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SCHULTÜTE OHNE KLIMBIM // 30 IDEEN, UM DIE SCHULTÜTE ZU BEFÜLLEN

*Mein Schülerinnenleben hat ganz ohne Schultüte begonnen: mit dem roten Ranzen am Rücken, stolz und voller Vorfreude. Schultüten gabs damals bei uns in der Schweiz nämlich nicht, das war so ein deutsches Dings. 
Auch der Lehrer meines Sohnes meinte am Informationsabend, dass Schultüten nicht nötig sind, weil ja der Schulbeginn mit allem drum und dran genug Erlebnis ist. Und ja, er hat vollkommen recht, finde ich.
Aber was, wenn sich das Kind hauptsächlich wegen dieser Tüte auf den Schulbeginn freut? Eben. Weiterlesen“SCHULTÜTE OHNE KLIMBIM // 30 IDEEN, UM DIE SCHULTÜTE ZU BEFÜLLEN”

LOSLASSEN UND VERBUNDEN BLEIBEN

 
Viele Jahre hing eine Postkarte mit folgendem Spruch am Kühlschrank in unserer Kindergartenküche:

ACHTUNG, ELTERN HAFTEN AN IHREN KINDERN.


“Jaaahahahaha, der ist gut”, fand ich. Und, zugegeben, ich musste manchmal auch ein bisschen darüber lachen, wenn die Mamas sich nicht verabschieden konnten von ihren Sprösslingen und scheinbar endlos lange an den Fensterscheiben klebten, theatralisch winkend, Luftküsse schickend, und tränenüberströmt, währenddem ihre Kinder bereits fröhlich spielten. Damals hatte ich selber noch keine Kinder, und hätte mir jemand gesagt, dass ich irgendwann zu den Klammeraffen gehören würde, ich hätte es nicht geglaubt. Aber: Ja.
Loslassen ist so schnell und einfach gesagt, und es klingt leicht und reif. Leichter als festhalten. Voller Vertrauen gehen lassen hört sich mutig und viel schöner an, als schüchtern an Altem zu haften. In meinem Kopf klingt das sinnvoll und klar und ich nicke, denn ich verstehe und ich wäre gerne mutig und reif. Aber mein Herz spricht eben manchmal eine andere Sprache als mein Kopf, und deshalb tut es sich ab und an ein bisschen schwer.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich gehöre eher nicht zu den qualifizierten Loslasstypen.
Im Leben, und im Leben mit Kindern ganz besonders, trifft man aber immer wieder auf Situationen, in denen “Loslassen” gefragt ist. So momentan auch bei uns:
Seit Montag ist mein Kind ein Schulkind. Eben noch war er mein Baby, so klein und allerliebst, ganz nah bei mir. Du und ich und ich und du und irgendwo da draussen die Welt. Unser Leben bis dahin war immer wieder voller Veränderung, voller kleiner Abschiede. Die ersten Stunden in der Kita ohne Mama, der Beginn im Kindergarten. All die Schritte sind wir behutsam zusammen gegangen. Die Schritte waren voller Freude, manche aber haben auch ein bisschen weh getan. So ist auch dieser Schritt, vom Kindergarten- zum Schulkind ein grosser Schritt, der mein Herz mit Freude erfüllt und gleichzeitig schwer werden lässt. Dass der Bueb mit 6 in die Schule kommt wusste ich schon vor sechs Jahren. Aber irgendwie gingen unsere sechs Jahre ganz plötzlich so schnell vorbei, und auf einmal stand der erste Schultag vor der Türe. 
Und so ging am Montagmorgen mein Baby mit seinem Ranzen auf dem Rücken und der Schultüte in den Armen los. Mit grossen Schritten, glücklich, stolz und neugierig, auf in ein neues Leben. In das Leben eines Schülers. Und ich hinterher, meinen Schuljungen an die Hand nehmend, denn irgendwie brauchte ich ganz dringend jemand, der mir meine Hand hält… Ich freue mich mit ihm über sein Glück, über diesen gelungenen, herzlichen Schulanfang, das Vertrauen ins Leben. Ich mute ihm zu, dass er es gut macht und freue mich über diese Lebendigkeit, das Leuchten in seinen Augen, wenn er ins Schulzimmer schlüpft, voller freudiger Erwartung. Was wünscht man sich mehr als ein Kind, dass so ins Leben rausgeht? Was kann Schöneres passieren, als ein neuer Lebensabschnitt, der so beginnt?

Es ist doch alles gut. 
Und doch meldet sich immer mal wieder das Gewissen: “Mache ich es richtig?” Und auch immer wieder Tränen. Tränen des Glückes und der Liebe, aber auch Tränen der Melancholie, meiner Mamamelancholie.
Ich werde wohl einiges zu tun haben, in den nächsten Tagen und mir Zeit einräumen, um mich mit den Veränderungen und Neuanfängen vertraut zu machen. Der Herbstwind bringt einen neuen Rhythmus mit frischen Impulsen, die in Ruhe wachsen wollen.
Du und ich und ich und du und da draussen die Welt.
Oje, schon wieder: Mama unter Wasser.
Alles wird gut. Habts fein.

P.S.: Seit Dienstag ist unsere Kleine ein Kindergartenkind. Und wenn sie nach der Verabschiedung noch aus dem Fenster schaut, winke ich ihr schweren Herzens zu, schicke ihr Luftküsse und Herzen… aber weinen tu ich erst, wenn ich hinter der Hausecke bin und mein Kind schon längst mit den anderen spielt und lustig ist. 

SCHULTASCHEN WISSENSCHAFT // AUF DER SUCHE NACH DEM RICHTIGEN

 

Mein Schulthek (Ranzen) war aus rotem Leder… Mmmmh, wie der gerochen hat, ich hätte drin schlafen können, so fein war der. Das Leder war sicherlich nicht bio gegerbt und alles andere als vegan; und ich glaube, dass man nicht mal wusste, woher die Kuh kam… Auch, ob er sich perfekt der Wirbelsäule anpasste, war nebensächlich, denn es gab nur eine Größe und man suchte sich das Modell nach der Farbe aus (so wie ich das bis vor kurzem noch mit den Autos gemacht habe).  Weiterlesen“SCHULTASCHEN WISSENSCHAFT // AUF DER SUCHE NACH DEM RICHTIGEN”