VOGELFUTTER VOLUME ll

Was ist eigentlich das Plural von Glück. Glücke, Glücks, oder Glücksen?
Dass “das Glück ein Vogel ist”, davon habe ich in meinem
letzen Post geschrieben. 
Eigentlich aber ist es so, das die Vögel ein wichtiger Teil unserer Glücke ausmachen. Denn es macht ein Leben noch so viel schöner, wenn wir Vögel singen und schwatzen hören und wenn wir beobachten können, wie sie immer wieder gerne zu Besuch kommen.

Das ist mit ein Grund, weshalb wir jedes Jahr lecker Futter zubereiten und sie anlocken, damit sie gerne genau in unserem Garten eine Rast einlegen. Glücks für Tier und Mensch, sozusagen.
Das Futter verteilen wir über die Wintermonate an den Futterstellen und freuen uns immer sehr, wenn brav “aufgegessen” wird.


Bei der Menüzubereitung sind bereits die mit Sonnenblumen gespickten Äpfel, Körnerküchlein oder auch das Vogelfutter im Tontopf entstanden, worüber ich hier geschrieben habe. Da findet ihr auch alle Infos zu den verschiedenen Vogel-Fachstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Heute zeige ich euch die Orangenschalen- und Tassenfutterstellen, die ich beide sehr hübsch finde und die ihr mit euren Kindern mit viel Freude und wenig Aufwand nachmachen könnt. 

Für die Variante in der Tasse braucht ihr:
– Vogelfutter guter Qualität oder eine vogelgerechte Mischung, die ihr euch selber zusammenstellt.
– eine Henkeltasse
– einen Ast
– Kokosfett oder Rinderschmalz
– ein Stück Baumwollschnur

Füllt eine Tasse mit der Vogelfutter-Körnermischung und steckt auf der gegenüberliegenden Seite des Henkels das Holzstöckchen in die Körner. Schmelzt das Fett in einer Pfanne und füllt es dann langsam in die Tasse, sodass die Körner alle gut bedeckt sind. Lasst das Fett ganz aushärten und hängt die Tasse mit einer Baumwollschnur an einen Ast oder an einen Zweig.
Vielleicht hängt ihr die Tasse so auf, dass sie durch das Wohnzimmer- oder Kinderzimmerfenster gut sichtbar ist und ihr die Vögel beim Schmaus beobachten könnt.  
→ Achtet beim Aufhängen darauf, dass ihr die Tasse weit oben aufhängt, damit Katzentatzen den Vögeln nicht gefährlich werden können!

Eine ander Möglichkeit ist es, Vogelfutter in eine Orangenschale zu füllen. Wenn ihr, jetzt im Winter, euch eh ab und zu einen frischgepressten Orangensaft zubereitet, könnt ihr die Schalen ganz wunderbar weiterverwenden.

Kratzt dazu das Fruchtfleisch der ausgepressten Orange sauber aus der Schale und stecht mit einem Holzspiess vier Löcher in den Rand. Achtet dabei darauf, dass ihr nicht zu nah am Rand stecht, nicht dass die Schale reisst.
Fädelt dann ein Stück Baumwollschnur durch die Löcher und knüpft diese so zusammen, dass die Schale gerade hängt. Befestigt sie draussen und befüllt sie dann mit der Körnermischung.
Bitte beachtet, dass die Futterstelle mit der Orangenschale ausgewechselt werden muss, sobald die Schale faulig ist, und ihr darauf achten müsst, dass das Vogelfutter nicht nass wird.

Sodala. Jetzt das schwierigste überhaupt: Geduld haben und warten. Aber es lohnt sich, denn die Freude ist riesig, wenn die ersten Gäste herbei geflogen kommen.

Aber soll man denn überhaupt Vögel füttern, wenn der Winter so mild ist?
Beim Naturschutzbund Österreich habe ich folgenden Hinweis gefunden:
“Bei der Frage, wie wichtig das zusätzliche Futterangebot im Winter für Vögel ist, gehen die Meinungen auseinander. Die einen sagen, dass eine ausschließliche Fütterung bei Frosttagen und geschlossener Schneedecke völlig ausreichend ist. Die anderen hingegen finden eine ganzjährige Fütterung als sinnvoll und notwendig. Prof. Dr. Peter Berthold, einer der führenden Ornithologen Deutschlands, hat sich intensiv mit dieser Frage beschäftigt und kommt nach jahrzehntelanger Forschung zu einem klaren Ergebnis. 
Demnach sind Futterhäuschen eine sehr wichtige Hilfe für heimische Vögel, um zu überleben, und zwar nicht nur im Winter. Da der Energieverbrauch im Winter sehr hoch ist, kann ein zusätzliches Nahrungsangebot lebensrettend für die Vögel sein. Im Sommer macht den kleinen Flugkünstlern zwar nicht die Kälte zu schaffen, aber durch das verstärkte Zurückdrängen natürlicher Lebensräume ist das Futterangebot nicht mehr vergleichbar mit dem von früher. Der Insektenbestand beispielsweise ist in den letzten Jahrzehnten um 75% zurückgegangen. Die Forschungen haben auch ergeben, dass in der Zeit, in der die Jungen aufgezogen werden, die Futterhäuschen nur in Notzeiten aufgesucht werden, da der Instinkt, natürliches Futter an die Jungvögel zu verfüttern, stark ist.”
(Quelle: Naturschutzbund Österreich)

Also dann mal her mit den Leckerlis!

Von Herzen wünsche ich euch und euren Lieben eine wunderbare Januarwoche. Dass viele Vögel kommen, picken, zwitschern und allüberall Glücksen bringen.

Habt’s fein und schön und wunderbar. 
Alles Liebe
Sandra

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