SchlagwortAlltag mit der Lieblingsbande

ES IST JETZT ZEIT FÜR ZEIT // 15 EINFACHE IDEEN FÜR LEBENDIGE UND ENTSPANNTE GEMEINSAMKEIT ÜBER DIE WEIHNACHTSTAGE


Werbung wegen Verlinkung || unbeauftragt

Bei uns haben die Weihnachstferien begonnen und ja, unsere Kinder durften glücklicherweise bis letzen Freitag in die Schule und in den Kindergarten gehen. Dass das möglich war, hat uns allen viel Lebensqualität und Freiheit geschenkt, ich bin dankbar für jeden Tag, an dem unsere Kinder “Normalität” leben dürfen. Weiterlesen“ES IST JETZT ZEIT FÜR ZEIT // 15 EINFACHE IDEEN FÜR LEBENDIGE UND ENTSPANNTE GEMEINSAMKEIT ÜBER DIE WEIHNACHTSTAGE”

23 IDEEN FÜR FEINE WEIHNACHTSGESCHENKE // MIT KINDERN WERKEN

Das schönste Geschenk ist nicht Zeug. Das schönste Geschenk ist so viel mehr und zugleich auch so viel weniger.  Weiterlesen“23 IDEEN FÜR FEINE WEIHNACHTSGESCHENKE // MIT KINDERN WERKEN”

“BITTE KEINE WERBUNG” // WIR SIND MEHR

Geplättet stehe ich an unserem Briefkasten, ein Stapel kunterbuntes Werbematerial in meiner Hand. “Bitte keine Werbung” steht gleich unter dem Posteinwurf – den unübersehbaren Sticker hätt ich mir ans Ohr streichen können. Weiterlesen““BITTE KEINE WERBUNG” // WIR SIND MEHR”

MUTTERTAGSGEDANKEN…

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle allen Mamas und ihren Kindern von Herzen einen wunderschönen Muttertag wünschen und dabei noch da und dort verweisen auf ein paar einfache Tipps, Tricks und Tools für einen besonders schönen Tag…  

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SILVESTER FEIERN MIT KINDERN // 10 WUNDERVOLL EINFACHE SILVESTER-IDEEN

Die Tage zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag gehen wir gerne ruhig an. Nach der grossen Weihnachtsaufregung sind wir viel draussen, an der frischen Luft. Gerne lassen wir in Gemütlichkeit die Seele baumeln, lesen Geschichten, spielen gemeinsam, zünden Kerzen an, schmieden Pläne und treffen liebe Menschen.
Ausnahme in diesen Tagen des Müssiggangs ist aber natürlich, selbstverständlich, der 31. Dezember! Weiterlesen“SILVESTER FEIERN MIT KINDERN // 10 WUNDERVOLL EINFACHE SILVESTER-IDEEN”

PFINGSTEN // TÄUBCHEN DIY


Pfingsten in meiner Kindheit war: Pfadfinderlager. Pfingsten in meiner Kindheit war auch immer verregnet und kalt. Schlechte Kombi? Tja, das finden wohl nur Menschen, die erwachsen sind. Tagsüber durch die Wälder gestreift und in jedes Schlammloch gehupft, verbrachten wir die Nächte in tropfenden Zelten, durchnässten Schlafsäcken und feuchten Klamotten. Und ja, wir fanden diese Pfingstcamps traumhaft.
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WIE VON ZAUBERHAND // SEEROSENPOST DIY

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Seit ich Kinder habe, feiere ich beinahe täglich Feste. Ich Glückspilz! Es vergeht nämlich kaum ein Tag, an dem nicht irgendwas geschieht, das gefeiert werden müsste. Der Teddy hat Geburtstag: Party! Der Wackelzahn, der nur noch ein einem Fädchen hing, ist endlich ausgefallen: Party! Ganz alleine ein supertolles Legoauto zusammenbebaut: Party! Schon lange kein Fest mehr gefeiert: Party! Nicht geheult beim Haarwaschen: Party! Weiterlesen“WIE VON ZAUBERHAND // SEEROSENPOST DIY”

SCHNEEBALLBOMMELN // DIY

 
Schnee von morgen…
 

Die halbe Welt ist eingeschneit. Nur wir hier in Wien wurden mit einem lächerlichen Fläumchen abgespeist. 5 mm Schnee und alle Kinder voller Glück, schnell raus, Schneemänner bauen, Schlitten fahren, toben, johlen, juhu! Am nächsten Tag war der Zauber auch schon wieder vorbei. Weil verzweifeln in diesem Fall keine Option ist, haben wir uns Indoschneebälle gemacht und tun einfach bis auf Weiteres mal so als ob…  Weiterlesen“SCHNEEBALLBOMMELN // DIY”

HÄNDE HOCH! WENN KINDER MIT WAFFEN SPIELEN

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PIFF, PAFF, PUFF

Oder was, wenn manchmal mehr Räuberhöhle als Puppenecke ist?
“Also wenn ich mal gross bin, dann werde ich James Bond. Einfach ohne küssen!” meinte damals ein Kindergartenkind zu mir. Anscheinend habe ich ihn entgeistert angeschaut, denn er fügte, so unter uns, noch hinzu: “Küsse, bäähhh.” Ich verstand. Mit ohne Küssen, dafür mit viel Knarre und Kampf. Gut.

