Schlagwortdraussen sein mit Kindern

FEUER UND FLAMME // FEUER MACHEN MIT KINDERN // TIPPS UND ANREGUNGEN FÜR UNVERGESSLICH SCHÖNE MOMENTE BEIM FÜÜRLE

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Ich war acht oder neun Jahre alt, als ich zur Pfadfinderprüfung antreten musste. Klar war, dass ich beim “Knoten machen” wohl eher nicht punkten würde. Meine Knoten waren Knöpfe, zwar fest wie Stein, leider aber glichen sie den Abbildungen aus der Vorlage nur selten. Und die Theorie? Glückssache.
Ich musste also beim Feuermachen abräumen, und zwar sowas von. Wir sollten ein Feuer entfachen, ein kleines, und dabei nicht mehr als drei Streichhölzer verbrauchen. Also suchte ich mir einen windgeschützten Platz im Wald und die trockensten Zweiglein, die ich finden konnte. Ich kauerte mich hin, legte meine Wange auf den Waldboden und blies sachte in die Funken, als würde ich sie beflüstern. Als das Zwergenfeuer loderte, lagen neben mir zwei unangetastete Streichhölzer, wie neu… 

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KÖNIGSKRONE FÜR HERBSTKINDER // DIY

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Jedes Jahr, wenn der Herbst golden wird und die Welt in diese warmen, weichen Farben hüllt, denke ich: so schön war der Herbst noch nie! Er zieht einem hinaus, raus in die Natur, zum Staunen und Sammeln, Entdecken und Spüren. Alle Jahre wieder, gehen wir freudig durchs raschelnde Laub, springen in die Laubhaufen, werfen die Blätter in die Luft und tanzen im Blätterregen voller Glück. Alle Jahre wieder sammeln wir alles, was uns der Herbst “vor die Füsse legt”. Gestern haben wir goldene und feuerrote Blätter gefunden und ein paar grosse unter der Platane gesammelt. Und alle Jahre wieder werden daraus unsere liebsten Herbstkronen… Weiterlesen“KÖNIGSKRONE FÜR HERBSTKINDER // DIY”

EIN BOHNENZELT IM GARTEN // NATURBEWUSSTSEIN

…oder die schnellste Bohne der ganzen Welt

Zugegeben, ich gehörte nicht zu den allergeduldigsten Gärtnerinnen dieses Planeten. Mir ist recht, wenn dann schon schnell mal was passiert. Noch rechter finde ich es, wenn das, was passiert, ein bisschen unempfindlich daher kommt. Deshalb bin ich im Team Bohne, denn die ist wunderbar auf Zack. Weiterlesen“EIN BOHNENZELT IM GARTEN // NATURBEWUSSTSEIN”

SAMENBOMBEN SELBER MACHEN // DIY // NATURBEWUSSTSEIN

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Wer einem eine Blume sät, blüht selber auf!

Wir haben es also getan. Samenbomben präpariert. Und ja, ich habe mir noch kurz darüber Gedanken gemacht, ob man die Samenbomben vielleicht auch Samenkugeln nennen könnte, weil Bombe ist immer so: hach, na ja. Aber dann habe ich gleich an die Zuckerbombe, die Sexbombe und an die Arschbombe gedacht und schwups: Alles durchaus positiv! Passt!

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WAS MAN IN JUNGE HERZEN PFLANZT // NATURBEWUSSTSEIN

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Oder wie geht eigentlich Umwelterziehung?

Wir waren die Tage in der Schweiz. Haben staunend beobachtet, wie ein Kälbchen das Licht der Welt erblickt hat, wie die Meisen am Nistkasten ein- und ausgeflogen sind. Haben am Flussufer Feuer entfacht und darauf lecker Essen gekocht, Steine gesammelt und diese stundenlang über das Wasser gleitend in den Fluss geworfen. Wir haben Stöcke gesammelt, sind durch Wälder und über Wiesen getobt und haben Schmetterlingen beim Tanzen zugesehen. Gemeinsam in die Natur einzutauchen ist traumhaft. Mehr braucht ein Menschenkind eigentlich nicht. Meine ich. Bullerbü für alle!

