HUHN DU HAST MEIN HERZ GESTOHLEN // HANDABRUCKBILDER // DIY

Einmal die Woche verbringen die Kinder und ich einen Nachmittag auf einem Hof mit vielen Tieren. Neben Ziegen, Pferden, Katzen und Eseln wohnen da auch Hühner. Wir lieben all die Tiere da, aber also die Hühner, Heinrich, Liselotte und noch ein paar Ladies, sind uns (mir) besonders ans Herz gewachsen. Sie sind sowas wie die Stimmungsmacher im Gelände. Besonders mag ich Liselotte, weil sie so neugierig ist, frech und vorwitzig, und weil ich glaube, dass sie ganz genau weiss, dass eigentlich sie der Chef des Hofes ist… Liselotte for President!

Wenn wir von Liselotte sprechen, müssen wir immer schmunzeln. Deshalb haben wir sie verewigt… 


In Handabdrücken kann man eigentlich jedes Tier entdecken… Ja, besonders kreativ ist es nicht, aber lustig, sinnlich und spannend ist es alleweil. Zudem macht die Handabdruckerei Lust, eigene Tiere zu erfinden, die Handformen auszugestalten und diese in Geschichten zu packen.

Für Liselottes braucht ihr:
– für Kinder geeignete Wasserfarbe in Hühnerfarben (Deckweiß, wenn ihr weisse Hühnchen machen wollt)
– Pinsel
– Wasser
– Papier
– Filzer oder Farbstifte
– Leim
– ev. etwas Stroh oder Heu (Kleintierheu aus dem Supermarkt ist perfekt, das könnt ihr gleich auch für die Osternester benutzen)
– ev. ein paar Kerne oder Körner aus der Küche
– ev. Federn

Und so wird’s gemacht:
Klebt das Papier, auf welches ihr die Handabdrücke machen wollt, an der Tischplatte fest und lasst dann eure Kinder die Handflächen (alleine oder gegenseitig) bemalen. Das ist lustig, weil es kitzelt…
Presst dann die bemalten Handflächen auf das Papier. Achtet darauf, dass ihr mit der anderen Hand jeden einzelnen Finger gut andrückt, sodass die Farbe auf das Papier gelangt.
Wenn ihr genug Handabrücke gemacht habt, dann lasst die Farbe erstmal ganz trocken werden. In der Zeit könnt ihr schon mal Hände waschen und Pinsel und Wassergläser reinigen. 

Dann kommt die Feinarbeit. Der Schnabel wird an den abgedruckten Daumen gezeichnet, die Augen, der Kinnlappen und natürlich die “Kronen” (der Kamm) dürfen nicht fehlen. Zum Schluss haben die Kinder noch die Hendlbeine mit den Krallen gezeichnet. Weil nämlich Liselotte letztes Mal auf dem Tisch herumgewandert ist, hatten wir die Hühnerfüsse besonders im Blickfeld…

Oje, dann kam der Fuchs aus dem Wald… 

Der Fuchs schleicht um den Hühnerstall,
“Es riecht nach Festschmaus – überall! 
Ich würd so gern ein Hühnchen fressen,
das wär ein lecker Abendessen…!”

Die Hühner aber haben’s fein,
der Fuchs kann nicht in Stall hinein. 
Sie gackern munter und sind heiter,
erzählen Witze, immer weiter…
Sagt ein Huhn: “Kennste den: Wollt ein Fuchs ins Hühnerhaus….”,
alle lachen jetzt ists aus.
Dem Fuchs wird das alsbald zu dumm,
schimpfend kehrt er wieder um.

Nichts zu machen, Herr Fuchs. Unseren Hühnern hier darf niemand was tun…

Über das Tun:
– Hand- oder Fussflächen bemalen ist eine sinnliche Tätigkeit, denn die Haut ist unser grösstes Sinnesorgan. Das Malen mit den Händen oder mit den Fingern ermöglicht den direkten, körperlichen Kontakt mit Pinsel, der Farbe und dem Untergrund. Viele Kinder mögen es, mit dem Pinsel, oder gleich mit den Händen im Farbtopf, ihre Haut zu bemalen.
– Natürlich gibt es auch Kinder, die die Farbe nicht an den Händen haben wollen. Dann könnt ihr mit dem Pinsel auch nur Wasser auf die Handflächen auftragen und dann Abdrucke davon machen. Wenn sie trocknen, verschwinden sie wieder. Dabei kommen die Kinder dennoch ins Spüren und Erleben.
– Spannend ist auch, wie die Hände auf dem Papier aussehen. Welche Linien werden sichtbar, wie gross sind die Hände, wie lang und gegliedert sind die Finger, welche einmaligen “Spuren” zeigen unsere Fingerkuppen? Ein Abdruck ist eine andere Perspektive eines Körperteiles.
– Es ist ein freudiges Tun, wenn man gemeinsam malt und druckt. Es ist fein, wenn jemand unterstützt, mithilft und beim Erleben mit dabei ist.

Vielleicht mögt auch ihr euch übers Wochenende einen Hühnerstall mit Hahn und Liselotte einrichten? Geht ganz einfach und zusammen gegackert ist eh viel schöner! 

Habts fein und schön und wunderbar. 
Alles Liebe, Sandra

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