MARTINS-LATERNEN // UPCYCLING

Lichtlein, Lichtlein brenne,
heller als der Tag,
weil die liebe Sonne
nicht mehr scheinen mag

Hinter dunklen Wolken,
will sie schlafen gehen,
doch sie will uns Kinder
mit dem Lichtlein sehn

Mein Laternchen leuchte, 
gib uns hellen Schein,
denn die dunklen Tage
kehren wieder ein. 

Martinszeit ist meine Lieblingszeit. Das Geheimnis und der Zauber von Licht und Dunkelheit werden in dieser Zeit besonders spür- und erlebbar. Für die Kinder und für uns Erwachsene. Mit einem selbstgestalteten Laternenlicht durch die Natur zu gehen, gemeinsam zu singen und mit einem kleinen Feuer die Welt um uns herum zu erhellen, kann zu einem unvergesslich schönen Erlebnis werden. Dazu gehört, so finde ich, die St. Martinslegende. Eine wunderschöne Geschichte, die den Laternenumzug und das anschliessende Martins-Gänschen-Teilen auf wunderbare Weise abrunden oder die Kinder auf das Laternenfest einstimmen kann. 

Heute stelle ich euch ein einfaches Laternen-Upcycling aus Milch- oder Safttüten vor. Die Laternen sind einfach zu machen und grosse und kleine Kinder können dabei sehr viel selber tun. Wie ihr die Tetrapaks vorbereitet und “schält” seht ihr in diesem Beitrag.

Ihr braucht:
– Tetrapack, aufgeschnitten, ausgewaschen und “geschält”
– Wasserfarben, Pinsel und eine Unterlage
– eine kleine Schere, Fadenschere oder aber auch Nagelschere, um Formen aus den Tüten zu schneiden
– Seiden oder Pergamentpapier 
– ev. eine Lochzange (für die Drahtlöcher und um kleinste Sterne zu stanzen)
– Draht und eine Zange
– ein Stöckchen
– ein Teelicht in einem kleinen (Marmeladen-) Glas 
– Kleber

Und so wird’s gemacht:
Bemalt die vorbereitete Saft- oder Milchtüte mit Wasserfarbe und lasst diese gut trocken.
→ Wasserfarbe wird bei der Weiterverarbeitung der Laterne auf Finger und Unterlage abfärben. Alternativ könnt ihr Acrylfarbe nehmen oder die Laterne nach dem Bemalen mit einem Spray lackieren. Ich hab unsere einfach so belassen. Denn, wenn sie mal fertiggestellt sind, werden sie eigentlich eh nur noch am Stöckchen oder am Draht getragen und dann auf die Fensterbank gestellt.

Klappt den oberen Rand in gewünschter Länge um. Das macht die Laterne noch ein bisschen stabiler und sieht hübsch aus. Falls ihr mögt, könnt ihr den Rand einschneiden. Das können Kinder sehr gut selber. Das Schneiden des etwas dickeren Materials ist eine super Möglichkeit, dass die Finger und Hände etwas Neues kennenlernen.

Zeichnet die gewünschten Formen auf euer Tetrapack auf und schneidet sie mit einer kleinen Schere aus. Dabei brauchen kleine Kinder vielleicht eure Hilfe.

Wenn die Formen ausgeschnitten sind, dann gebt ihr das Seiden- oder Pergamentpapier dahinter und klebt es fest. Wir hatten noch dicke Pergamentpapier-Reste, die ich ich einfach als Rolle in die Laterne gegeben und an einigen Punkten festgeklebt habe.

Bringt zwei Löcher für die Drahtaufhängung an der Laterne an und befestigt den Draht daran. Unser Draht war dick und sperrig… Wenn ihr dünneren Draht habt, könnt ihr ihn auch doppelt nehmen und die Enden miteinander verzurren.

Befestigt den Draht am Stöckchen und achtet darauf, dass der Draht nicht zu lang ist und die Laterne während des Umzuges über den Boden schleift, aber lang genug, sodass das Stöckchen nicht Feuer fängt.
Gebt das kleine Glas mit der Kerze in die Laterne. Falls es hin und her rutschen sollte, dann klebt es am Laternenboden fest und gebt dann ein Teelicht hinein.


Probegehen im Wohnzimmer ist wunderbar, denn ein Kerzenlicht muss achtsam getragen und begleitet werden. Unterstützt euer Kind, indem ihr es an der Hand nehmt und mit ihm langsam, wie ein Königskind, mit der Laterne schreitet.
Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne… Das wird ganz wunderschön!

Ich wünsche euch und euren Kindern einen zauberhaften, stimmungsvollen und unvergesslichen Martinstag. Mögen die Sterne und der Mond vom Himmel blinzeln und der Wind einen Moment Pause machen, um euch wohlwollend durch die Nacht zu begleiten.
Habts fein und schön und wunderbar.
Alles Liebe, Sandra

Noch mehr Martins-Inspiration findest du in meinen Blogpost der letzten Jahre:

Eine Anleitung für die Rüben- oder Räbenliechtli habe ich letztes Jahr aufgeschrieben. Ihr findet sie hier.

Wenn ihr euren Kindern gerne die Martinsgeschichte erzählen möchtet, habe ich euch hier eine Geschichte aufgeschrieben.


Es ist eine wunderschöne Tradition, nach dem Umzug ein Martinskipferl oder ein Martinsgänschen zu teilen. Ein Rezept für leckere Gänschen findet ihr hier.

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