SchlagwortWinter

VOGELBEISL ODER VOGELFUTTER SELBERMACHEN // DIY

Es war immer nie kalt bei uns in Wien, und von diesem mickrigen Fläumchen Schnee, welches mal lag, wollen wir erst gar nicht reden. Und jetzt, wo wir endlich versöhnlich gestimmt frühlingshaft werden wollten, kommt er doch noch. DER WINTER. Menno. Mit Schnee und Kälte fegt er durch Wien, alles, was schon zu spriessen begonnen hatte, hat er einfach zugedeckt. Ein Segen für die Kinder, immerhin. 
Weil es die nächsten Tage kalt bleiben soll, sind wir dann doch noch in die Vogelfutterproduktion eingestiegen. Wir lieben es, wenn die Vögel zu uns in den Garten kommen, weil sie unseren Stadt-Alltag so sehr bereichern. Es ist schön, sie zu füttern, und es ist ausserdem voll toll und ur einfach, Vogelfutter selber herzustellen. Vor allem, wenn man so emsige Helfer hat wie ich!
Nicht alle Vögel, die im Winter hier bei uns bleiben, fliegen auf dieselben Leckereien 

Eh klar. Deshalb haben wir eine Vogelfutter-Variation hergerichtet, damit es was für alle hat. Kommt ihr Vögel, der Tisch ist gedeckt!

Körnermischung im Blumentopf

Ihr braucht:
– Körnermischung für Wildvögel, auch Nüsse, Haferflocken, Rosinen, Hagebutten
– Rindertalg (wir haben stattdessen Kokosfett benutzt und es ist sehr gut angekommen bei den gefiederten Gästen)
– ein kleiner Blumentopf
– ein verzweigter Stock, der in das Loch im Boden des Blumentopfes passt
– ein Stück Schnur 
– etwas Aluminiumfolie

Und so gehts:
– Kokosfett / Rindertalg schmelzen (nicht kochen) und die Körnermischung beigeben
– Den Stock durch das Loch im Blumentopfboden stecken, sodass das verzweigte Teil gut aus dem Blumentopf ragt. Sieht aus wie ein dürres Bäumchen. Daran werden sich die Meisen festhalten, wenn sie den Inhalt des Topfes aufpicken.
– Das Loch um den Stock mit Alufolie oder etwas Knete abdichten, dass so wenig Fett wie möglich wieder rausläuft (ich habe auch versucht, das Loch mit einem Kaugummi zu dichten… nö, ist nix)
– Die Kokosfett-Körnermischung in den Topf füllen und an der Kälte aushärten lassen
– Wenn die Mischung ausgehärtet ist, die Schnur am Stock anbringen, damit der Naschtopf aufgehängt werden kann.

Körnerküchlein
Ihr braucht:
– Körnermischung für Wildvögel, auch Nüsse, Haferflocken, Rosinen, Hagebutten
– Rindertalg (wir haben stattdessen Kokosfett benutzt und es ist sehr gut angekommen bei den gefiederten Gästen)
– Muffinpapierformen oder Silikonform
– Ihr könnt die Mischung auch in leere Nussschalen füllen, die ihr im Herbst gesammelt habt
– Schnur

Und so gehts:
– Kokosfett / Rindertalg schmelzen (nicht kochen) und die Körnermischung beigeben
– Die Mischung in die Muffinformen füllen und dazu je ein Stück Schnur in das flüssige Fett legen, damit ihr die Küchlein aufhängen könnt. Dann an der Kälte aushärten lassen.
– Papierformen von den Vogelkeksen entfernen, bevor ihr sie auftischt.

