SchlagwortSinneswahrnehmung

EINKAUFEN MIT KIND // AUF DEM BAUERNMARKT // GELDBÖRSEN DIY

Einkaufen und einkaufen mit Kind sind zwei völlig verschiedene Tätigkeiten.

Bei der ersten geht es ums Besorgen der Lebensmittel für eine Familie. Bei der zweiten geht es ums Besorgen der Lebensmittel für eine Familie, währenddem man zwischen den Regalen die Kinder sucht, die ausgeräumten Regale wieder ordentlich einräumt, die unnötige und ausnahmslos ungesunde Schmuggelware im Wagen entdeckt und wieder auspackt, man über warum-wieso und weshalb-nicht diskutiert und dabei den Überblick über die Leckereien zu bewahren versucht, die weggegessen sind, bevor sie jemals das Förderband bei der Kasse auch nur berührt haben. Weiterlesen“EINKAUFEN MIT KIND // AUF DEM BAUERNMARKT // GELDBÖRSEN DIY”

SAMENBOMBEN SELBER MACHEN // DIY // NATURBEWUSSTSEIN

Wer einem eine Blume sät, blüht selber auf!

Wir haben es also getan. Samenbomben präpariert. Und ja, ich habe mir noch kurz darüber Gedanken gemacht, ob man die Samenbomben vielleicht auch Samenkugeln nennen könnte, weil Bombe ist immer so: hach, na ja. Aber dann habe ich gleich an die Zuckerbombe, die Sexbombe und an die Arschbombe gedacht und schwups: Alles durchaus positiv! Passt!

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KLEISTER-EIER // REZEPT & DIY

Kleistern ist sinnlich und toll und man kann damit wahnsinnig schön gestalten. Also schnell in die Küche gehupft, Kleister gekocht, Wasserballone für unsere Kleister-Eier aufgepustet (saustreng!) und ein paar Zeitungen in Stücke gerissen. Letzteres ist übrigens auch eine spannende Erfahrung, denn Papier hat eine Lauf-/Reissrichtung. Merkt man auch erst, wenn man genüsslich viiiiiele Streifen reissen darf…

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HOSENTASCHEN – OSTERHASEN // DIY

Als Kind bekam ich dieses in Glitzerpapier eingewickelte Schokoladen-Osterei geschenkt. Rasch steckte ich es in meine Hosentasche zu all meinen anderen gesammelten Kostbarkeiten. Sicher ist sicher, dachte ich mir. Irgendwann würde ich diesen Schatz genüsslich verspeisen. Klar schmolz das Schokoei dahin, und es blieb mir nichts als eine Hosentasche mit Schokopfütze und ein verschmiertes Glitzerpapier. Blitz und Donner!

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40 TAGE BIS OSTERN // HÄSCHEN FALTEN DIY

Die Winterferien sind vorbei, es hat sich ausgefaschingt, der Valentinstag liegt hinter uns, und während wir uns auf den Frühling freuen, kommt es mir vor, als würde es ein bisschen ruhiger werden, mit allem. Am Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen, diese wird die nächsten 40 Tage, bis Ostern, andauern. Wir haben am Familientisch über das Fasten und das Verzichten gesprochen und die Kinder waren sehr angetan. Der Grosse hat lange überlegt. Er würde die Tage bis Ostern gerne auf Risotto verzichten (das er eh überhaupt nicht mag, haha….). Die Kleine verzichtet dafür ganz spontan auf Chilli. Das hätten sie dann also schon mal geregelt, unsere zwei grossen Verzichter.

Ich glaube, wir machen es einfach wie immer: bewusst, bescheiden, fein und dankbar. 

Zudem werden wir ganz viel draussen unterwegs sein, in der Natur. Beobachtend und uns erfreuend am Wachsen, Gedeihen und Erneuern.

