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HUSTENLUTSCHER // REZEPT

Lange war es ruhig an der Erklältungsfront. Kolossal naiv, zu denken, dass für einmal einer dieser vielen Kelche an uns vorübergezogen ist. Er hat sich einfach nur ein bisschen länger Zeit gelassen. Seit vorgestern hustet´s. Mit Tee, Bienenwachswickeln, massierten Füssen und viel Liebe versuchen wir, das Schlamassel so gut es geht in Schach zu halten. Denn schon nur das Tätig-sein vermittelt uns das Gefühl von “Bald ist alles wieder gut”. 
In Berlin gab es eine Apotheke bei uns ums Eck, da konnte man Hustenlollis kaufen. Giftrot und sehr süss. Und ja, für Kinder, die noch zu klein sind, um Hustenpastillen zu lutschen, ist der Lolli eine super Alternative. Ab und zu, wenn mein Sohn stark hustete, gingen wir also in die Apotheke, und er durfte sich einen dieser Lollis kaufen. Alleine schon das Auspacken des Lutschers liess ihn gesunden. Ein rotes, rundes, süsses Stück vom Glück.
Obschon die Kinder nun grösser sind, Hustenbonbos lutschen könnten und wir ja eigentlich aus dem Land der Erfinder der legendäääären Kräuterbonbons kommen, haben wir uns heuer unsere eigenen Lollis zusammengebraut. Sehr einfach, mit Zutaten, die man eigentlich eh so in der Küche hat.

Hier ist unser einfaches Rezept für Husentlutscher, Hustenschlenker oder Hueschtäschläckschtängel.

Ihr braucht:
– 1 EL getrockneter Thymian (ich habe welchen aus der Apotheke benutzt, ihr könnt jedoch auch den Tee aus den Beuteln verwenden)

– 1 EL getrockneter Spitzwegerich (auch aus der Apotheke)

– 1 EL Honig
– 100 g Rohzucker 
– 1 EL Zitronensaft
– Wasser
– eine beschichtete Pfanne
– Holzkelle
– Backpapier, um die Zuckermasse aufzutropfen
– Holzspiesschen (das spitze Ende bitte abgetrennt), Holzstiele, die man im Sommer fürs Eis braucht oder diese papierenen Sticks für die CakePops.
– Butterbrotpapier, um die Goldtröpfchen einzuwickeln, damit sie nicht aneinanderkleben

Und so wird es gemacht:

– Übergiesse den Thymian und den Spitzwegerich in einer Tasse mit siedendem Wasser. Ich habe die Kräuter 15 Minuten darin ziehen lassen. Das ergibt einen starken Sud, der aber dann, zusammen mit dem Zucker und dem Honig, nicht zu intensiv wird. Dann seihst du die Kräuter ab.

– Gib 1/2 dl des Kräutersudes in eine beschichtete Pfanne
– Koche den Sud mit dem Zucker, dem Zitronensaft und dem Honig unter stetem Rühren auf
– Es passiert irgenwie lange nichts, und grad bevor man denkt, das wird nix, karamellisiert der Zucker dann doch noch. Wenn die Zuckermasse wie Honig von der Kelle tropft, ist der Zeitpunkt gekommen.

Vorsicht: Die Zuckermasse ist wahnsinnig heiss und klebrig! 

– Tropft die Masse auf das Backpapier und legt in jeden Kräutertropfen einen Stil.
– Lasst die Lutscher auskühlen und trocknen und löst sie dann vorsichtig vom Backpapier
– wickelt sie in Butterbrotpapier, so kleben sie nicht aneinander.

Ihr habt keine Holzspiesse im Haus? Dann lasst die Zuckermasse ohne Stil trocknen und lutscht die Bonbons einfach so. 

Bonbons heissen in der Schweiz übrigens Zältli und hier in Wien sind es die Zuckerl (ausgesprochen als: Zuckal) 

Klar, dass beim Anblick der Lutscher plötzlich alle ein bisschen vor sich hin hüstelten… Aber eben, manchmal braucht ja auch die Seele ein Stück vom Glück. 