Gespickte Äpfel
Ein wunderbarer Vogelfood, den ihr auch mit Kindergruppen oder kleinen Kindern prima herstellen könnt. Eine schon beinahe meditative Tätigkeit, denn die grösseren Kinder stecken schon mal ausgeklügelte Muster mit den Kernen. Die Äpfel sehen wunderschön aus auf dem Vogelbuffet, finde ich. Und: es gibt beim Herrichten KEINE Schweinerei! Mamas Favorit, sozusagen.
Ihr braucht:
– Äpfel
– Sonnenblumenkerne für Wildvögel
– Schnur, falls ihr die gespickten Äpfel aufhängen wollt. Die Amseln lieben es, die gespickten Äpfel am Boden zu naschen.
Und so wird’s gemacht:
– Steckt die Sonnenblumenkerne in die Äpfel
– Befestigt eine Schur am Stil des Apfels, wenn ihr diesen aufhängen wollt
Gemeinsam ein Fly-in im Garten herzurichten ist ein feines Erlebnis, bei dem die Kinder sehr gut mithelfen können. Bitte beachtet dabei folgendes: 
– Bei uns im Garten sind viele Katzen unterwegs. Also müssen wir darauf achten, dass unsere gefiederten Freunde in Ruhe und gefahrenlos “einkehren” können.
– Achtet darauf, dass ihr die Futterstelle gut beobachten könnt. Vielleicht sogar aus dem warmen Wohnzimmer…
– Die Vogelwirtschaft nicht zu nah an grossen Fenstern aufbauen, nicht, dass die Vögel in die Fensterscheiben fliegen.
– Habt ihr eine Futterstelle eingerichtet, achtet bitte darauf, dass diese sauber bleibt. Von Kot verunreinigte Stellen sollten unbedingt immer wieder sauber gemacht werden, damit die Vögel gesund bleiben. Haltet das Futter trocken und wechselt es lieber einmal mehr aus.
Alle Vögel sind schon da!
Ich wünsche euch viel Freude beim Herstellen der Leckereien, beim Einrichten eurer Vogel-Snackbar und beim Beobachten unserer wunderschönen Wintervögel.
Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb. 
Habt’s fein und innig.
Sandra  
Weitere hilfreiche Informationen über das Füttern von Vögeln findet ihr hier:
– Für Deutschland : Naturschutzbund Nabu 
– Für die Schweiz: Vogelwarte Sempach
– Für Österreich: Naturschutzbund

Ein tolles pdf einer winterlichen Snackbar und wer was wo frisst, könnt ihr hier beim Nabu runterladen.

Dieser Beitrag wurde verlinkt mit:
vielen lieben Dank 

SCHNEEBALLBOMMELN (DIY)

Schnee von morgen…

Die halbe Welt ist eingeschneit. Nur wir hier in Wien wurden mit einem lächerlichen Fläumchen abgespeist. 5 mm Schnee und alle Kinder voller Glück, schnell raus, Schneemänner bauen, Schlitten fahren, toben, johlen, juhu! Am nächsten Tag war der Zauber auch schon wieder vorbei. Weil verzweifeln in diesem Fall keine Option ist, haben wir uns Indoschneebälle gemacht und tun einfach bis auf Weiteres mal so als ob…

Für unsere Schneebälle haben wir Pompons oder Bommeln gewickelt. Das ist einfach und die Kinder lieben es, diese Wollbommeln herzustellen. Da wir passionierte Bommelmacher sind, haben wir vor längerer Zeit dieses Pompon-Set* gekauft. Eine gute Investition für uns, weil wir es wirklich oft brauchen und die Bommeln schneller gewickelt sind. Aber natürlich kann man die Pompons auch um zwei runde Kartonscheiben wickeln. Ganz einfach, genau so wie früher. Gute alte Zeit.