In den Bergen ist uns übrigens schon mal der Osterhase über den Weg gehoppelt. Im glitzernden Schnee hat er seine Spuren hinterlassen, als wolle er uns daran erinnern, dass es nicht mehr weit ist. Die Kleine hat ihn gerufen, ihn hinter jeder Tanne vermutet, ihm Lieder gesungen und Karöttchen versprochen, damit er noch mehr Sehnsucht bekommt, nach den Kindern in der Stadt. So möchte ich euch, zur Einstimmung in die Vorbereitungszeit für Ostern, ein kleines Falthasen DIY mit ins Wochenende geben. Ich denke, es ist ja immer nicht falsch, einen kleinen Hasen bei sich zu haben.

Die Häschen könnt ihr gut mit euren Kinder falten. Da und dort werden die Kinder jedoch eure Handgriffe benötigen.

Wenn ihr mit Kindern faltet, ist es hilfreich, neben ihnen zu sitzen. Zu Beginn faltet ihr mit ihnen zusammen, Schritt für Schritt, jedoch jeder sein eigenes Häschen. Wichtig ist, dass die Kinder mit ihren Fingernagelbettchen die Faltkanten ganz gut glätten, denn dann gelingt das Weiterfalten viel einfacher. Wir erzählen beim Falten gerne Geschichten (statt Erklärungen): Die Papierspitze von unten besucht die obere Spitze… in der Mitte treffen sich die zwei Seiten und kuscheln sich ganz nah zueinander, wir falten ein Hausdach u.s.w.

Also, dann wollen wir mal (endlich).
Alles was ihr braucht ist ein Stück quadratisches Papier, nicht zu dick, wenn irgendwie möglich. Ihr könnt schöne Seiten von ausrangierten Illustrierten oder auch alte Kinderzeichnungen dafür benutzen. Mir kam diese lose Buchseite in die Hände… Und schon sass sie keck auf dem Küchentisch und wollte loshoppeln. Ja, so geht es manchmal.
Und jetzt gehts los:

1. Faltet euer Papier in der Mitte, öffnet es wieder, dreht es so, dass die Falte vertikal von euch weg geht und faltet dann die untere Kante hoch zur Oberkante, sodass die Falten ein Kreuz bilden.
2. Faltet nun die Oberkante und die Unterkante auf die Mittellinie und dreht das Papier so, dass ihr euren gefalteten Schrank vor euch habt.
3. Öffnet die Schranktüren und faltet die Oberkante und die Unterkante ebenfalls auf die Mitellinie. 
4. Wenn ihr das Papier nun öffnet, sind ganz viele Quadrate zu sehen.
1. Faltet die linke und die rechte Papierspitze in die Mitte des Papiers. Es entsteht ein Haus.
2. Dreht das Haus, sodass die Dachspitze nach links schaut. Öffnet dann das Hausdach wieder.
3. Legt die Oberkante und die Unterkante wieder auf die Mittellinie. Ihr habt das eh schon vorgefaltet.
4. Nun kommt ein Handgriff, bei dem die Kinder eure Hilfe benötigen: Haltet mit der Zeigefingerspitze die rechte Ecke des ersten Quadrates in der unteren Reihe fest und schiebt die linke Spitze des Quadrates nach innen. Ich habe es euch auf den Bildern mit schwarzem Stift angezeichnet. Der kleine Punkt muss auf den grossen Punkt zu liegen kommen. Faltet das entstandene Dreieck nach rechts. 
Macht das gleiche nochmals auf der anderen Seite. 
1. Die Hasenlöffel!
2. Hebt euer Häschen hoch und klappt das Hasengesicht auf die untere Seite.
3. Jetzt guckt euch der Hase bereits an.
4. Dreht ihn nun um (die Faltöffnung liegt nun vor euch). Wieder sieht euer Papier aus wie ein Haus.
5. Faltet beide Seiten des Hausdaches zur Mittellinie.
6. Ein Kirchturm entsteht.
1. Dreht euer Papier wieder um, der Hase schaut euch wieder an.
2. Nun klappt ihr die Hasenohren auf den Rücken des Hasen, so, als möchte das Häschen in den Sternenhimmel gucken, ob schon bald Vollmond ist…
3. Knickt die oberste Spitze um, das wird die Hasennase.
4. Faltet die unteren zwei Quadrate noch oben.
1.  Faltet nun dieses “Haus” vertikal in der Mitte, als würdet ihr ein Buch schliessen.
2. Wenn ihr das Papier nun dreht, könnt ihr den Hasen schon sehen.
3. Fasst das Häschen an den Hinterläufen und “zieht ihm die Ohren lang”. Nicht ganz vertikal, sonst kann das Langohr später nicht gut sitzen…
4. Währenddem die Kinder die Hasenohren ziehen, könnt ihr die entstandene Falte  flachdrücken. Je nach Papier wird das ziemlich schwer…
5. Knickt nun hinten noch die Ecke um und schiebt diese dann nach innen.