Ehrlich gesagt, ich war als junge Kindergärterin unsicher im Umgang mit Waffen in der Kindergruppe. Kinder und Waffen passt nicht. Krieg, Gewalt, Kindersoldaten. Furchtbar. Schwerter gingen noch grad so, fand ich. Aber wenn die Kinder mit Pistolen und Gewehren hantierten, war bei mir aus die Maus. Kein gutes Gefühl, also habe ich mit den Kindern darüber gesprochen: Waffen sind nicht gut, sich erschiessen ist furchtbar und kämpfen nicht schön (piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb). “Spielt miteinander, baut eine Hütte zusammen, oder malt mit den Wasserfarben”, schlug ich ihnen stattdessen vor. Die Kinder aber haben mich angeschaut, als ob ich vom Mond käme. Sie hatten eben toll zusammen gespielt und konnten nicht verstehen, was mich daran störte. Und so untersagte ich ihnen das Spiel mit den Waffen im Kindergarten. Punkt. Klingt einfach, hat aber auch nicht geklappt.

Gefühlt jedes Stöckchen aus dem Wald, die Banane am Jausetisch, die gestreckten Zeige- und Mittelfinger und sogar Kartonreste wurden zu Pistolen, Schwertern oder Gewehren. 
Denn die Bilder in meinem Kopf sind eben meine Bilder. Und die Kinder gaben sich grosse Mühe, wollten mir zuliebe so sehr nicht mehr mit Waffen spielen und doch kam 007 irgendwie immer wieder ums Eck geschlichen…
Wenn also die Jungs mit einem Stöckchen Pistole spielten und ich an sie herantrat, sagten sie charmant und mich beruhigend: “Guck mal, n Akkubohrer… brrrrrrrr.” Und alle nickten wie die Wackeldackel. Dagegen kann man ja nichts sagen, denn Akkubohrer sind top! Oder, als sie bemerkten, wie ich sie beim Spielen mit den zum Gewehr zusammengesteckten Wäscheklammern beobachtete, sagten sie verschmitzt: “Schau, ein Haarföhn, extra für dich!” Und dann hab ich aus tiefstem Herzen gelacht. Gelacht ob der Kreativität und Gewitztheit und ob meiner Naivität. Und dann entschied ich mich, mich mit weisser, wehender Flagge zu ergeben und statt meine Ablehnung zu pflegen meine Vorstellungen und Bilder zu überdenken und einen Umgang damit zu finden. Widerstand zwecklos.

Räuber Hotzenplotz hat sieben Messer und seine Pfefferpistole, ein Indianer kommt mit Pfeil und Bogen daher, ein Cowboy hat eine Pistole bei sich und Michel aus Lönneberga liebt sein Gewehr. Genau. So. Ist. Es. 

Dann haben wir Regeln (immer wieder Regeln) ausgehandelt:

– Kämpfen nur mit selbstgemachten Waffen (kein gekaufter Plasitkschaass) oder Stöcken aus dem Wald. Und ja, sie durften sich an der Werkbank im Kindergarten eine Waffe (Pistole, Gewehr, Schwert, Messer) zimmern. Gleiche Chancen für alle.
– Nur mit den Kindern kämpfen, die beim Spiel mitmachen (nicht zielen auf andere Menschen und auch nicht auf Tiere).
– Sobald es ein Kind mit der Angst zu tun bekommt, ist der Kampf zu Ende.
– Beim Kämpfen gilt die Bauch-Beine-Po Regel (eine geniale Beschreibung der “Zielpunkte” meiner lieben Freundin Carmela). Es wird weder mit der Pistole noch sonst einer Waffengattung im Gesicht rumgefuchtelt.
– Keine zerstörerische Gewalt, heisst: es darf niemand verletzt werden und nichts darf mutwillig kaputt gehen.
– Wer die Regeln nicht einhält, gibt seine Waffe ins Waffenlager ab. Aber sicher.
Die Kinder waren zufrieden, sehr kooperativ und voller Freude, sich eine Waffe zu zimmern. Sie standen stundenlang an der Werkbank, geduldig sägten sie Holz, schliffen die Kanten, tüftelten, zeichneten Pläne auf Papier, diskutierten und halfen einander.

