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EINMAL NASE IM WIND UND WIEDER ZURÜCK…

Wir waren nämlich unterwegs. Einen Monat lang sind wir durch Spanien getingelt und das war sehr fein. Das erste Mal war die ganze Lieblingsbande im Camper unterwegs auf Entdeckungsreise. Schön war’s, unvergesslich, eindrücklich, gemütlich, abenteuerlich, manchmal auch anstrengend, aber immer aufregend und lustig und vor allem war es innig und nah.

 
Angedacht war, von Barcelona nach Santiago de Compostela zu reisen, dann zurück nach Barcelona zu tuckern, um noch ein paar Tage auf Mallorca zu verbringen. 
Vor Ort haben wir ziemlich schnell gemerkt, dass unsere Reisepläne grösser waren als es unser Zeitplan erlaubte, dass sich unsere Kinder natürlich viel lieber draussen in der Natur herumtrieben als im fahrenden Wagen zu sitzen, und dass wir Zeit und Musse haben wollten, um einzutauchen in den Camperalltag. Und so haben wir Santiago auf “das nächste Mal” verschoben. 
Unter uns: ich bin nicht so die Reisebericht-Leserin. Solche Texte überfliege ich gerne und bleibe lieber bei den Fotos hängen. Deshalb möchte ich gerne Bilder  unserer Reise, Impressionen vom Camperleben und unseren Eindrücken aus Spanien mit euch teilen. Einen Monat lang, jeden Tag ein Bild auf Instagram.

Über den Link https://www.instagram.com/frau_lieblingsbande/ kannst du unseren Nomaden-Alltag nachverfolgen. Ich freue mich, wenn du reinschaust, und strecke dann mal in Gedanken genüsslich meine Nase in den Wind.

MIT KINDERN UNTERWEGS / DAS KINDER-HANDGEPÄCK

EIGENTLICH kiebitze ich immer noch schnell in die Handgepäck-Rucksäcke der Kinder, bevor wir uns aufmachen zum Flughafen. EIGENTLICH ist da auch immer ziemlich das gleiche drinnen, denn EIGENTLICH fliegen wir recht oft hin und her und wissen, was wir dabei haben müssen und was eher nicht. So habe ich vor ein paar Wochen, als wir in die Schweiz geflogen sind, nicht extra nochmals nachgeschaut. Ein bisschen habe ich es nämlich vergessen… Und als wir dann durch die Sicherheitskontrolle gehen wollten, lugte prompt eine Schere aus dem Rucksack des Grossen.

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HALLO BIBER

Vergangenes Wochenende waren wir auf Entdeckungsreise im Nationalpark Donau-Auen. Der Park liegt zwischen Wien und Bratislava und verbindet die zwei Städte beinahe mit seiner riesigen Flussauen-Landschaft. Dieses wunderschöne Stück Natur bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Und es liegt fast vor unserer Haustüre. Spannend, die Umgebung rund um unser Zuhause zu erkunden… 
Natürlich haben wir an diesem Nachmittag nur einen klitzekleinen Teil des prächtigen Naturschutzparkes ergründet. Sozusagen nur der “Eingangsbereich”. Bei Aprilwetter sind wir durch den Park gewandert, haben beobachtet, wie der Wind die Wasseroberfläche kräuselt und gelauscht, wie er, zusammen mit den Bäumen, Blättermusik macht. Der Wind hat die dunklen Wolken am Himmel auf Reise geschickt und hin und wieder die Sonne aufgedeckt. Dann hat es ein paar Tropfen geregnet, bis gleich darauf die Schmetterlinge wieder im Sonnenschein getanzt haben. Ein Nachmittag mit allem.

Beim Jausnen auf der grossen Wiese haben wir uns vor das Holztipi gesetzt. Mein Grosser hat ein Stück Rinde gefunden und sich daraus natürlich gleich ein Handy geschnitzt… Voll kompostierbar, schadstoffarm, mega okö, der neueste Trend, würde ich sagen. 
Unsere SMS an die Biber: “Liebe Biber, wir kommen euch beim nächsten Mal besuchen. Am Besten treffen wir uns dann am Ufer, dort unten links. Wir machen uns jetzt wieder auf den Heimweg. Ihr habt es sehr schön. Bis bald. Liebe Grüsse von der Lieblingsbande.”

Wenn der Berg ruft…

    

Ich bin ja eher so der Meer-Typ. Klar, als Schweizerin. ABER, wenn wir schon mal hier in Wien sind, wollen wir natürlich die wunderschöne Bergwelt Österreichs nicht missen und suchen uns für ein paar Tage ein Plätzchen im Salzburgerland. Vier Stunden Autofahrt, und wir sind mittendrin, in den Bergen, im Schnee, an der Sonne, an der gesunden Luft und unter liebenswürdigen Menschen, die tagein tagaus Dirndls und Skischuhe tragen.
Wir übernachten in einem alten Haus aus Holz, und unsere Kinder schlafen  nach den Tagen an der frischen Luft und dem allabendlichen Schwimmen im Hallenbad durch wie die Mungge… jede Nacht. Sogar ich schlafe! Ich fühle mich wie neu geboren.

Mit der Kleinen fahre ich Schlitten, spaziere durch die verschneiten Wälder und baue Schneemädchen. Der Grosse besucht vormittags die Skischule bei der lieben Traudy, die seit Jahren mit “absolut beginners” am Ab-Hang steht und geduldig ist wie ein Berg. Tiefenentspannt lotst sie die Kleinen über den Schnee. Traudy ruft: grooooossse Pizzzza, groooosssse Pizzzzaaaa (Stemmbogen). Alle Kinder holpern im Pflug über die Piste. Und Traudy: super, toll gemacht Kinder, bravo, ihr Rennfahrer! Dann ruft sie: Pommes, jetzt Pommes (nicht das was ihr jetzt alle denkt. Mittagessen ist später. “Pommes” ist Ski parallel stellen. Klar, oder?). Alle richten ihre Ski von Pizza zu Pommes und Traudy: toll, ganz gut, super gemacht, ja, genau, grossartig, ihr seid die Besten! 
Ich stehe da und bin voller Bewunderung. Ich hätte wohl nach einer Stunde mit fünf dick eingepackten Kindern – mit angelaufenen Skibrillen, zu engen Skischuhen, Helmen die jucken, Handschuhen die rutschen und Nasen die triefen, Hunger, Durst, Pippi und aus dem Lift gefallen – weder Kraft, Lust noch ein Fünkchen Hoffnung für die Lütten und würde fluchend abbrechen… Traudy hingegen bleibt liebevoll dran und am Ende der Skiwoche fahren alle Kinder ein Skirennen,  alle fahren ne Spitzenzeit, alle sind sie auf dem ersten Platz und alle bekommen die Goldmedaille umgelegt! Genau so soll es doch sein. Unser Grosser ist glücklich, stolz, zufrieden und trägt seine Medaille sogar im Bett wie ein König um den Hals. 
Es ist wie wenn ein Baby sich das erste Mal aufrichtet, beim Gehen- dem Schwimmen- oder dem Radfahren lernen. Dieses Erleuchten, wenn man etwas aus eigener Kraft und mit Durchsetzungswillen geschafft hat und sich alle darüber freuen. Unser Grosser ist wieder ein ganzes Stück gewachsen, die Tage. Und wir gönnen ihm sein grosses Glück und seine gewonnene Selbstsicherheit von Herzen.
Danke an alle Traudys dieser Skiwelt für die Erlebnisse, für die Freude, die Lust am Skifahren, das Wohlwollen und den Humor.