Nun faltet ihr die Löffel noch ein bisschen auseinander, damit das Häschen hören kann. Und dann kann’s losgehen, das Gehoppel!
Der Hase ist ein nachtaktives Tier und wird daher mit den Mondgottheiten wie Hermes, Merkur, Eros und der Aphrodite in Verbindung gebracht. Die hasenköpfige Mondgöttin Oestras gab dem christlichen Osterfest, bei dem der Auferstehung Christi gedacht wird, den Namen. Der Hase ist daher auch Symbol der Fruchtbarkeit, Lebenskraft, Auferstehung und Wiedergeburt. Auch wenn ihr das Osterfest nicht feiert, finde ich, passt der Hase als Bild der Lebenskraft ganz wunderbar in die Frühlingszeit, die die Natur erneuert und alles gedeihen und sprießen lässt.
Euch allen wünsche ich ein wunderschönes, zufriedenes Wochenende.
Mit den allerherzlichsten Grüssen aus Wien
Sandra

Heute beginnt übrigens die Blog-Ostereiersuche von schaeresteipapier. Ich habe davon berichtet, dass euch verschiedene tolle Bloggerinnen die Vorosterzeit versüssen werden… vielleicht erinnert ihr euch. Hoppelt gerne mal rüber und versucht euer Glück beim Suchen der Überraschungseier.


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vielen lieben Dank

SCHNEEBALLBOMMELN (DIY)

Schnee von morgen…

Die halbe Welt ist eingeschneit. Nur wir hier in Wien wurden mit einem lächerlichen Fläumchen abgespeist. 5 mm Schnee und alle Kinder voller Glück, schnell raus, Schneemänner bauen, Schlitten fahren, toben, johlen, juhu! Am nächsten Tag war der Zauber auch schon wieder vorbei. Weil verzweifeln in diesem Fall keine Option ist, haben wir uns Indoschneebälle gemacht und tun einfach bis auf Weiteres mal so als ob…

Für unsere Schneebälle haben wir Pompons oder Bommeln gewickelt. Das ist einfach und die Kinder lieben es, diese Wollbommeln herzustellen. Da wir passionierte Bommelmacher sind, haben wir vor längerer Zeit dieses Pompon-Set* gekauft. Eine gute Investition für uns, weil wir es wirklich oft brauchen und die Bommeln schneller gewickelt sind. Aber natürlich kann man die Pompons auch um zwei runde Kartonscheiben wickeln. Ganz einfach, genau so wie früher. Gute alte Zeit.

Ihr braucht dazu:
– Kartonreste
– Zwei Gläser für die Form
– Bleistift
– Schere
– dicke weisse Wolle, auch verschiedene Wollreste könnt ihr dazu benutzen
– dünnes, stabiles Baumwollgarn

Und dann so:
Zeichnet erst zwei grosse Kreise auf den Karton. Ich habe dazu ein Glas benutzt, damit das Runde auch rund wird. Dann zeichnet ihr in die Mitte der grossen Kreise je einen kleinen Kreis. (Mein grosses Glas hatte einen Umfang von 8.5 cm, das kleine 3,5 cm.)
Schneidet eure Bommelmacher aus. Damit ihr die Kartonreifen nach dem Wickeln gut von der Wolle lösen und wieder verwenden könnt, macht ihr einen Schnitt von der äusseren Kante nach innen. So fällt es auch einfacher, die Mitte auszuschneiden.