Das Anfertigen alleine fordert und fördert die Phantasie, die Feinmotorik, Geschicklichkeit, Durchhaltewillen, Teamgeist, Geduld und Experimentierfreude. Nur so, um auch mal die positiven Seiten der Waffenherstellung zu erläutern… 

Dann spielten sie Ritter, Indianer und zogen zusammen als Räuberbande los. Sie besiegten die fiesesten Ungeheuer und schrecklichsten Halunken. Sie fochten, schlichen sich an, zielten mit der Pfefferpistole und PENG! Gut gegen Böse. Und sie fühlten sich stark und mutig und selbstbewusst, mit ihren zusammengestiefelten Flinten und Messer. Selbst ängstliche Kinder konnten, mit einem Stöckchen in der Hand, mutige Kämpfer sein, die sich trauten, es mit dem schlimmsten Schuft aufzunehmen. Mutig blickten sie der Angst ins Gesicht.
Natürlich habe ich die Spiele beobachtet und begleitet, und manchmal musste ich schlichten und helfen, das Spiel neu aufzugleisen… Wenn ich nicht zwischenzeitlich ausgeraubt wurde. Sie spielten und es war ihnen allen klar, dass wenn die Spielzeit aus ist, die Waffen ins Waffenlager verräumt werden und die Kämpfe zu Ende sind. Und ich spürte weder mehr Aggressivität noch Unruhe oder gewalttätige Energie. Es war ausgespielt. Dann kamen auch wieder Zeiten, in denen die Räuberbande Bilderbücher anschaute oder in der Puppenecke Mittagessen kochte. Die Cowboys bauten sich eine Eisenbahn durch den Kindergarten, und die Indianer plastizierten sich aus Ton einen Berg bis unter die Zimmerdecke. 
Ausprobiert. Voll lässig war’s. Und gut ist. 

Nun, seit sechs Jahren bin ich Mama eines Jungen, und glaubt mir, das Ding mit den Waffen habe ich ihm bestimmt nicht auf die Nase gebunden. Im Sommer haben wir Wasser jeweils aus diesen süssen Wassertierchen gespritzt, weil ich  keine Pistole kaufen wollte. 
Aber dann waren wir mal für ein Wochenende in einer wunderhübschen Airbnb- Wohnung… Und da gab es ein Kinderzimmer, in dem normalerweise zwei Jungs hausen. Puhuhu, da lagen Schätze rum… Dem Grossen sind fast die Augen aus dem Kopf gefallen. Nerf-Pistolen mit unendlich viel Munition, Plastikschwerter mit Totenköpfen, Cowboypistolen, für jeden Finger eine. PARADIESISCH! Fasziniert nahm unser Kind eine Pistole nach der anderen in die Hand und konnte sein Riesenglück kaum fassen. Ein Wochenende lang schwelgte er im Helden-Waffenparadies, und als wir wieder nach Hause kamen, wurde gleich aufgerüstet. Unsere Werkbank ist Produktionsstätte unzähliger Waffen, vom Schwert zur Pistole, vom Gewehr zur Armbrust (Wilhelm Tell, eben) und wieder zurück zum Pfeilbogen. Alles da. Und kaum konnte die Kleine sprechen, ging auch sie mit dem Säbel in der Wohnung umher und behauptete mit fiesem Blick, sie sei Räuber Hotzenplotz mit “Stoole” (Pistole). 

Ich will es nicht verherrlichen, ich mag es viel, viel lieber, wenn die Kinder Hütten bauen, als Hasen und Eichhörnchen durch den “Wald” springen und Abenteuer erleben. Aber das eine schliesst das andere nicht aus, es ist nun mal nicht jeder Tag ein Eichhörnchentag. Manchmal ist halt eher Räuberhöhle und dann, finde ich, soll das Kind wissen, dass das auch ok ist. Ich glaube, dass alles, was interessant ist und unterbunden wird, sich zu etwas noch viel Spannenderem aufbauscht. Auch wenn ich das Herumhantieren mit den Waffen manchmal anstrengend finde, gehört es doch irgendwie dazu, und bin ich froh, dass ich die Kinder beim Spiel mit den Waffen begleiten kann. Das ist eben nur dann möglich, wenn ich es erlaube und sie nicht hinter meinem Rücken oder im Geheimen fechten und schiessen. 

Ich habe sogar das Glück, dass ich meistens zu den Guten gehöre. Immerhin.

Irgendwo habe ich mal von einer Mutter gelesen, die erzählte, dass ihre drei kleinen Jungs nie ohne Waffen durch die Gegend gezogen seien. Jahre später waren alle drei Wehrdienstverweigerer… Gut. Dann entspanne ich mich mal, im Land der sieben Messer und dem Gewehr. 

Es ist eben manchmal, wie es ist. Und wenn wir liebevoll in Verbindung sind, ist alles gut. Ich wünsche euch und euren Liebsten eine feine, friedliche Zeit. Herzlich, Sandra 

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