFEN MIT UNSEREN KINDERN

Singen ist die eigentliche Muttersprache des Menschen

(Yehudi Menuhin)

Wenn meine Kinder singen, dann geht mir das Herz auf. Ich könnte stundenlang zuhören, mich einlullen in diese Klänge, die aus der Seele kommen. Dann legt sich ein Gefühl über mich, das mir sagt: alles ist gut. Das Kind ist bei sich und im Einklang mit sich und der Welt. Sehr schön ist das.

Das Singen mit Kindern ist ein unterschätztes, aber ganz dringendes “must have”. Denn mit Gesang wird das Leben mit Kindern nicht nur schöner, sondern auch einfacher:

Die Stimme als erstes Instrument
Der Gesang ist vermutlich Ursprung der musikalischen Ausdrucksform des Menschen. Der Körper ist Klanginstrument und nichts trennt ihn von der Musik. Das Lied schlummert im Menschen drinnen. Seit jeher und hoffentlich für immer.

Singen macht glücklich

Ja, und das ist nicht so ein Eso-Dahergerede. Das ist jahrzehntelange eigene Erfahrung, und ganz nebenbei ist es sogar wissenschaftlich belegt. Denn beim Singen werden Hormone und Botenstoffe (wenn ihr es ganz genau wissen wollt: Serotonin, Noradrenalin und Beta-Endorphine) produziert, die uns glücklich machen. Jetzt wisst ihr auch, weshalb nach dem Singen von “Oh Tannenbaum” und der “Stillen Nacht” alle so berührt und zufrieden den Weihnachtsbaum angucken. Glück, so einfach ist das.
Musik macht das Herz weich. Ganz still und ohne Gewalt macht sie die Tür zu Seele auf.
(Sophie Scholl)
Singen verbindet und schafft Beziehung

Wenn wir zusammen sprechen, tut dies, optimalerweise, einer nach dem anderen. Singen aber tun wir gemeinsam. Zu zweit oder mit hundert anderen. Gemeinsames Singen schafft Beziehung, weil wir aufeinander hören, uns dazu gemeinsam bewegen, weil wir kommunizieren, weil wir dabei alle gleich sind. Singen verbindet und diese Verbindung schafft Vertrauen, den respektvollen Umgang miteinander und Akzeptanz.
Für jemanden ein Lied zu singen ist wie eine Liebeserklärung, auch ohne Leier, unterm Balkon des/der Angebeteten. Ein Geschenk aus der Seele und ein grosses Kompliment.

Singen gibt Halt
Wenn man als Kindergärtnerin eine Gruppe von über zwanzig Kinder begleitet, bedient man sich verständlicherweise der besten Tools, die es gibt. Für mich war und ist eines davon der Gesang. War es in der Gruppe unruhig und unrund, half ein Lied, die Kinder zu sammeln. Wenn gesprochene Worte nicht gehört wurden, halfen leise gesungene Worte garantiert. Denn nach und nach blickten die Kinder um sich, suchend, woher die Musik kam, traten heran, hörten zu. Immer (ok, zu 90%) haben sie gelauscht, und wenn ein Moment der Ruhe entstanden war, bot sich mir die Möglichkeit, zu sammeln, etwas Neues aufzugleisen, zu klären, zu unterstützen. 
Schwierige Übergänge vom Gruppenraum in die Garderobe, vom Aufräumen zurück in den Kreis, vom Kreis zum Tisch, waren immer mit Unruhe verbunden. Als hätten die Kinder für einen kurzen Augenblick den Halt verloren. Den aber konnte man ihnen gewähren mit einem Lied. 

Ein Lied hat die Kraft und den Zauber, einer ganzen Kindergruppe Rückhalt und Sicherheit zu geben. 

Eine gesungene Anweisung war oftmals wirkungsvoller als all das Gesagte, was die Kinder eh schon den ganzen Tag zu hören bekamen.

Singen nimmt die Angst
Ja, davon kann ich ein Lied singen. Musste ich als Kind alleine in den Keller, um eine Flasche Pepita zu holen, sang ich. Ich sang, weil es dunkel war und müffelte, weil der Keller im Mehrfamilienhaus voller zugestellter Holzverschläge war, hinter denen Wesen und Gestalten auf mich lauerten, kicherten, knackten, raschelten und knarzten. Aber wenn ich aus Leibeskräften um mein Leben sang, dann packte ich mich ein in einen Schutz aus Klang und zeigte all den Kellergestalten: “Hey, ich komme mit Gebrüll, ihr passt besser auf.”