Dann legt ihr die Kartonreifen aufeinander. Achtet darauf, dass die Einschnitte dabei nicht aufeinanderliegen.
Beginnt nun mit dem Umwickeln der Kartonschneiben. Benutzt dazu bitte dicke Wolle, ihr könnt den Wollfaden gerne auch doppelt oder sogar vierfach nehmen, falls ihr nur dünne Wolle zu Hause habt. Schneebälle sehen auch sehr schön aus, wenn Wolle in verschiedenen Weisstönen gewickelt wird. Wir haben sogar einen Schneeball, der ein bisschen silbern glitzert… Elsa, eben.
Wickelt so lange, bis das Loch in der Mitte winzig klein geworden ist.

Mit einer spitzen Schere schlüpft ihr durch die Wolle zwischen die zwei Kartonscheiben. Da schneidet ihr nun die Wolle auf. Rundrum.
Nehmt einen dünnen, starken Wollfaden, fädelt ihn doppelt zwischen die Kartonringe und verknüpft ihn mit ein paar festen Knoten. Der Faden soll stark sein, weil er alle Wollfäden und somit euren Pompon zusammenhält. 

Erst wenn ihr gut verkntotet habt, löst ihr vorsichtig die Kartonscheiben vom Wollball. Ihr könnt die Scheiben immer wieder verwenden.
Zu guter Letzt wird der Wollball frisiert. Damit der Pompon schön regelmässig  und dicht wird, muss alles Zerzauste abgeschnitten werden. Das macht ihr am Besten mit einer kleinen Schere… und unbedingt über einem Eimer, denn das Trimmen ist wie ein Besuch beim Friseur. Fusseln überall.
Fertig! Die Schneeballschlacht kann beginnen! 

Die Schneebälle können geworfen, gerollt, auf dem Kopf balanciert, unter dem Pullover versteckt, auf den Handflächen über einen Parcours getragen, mit den Zehen gefasst, mit den Füssen transportiert, im Bett gekuschelt, geformt und geknetet werden. Ihr könnt jonglieren oder euren Kindern die Bälle auf dem Rücken rollen (eine Schneeballmassage), zuwerfen oder ein bestimmtes Ziel treffen, den Jahreszeitentisch schmücken oder ein kleines Bällebad für die Puppen einrichten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und wenn, wider erwarten, mal ausgespielt ist, dann wird die Bommel mit ein paar Stichen ganz einfach an der Wollmütze befestigt.

Wir haben ein Schneemannspiel ausgetüftelt und haben so den Winter ins Wohnzimmer gezaubert. Auch wenn es toll ist: Schnee, kannst trotzdem kommen!

Ich wünsche euch viele Schneebälle und allen, die im Winterparadies zu Hause sind, lustige Schneeballschlachten. Wir sind ein bisschen neidisch.
Alles Liebe, Sandra

Danke.   

*Dies ist ein Amazon-Partnerlink. Wenn du über diesen Link bestellst, bezahlst du für das Produkt natürlich nicht mehr, aber ich erhalte eine kleine Provision, die wiederum meiner Blogarbeit zugute kommt. Merci.

BESEELTE WOLLSCHÄFCHEN DIY

Seit vielen Jahrhunderten wickeln die Menschen Wolle. Vom Strang der Spindel zu handlichen Wollknäueln, die verstrickt werden. Seit immer schon sitzt man zusammen, redet und wickelt Wolle. Versunken in den Bewegungen der Hände gleitet die Wolle durch die Finger. Auch Kinder wickeln. Als wäre es in den Zellen, wickeln sie Wollfäden um ihre eigenen Hände, Schnüre um Stuhlbeine, Verbandszeug tausendmal um ihr Kuscheltier, wickeln ihre Schneckenbänder um Arme und Beine, und als ich letztens den Gürtel meines Bademantels vermisste, fand ich ihn zu einem Strang gewickelt im Kinderzimmer. Darin ein wunderschöner Schatz… 

Als wir für das Kinderlädchen des Waldorfbazars nach geeigneten Produkten Ausschau hielten, stiess Sofia auf die Idee der zauberhaften Wollschafe. Diese fertigten wir dann auch gleich mit der ganzen ersten Klasse an und waren begeistert von der wollenen Schafherde, die in so kurzer Zeit auf einfache und lustvolle Art und Weise entstanden ist.
Die Herde ist so hübsch geworden, dass ich euch gerne daran teilhaben lassen möchte.