Ihr braucht dazu:
– Kartonreste
– Zwei Gläser für die Form
– Bleistift
– Schere
– dicke weisse Wolle, auch verschiedene Wollreste könnt ihr dazu benutzen
– dünnes, stabiles Baumwollgarn

Und dann so:
Zeichnet erst zwei grosse Kreise auf den Karton. Ich habe dazu ein Glas benutzt, damit das Runde auch rund wird. Dann zeichnet ihr in die Mitte der grossen Kreise je einen kleinen Kreis. (Mein grosses Glas hatte einen Umfang von 8.5 cm, das kleine 3,5 cm.)
Schneidet eure Bommelmacher aus. Damit ihr die Kartonreifen nach dem Wickeln gut von der Wolle lösen und wieder verwenden könnt, macht ihr einen Schnitt von der äusseren Kante nach innen. So fällt es auch einfacher, die Mitte auszuschneiden.

Dann legt ihr die Kartonreifen aufeinander. Achtet darauf, dass die Einschnitte dabei nicht aufeinanderliegen.
Beginnt nun mit dem Umwickeln der Kartonschneiben. Benutzt dazu bitte dicke Wolle, ihr könnt den Wollfaden gerne auch doppelt oder sogar vierfach nehmen, falls ihr nur dünne Wolle zu Hause habt. Schneebälle sehen auch sehr schön aus, wenn Wolle in verschiedenen Weisstönen gewickelt wird. Wir haben sogar einen Schneeball, der ein bisschen silbern glitzert… Elsa, eben.
Wickelt so lange, bis das Loch in der Mitte winzig klein geworden ist.

Mit einer spitzen Schere schlüpft ihr durch die Wolle zwischen die zwei Kartonscheiben. Da schneidet ihr nun die Wolle auf. Rundrum.
Nehmt einen dünnen, starken Wollfaden, fädelt ihn doppelt zwischen die Kartonringe und verknüpft ihn mit ein paar festen Knoten. Der Faden soll stark sein, weil er alle Wollfäden und somit euren Pompon zusammenhält. 

Erst wenn ihr gut verkntotet habt, löst ihr vorsichtig die Kartonscheiben vom Wollball. Ihr könnt die Scheiben immer wieder verwenden.
Zu guter Letzt wird der Wollball frisiert. Damit der Pompon schön regelmässig  und dicht wird, muss alles Zerzauste abgeschnitten werden. Das macht ihr am Besten mit einer kleinen Schere… und unbedingt über einem Eimer, denn das Trimmen ist wie ein Besuch beim Friseur. Fusseln überall.
Fertig! Die Schneeballschlacht kann beginnen! 

Die Schneebälle können geworfen, gerollt, auf dem Kopf balanciert, unter dem Pullover versteckt, auf den Handflächen über einen Parcours getragen, mit den Zehen gefasst, mit den Füssen transportiert, im Bett gekuschelt, geformt und geknetet werden. Ihr könnt jonglieren oder euren Kindern die Bälle auf dem Rücken rollen (eine Schneeballmassage), zuwerfen oder ein bestimmtes Ziel treffen, den Jahreszeitentisch schmücken oder ein kleines Bällebad für die Puppen einrichten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und wenn, wider erwarten, mal ausgespielt ist, dann wird die Bommel mit ein paar Stichen ganz einfach an der Wollmütze befestigt.

Wir haben ein Schneemannspiel ausgetüftelt und haben so den Winter ins Wohnzimmer gezaubert. Auch wenn es toll ist: Schnee, kannst trotzdem kommen!

Ich wünsche euch viele Schneebälle und allen, die im Winterparadies zu Hause sind, lustige Schneeballschlachten. Wir sind ein bisschen neidisch.
Alles Liebe, Sandra

Danke.   

*Dies ist ein Amazon-Partnerlink. Wenn du über diesen Link bestellst, bezahlst du für das Produkt natürlich nicht mehr, aber ich erhalte eine kleine Provision, die wiederum meiner Blogarbeit zugute kommt. Merci.