Singen macht mutig und nimmt die Angst. Die Angst, im Dunkeln das Licht anzumachen, die Angst, alleine durchs Treppenhaus zu steigen oder auch die Nervosität vor einer Prüfung oder einem schwierigen Gespräch. Denn auch hier helfen die ausgeschütteten Botenstoffe und Hormone. Probiert es unbedingt aus.

Wer singt, verscheucht sein Unglück
(Spanisches Sprichwort)
Singen bringt den Körper in Bewegung
Singen geschieht mit dem ganzen Körper. Er ist Resonanz- und Klangkörper und noch viel mehr. Wenn wir singen, dann verändert sich unsere Körperhaltung. Wir richten uns auf, öffnen uns, um den Atem in uns aufzunehmen und um die Klänge aus dem Körper zu schicken. Wir klatschen den Takt mit den Händen oder klopfen ihn mit den Füssen, wir schnippen mit den Fingern, tanzen im Kreis, wir bewegen uns im Rhythmus oder untermalen das Gesungene mit passenden Bewegungen (eine tolle Möglichkeit übrigens, um sich Liedtexte zu merken!). Gerade auch weil das Singen unseren ganzen Körper berührt, macht es uns so sehr zufrieden, glaube ich.

 
Singen ist Musizin
Kein Pflaster, kein Coldpack auf dieser Welt heilt so sehr, wie ein leises Lied 
“Heilä, heilä Sägä, drüü Tag Rääge.” 
Die Wärme der Stimme, die Hingabe und die liebevollen Berührungen dabei lassen die Seele und das aufgeschlagene Knie viel schneller heilen als alles andere.
Singen heisst atmen, atmen heisst leben
Als mein Sohn ein Baby war, war er abends oft ulidig. Am liebsten wolle er getragen werden, und wenn ich dabei sang, war die Welt in Ordnung, er wurde ganz ruhig und war ganz bei sich. So legte ich Kilometer um Kilometer in der Berliner Wohnung zurück, mein Baby am Herzen tragend und singend. Und nicht nur ihm, auch mir hat es gut getan zu singen, denn meine Gesangsmeditation hat mich gelehrt, zu atmen, mich zu beatmen, Sauerstoff und somit Kraft zu tanken statt vor Müdigkeit zusammenzubrechen.
Ein Lied ist wie ein warmer Frühlingwind, der einem durch den Tag tanzen lässt, obwohl man eigentlich beschlossen hat, kommatös müde zu sein. 
Singen fördert die Sprachentwicklung
Lieder sind eine Form gesungener Sprache. Wenn wir Lieder singen, dann geschieht dies sehr viel langsamer, als wenn wir sprechen, auch weil wir das Tempo eines Liedes dem Kind anpassen. Wir bewegen den Mund mehr und betonen die einzelnen Silben stärker. Singen ist eine lusvtolle Art, die Sprachentwickling zu unterstützen.