Ihr braucht: 
– ein Stück Wellkarton einer Kartonkiste 
– einen Stift
– eine Schere
dicke Wolle
– einen Klebestift
– ev. Klebesterne 

So wird’s gemacht:
Zeichnet auf dem Karton euer Schaf vor. Falls eure Kinder die Schafe vorzeichnen, dann zeichnet die Kontouren so nach, dass Hals und Beine dick genug sind, dass die Schafe gut ausgeschnitten werden und, wenn sie umwickelt sind, gut stehen können.
Schneidet die Schäfchen doppelt aus und benutzt einen Kartonrest, um einen Distanzhalter für den Bauch zu falten:
Damit die Schafbeine beim Wickeln nicht zu nah zusammen kommen, braucht ihr ein Stück Karton, den ihr ein paar mal faltet und dem Schäfchen in den Bauch (zwischen die beiden Bäuche) klebt. Das gibt ein bisschen Luft und lässt die Schäfchen nach dem Umwickeln besser stehen.
Ein Gedanke, bevor ihr nun das Schaf in die feine Wolle wickelt:  Es ist ein sehr schönes Ritual, einem selbstgebastelten Tier, einer genähten Puppe oder einem selbstgemachten Wesen eine Seele einzuhauchen. Ein Wesen zu beseelen heisst, es lebendig zu machen. Für die Kinder bedeutet das auch, sich noch mehr zu verbinden mit dem was sie fertigen. Ihre Werkarbeit wird dadurch noch wertvoller, individueller und noch einzigartiger.
Ein Wesen zu beseelen heisst, in Verbindung zu treten, ihm Leben einzuhauchen und es ganz seins werden zu lassen. Ein gedanklicher Herzschlag.
Für einen kurzen Moment halten wir inne. Das Kind sucht sich einen goldenen Stern aus und gemeinsam überlegen wir uns einen Wunsch, einen Gedanken, ein Gefühl. Manchmal ist es nicht möglich oder nötig, dies in Worte zu fassen. Es geht alleine um die Stimmung, in die die Kostbarkeit und die Kraft der Beseelung eingepackt wird.
Dann kleben wir den Stern, mit dem Anfangsstück des Wollfadens auf den Bauch oder auf das Herz des Schafes und besiegeln unsere Gedanken.  
Die Kleine liess ihren Blick vom nackten Kartonschaf auf die warme Wolle gleiten. Dann nahm sie einen goldenen Stern und sagte: “Ich wünsche dir, dass dir ganz warm ist.” 
Dann beginnen wir mit dem Umwickeln. Zuerst werden die Schafe von der Brust zum Po umwickelt, dann vom Bauch zum Rücken bis um den Hals und zum Kopf. Das Gesicht des Schafes bleibt frei. Wickeln und reden, wickeln und entstehen lassen, so lange, bis das Schaf wollig und wohlig ist. Schön ist es auch, wenn wir mit Gesang oder mit einem Vers das rhythmische Wickeln unterstützen. Dabei wird die Feinmotorik und die Hand- Hand- Augenkoordination auf lustvolle und sinnliche Art und Weise geübt. 
Am Schluss stecken wir das Ende des Wollfadens unter das Gewickelte, biegen die Beinchen etwas auseinander und dann kann es los gehen, auf die Schafweide, in den Stall zu Maria und Josef und auf Entdeckungsreise.
In ein paar Tagen ist Weihnachten. Die Zeit rennt… 
Ich wünsche euch bis dahin entspannte, warme und wohlige Tage und immer wieder ein bisschen Zeit um durchzuatmen und den Boden unter den Füssen zu spüren.
Habts fein. Sandra
     
Lieben Dank.           