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VOGELBEISL ODER VOGELFUTTER SELBERMACHEN // DIY

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Es war immer nie kalt bei uns in Wien, und von diesem mickrigen Fläumchen Schnee, welches mal lag, wollen wir erst gar nicht reden. Und jetzt, wo wir endlich versöhnlich gestimmt frühlingshaft werden wollten, kommt er doch noch. DER WINTER. Menno. Mit Schnee und Kälte fegt er durch Wien, alles, was schon zu spriessen begonnen hatte, hat er einfach zugedeckt. Ein Segen für die Kinder, immerhin. 
Weil es die nächsten Tage kalt bleiben soll, sind wir dann doch noch in die Vogelfutterproduktion eingestiegen. Wir lieben es, wenn die Vögel zu uns in den Garten kommen, weil sie unseren Stadt-Alltag so sehr bereichern. Es ist schön, sie zu füttern, und es ist ausserdem voll toll und ur einfach, Vogelfutter selber herzustellen. Vor allem, wenn man so emsige Helfer hat wie ich!
Nicht alle Vögel, die im Winter hier bei uns bleiben, fliegen auf dieselben Leckereien 

Eh klar. Deshalb haben wir eine Vogelfutter-Variation hergerichtet, damit es was für alle hat. Kommt ihr Vögel, der Tisch ist gedeckt!

Körnermischung im Blumentopf

Ihr braucht:
– Körnermischung für Wildvögel, auch Nüsse, Haferflocken, Rosinen, Hagebutten
– Rindertalg (wir haben stattdessen Kokosfett benutzt und es ist sehr gut angekommen bei den gefiederten Gästen)
– ein kleiner Blumentopf
– ein verzweigter Stock, der in das Loch im Boden des Blumentopfes passt
– ein Stück Schnur 
– etwas Aluminiumfolie

Und so gehts:
– Kokosfett / Rindertalg schmelzen (nicht kochen) und die Körnermischung beigeben
– Den Stock durch das Loch im Blumentopfboden stecken, sodass das verzweigte Teil gut aus dem Blumentopf ragt. Sieht aus wie ein dürres Bäumchen. Daran werden sich die Meisen festhalten, wenn sie den Inhalt des Topfes aufpicken.
– Das Loch um den Stock mit Alufolie oder etwas Knete abdichten, dass so wenig Fett wie möglich wieder rausläuft (ich habe auch versucht, das Loch mit einem Kaugummi zu dichten… nö, ist nix)
– Die Kokosfett-Körnermischung in den Topf füllen und an der Kälte aushärten lassen
– Wenn die Mischung ausgehärtet ist, die Schnur am Stock anbringen, damit der Naschtopf aufgehängt werden kann.

Körnerküchlein
Ihr braucht:
– Körnermischung für Wildvögel, auch Nüsse, Haferflocken, Rosinen, Hagebutten
– Rindertalg (wir haben stattdessen Kokosfett benutzt und es ist sehr gut angekommen bei den gefiederten Gästen)
– Muffinpapierformen oder Silikonform
– Ihr könnt die Mischung auch in leere Nussschalen füllen, die ihr im Herbst gesammelt habt
– Schnur

Und so gehts:
– Kokosfett / Rindertalg schmelzen (nicht kochen) und die Körnermischung beigeben
– Die Mischung in die Muffinformen füllen und dazu je ein Stück Schnur in das flüssige Fett legen, damit ihr die Küchlein aufhängen könnt. Dann an der Kälte aushärten lassen.
– Papierformen von den Vogelkeksen entfernen, bevor ihr sie auftischt.

