RATZFATZ-SCHULTÜTE // DIY

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In den sozialen Medien war vor ein paar Tagen die Frage: “Müssen wir Mütter/Väter die Schultüten für die Kinder selber machen oder setzen wir uns damit nur wieder unter Druck?”

Ein Kind braucht keine Schultüte. In der Schweiz haben wir die Erfahrung gemacht, dass Kindheit auch ohne ganz prima klappen kann, denn hier kennt das Schultütending eh kaum jemand.
Aber wenn man ihn dennoch will, einen Schulbeginn mit “Zuckertüte”, dann kann man es sich wunderbar einfach machen. Druckbefreit, sozusagen.
– Im Büromarkt bekommt man die Tüten fix fertig zum Befüllen. Und die Kinderaugen werden leuchten, mit Sicherheit.
– Wunderschöne, handgemachte Exemplare können bestellt werden. Auf Esty wird man fündig.
– ODER ABER, man fertigt für das Kind eben eine Schultüte selber. Aus dem ganz einfachen Grund: weil man es kann, und weil man Bock drauf hat. Eine Ratzfatz-Schultüte, beispielsweise.

Vom Einfachen das Gute

Ich bin keine bessere Mutti, weil ich die Schultüte selber mache. Ich glaube kaum, dass meine Kinder ein glücklicheres Schul-Leben haben werden, nur weil sie eine Selbstgemachte im Arm halten. Aber da mein Kind nur einmal im Leben eingeschult wird (und mich die Tüten für immer an unsere Berlinerzeit erinnern werden), wollte ich es mir einfach nicht nehmen lassen, diesen Moment mitzugestalten.

Das liebevolle Herrichten der Kleinigkeiten und das Verpacken der Dinge, die eh für die Einschulung benötigt werden, ist für mich selber eine wunderschöne Vorbereitung und ein Weg, im Tun mit einem Lebensabschnitt abzuschliessen und gleichzeitig einen neuen bunt und freudig willkommen zu heissen. Denn mein Kind kommt in die Schule.

Falls ihr jetzt doch noch Lust habt auf Tüte; hier ist die einfache, zackig schnelle Anleitung. Ganz ohne Druck, dafür mit viel Freude.

Ich braucht:
– einen Schultütenrohling (aus dem Schreibwarengeschäft/Papeterie/Bastellädchen)
– Papierreste, möglichst bunt
– einen, oder mehrere Stanzer (Rund oder wie ihr mögt. Ihr könnt auch mit der Schere eigene Formen zuschneiden)
– Papierkleber

Und so wird’s gemacht (eine Beschreibung erübrigt sich eigentlich… trotzdem):
Stanzt aus den Papierresten “Konfettis” oder sonstige Formen aus und klebt sie dann auf den Schultütenrohling. 
Wir machen es so, dass kleine Papierreste bei uns eh immer gleich noch ausgestanzt werden, bevor sie dann ins Altpapier wandern. So haben wir immer eine kleine Sammlung an Konfettis und das Papiersammelsurium – wenigstens gefühlt – im Griff.

Der Druck, oder die Verunsicherung, die ich auch ab und zu spüre, kommt bei mir gerne, wenn ich vergleiche: Die unfassbar makellosen Kekse der anderen mit meinem verhutzelten Gebäck. Die gefüllten Teller mit ausgewogenen Köstlichkeiten, schön wie ein Gemälde, mit meinen, äh, Tellern… Die aufgeräumten Häuser und Wohnungen, selbstverständlich schnickschnackbefreit, mit unserem Zuhause: Gemütlich, aber leider immer unaufgeräumt.
Es ist ja manchmal schon zum verrückt werden, in dieser scheiss modernen Welt. Aber man darf sich deswegen weder die Freude nehmen noch ins Bockshorn jagen lassen. Man kann eben nicht alles, schon gar nicht Kekse. 

Ich wünsche euch ein wunderbares, freudiges Sommerwochenende. Wir werden hier ein feines Einschulungsfest feiern, denn am Montag geht unsere “Kleine” mit der grossen Schultasche am Rücken los. Hinaus in die Welt.

Habts fein und schön und wunderbar.
Alles Liebe, Sandra

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One thought on “RATZFATZ-SCHULTÜTE // DIY

  1. Liebe Sandra! Wie immer ein wunderbarer Beitrag! Ich werde dieses Mal eine schon bedruckte Schultüte nehmen, die ich noch fertig gestalte und dann selbst befülle. Und ja genau, einfach mal aussteigen aus dem Irrsinn ums Vergleichen und Übertrumpfen! Jeder macht es so, wie er/sie es in diesem Moment eben am besten kann.
    Danke für die schönen Tipps und Ideen!
    LG Miriam

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