HALLOWEEN-WOCHE // GESPENSTISCHE LICHTERKETTE // DIY

Bäuchlings lag die Kleine auf dem Boden, stöberte konzentriert im Buch der Töpfchenhexe*, blätterte vor und zurück und vor und zurück, betrachtete die Zeichnungen und nickte hin und wieder nachdenklich.
“Magst du die Geschichte lesen?”, fragte ich sie und stellte mir schon vor, wie wir zwei fein gemütlich auf dem Sofa kuscheln und in die Geschichte eintauchen.

“Nö”, meinte sie stattdessen, “ich guck nur, was ich für die Halloween-Verkleidung als Hexe noch so alles vorbereiten muss. Ich hab ja schon einiges, aber ich schau besser nochmals, was es sonst noch gibt. Ich freu mich so! Wieviele Male noch schlafen bis Halloweeeeeen?”

Halloween, heidewitzka! Ja, ich hatte mich auf den Herbstbeginn eingestellt, auf das Laternengehen im raschelnden Laub, auf Kerzen, Licht, Wärme und auf Besinnlichkeit. Halloween hatte ich, wie eigentlich fast jedes Jahr, bissl verdrängt. Aber logisch: “Here comes Halloween!”. 

Meinem Kind fiel ausserdem ein, dass es für ein schönes Fest auch Deko braucht. Dass wir letztes Jahr eine zauberhafte Girlande mit kleinen Fledermäusen gefertigt hatten, fand sie gut, aber schliesslich wäre eine Gespenstergirlande doch auch schön…
Unsere vereinsamte Garten-Lichtergirlande, die etwas verloren am Verandadach baumelte, sollte schon bald im neuen Halloweenkostüm glänzen und uns die frühe Dunkelheit etwas erhellen. 
Zugegeben, wahnsinnig unheimlich gruselig wurden sie ja nicht, die Gespenster, die durch den Garten flitzen. Also eigentlich ganz nach unserem Geschmack!

Für die Girlande brauchst du:
– eine Lichterkette: Falls ihr die Girlande draussen aufhängen möchtet, dann braucht es  eine spezielle Kette für draussen, mit wasserfesten Glühbirnen/Fassungen. Bitte achtet darauf, dass eure Lichterkette nicht heiss wird.
– Butterbrottüten
– einen wasserfesten, schwarzen Filzer oder Wachsmalstifte
– eine Schere
– etwas Kleber

Und so einfach werden die Gespenster gefertigt:
Der Tütenboden wird das Kopfende der Gespenster. Um die Köpfe bissl rundlich zu gestalten, öffnet ihr die Tütenseiten etwas und legt die Papierecken beim Tütenboden nach innen. 

Bemalt dann die Tüten nach eurem Gusto, je gespenstischer, desto besser, eh klar. Und ja ja, bei uns mussten noch Bäckchen her…

Schneidet dann das Gespenstergewand ein, indem ihr Vor- und Rückseite von der Tütenöffnung her in schmale Streifen schneidet. 

Dreht die Tüte auf die Rückseite und schneidet dann nur das rückwärtige Papier der Tüte in der Mitte bis oben ein. Vielleicht müsst ihr, je nachdem, wie dick die Fassungen eurer Glühmittel sind, links und rechts des Schnittes noch bissl einschneiden, damit das Papier nicht reisst. 

Wenn ihr die Tüte um das Leuchtmittel gelegt habt, dann gebt ihr einen Kleber auf den Einschnitt und befestigt so das Gespenst an der Lichterkette.

Hängt dann eure gespenstische Lichterkette vor die Haustüre, auf den Balkon, über den Esstisch oder in den Garten und wartet aufgeregt, bis es dunkelt.

Kennt ihr den:

Treffen sich zwei Gespenster. Fragt das eine: “Hast du den Job im Restaurant bekommen?” 
Antwortet das andere: “Ja, habe ich!”
Fragt das erste wieder: “Etwa als Kellner?”
Antwortet das andere wieder: “Nein, als Tischtuch!“

Erinnert ihr euch übrigens an unsere hübschen Wiener-Pipistrellis oder an die lustigen Tanzkatzen? So einfach zu fertigen, auch für kleine Kinder, und so schön anzusehen. Oder an die leckeren Halloween-Pizzen für danach? Ui, ich bekomm grad Lust auf Halloween!

Euch wünsche ich eine wunderbare Halloweenwoche, mit Hexen, Gespensterreigen, Spinnen und und allerlei Lustigkeiten!

Habts fein und schön und wuhuuuuuuunderbar.
Alles Liebe, Sandra

“Die Töfpchenhexe” ist eines dieser Wienerbücher, die wir einfach haben mussten. Als Erinnerung an die Zeit in Österreich, aber vor allem als Erinnerung an die Kindergartenzeit unserer Kinder. Denn die Tanten lasen ab und zu darin, und die Kinder fanden die Geschichte der kleinen Hexe ganz wunderbar. Das Buch ist schon länger vergriffen, sodass wir ein übelst stinkendes, vergilbtes und verflecktes Exemplar auf Willhaben ergatterten… Zu einem Wucherpreis! Was tut man nicht alles für Erinnerungsstücke und gute Geschichten. 

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