Gespickte Äpfel
Ein wunderbarer Vogelfood, den ihr auch mit Kindergruppen oder kleinen Kindern prima herstellen könnt. Eine schon beinahe meditative Tätigkeit, denn die grösseren Kinder stecken schon mal ausgeklügelte Muster mit den Kernen. Die Äpfel sehen wunderschön aus auf dem Vogelbuffet, finde ich. Und: es gibt beim Herrichten KEINE Schweinerei! Mamas Favorit, sozusagen.
Ihr braucht:
– Äpfel
– Sonnenblumenkerne für Wildvögel
– Schnur, falls ihr die gespickten Äpfel aufhängen wollt. Die Amseln lieben es, die gespickten Äpfel am Boden zu naschen.
Und so wird’s gemacht:
– Steckt die Sonnenblumenkerne in die Äpfel
– Befestigt eine Schur am Stil des Apfels, wenn ihr diesen aufhängen wollt
Gemeinsam ein Fly-in im Garten herzurichten ist ein feines Erlebnis, bei dem die Kinder sehr gut mithelfen können. Bitte beachtet dabei folgendes: 
– Bei uns im Garten sind viele Katzen unterwegs. Also müssen wir darauf achten, dass unsere gefiederten Freunde in Ruhe und gefahrenlos “einkehren” können.
– Achtet darauf, dass ihr die Futterstelle gut beobachten könnt. Vielleicht sogar aus dem warmen Wohnzimmer…
– Die Vogelwirtschaft nicht zu nah an grossen Fenstern aufbauen, nicht, dass die Vögel in die Fensterscheiben fliegen.
– Habt ihr eine Futterstelle eingerichtet, achtet bitte darauf, dass diese sauber bleibt. Von Kot verunreinigte Stellen sollten unbedingt immer wieder sauber gemacht werden, damit die Vögel gesund bleiben. Haltet das Futter trocken und wechselt es lieber einmal mehr aus.
Alle Vögel sind schon da!
Ich wünsche euch viel Freude beim Herstellen der Leckereien, beim Einrichten eurer Vogel-Snackbar und beim Beobachten unserer wunderschönen Wintervögel.
Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb. 
Habt’s fein und innig.
Sandra  
Weitere hilfreiche Informationen über das Füttern von Vögeln findet ihr hier:
– Für Deutschland : Naturschutzbund Nabu 
– Für die Schweiz: Vogelwarte Sempach
– Für Österreich: Naturschutzbund

Ein tolles pdf einer winterlichen Snackbar und wer was wo frisst, könnt ihr hier beim Nabu runterladen.

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vielen lieben Dank 

STEINSUPPE / BÜCHER SIND LEBENSMITTEL

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Wo Menschen sich begegnen, wird geredet und ausgetauscht. Wo Menschen sich begegnen und gemeinsam Feuer machen, wird gleich gewerkelt, ausprobiert, in die Glut gepustet, den Flammen zugesehen, gefachsimpelt und sich aufgewärmt. Wo Menschen sich um ein Feuer begegnen und Geschichten hören, entsteht eine Gemeinschaft. Weil alle einer Stimme lauschen, weil man sich von den Worten wegtragen lässt, in eine andere Welt. Weil zusammen gestaunt, gebangt und gelacht wird.

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KINDERTAGE IM WALD / GEDANKEN UND TIPPS

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Erlaubt euren Kindern, sich in den Wald zu verlieben.

Jeder Tag ist ein Waldtag. Ok, ausser bei Sturm. Dann besser nicht. Aber sonst ist Wald das Beste überhaupt. Als Kindergärtnerin war ich einmal die Woche einen Vormittag im Wald. Bei Regen, bei Schnee, im Nebel, bei Sonnenschein, wenn es bewölkt war, wenn es hochsommerlich heiss und auch wenn es saukalt war, sind wir losgezogen, haben IMMER Feuer gemacht, Suppe oder Tee gekocht und sind im Gehölz rumgestreunt. Und es war jedes einzelne Mal ein wunderschönes Erlebnis. 