SCHNEESTURM – GESCHENKTÜTEN (DIY)

Das letzte Wochenende war lang. Einerseits war Freitag ein Feiertag hier in Österreich, andererseits war die Kleine krank. Nicht schlimm zum Glück, aber doch so, dass wir die Tage drinnen verbringen mussten. Es war also genug Zeit, gemeinsam unsere Weihnachtsbücher vom obersten Regal zu kramen und eines nach dem anderen durchzublättern (ich werde später davon berichten). Und wir hatten Zeit zum Werkeln…

Eigentlich wollte ich im Sommer mit den Kindern Pinsel aus verschiedenen Naturmaterialien herstellen und dann mit selbstgemachten Farben malen. Zu diesem Experiment ist es jedoch nicht (noch nicht) gekommen. Als aber mein Sohn einen abgebrochenen Ast einer Föhre mit nach Hause schleppte, war klar, dass wir das Sommerprojekt kurzerhand ein bisschen abgespeckt in den Winter verlegen. So entstand aus braunem Kraftpapier, weisser Farbe und zwei Wedeln einer Föhre unser selbstgemachtes Geschenkpapier. “Schneesturm” heisst übrigens das gut 3 Meter lange Gesamtkunstwerk, das nun Stück für Stück zerkleinert wird und mit dem wir nach und nach unsere gebastelten Weihnachts-Schätze verpacken. 

Einen Schneesturm zu gestalten ist lustvoll, kurzweilig und auch für kleine Kinder eine beglückende Tätigkeit. Vor allem, weil die Kinder sich sehnlichst Schnee herbei wünschen, aber Frau Holle gerade gar nicht vor hat, über Wien ihre Kissen zu schütteln. Für mich wäre es noch ein bisschen beglückender gewesen, hätten wir draussen im Garten “schneien” können, dann wäre das Saubermachen des “Sturmes” für mich etwas kurzweiliger ausgefallen… Aber gut, die Wasserfarbe lässt sich schnell wieder abwischen, und die “Pinsel” haben wir ganz einfach trocknen lassen.

Dann habe ich ein paar Geschenktüten gestaltet, diese möchte ich euch gerne hier zeigen: 

Ihr braucht dazu, wie immer, gar kein Hokuspokus… Ich bin sicher, ihr findet alles, was ihr dazu braucht, eh bei euch zu Hause.
– Papier
– Schere
– Klebestift
– Klebeband
Und für die Deko
– Locher oder eine Lochzange
– Schnur 
– ein Stück weisses Papier, gestanzt oder in Form geschnitten
– Naturmaterialen
 
Schneidet euer Papier in die gewünschte Grösse und legt einen kleinen Rest davon zur Seite. Dieser wird zum Schluss gebraucht, um den Tütenboden etwas zu verstärken.

Bestimme die Mitte des Papiers, in dem du es in die Mitte faltest, aber die Falte nur am oberen Rand andrückst (nicht dass du die Falte schlussendlich über die ganze Mitte deiner Tüte hast… deshalb). Dann faltest du den rechten Rand 1 cm über die Mitte, und den linken Rand ebenfalls. Klebe die Naht zusammen.
Der Tütenboden wird wie folgt gemacht: 
Je nachdem, wie tief der Boden sein soll, faltest du das untere Stück der Tüte mehr oder weniger breit um. Öffne dann den Boden und lege die Seitenteile nach Innen. Dann faltest du das untere Bodenstück 5 mm über die Mitte und das obere Bodenstück ebenfalls, so dass diese übereinanderliegen.
Ich habe die Naht mit einem Klebeband fixiert und dann ein Reststück des Papiers zugeschnitten und darüber geklebt. Sieht schöner aus und macht den Boden auch noch etwas stabiler. Und schon ist die Tüte fertig und kann gefüllt werden. 
Wir haben unsere selbstgebastelten Sachen eingepackt und dann gleich noch die Reste der gesammelten Tannenzapfen und die Föhrenwedel verwertet, um die Säckchen noch ein bisschen aufzupeppen… 

