DER SEPTEMBER WIRD APFLIG // NINAS 5 ELEMENTE APFELMUS-REZEPT

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In Nachbars Garten steht dieser traumhafte, uralte Apfelbaum. Das Bild der Abendsonne, wie sie durch seine schwerbehangenen Äste blinzelt und die rotbäckigen, prallen Früchte in ihr goldenes Spätsommer-Licht hüllt, ist jedesmal ein herzwärmender Abschluss des Tages, der die Seele zur Ruhe kommen lässt.

Der Anblick aber weckt bei mir auch immer gleich das Bedürfnis, Vorräte zu sammeln, um den Sommer zu konservieren: Ein bisschen heilsames Gold der Sommertage, ein paar warme Sonnenküsse, ein milder Windhauch und natürlich Äpfel für süsses Apfelmus, wenns draussen hudelt.

Apfelmus – vom Einfachen das Gute. Denn bei dessen Zubereitung können Kinder wunderbar mithelfen, naschen, entdecken und nebenbei viele spannende Handgriffe kennenlernen und üben.
Fehlte also nur noch ein gelingsicheres und einfaches Rezept für ein vorzügliches Mus. Also hab ich gleich mal um den Rat der Expertin gebeten: Nina, meine liebe Nachbarin aus Wien, ist Mama von zwei Burschen, TCM Ernährungsberaterin und Bloggerin (und sie ist natürlich noch vieles mehr) und hat extra ein wunderbares Apfelmusrezept nach den 5 Elementen gezaubert. 
Das Mus ist schnell gemacht, es ist gesund und bekömmlich. Danke, liebe Nina, du bist für mich der Rockstar unter den Köchinnen!

Für das Mus braucht ihr:
– 500g reife Äpfel (gerüstet)
– etwas Wasser
– 1 EL Rohrohrzucker
– 1 Stange Zimt (oder ½ TL geriebenes Zimtpulver)
– etwas geriebene Bio-Zitronenschale
– 1 Prise Salz
– 2 EL Zitronensaft
– eine Prise Kurkuma 

Ausserdem: 
– ein Rüstmesser
– ein Schneidebrett
– ein Apfelaushöhler/Kugelausstecher
– ein Sparschäler
– ein Becken mit Wasser um die Äpfel zu baden, oder aber ihr wascht die Äpfel gleich im Spülbecken
– eine Pfanne
– sterile Marmeladegläser mit Deckel (je nach Grösse 2-3 Stück)

Zubereitung:
Erst bekommen die Äpfel ein Bad und werden gewaschen. Das Tun mit Wasser ist eine faszinierende, sinnliche und auch beruhigende Tätigkeit, für die man den Kindern unbedingt genug Zeit einräumen darf. 
Ausserdem ist die Apfelwäsche äusserst spannend, weil nämlich schon der allerkleinste Apfel ein super Schwimmer ist!

Schält die Äpfel. Falls ihr Schalenschlangen machen mögt, geht das am besten mit einem Sparschäler. So können die Kinder, wenn ihr ihre Hände liebevoll führt, mithelfen. Legt dazu den Apfel auf ein Schneidebrett, setzt den Schäler am Stielende an und dreht den Apfel langsam, bis eine Schalenlocke entsteht. Diese könnt ihr aufgehängt trocknen lassen, um später einen Apfel-Tee aufzugiessen.

Schneidet dann die geschälten Äpfel in der Mitte durch. Auch hier ist es gut, wenn kleine Kinderhände geführt und unterstützt werden, denn manchmal geht der Schnitt nur kraftvoll und ziemlich ruckartig durchs Kerngehäuse.
Ich habe dabei die Erfahrung gemacht, dass es einfacher gelingt, wenn man den Apfel stabil auf die Stiel- oder Kelchseite stellt, das Messer dann mit der einen Hand ansetzt und die andere Hand auf den Messerrücken legt. So verhindert man, dass sich die Kinder beim Durchschneiden die Finger, die den Apfel unterhalb des Messers halten, verletzen.

Mit dem Kugelausstecher entfernt ihr die Kerngehäuse (und sammelt all die glänzenden Apfelkerne ein!), dann legt ihr die Apfelhälften auf die Schnittfläche und schneidet die Äpfel in Spalten. Bitte steht auch hier unterstützend bei eurem Kind.
Es ist gut darauf zu achten, dass die Augen den Fingern helfen und dass sich das Kind Zeit nehmen darf, wenn es mit dem Messer hantiert.

Wenn alle Äpfel gerüstet sind, gebt ihr etwas Wasser in den Topf und bringt es zum Kochen. Gebt dann die Apfelspalten, den Zucker und die Zimtstange hinein und köchelt diese einige Minuten, bis die Äpfel weich werden und anfangen zu zerfallen.

Während des Köchelns mit Zitronenschale und Zimt (falls man keine Zimtstange mitkocht) würzen und eine Prise Salz, dann den Zitronensaft und das Kurkumapulver unterrühren. Falls das Wasser zu rasch verdampft, könnt ihr während des Kochens etwas heißes Wasser dazu gießen.

Zum Schluss die Zimtstange entfernen und die weichen Äpfel fein pürieren. 
Das heisse Mus in die Schraubgläser füllen und gleich verschliessen.
So hält sich das Mus dunkel und kühl gelagert mehrere Wochen.

Meine Kinder rühren unglaublich gerne in den Töpfen. Falls eure Kinder beim Kochen mithelfen, achtet dabei darauf, dass ihr sie stets begleitet, weil es beim Blubbern spritzt und auch der aufsteigende Wasserdampf superheiss ist!
Das Einfüllen der heissen Flüssigkeit mache ich gerne ohne die Kinder. Sie dürfen derweil aber schon mal die Etiketten beschriften.

Noch ganz viel mehr Spannendes und Informatives über den Apfel und seine Wirkung aus der Sicht der TCM, sowie viele weitere Rezepte findet ihr hier und hier auf Ninas Blog.

Dass der Herbst bald den listigen Wind über’s Land schicken wird, der polternd und zügig die letzten Sommerspuren wegfegt, um Platz zu schaffen für die Zurückgezogenheit, daran mag ich noch gar nicht denken. Trotzdem feinstens, wenn man den Küchenschrank öffnet und einem die Sonne entgegenkommt.

Von Herzen wünsche ich euch eine milde, lebendige Spätsommerwoche.
Habt’s fein und schön und wunderbar.
Alles Liebe, Sandra

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