Der Wald ist nicht gemacht und deshalb gemacht für unsere Kinder. Man muss die Füsse heben, wenn man durch den Wald geht, denn hier ist nicht Parkett. Wenn man klettert, muss man bei jedem Schritt spüren, ob die Äste dick und stark genug sind, und man muss sich auf jeden Fall festhalten, denn kein Baum ist die Kletterspinne vom Spielplatz, die auf 1000kg getestet wurde, eingebettet in Fallschutzplatten. Der Waldboden ist weich, manchmal rutschig, ab und zu verwurzelt, das Dickicht ist stachelig und düster, und an vielen Stellen braucht man geschickte Füsse und starke Hände, um weiter zu kommen. Der Wald ist wild, zauberhaft und geheimnisvoll. Und er ist sehr ehrlich. In ihm finden wir Ruhe, aber still, nein still ist es nie, denn er ist voller Konzerte. Der Wald als Lebens- und Erfahrungsraum bietet uns alles, was wir brauchen. Er ist Spielplatz, Erholungszone, Atelier, Frischluft- und Energiespender, Turnhalle, Beobachtungsplatz, Mitmachmuseum, Klangwelt, Vorratskammer, ein weiches Bett, ein Platz für alle. Die Spiele, die die Kinder im Wald spielen sind voller Phantasie und Kreativität, sie nähren den Sinn für die Gemeinschaft und jede einzelne Kinderseele.

Und obschon man perfekt ohne nichts im Wald spielen kann, habe ich doch, wenn ich mit Kindern länger unterwegs bin, gerne einen Rucksack mit dabei. Hier also ein paar Tipps für das Packen des Waldrucksackes, wenn ihr mit den Lütten loszieht:

  

Kleidung
Auch wenn ein Waldbesuch keine Expedition zum Nordpol ist, ist es doch wichtig, dass die Kinder zweckmässig gekleidet sind.

In Flipflops und Tutu lässt es sich einfach sehr schlecht entspannt durch den Wald tigern und auf Entdeckungsreise gehen. 

Bitte zieht euren Kinder gutes Schuhwerk an, Turnschuhe, Wanderschuhe, Gummistiefel wenn es sehr matschig ist oder warme Winterstiefel bei Kälte. Eine lange Hose ist Schutz vor Kratzern und Zecken. Auf Bäume klettern oder sich im Dickicht zu verstecken ist gemütlicher, wenn die Beine eingepackt sind. Zudem kann die Hose in die Socken gesteckt werden. Sieht bescheuert aus, hält aber Zecken fern.
Weil ein Waldbesuch bei Regenwetter großartig ist, sollte euer Kind eine Regenhose und eine Regenjacke haben. Bitte schaut darauf, dass ihr diese Gummijacken besorgt, deren Nähte verschweisst sind und die trocken halten, auch wenn man ein paar Stunden draussen verbringt. Eine Schirmmütze unter der Kapuze schützt das Gesicht und die Augen vor dem Regen, vor allem für Brillenträger ist das eine Wohltat. 
Habt immer noch eine Fleecejacke mit dabei, welche ihr drunter oder drüber ziehen könnt, je nachdem. Zwiebeltechnik ist für den Wald optimal.

Wasser

In Flaschen abgefüllt, zum trinken und zum Hände waschen. Da ich jeweils mit den Kindern im Wald gegessen habe, wollte ich, dass sie vorher ihre Hände waschen. Nicht wegen dem Wald, der an den Händen haftet, aber wegen dem Fuchsbandwurm. Im Winter hatte ich eine PET Flasche mit heissem Wasser mit dabei. Wenn Händewaschzeit war, was das Wasser immer noch angenehm warm und die Kinder konnten ihre kalten Finger reinigen und gleich auch aufwärmen. Die Flasche habe ich in ein altes Handtuch eingewickelt, das Wasser blieb dadurch länger warm und die Kinder konnten ihre gewaschenen Hände trocknen. 

Sitzunterlage

Eine isolierende Sitzunterlage ist wichtig und sinnvoll, wenn man im Herbst/Winter in den Wald geht. Wir haben unsere immer mit dabei. Sie markieren die Sitzplätze der Kinder beim Jausnen am Feuer und bieten Wärme, auch wenn die Kinder in ihren Hütten sitzen.