Natürlich werden wir heuer auch all unsere anderen Geschenke ins Schneesturmpapier einwickeln und diese dann mit unseren gesammelten Herbstschätzen schmücken. Wir haben noch Eicheln, Hagebutten, Nüsse, und ein paar Äste werden wir im Garten noch finden. Keep it simple, mal schauen, zu was das alles noch führt…

Weil ein paar unserer Präsente doch einen weiten Weg vor sich haben, waren wir schon fleissig und haben einige schon auf den Weg geschickt…
Wir freuen uns jetzt schon, unsere Liebsten mit den einfachen, aber liebevoll angefertigten Gaben zu überraschen, ihnen einen Herzensgruss zukommen und sie wissen zu lassen, dass sie in unseren Gedanken sind. Hach, schenken ist fast das Schönste, finde ich.
“Es ist nicht das Geschenk, sondern der Gedanke, der zählt.”
Henry von Dyke
…und die Liebe, die in das Geschenk fliesst, wenn man es gestaltet.
Von Herzen wünsche ich euch eine gute Woche, mit Schnee und Zeit, Gemütlichkeit, feinen Ideen und liebevollen Gedanken.
Herzlich, Sandra
danke vielmals

Wenn der Berg ruft…

    

Ich bin ja eher so der Meer-Typ. Klar, als Schweizerin. ABER, wenn wir schon mal hier in Wien sind, wollen wir natürlich die wunderschöne Bergwelt Österreichs nicht missen und suchen uns für ein paar Tage ein Plätzchen im Salzburgerland. Vier Stunden Autofahrt, und wir sind mittendrin, in den Bergen, im Schnee, an der Sonne, an der gesunden Luft und unter liebenswürdigen Menschen, die tagein tagaus Dirndls und Skischuhe tragen.
Wir übernachten in einem alten Haus aus Holz, und unsere Kinder schlafen  nach den Tagen an der frischen Luft und dem allabendlichen Schwimmen im Hallenbad durch wie die Mungge… jede Nacht. Sogar ich schlafe! Ich fühle mich wie neu geboren.

Mit der Kleinen fahre ich Schlitten, spaziere durch die verschneiten Wälder und baue Schneemädchen. Der Grosse besucht vormittags die Skischule bei der lieben Traudy, die seit Jahren mit “absolut beginners” am Ab-Hang steht und geduldig ist wie ein Berg. Tiefenentspannt lotst sie die Kleinen über den Schnee. Traudy ruft: grooooossse Pizzzza, groooosssse Pizzzzaaaa (Stemmbogen). Alle Kinder holpern im Pflug über die Piste. Und Traudy: super, toll gemacht Kinder, bravo, ihr Rennfahrer! Dann ruft sie: Pommes, jetzt Pommes (nicht das was ihr jetzt alle denkt. Mittagessen ist später. “Pommes” ist Ski parallel stellen. Klar, oder?). Alle richten ihre Ski von Pizza zu Pommes und Traudy: toll, ganz gut, super gemacht, ja, genau, grossartig, ihr seid die Besten! 
Ich stehe da und bin voller Bewunderung. Ich hätte wohl nach einer Stunde mit fünf dick eingepackten Kindern – mit angelaufenen Skibrillen, zu engen Skischuhen, Helmen die jucken, Handschuhen die rutschen und Nasen die triefen, Hunger, Durst, Pippi und aus dem Lift gefallen – weder Kraft, Lust noch ein Fünkchen Hoffnung für die Lütten und würde fluchend abbrechen… Traudy hingegen bleibt liebevoll dran und am Ende der Skiwoche fahren alle Kinder ein Skirennen,  alle fahren ne Spitzenzeit, alle sind sie auf dem ersten Platz und alle bekommen die Goldmedaille umgelegt! Genau so soll es doch sein. Unser Grosser ist glücklich, stolz, zufrieden und trägt seine Medaille sogar im Bett wie ein König um den Hals. 
Es ist wie wenn ein Baby sich das erste Mal aufrichtet, beim Gehen- dem Schwimmen- oder dem Radfahren lernen. Dieses Erleuchten, wenn man etwas aus eigener Kraft und mit Durchsetzungswillen geschafft hat und sich alle darüber freuen. Unser Grosser ist wieder ein ganzes Stück gewachsen, die Tage. Und wir gönnen ihm sein grosses Glück und seine gewonnene Selbstsicherheit von Herzen.
Danke an alle Traudys dieser Skiwelt für die Erlebnisse, für die Freude, die Lust am Skifahren, das Wohlwollen und den Humor.

