KATZ UND MAUS // EIN FANGSPIEL // DIY

Die Herbstferien sind hier schon wieder vorüber und die gemütlichen Tage im Schlafanzug Geschichte. Als am Montagmorgen der Wecker bimmelte, war draussen tatsächlich noch zappenduster.

Hinter uns liegen geruhsame Tage. Wir waren viel draussen an der frischen Luft, haben Steine gesammelt und in Bäche fallen lassen, sind über weite Wiesen und durch mystische Wälder gewandert, haben wunderbarste Wallnüsse, Herbstblätter, verwitterte Stöcke und weiches Moos gefunden, haben viel gelesen und gemeinsam gespielt.
Aus den Schalen der gesammelten Wallnüsse haben wir gleich ein flitzeschnelles Spiel gewerkelt: Das “Müüslispiel”, ein Klassiker, den ihr bestimmt kennt. Ein geselliges Spiel für 2 bis 6 spiellustige Menschen, immer wieder fröhlichst, für Gross und Klein und sowieso für alle, die auf Zack sind.

Für ein Müüslispiel braucht ihr:

– fünf leere Wallnussschalen-Hälften 
– fünf verschiedenfarbige Garnfäden (in den Farben des Farbwürfels, falls ihr einen habt. Ihr braucht Garn in allen Würfelfarben, ausser eine, bei uns die weisse, die bleibt der Joker der Katze)
– falls ihr mögt: fünf Holzperlen
– etwas Filz für Mäuseohren und den Katzenkopf
– Kleber
– eine Schere
– eine kleine runde Pappkartonschachtel mit Deckel (findet ihr im Bastellädchen… eine Spanschachtel eignet sich nicht, weil sie zu schnell zerbricht, Plastikdosen bitte nur mit Spielunterlage benutzen, da sie sonst auf der Tischplatte ihre Spuren hinterlässt!)
– ein Farbwürfel (unserer ist von einem anderen Spiel) oder ein Holzwürfel, den ihr selber bemalt
– ev. etwas Filz als Spielunterlage (Tischplattenschutz!!!)

So fertigt ihr die Mäuse:

Jede Maus (Nusshälfte) bekommt einen farbigen Schwanz aus Garn. Damit dieser stabil genug ist, häkelt, knüpft oder flechtet ihr das Garn, bis eine ca. 30cm lange Schnur entstanden ist. Unser Grosser kann super gut mit den Fingern häkeln und hat den Mäuschen sämtliche Schwänze gefertigt.
Am Ende der Schnur haben wir eine Holzperle aufgefädelt, die hilft, dass auch die kleineren Mitspieler/innen die Maus besser festhalten können.
Das andere Ende der Schnur haben wir mit viel Kleber in die Nussschale geklebt.

Aus Filzresten haben die Kinder Mäuseohren zugeschnitten und diese auf die Nussschalen geklebt. Fertig sind die Mäuschen. Die Süssen sind übrigens auch wunderbare Spielgefährten für den Jahreszeitentisch oder schlüpfen gerne mal in die Kindergartentasche, um auf Reisen zu gehen. Fehlt nur noch Madam Katz!

Legt die Pappschachtel auf den Filz und zieht die Umrisse nach. Malt euer Katzengesicht auf, vergesst dabei die Ohren nicht…

Die Kleine hatte klare Vorstellungen, wie das Kätzchen ausschauen wird, und hat mit dem Zauberstift erstmal alles vorgezeichnet. Dann haben wir die Katze bestickt, ausgeschnitten und mit etwas Kleber auf den Boden der Pappschachtel geklebt.
Natürlich könnt ihr das Katzengesicht auch gleich mit wasserfestem Filzer aufmalen, dann braucht ihr nicht zu sticken.

Der Katzenkopf wird übrigens auf den Boden der Schachtel geklebt, weil der Deckel  meist zu wenig tief ist, als dass die Mäuse darin gefangen werden könnten.
Wenn der ganze Kleber von Katz und Maus getrocknet ist, kann der Mäuseschmaus auch schon beginnen.
Wir haben, um das Spiel ein bisschen einzugrenzen und um die Tischplatte wenigstens etwas zu schonen, ein Stück Filz als Spielunterlage genommen.

So spielt ihr das Spiel:
Ein Mitspieler oder eine Mitspielerin ist die Katze, die anderen suchen sich eine Maus aus, legen diese auf den Filz und halten sie am Schwanzende fest.
Die Katze würfelt und versucht so schnell wie möglich, mit der Pappschachtel die Maus mit dem entsprechenden farbigen Schwanz zu erhaschen, währenddem die Mäuse schnell an ihrem Schwanz weggezogen werden müssen.
Das heisst: Würfelt die Katze rot, dann fängt sie mit der Pappschachtel die Maus mit dem roten Schwanz. Würfelt die Katze weiss (wir haben keine Maus mit weissem Schwanz), darf sie irgend eine Maus fangen.
Die Runde dauert so lange, bis die Katze eine Maus in der Pappschachtel gefangen hat. Dann ist die Mitspielerin oder der Mitspieler der gefangenen Maus die Katze, und die Katze darf sich eine Maus aussuchen…

Schwieriger wird das Spiel, wenn tatsächlich nur die Maus weggezogen werden darf, deren Farbe gewürfelt wurde. 
Das heisst: Würfelt die Katze rot und ich ziehe, voll aufgeregt, die Maus mit dem grünen Schwanz weg, dann bin ich in der nächsten Runde die Katze, weil ich fälschlicherweise meine Maus aus dem Spiel gezogen habe.

Das Spiel ist schnell, lustig und eigentlich nie aus… Und das finden die Kinder das Grösste. Gerade in der kommenden Zeit, in der es früh dunkel wird und man sich wieder vermehrt drinnen aufhält, ist es fein, zusammen zu spielen und vergnüglich zu sein.
Und wenn dann doch irgendwann Zeit ist, dass alle Mäuse schlafen gehen, dann finden sie alle Platz in der Pappschachtel und warten auf die nächste Runde.

Alle Mäuse husch ins Haus,
die Katz ist müde,
das Spiel ist aus. 

Übrigens finde ich, dass das Spiel auch eine schöne Idee zu Weihnachten sein könnte, denn eine Einladung zum gemeinsamen Katz-und-Maus passt doch eigentlich immer. 

Von Herzen wünsche ich euch goldene Tage. 
Habt’s fein und schön und wunderbar.

Alles Liebe, Sandra

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4 thoughts on “KATZ UND MAUS // EIN FANGSPIEL // DIY

  1. Super Idee! Wir haben diese Spiel schon oft gespielt und mit diesen hübschen selbstgemachte Mäuschen macht es bestimmt noch viel mehr Spaß!
    LG von uns allen an euch alle!

    1. Liebe Miriam
      Danke dir, ja, das Spiel ist so lustig. Und wenn ausgespielt ist, machen sich die Mäuse auch zwischen dem Herbstlaub wunderbar.
      Geniesst eure Ferien und bleibt gesund.
      Herzlich, Sandra

  2. Super nette Idee!! Kam genau richtig, da meine Kinder hier schon wieder coronabedingt zuhause sind! Haben es gleich nachgewerkelt und die Kinder fanden sehr lustig! Vielen Dank! LG
    Laura

    1. Liebe Laura, so toll, dass der Post grad im richtigen Moment raus ist! Ich freue mich sehr. Habt es gut und bleibt gesund.
      Alles Liebe, Sandra

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