 

Taschenmesser

Ein Taschenmesser ist eine feine Sache für einen Ausflug in den Wald. Auch mein Sohn trägt sein Kindertaschenmesser (mit abgerundeter Spitze) stets bei sich, um  Stöcke zu schnitzen und/oder zu schälen. In der Kindergruppe wollte ich nicht, dass die Kinder Messer mit in den Wald bringen. Die Kinder durften jedoch jederzeit, unter Aufsicht, mit meinem Messer schnitzen. Dann habe ich mich dazu gesetzt und war zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wurde. Wenn ihr für euer Kind ein Taschenmesser besorgt, schaut darauf, dass es eine abgerundete Spitze hat und dass es gut scharf ist. Ein stumpfes Messer braucht Druck beim Schnitzen und erhöht die Gefahr, dass man dabei ungünstig abrutscht und sich verletzt. Ein Taschenmesser mit Säge ist nicht notwendig, aber halt eben schon sehr lässig.

Toilettenpapier / Plastiktüte

Genau. Ihr kennt das. Kaum ist man draussen… Und die Plastiktüte dient dazu, um das Geschäft bitte aufzunehmen und auf dem Heimweg im nächsten Müll zu entsorgen.
 

Seil

Unsere Kinder lieben es, das Seil mit in den Wald zu nehmen. Unseres ist 5 Meter lang, das ist eine gute Länge für Kinder. Ein Seil im Wald ergibt unzählige Spielvarianten für das gemeinsame Spiel: Man kann das Seil von Baum zu Baum zu einem Parcours spannen und mit geschlossenen Augen daran gehen. Meine Kinder bauen sich gerne eine Baumschaukel, seilen sich an einem Waldhang ab oder ziehen sich daran hoch. Mit dem Seil kann man Wege legen oder Äste zusammenknüpfen, um Hütten zu bauen, man kann Gegenstände auf Bäume ziehen oder runterlassen, dicke Baumstämme gemeinsam transportieren und, und, und. 

Und auf dem Nachhauseweg, wenn alle schon ein bisschen müde sind, ist es hilfreich eine Seilschaft zu bilden, um all die müden Lütten nach Hause zu bringen…


Bitte: Wenn ihr ein Seil mit habt, dann muss ein Erwachsener das Spiel der Kinder im Auge behalten, damit kein Kind dabei verletzt wird!

 

Säge

Kinder sitzen gerne im Wald und sägen. Und ich finde, dass es eigentlich keinen besseren Ort dafür gibt. Sich einen Wanderstock, einen Stockbrot-Stock oder einen Säbel abzusägen, ist toll, und die Kinder lernen mit der Säge umzugehen und merken, ob ein Holz zu dick, zu hart oder schon morsch ist. Machmal ist ein Ast so dick, dass sich die Kinder abwechselnd an die Arbeit machen. Auch diese Erfahrungen sind wichtig für die Sinneswahrnehmung und die Gemeinschaftsbildung. Geeignet sind die Sägen der Taschenmesser, kleine Holzsägen, oder bei kleinen Kindern tut es auch eine Metallsäge. 
Wichtig: Nie an lebenden Ästen und auch nicht an Bäumen sägen. 

Natur aus dem Buch / Naturführer

Der Wald ist voller Schätze. Pilze wachsen, Tiere krabbeln, man findet Nüsse, Beeren, hört die Vögel singen. Ein Paradies für unsere Sinne. Oft reicht es, zu hören, zu beobachten, zu spüren, zu riechen und zu tasten und es braucht keine Erklärungen dazu. Doch ab und zu gibt es Momente, in denen die Kinder das Naturbuch aus dem Rucksack kramen und gemeinsam darin blättern, um zu erfahren, welcher Vogel da sitzt und Konzert für uns macht, oder welches hübsche Blümchen neben dem Zwergenhäuschen hervorlugt.

Verbandszeug

Immer mit dabei: Pflaster, eine Pinzette, eine Zeckenpinzette, etwas zum desinfizieren, ein Gel bei Verbrennungen, Taschentücher, Arnikasalbe, Zucker gegen Bienen- und Wespenstiche, Notfalldrops.

