WIR SÄEN DIE SAMEN, DIE SAMEN SO FEIN… // OSTERGRAS SÄEN

Oh lala. Ständig daran gedacht und dann doch beinahe vergessen… Das Ostergras!
Vor lauter Chrüsimüsi (schweizerdeutsch für Durcheinander) mit der ganz neuen Normalität, haben wir’s fast verschwitzt. Dabei ist es doch heuer noch wichtiger und noch kostbarer, finde ich, auszusäen, zu beobachten und ganz fasziniert davon zu sein, wie aus einem kleinen Weizenkorn kraftvoll und unbeirrt ein neues Pflänzchen wächst und gedeiht.

Es ist bei uns ein schöner Brauch, dass die Kinder vor Ostern in einer Schale Gras ansäen, in das dann zum Fest ein Häschen und ein Ei hineingelegt werden, und ich finde es zauberhaft, wenn die hellgrünen Frühjahrsgärtchen unseren Ostertisch schmücken.

Ostergras ansäen ist eine wunderbare Tätigkeit, bei der alle, Gross und auch ganz Klein gerne und gut mitmachen können. 

Ihr braucht:
– eine flache Schale (wir nehmen eine Tonschale von einem Blumentopf)
– Bio Weizen- oder andere Getreidekörner (erhältlich im Lebensmittelgeschäft… und falls das ausverkauft sein sollte, könnt ihr auch Katzengras nehmen)
– etwas Erde
– Wasser zum Giessen

Wir säen die Samen, die Samen so fein,
wir streuen sie sacht in die Erde hinein,
wir decken sie zu.
Sie schlummern in Ruh.
Bald schaut ein Spitzchen,
hervor durch ein Ritzchen.
Die Pflänzchen, sie sprießen,
wir wollen sie gießen.
Und wenn wir schön warten,
wächst Ostergras in unsrem kleinen Garten.
Hedwig Diestel 

Füllt eure Schale mit Erde, drückt sie leicht an und legt dann die Körner drauf.
Gebt dann nochmals eine dünne Erdschicht über die Samen, sodass sie wohl ruhen und keimen können. 

Giesst euer Gärtchen regelmässig und lasst es in den nächsten Tagen nicht austrocknen. Schon bald werden kleine Wurzeln sichtbar, dann feine, grüne Gräschen, die aus der Erde kiebitzen, und zu Ostern wird eure ganze Schale voller Ostergras sein.

Wenn Ostern vorüber ist, könnt ihr das Weizengras draussen in den Garten pflanzen und es wachsen lassen, bis ihr euer eigenes kleines Weizenfeld habt.
Unser Gras essen die Katzen leider immer schon vor der Weizenernte ab… Aber theoretisch, so ganz ohne Katzen, könnte man vielleicht sogar ein paar Weizenkörner ernten und damit den Brötchenteig vergolden. Mmmmhh.

Über das Tun:
Das Werken mit Erde und Wasser ist eine kostbare und wichtige Sinnes-Erfahrung, die beruhigt, erdet und gleichermassen zum Tun anregt.
Die meisten Kinder langen herzhaft zu, wenn Erde und Wasser angeboten werden. Manche aber mögen zu Beginn nicht gleich mit beiden Händen eintauchen. Sie brauchen Zeit, lassen erstmal nur die Fingerspitzen die Erde berühren, fühlen, spüren und erfahren. Das ist ein wunderbarer Anfang. Wenn man mit den Kindern gemeinsam immer wieder mit diesen Elementen hantiert, werden sie bald Gefallen am Spielen damit finden und freudig, konzentriert und ganz unbefangen damit werken. 

Von Herzen wünsche ich euch einen guten Start in eine lichterfüllte und freudige Woche.

Habt’s fein und schön und wunderbar. 
Alles Liebe, Sandra

  • Die einfache Strickanleitung zu den Hühnchen gibt es hier, falls ihr ein Huhn ins Ostergras setzen möchtet
  • Eine Anleitung zu einfach süss gestrickten Osterhäschen findet ihr hier
  • Gefilzte Häschen haben wir hier beschrieben
  • Falls ihr keine geeignete Pflanzschale zur Hand habt, mögt ihr vielleicht diese Tetra-Pack-Upcycling-Idee ausprobieren

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6 thoughts on “WIR SÄEN DIE SAMEN, DIE SAMEN SO FEIN… // OSTERGRAS SÄEN

  1. Ich hab derzeit „nur“ Dinkelkörner hier Zuhause, kann ich die wohl nehmen, was denkst du? Mag das so gern mal ausprobieren, danke auch für den süßen Reim dazu, den mag ich sehr!

    1. Liebe Bri
      Dinkel geht auch. Ich weiss nicht, wie lange er braucht, bis er spriesst. Aber ich nehme an, dass es so schnell geht wie beim Weizen.
      Viel Freude beim Säen und Beobachten und alles, alles Liebe.
      Herzlich, Sandra

  2. Liebe Bri
    Dinkel geht auch. Ich weiss nicht, wie lange er braucht, bis er spriesst. Aber ich nehme an, dass es so schnell geht wie beim Weizen.
    Viel Freude beim Säen und Beobachten und alles, alles Liebe.
    Herzlich, Sandra

  3. Liebe Sandra, du hast so Recht, Kinder lieben Erde, Wasser und Matsch, aber um ehrlich zu sein: ich auch. Ich habe noch nie Gartenhandschuhe im Beet angehabt, weil ich das Gefühl so gerne mag, durch die kühle Erde zu fahren. Die Hände und Nägel sind danach zwar für den Ar… aber pffff. Wir haben nur Kresse und Konsorten gesät, das kann man Essen und geht schnell… ich bin da sehr pragmatisch 😉 glg Uli

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