Tschüssi du Husten! Und kannst ruhig da bleiben, wo der Pfeffer wächst!
Bleibt gesund und lustig.
Alles Liebe, Sandra
Thymian
Ist ein guter Schleimlöser (oh, Thymian, das soll ein Kompliment sein!) und erleichtert das Abhusten.
Spitzwegerich
Lindert den lästigen Hustenreiz und stärkt die Abwehrkräfte 
Salbei
Hilft bei trockenem Husten und Reizhusten, sowie bei Halsschmerzen und kann anstelle von Thymian in die Zuckal.
Anstelle des Kräutersudes könnte man die getrockneten Kräuter auch so, oder gemörsert, direkt mit dem Zucker aufkochen. Ich weiss aber von meinen Lütten, dass, sogleich die was Grünes, womöglich Stückiges irgendwo entdecken, sofort der entsetze Blick folgt: “Mama, da ist was Grünes drin. Bäääk! ” Deshalb der Sud…
Zucker
Anstelle des Rohzuckers könnt ihr auch Birkenzucker verwenden. Bestimmt besser für die Zähne!
Honig
Honig wirkt antiseptisch und hilft optimal bei Erkältungen. Leider aber verliert er all seine hilfreichen Eigenschaften, wenn er über 40°C erhitzt wird. Also auch, wenn man ihn in zu heissen Tee mischt. Dann wirkt der Honig zwar noch süssend, aber seine Wirkstoffe gehen leider flöten. Trotzdem habe ich etwas Honig in die Lutscher gemischt. Diesmal einfach nur für den Geschmack.
Wenn euer Kind stark oder lang hustet, wenn es fiebert oder es nicht fit ist, dann geht bitte zum Arzt. Dieses Rezept ersetzt auf gar keinen Fall den Gang zum Arzt. Obschon die Rezeptur sorgfältig erarbeitet wurde, erfolgen alle Angaben ohne Gewähr.

Verlinkt mit den naturkinder // freutag
Mit liebem Dank

HERBSTLICHES MARRONIMUFFIN-REZEPT (GLUTENFREI)


Herbstzeit ist Marronizeit und Lieblingszeit!
Der Geschmack der Marronis erinnert mich immer an meine Kindheit. Im Süden der Schweiz, im Tessin, findet man nämlich ganz viele Edelkastanien-Bäume. Viele Jahre galt dort die Kastanie als Grundnahrungsmittel, und die Familien waren im Winter auf eine gute Ernte angewiesen. Werden die Marronis getrocknet, können sie haltbar gemacht oder zu Mehl weiterverarbeitet werden. Eine Tessiner Marroniverkäuferin in Berlin hat mir einmal versichert, dass man ganz gesund bleibt, wenn man jeden Tag Marronis isst (und ein bisschen bin ich froh, hat sie keine Fitnessabos verkauft…).

Längst ist die Baumfrucht nicht mehr das “Brot der Armen”. Für mich, als Zöliakistin, ist sie ein wunderbar schmackhafter und gesunder Ersatz zu glutenhaltigen Nahrungsmitteln. Weiterlesen“HERBSTLICHES MARRONIMUFFIN-REZEPT (GLUTENFREI)”

SCHOKOSCHOCK // KUCHEN-REZEPT

Ich werfe heute gerne mal ein Geheimrezept in die Runde. Einfach so und weil Sonntag eh Kuchentag UND Muttertag ist und die Mamas eventuell einen Wochenend-Kuchenwunsch frei haben? Unser allseits geliebter Schoggikuchen kommt ganz ohne Mehl daher, ist glutenfrei und schokoladig und deshalb so “gesund” für die Seele, ein Fest für die Geschmacksknospen, und Nervennahrung vom Feinsten. Denn, wie schon meine Grossmutter zu sagen pflegte: Schokolade müssen sie einem geben… Weiterlesen“SCHOKOSCHOCK // KUCHEN-REZEPT”

DER KEKS

 
Ich backe Kekse einmal im Jahr. Vor Weihnachten reiss ich mich zusammen und backe mit den Kindern ein Wochenende lag Weihnachtsplätzchen, auch weil ich weiss, dass dann wieder Ruhe ist für die nächsten zwölf Monate. Irgendwie werde ich mit diesem Keks-chichi einfach nicht warm. Und dieser Aufwand… Hach, ich bin einfach eher Kuchen. 