Väterchen Raureif

Nichts vorzuhaben ist grossartig! Wir geniessen die Zeit in der Natur, stapfen über die gefrorenen Schneefelder, spüren den eisigen Wind auf den Wangen und  wandern, immer der (triefenden) Nase nach, durch das Grau-Schwarz-Weiss, das ich eigentlich sehr mag. Und dabei vergesse ich ganz, dass wir die Sonne tatsächlich seit Tagen nicht mehr gesehen haben und ich deshalb ab und an auch schon vor hatte, alles ein bisschen blöd zu finden…
Am Waldesrand finden wir Kunstwerke, die uns Väterchen Raureif beschert hat. Zart hat er die Natur in kristallene, glitzernde Kunstwerke gezaubert und den Wald in eine fragile Märchenlandschaft verwandelt. Staunend stehen wir da, berühren hie und da ganz vorsichtig die feinen Objekte, und prompt rieselt  Väterchen Raureifs Winterhauch in unsere Finger. Lange bewundern wir den Märchenwald, erblicken immer wieder noch Eindrücklicheres. 
Nichts vorzuhaben ist toll, weil man ganz frei ist, die Welt neu zu entdecken.   

Es gibt immer was zu feiern…

Es ist wirklich erstaunlich, wie oft die Kuscheltiere unserer Kinder Geburtstag haben. Klar, über die Jahre hat sich tatsächlich eine ganz illustere Schar angesammelt und so vergeht bei uns auch kaum ein Wochenende, an dem wir nicht irgendeinen Geburtstag feiern MÜSSEN. Heute Morgen um sieben kam meinem Grossen in den Sinn, dass Maudi (seine Plüschkatze) doch tatsächlich heute ein Jahr alt wird… Und die Kleine doppelte nach, dass gleich jetzt,  also augenblicklich, der dritte Geburtstag ihres Pandas sei. Oh weia, und kein Kuchen im Haus. Dann aber schnell ab die Küche und was Anständiges gezaubert. Darf ich vorstellen, unsere Bananenmuffins im Schneemannkostüm:

Zum Glück mögen wir Kuchen und feiern gerne! 
Hier unser super einfaches Rezept für Bananenmuffins (für all die, die Samstagmorgen um acht blind, derangiert, total übermüdet und ohne blassen Schimmer in der Küche stehen und gleich eine Party schmeißen sollten. Das hier ist eine Mission ohne viel Brimborium!):
Zutaten 
110 g weiche Butter
180 g Rohrzucker
2 Eier
4 kleine, reife Bananen, mit der Gabel zerdrückt
ein bisschen fein gemahlene Vanille
250 g Mehl (wir nehmen das glutenfreie “Kuchen & Kekse” Mehl von Schär)
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
100 g gehackte Rosinen oder, in unserem Fall, Schokoladenstücke
– Butter und Zucker schaumig schlagen
– Eier, Bananen und Vanille zugeben und weiter rühren
– das Mehl, Backpulver, Salz und Natron in den Teig sieben und unterrühren
– Rosinen oder Schokoladentücke untermengen
– den Teig in 12 Muffinformen einfüllen
– für ca. 20 min. in der Mitte des auf 180° vorgeheizten Ofens goldbraun backen
– auskühlen lassen und wenn gewünscht, bissl aufhübschen.