Singen in den Alltag integrieren
Ich bin mir sicher, dass viele von euch singen, wenn ihr eure Kinder zu Bett bringt. Mit einem Lied den Tag abzuschliessen ist wohl die beruhigendste, innigste und allerschönste Art, ein Kind in die Nacht zu begleiten. 
Aber nicht nur abends, auch durch den ganzen Tag kann euch das Singen unterstützen. 
– Die Kinder mit einem Lied aufwecken
Es ist schön, den Tag mit einem Lied abzuschliessen, aber es ist auch wunderschön, den Tag mit einem Lied zu beginnen. Guckt mal, wie es sich für eure Kinder anfühlt, wenn ihr sie morgens mit einem leisen Lied aufweckt.
– Zähneputzen
Ja, das ist manchmal so eine Sache… eine üble Sache, weil Zähneputzen ist blöd. Aber (bei uns zu Hause) muss sein. Es gibt zahlreiche Zahnputzlieder, die ihr beim Zähneputzen singen könnt. Meine Kinder lieben Quatschlieder am allerliebsten. Wie ein Löwe eine Oper singt? Ha, nichts leichter als das und schwuppdiwupp ist die obere Zahnreihe schon geputzt… Es klappt auch bei uns nicht immer, aber ab und zu.
– Vor dem Essen ein Lied singen
Das “Sich-an-den-Händen-halten” und zusammen ein Lied vor dem gemeinsamen Essen singen, ist nicht jedermanns Sache (haha, ich seh meinen Schwager vor mir,  grosse Augen, als er uns an den Händen halten soll und denkt: Oh Scheisse, in welche Sekte bin ich hier geraten…). Aber ein kurzes Lied oder auch ein Spruch vor dem Essen hat was Verbindendes und zeigt klar an, wann das Schmausen beginnt.
– Aufräumen…
Ohjehmine, das Aufräumen, eine leidige Sache, die den Kindern manchmal echt schwer fällt. Aber auch dabei gilt: Das gemeinsame Singen währenddem gibt Halt und lässt die Kinder leichter dabei bleiben. Es lenkt ab von dieser “Tortur” und macht das Ganze einfach lustiger.
Nutzt die Kraft eurer Stimme, um euer Tun zu unterstützen.
– Sich Anziehen
Auch so ne Sache, vor allem im Winter, mit den tausend Schichten. Wie wäre es, das Anziehen mit dem Hampelmannlied zu untermalen? Ist einen Versuch wert. Vor allem, wenn man daraus auch wieder ein Quatschlied macht. Immer lustig bleiben!
– Singend auf den Weg gehen
Nörgelig auf dem Sonntagsspaziergang? Oder schon bissl müde vom Wandern? Ein Lied hilft, denn gemeinsames Singen verleiht Bärenkräfte.
– Stimmung am Nullpunkt
Ich weiss, gerade dann ist es schwierig zu singen. Aber auch ein gesungener Katzenjammer ist Gesang, und wenn man dann noch heult wie ein Wolf bei Vollmond oder singt wie der Esel von den Stadtmusikanten, dann kann der Kummer vielleicht ein bisschen weichen. Wenn selbsterfundene Quatschlieder und umgetextete Kinderklassiker gesungen werden, dann wird gelacht und es wächst Glück. Einfach so, mit nichts als einem Lied.
– Gute Nacht
Ohne Gute-Nacht-Lied gehts nicht. Wie soll ein Kind in die Nacht gehen, wenn wir nicht noch singen? Unmöglich.

 
Bei manchen Völkern wird der Reichtum eines Menschen daran bemessen, wieviele Lieder er im Herzen trägt.
(unbekannter Autor)
Wenn Kinder singen, verzaubern sie die Welt, und ich behaupte, dass jeder Erwachsene gesungen hat, als Kind. Viele tun das noch immer, aber leider gibt es auch jene, denen irgendwann mal gesagt wurde, dass sie nicht singen können. Und deshalb lassen sie es lieber sein. Schade, man sollte wirklich nicht alles glauben, was so dahergeredet wird. Denn, ganz egal, ob man singt wie eine Nachtigall, oder ob man das Gefühl hat, eher im Team Krähe zu trällern, lasst euch bloss nichts einreden. Singen ist wie Tanzen oder Träumen, man kann es einfach.  Schlussendlich, so glaube ich, kommt es, wie so oft im Leben, auf das Gefühl an, welches ihr durch euren Gesang transportiert. Ich bin mir sicher, wenn ihr für eure Kinder singt, werden sie selig, glücklich und verzaubert, weil ein Lied die Gabe hat, einem einzulullen, wie eine warme Decke während einer kalten Winternacht. 
Ich wünsche euch alles Liebe, immer wieder ein fröhliches Lied auf den Lippen und ein feines Wochenende.
Sandra

STEINSUPPE / BÜCHER SIND LEBENSMITTEL

Wo Menschen sich begegnen, wird geredet und ausgetauscht. Wo Menschen sich begegnen und gemeinsam Feuer machen, wird gleich gewerkelt, ausprobiert, in die Glut gepustet, den Flammen zugesehen, gefachsimpelt und sich aufgewärmt. Wo Menschen sich um ein Feuer begegnen und Geschichten hören, entsteht eine Gemeinschaft. Weil alle einer Stimme lauschen, weil man sich von den Worten wegtragen lässt, in eine andere Welt. Weil zusammen gestaunt, gebangt und gelacht wird.