STERNTALER (DIY)

Am Adventsbazar der Waldorfschule wird aus einem Schulzimmer jedes Jahr ein Sternenzimmer. Dort werden in aller Ruhe und in stimmungsvoller Atmosphäre Sterne gefaltet. Die letzten Jahre habe ich immer nur einen schnellen Blick geworfen und bin dann mit meinen kleinen Kinder weiter auf den Weg. Ruhe war ja eher nicht so… Dieses Jahr aber wollte der Grosse da unbedingt hin. Und als wir in das Sternenzimmer eintraten, war es, als hätte sich der Himmel aufgetan und als würde gleich das kleine Mädchen der Sterntaler aus dem Nichts kommen und die Sterne in seinem Hemdchen auffangen.

Wunderschön leuchteten die filigranen Papiersterne von den Fenstern, und so friedlich war die Stimmung in diesem Raum, dass der Grosse beschloss, sich einen Stern zu falten. Ich war erst ein bisschen unsicher. Schwierig… sieht kompliziert aus… hach, mit dem dünnen Papier… das dauert bestimmt voll lange. Eigentlich wollte ich es ihm so ein bisschen ausreden. Das wäre wirklich sehr schade und auch ein bisschen blöd gewesen, denn er war sehr entschieden. Er suchte sich Papier und eine einfache Sternenvorlage aus, und eine falterfahrene, geduldige Schülerin half ihm Schritt für Schritt, Falt für Falt. Und so entstand sein (unser) erster Faltstern. Mit Begeisterung, Freude, und auch ein bisschen verzaubert hielt er seinen Stern an das Fenster und liess ihn staunend leuchten.

In der Zwischenzeit bin ICH dem Sternenfieber verfallen. Wieder ist es für mich das Einfache, Ursprüngliche, was mich berührt und was ich so ganz wunderschön finde, eben gerade in einer Zeit mit viel Blingbling. Ich habe nach unkomplizierten Faltanleitungen gesucht, für die Kinder, aber auch für mich. Denn, ehrlich gesagt, meditativ und stimmig ist ja das Falten nur dann, wenn die Projekte dem Können entsprechen und so simpel erklärt werden, dass man einfach folgen kann (ohne zwischenzeitlich durchzudrehen). Falls ihr also zu den Superfaltern gehört, wird euch mein Tutorial noch nicht mal ein müdes Lächeln entzaubern können. Für alle anderen habe ich drei GANZ einfache Anleitungen gefunden, für die es pro Sternzacke nur 3-4 Faltungen braucht. Die Anweisungen möchte ich gerne mit euch teilen. Weil es grossartig ist, “nur” aus Papier, Zeit, ein bisschen Geduld und Freude wunderschöne Weihnachtsstimmung zu zaubern.

Ihr braucht:
– Papier (Ich habe quadratisches Transparentpapier 15cm x 15cm benutzt, das ich im Bastelladen gefunden haben. Ihr bekommt es aber auch hier
– eine Schere oder ein Messer, um einige der Faltpapiere zu teilen
– einen Klebestift 
→ und unbedingt genügend Licht
Wenn ihr mit Kindern faltet, ist es hilfreich, neben ihnen zu sitzen. Zu Beginn faltet ihr mit ihnen zusammen, Schritt für Schritt, jedoch jeder seine eigene Sternenzacke. Wichtig ist, dass die Kinder mit ihren Fingernagelbettchen die Faltkanten ganz gut glätten, denn dann gelingt das Weiterfalten viel einfacher. Wir erzählen beim Falten gerne Geschichten (statt Erklärungen): Die Papierspitze von unten besucht die obere Spitze… in der Mitte treffen sich die zwei Seiten und kuscheln sich ganz nah zueinander, wir falten ein Hausdach u.s.w.