Sonstiges

Bitte kontrolliert euer Kind nach dem Besuch im Wald auf Zecken. 

Regeln
Ja, stellt euch vor, auch im Wald gibt es Regeln. Diese sind den Kindern schnell klar und helfen dabei, dass die Kinder ganz eintauchen können in ihren Wald.   
– Wir sammeln unseren Müll ein und nehmen ihn mit nach Hause. Nichts davon bleibt irgendwo im Wald liegen. 
– Wenn ich mit Kindergruppen in den Wald gehe, bin ich ganz streng, was das Naschen von Waldköstlichkeiten angeht. Schnell mal steckt sich wer was in den Mund, was ähnlich aussieht, wie das, was Mama erlaubt hat…. Wir essen weder Beeren noch Blüten, kosten keine Pflanzen und schon gar keine Pilze. Wie ihr das in der Familie handhabt, ist natürlich euch überlassen.
– Wenn ihr euren Kinder im Wald freies Spiel gewährt, dann ist es wichtig, den Waldplatz zuerst auszukundschaften, um sicher zu sein, dass das Kind nicht in Gefahr gerät. Ist da eine Schlucht, eine steile Böschung oder ein Steinbruch in der Nähe? Gibt es einen Teich oder einen Fluss? Wenn ihr den Waldplatz ergründet habt, ist es wichtig, mit den Kindern auszumachen, wie weit sie alleine gehen dürfen. Bis zu dem umgefallenen Baum, bis zum Busch mit den Beeren, bis zur kleinen Tanne, bis zum Ameisenhaufen. Legt gemeinsam ein paar Eckpunkte fest, innerhalb dieser sich das Kind gefahrlos frei bewegen kann. 

Es lohnt sich, sich einen feinen Waldplatz auszusuchen und immer wieder an den Platz zurück zu kehren. So erleben die Kinder die Jahreszeiten, die Veränderung der Natur, und ihr könnt eure Jahreszeitenfeste, Waldweihnachten oder Nikolaus an eurem bekannten Ort feiern.

-Falls ihr Feuer im Wald macht (Achtung, nicht erlaubt in Österreich!), gibt es dazu noch einiges zu beachten. Ich habe hier ausführlich darüber geschrieben. 

Es ist wichtig und notwendig, dass wir mit unseren Kindern hinausziehen, in den Wald, in die Natur. Mit Kindern diese grossartigen Welten zu entdecken, macht Freude, macht die Kinder zufrieden, lässt sie staunen und geniessen, ausprobieren, achtsam, mutig und ganz Kind sein. Der Wald ist Lehrmeister. Nirgendwo anders werden die Sinne der Kinder so vielfältig und lustvoll angesprochen wie im Wald. Erlaubt euren Kindern, sich in den Wald zu verlieben, denn das ist das schönste, was überhaupt passieren kann. 

Was wir lieben, behandeln wir mit Respekt. Wenn wir mit der Natur verbunden sind, tragen wir Sorge. Das Wertschätzen, Kümmern und Achtgeben nährt und wärmt die Kinderseele, in der so ein ganz kostbarer Schatz wachsen kann.

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WENN FÜSSE SPÜREN DÜRFEN / BARFUSSPFAD DIY

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Wenn ich meinen Babys beim Spielen zugesehen habe, fand ich es zauberhaft und sehr spannend zu beobachten, wie sehr zu Beginn des Lebens die Füsse und die Hände doch zueinander gehören. Als würden sie sich das Tun, das Erspüren und Fühlen teilen, griffen Finger wie Zehen ganz natürlich gemeinsam nach dem Leben.
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STOLZ STELZEN // HOLZSTELZEN FÜR DIE KLEINEN SELBER MACHEN (DIY)

Ich kann ganz schlecht an gefällten Bäumen vorbei gehen, ohne stehen zu bleiben, zu gucken, Ringe zu zählen, über die Baumrinde zu streichen und ohne ein bisschen ein schweres Herz zu bekommen. Und ab und zu nehme ich mir ein Stück Baum als Erinnerungsgeschichte mit.
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