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UND WAS WIRD AUS DEM WEIHNACHTSBAUM? 5 FEINE UPCYCLING IDEEN

Es ist eigentlich ein ganz schön trauriges Leben, das Leben als Weihnachtsbaum. Nach stundenlangem hin und her wird der stachelige Auserwählte freudig ins Wohnzimmer gehievt, festlich geschmückt, beleuchtet, bestaunt und besungen und ist Mittelpunkt von allem. Aber schon nach ein paar Tagen werden die Kerzen nicht mehr angezündet, zu gefährlich, weil schon ein bisschen trocken. Nach Neujahr wird er immer öfter mit dem Blick “oje, dein letztes Stündchen hat bald geschlagen” beäugt, und spätestens, wenn er nadelt, wird beratschlagt, was mal aus ihm werden sollte.  Weiterlesen“UND WAS WIRD AUS DEM WEIHNACHTSBAUM? 5 FEINE UPCYCLING IDEEN”

DREI KÖNIGE / KÖNIGSKUCHEN – BROT – REZEPT

Seit Weihnachten sind die heiligen drei Könige mit ihrem Elefanten und dem kleinen Kamel in unserem Adventsgärtlein unterwegs nach Bethlehem. Jeden Tag sind sie dem Stall und der Krippe ein Stückchen näher gewandert. Gut, manchmal haben sie einen Abstecher unter die Sofakissen gemacht, um ein Schläfchen zu halten, haben sich unterm Weihnachtsbaum versteckt, sind ab und zu im Puppenwagen ein Stück mitgefahren (hop on hop off) und haben auch ab und zu in den Tiefen des Kinderzimmers residiert. Glücklicherweise sind sie nun aber doch pünktlich angekommen, beim Jesuskind. Alle da!

Melchior, der König mit dem roten Gewand, brachte als Geschenk das Gold, als Symbol der Weisheit. Der blaue König ist Balthasar und reichte dem Kind Weihrauch, als Symbol des Gebetes. Kaspar, der grüne König, überbrachte Myrrhe, die als Symbol für die Verbindung des Menschlichen mit dem Göttlichen steht.
Wir haben heute Morgen bereits unseren Königsteig geknetet und daraus ein Blumenbrot gebacken, in dem wir traditionell eine Mandel versteckt haben. Reihum darf sich jeder ein Stück des Brotes aussuchen. Derjenige, der die Mandel in seinem Stück entdeckt, ist König oder Königin für einen Tag… 
Unser Rezept für den Königskuchen / das Königsbrot:

– 500 g Mehl und
– 1 Päckchen Hefe    
in einer Schüssel verrühren
– 1 1/2 KL Salz und 
– 2 KL Rohrzucker 
beigeben

– 60 g Butter in 3 dl Milch auflösen
Die Flüssigkeit mit dem Mehl vermengen und zu einem Teig kneten. Mit einem feuchten Tuch zugedeckt an der Wärme um das Doppelte aufgehen lassen, dann den Teig in zwei gleich grosse Stücke teilen.
Aus dem einen Teil die Mitte des Kuchens formen, aus dem anderen Teil 8 gleich grosse Stücke formen und diese dann um das Mittelteil legen. In eines der kleinen Brötchen unbedingt heimlich eine Mandel oder eine Nuss schmuggeln!
Nun die Brotblume mit einem zerklopften Ei bestreichen und in den kalten Ofen schieben. Diesen dann auf 220° heizen und das Brot 20-30 Minuten ausbacken. Kurz bevor ihr das Brot aus dem Ofen nehmt, könnt ihr es noch mit Mandelsplitter und Hagelzucker bestreuen. Voilà.
Wenn ihr das Brot aus dem Ofen nehmt und auf die Unterseite klopft, soll es dumpf/hohl klingen. Wenn’s hohl klingt, ist ausnahmsweise mal jut.

Nun wünsche ich euch einen feinen, stimmungsvollen Dreikönigstag, guten Appetit, ein geschicktes Händchen beim Aussuchen des Stückchens und reichlich Stolz beim Tragen der Krone!
Alles Liebe, Sandra

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