Der erste Stern ist der einfache Segelstern:
Ihr braucht dazu 8 quadratische Faltpapiere.
1. Faltet euer Papier in der Mitte zu einem Dreieck
2. Öffnet das Dreieck wieder
3. Faltet die oberen Seiten nun auf die mittlere Faltlinie zu einem “Segel”
4. wenn ihr alle acht Zacken gefaltet habt, klebt ihr sie mit einem Klebestift zusammen. Achtet darauf, dass die unteren Spitzen aufeinander liegen und dass immer die kurze Seite des oberen Zackens auf die Mittellinie des unteren Zackens zu liegen kommt.
→Kommt ihr zum Befestigen der letzten Zacke, wird sie sowohl auf der vorherigen Sternenzacke aufgeklebt, wie auch unter die erste Zacke. Ihr könnt die erste Papierzacke einfach hochheben und dann festkleben. Dieser Schritt wiederholt sich bei jedem Stern, den ihr euch faltet.
Der zweite Stern ist unser Weihnachtsstern:
Für diesen Stern halbiert ihr 4 eurer quadratischen Papiere längs. Ihr könnt diese mit der Schere oder auch mit einem Messer schneiden. Ihr braucht 8 Hälften.
1. Faltet das Papier längs in die Mitte
2. öffnet das Gefaltete wieder.
3. Faltet nun die oberen, kurzen Seiten auf die Mittellinie (Hausdach), die unteren, kurzen Seiten ebenfalls (umgekehrtes Hausdach).
4. das obere “Hausdach” wird nun nochmals auf die Mittellinie gefaltet.
5. Wenn ihr alle Zacken gefaltet habt, dann klebt ihr diese mit dem Klebestift zusammen. Gebt auch wieder die Spitzen zusammen und jeweils die “Giebel des unteren Hausdaches” auf die Mittellinie der unteren Sternenspitze.
Und der Schneestern:
Ihr benötigt 8 quadratische Faltblätter
1. Faltet das Papier zu einem Dreieck
2. Öffnet das Dreieck wieder und faltet es über die andere Seite ebenfalls nochmals zu einem Dreieck
3. Wenn ihr nun das Papier wieder aufgefaltet vor euch liegen habt, ist ein Kreuz zu sehen.
4. Die äusseren beiden Ecken treffen sich in der Mitte
5. Die “Giebel des oberen Hausdaches” werden auf die Mittellinie gelegt
6. Klebt nun all eure Zacken zu einem Stern zusammen. Wieder treffen alle Spitzen aufeinander, wieder liegt der “Giebel des unteren Daches” auf der Mittellinie des unten liegenden Sternenzackens.

Ihr könnt eure Faltblätter auch vierteln, um kleinere Sterne zu falten und eine Vielfalt zu bekommen. Ich habe meine Sterne aus weissem Papier gefaltet, weil ich diese wunderschön finde. Meine Kinder jedoch sind eher auf bunt, und so haben sie hellgrün, blau, violett und pinke Sterne an ihr Fenster geklebt. Und wenn die Sonne reinleuchtet ist es, als wäre man in einem Kaleidoskop zu Hause… 

Zu guter Letzt hier noch eines meiner Lieblingsmärchen der Gebrüder Grimm für euch. Um vor dem Falten zu lesen, während dem Falten zu erzählen und um nach dem Falten nochmals zu hören… Viel Freude.

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld.
Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: “Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig.” Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: “Gott segne dir’s” und ging weiter. Da kam ein Kind, das jammerte und sprach: “Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.” Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror: da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: “Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben,” und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.
Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter blanke Taler; und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.   

danke

BIENENWACHSKERZEN ROLLEN // DIY

Alle Jahre wieder… 

…freue ich mich auf das Bienenwachskerzen – Drehen mit den Kindern. Weil es ur gemütlich ist, umhüllt von diesem zauberhaften Duft zusammenzusitzen und die Wachsplatten zu Kerzen zu drehen. Zu den schönsten Kerzen, mit dem wärmsten Schein überhaupt, wie ich finde.  Weiterlesen“BIENENWACHSKERZEN ROLLEN // DIY”

BLÄTTERKRANZ // DIY

Durch den Herbst zu spazieren, ohne dabei Blätter zu sammeln, gelingt uns nie und nimmer. Der Kindergarten-Nachhauseweg führt uns durch den Park, in dem uralte Bäume stehen, die uns tagtäglich einen raschelnden Blätterteppich unter unsere Füsse zaubern. Blätterstrauss um Blätterstrauss tragen wir nach Hause.  Weiterlesen“BLÄTTERKRANZ // DIY”