Nun hab ich aber ein Keksrezept mit superfood cookies, extragesund-für-Kinder-und-so entdeckt und gab mir einen Ruck. Die Kekse aufm Bild sahen reizend aus, waren jedoch nicht glutenfrei. Erhobenen Hauptes änderte ich das Rezept schwuppdiwupp in “OHNE GLUTEN”. Der Teig war köstlich, und im Nachhinein wäre es wohl besser gewesen, wir hätten den Plätzchenteig einfach gleich so gegessen. Nun ja, mein Grosser schnappte sich eifrig seine Piratenkeksformen mit Knarre, Totenkopp und Schwert, die Kleine wollte Bären und ein Reh ausstechen. Gesagt, getan. Die Plätzchen kühl gestellt und dann ab in den Ofen. Wir guckten durchs Fenster, beobachteten unsere brutzelnden Leckerlis und auch, wie die Formen immer mehr verschwammen. Aus den Totenköpfen wurden Wolken, aus den Bären wurden Seen, aus vielen Plätzchen wurde ein grosser Platz. 
Wir standen da und guckten zu und konnten gar nichts machen…
Die Kleine: Wo sind meine Bärlis?
Der Grosse: Das ging ja voll in die Hose.
Ich: Ui.
Unser Blick in den Ofen: wohl unbezahlbar!
Aus dem Riesenkeks wurde lecker Crumble, der sich über’s Yoghurt gestreut sehr gut machte, die nächste Plätzchenbäckerei im Hause Lieblingsbande findet frühestens nächsten Dezember statt und das delikate “superfood-cookies-extragesund-für-Kinder-und-so” Rezept behalte ich dann mal für mich. Ich denke, ist ok für euch.

sweets for my sweeties…

 
Auf dem Rathausplatz hier in Wien riecht man sie schon von Weitem. Die Mandeln, in purem Zucker eingekocht… mmmmhhhh, komm, komm, süsse Sünde! Für die Zähne ein Albtraum, für die Seele eine warme Umärmelung. Und wenn schon ungesund, dann wenigstens selbstgemacht.
Unser Rezept für gebrannte Mandeln, oder Krachmandeln, wie man sie in der Schweiz auch nennt:
1 dl Wasser
180 g Rohrzucker
1 KL Vanillezucker
alles aufkochen 
(Achtung, der flüssige Zuckersirup wird superheiss!!!)
200 g ungeschälte Mandeln
zugeben und dauerrühren, bis sich der Zucker um die Mandeln legt. Irgendwann wird die Masse ganz schwer. Tapfer weiterrühren, alles wird gut. Wenn dann die Mandeln krachen (deshalb Krachmandeln, AHAAAA.) und diesen Zuckerglanz bekommen, gebt ihr sie auf ein Backpapier und lasst sie auskühlen.
Um die unendliche Zeit der Abkühlung bissl zu verkürzen, haben die Kinder Säckchen gefaltet, damit die Köstlichkeiten auch gut aufgeteilt werden können… bis sie dann ziemlich schnell genascht werden.
Buen provecho, muchachos!
 

i´ve got to muufi muufi…

Unsere Kleine mag keine Früchte. Keine. Gar keine. Aber die gekauften Smoothies (Muufis, wie sie zu sagen pflegt), findet sie ganz ok. So, dachte ich, dann möchte ich dir mal zeigen, wie ein richtig leckerer Muufi schmeckt. Bereits bei den Vorbereitungen mag sie nicht so mitmachen. Eine leise Vorahnung, wahrscheinlich. Sie tut, als wäre alleine schon das Schnibbeln von Obst eine Zumutung… 
Hier das Rezept für unsere “kick-the-cold-so-was-von-Smoothies”:

– der Saft von drei frisch gepressten Orangen
– eine Banane
– eine Kiwi
– eine Mango
– einen Apfel
– eine Handvoll Granatapfelkerne
– ein bisschen kaltes Wasser (drei, vier Eiswürfel wären noch besser…)
– und für die Erwachsenen ein kleines Stück Ingwer

Alle Zutaten klein schneiden, pürieren (wir haben den Ingwer erst zugegeben, als wir den Saft für die Kinder schon in die Gläser gefüllt hatten) und den Saft für die Kinder eventuell durch ein Sieb streichen. Fertig!

Mmmmh, niamniam und so lecker. Der Grosse trank zwei Gläser und fand den Drink super. Wir tranken mit mmmmh und ohhh. Und die Kleine? Machte ein Gesicht, als hätten wir ihr das Hinterletzte vorgesetzt. Nie und nimmer, nein, so gruusig, meint sie. Wir haben wirklich alles versucht, war leider nichts zu machen. 

Aber als der Krug leergetrunken war meinte sie schelmisch: Jetzt mag ich doch ein Glas Muufi. Na warte!

Es gibt immer was zu feiern…

Es ist wirklich erstaunlich, wie oft die Kuscheltiere unserer Kinder Geburtstag haben. Klar, über die Jahre hat sich tatsächlich eine ganz illustere Schar angesammelt und so vergeht bei uns auch kaum ein Wochenende, an dem wir nicht irgendeinen Geburtstag feiern MÜSSEN. Heute Morgen um sieben kam meinem Grossen in den Sinn, dass Maudi (seine Plüschkatze) doch tatsächlich heute ein Jahr alt wird… Und die Kleine doppelte nach, dass gleich jetzt,  also augenblicklich, der dritte Geburtstag ihres Pandas sei. Oh weia, und kein Kuchen im Haus. Dann aber schnell ab die Küche und was Anständiges gezaubert. Darf ich vorstellen, unsere Bananenmuffins im Schneemannkostüm:

Zum Glück mögen wir Kuchen und feiern gerne! 
Hier unser super einfaches Rezept für Bananenmuffins (für all die, die Samstagmorgen um acht blind, derangiert, total übermüdet und ohne blassen Schimmer in der Küche stehen und gleich eine Party schmeißen sollten. Das hier ist eine Mission ohne viel Brimborium!):
Zutaten 
110 g weiche Butter
180 g Rohrzucker
2 Eier
4 kleine, reife Bananen, mit der Gabel zerdrückt
ein bisschen fein gemahlene Vanille
250 g Mehl (wir nehmen das glutenfreie “Kuchen & Kekse” Mehl von Schär)
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
100 g gehackte Rosinen oder, in unserem Fall, Schokoladenstücke
– Butter und Zucker schaumig schlagen
– Eier, Bananen und Vanille zugeben und weiter rühren
– das Mehl, Backpulver, Salz und Natron in den Teig sieben und unterrühren
– Rosinen oder Schokoladentücke untermengen
– den Teig in 12 Muffinformen einfüllen
– für ca. 20 min. in der Mitte des auf 180° vorgeheizten Ofens goldbraun backen
– auskühlen lassen und wenn gewünscht, bissl aufhübschen.

Et voilà! Noch ein paar Kerzen, ein Liedchen und liebe Glückwünsche für die Jubilare (Jubiläre???) und dann wird geschmaust, geschmatzt, gelacht, getrunken… und der nächste Geburtstag geplant! Hach ist das schön!

Euch, euren Kindern und all den vielen Stofftieren wünsche ich von Herzen tolle Partylaune  und: Man soll die Feste tatsächlich feiern, wie sie fallen!
Alles Liebe, Sandra