Et voilà! Noch ein paar Kerzen, ein Liedchen und liebe Glückwünsche für die Jubilare (Jubiläre???) und dann wird geschmaust, geschmatzt, gelacht, getrunken… und der nächste Geburtstag geplant! Hach ist das schön!

Euch, euren Kindern und all den vielen Stofftieren wünsche ich von Herzen tolle Partylaune  und: Man soll die Feste tatsächlich feiern, wie sie fallen!
Alles Liebe, Sandra

BILDERBÜCHER ZUM ÜBERWINTERN

  
Après Schlitteln für die Kleinen: Sich wieder aufwärmen bei Kakao und Geschichten. 
Hier unsere Winterbücher, heissgeliebt:


“Es klopft bei Wanja in der Nacht”*, von Tilde Michels und Reinhard Michl
In einer kalten Winternacht klopft ein Hase an Wanjas Türe und bittet um Unterschlupf. Bald darauf folgen ihm auch noch Fuchs und Bär. Die Tiere versprechen Wanja, Frieden zu halten und schlafen alle im warmen Haus. Als Wanja am Morgen erwacht, denkt er, dass er alles nur geträumt hätte. Wären da nur nicht die Spuren im Schnee vor seiner Hütte…
Ein so reiches Bilderbuch, auch im Kindergarten geliebt und immer wieder gerne erzählt. Ein Herzwärmer, sozusagen.

“Der grosse Schnee” *von Alois Carigiet und Selina Chönz
Ein jedes Schweizer Kind wächst mit dieser Geschichte und den wunderschönen Bildern auf. Selina Chönz hat die Geschehnisse von Flurina und Ursli bereits 1953 aufgeschrieben, und noch immer schlagen unsere Herzen heftig, wenn wir uns das Buch anschauen und mit Flurina und Ursli mitfiebern. Flurina wird von einem fürchterlichen Schneesturm überrascht. Schellen Ursli, ihr Bruder, findet sie nach langer Suche bei der Wettertanne und bringt seine Schwester schliesslich wohlbehalten nach Hause.
Uff, ist ja nochmal gut gegangen…

“Rotschwänzchen was machst du hier im Schnee?” *von Anne Möller
Rotschwänzchens Flügel ist verletzt und es kann nicht mit seinen Geschwistern in den Süden fliegen. Aber wie soll das Vögelein es anstellen, im kalten Winter zu überleben? Amsel, Meisen, Igel und die Maus bieten dem hungrigen Rotschwänzchen ihr Essen an. Aber erst beim Reh und dem Wildschwein findet es schließlich was zu picken.
Ein Geschichten-Bilder-Sachbuch, das erzählt, wie die Tiere im Winter überleben. Entstanden in Zusammenarbeit mit der schweizerischen Vogelwarte Sempach.

“Ein Apfel für alle” *von Feridun Oral
Der Hase liegt in seinem warmen Hasenbau und es wäre alles gut, würde ihm nicht der Magen knurren… So geht er halt hinaus, um was Essbares zu suchen. Als er einen roten Apfel an einem Baum entdeckt, kann er sein Glück kaum fassen. Leider ist der Apfel unerreichbar… Zum Glück kommen Maus, Fuchs und Bär vorbei und alles wird gut.
Ohne liebe Freunde kommt man nicht fein durch den Winter. Und auch nicht durch den Frühling, den Sommer oder durch den Herbst.

“Frosch im Winter”* von Max Velthuijs
Es ist Winter und Frosch friert. Er hat weder Fell, wie sein Freund Hase, noch Fett, wie sein Freund Schweinchen, noch Federn, wie seine Freundin Ente… Aber er hat Freunde! Die retten ihn, als er verloren im Schnee liegt und überwintern mit ihm in aller Gemütlichkeit, am Feuer, mit Geschichten und viel Wärme. Was braucht man mehr?
Ach ja, dann kommt der Frühling und es ist gut, wenn der dann kommt. Finde ich auch! 

*Dies ist ein Amazon-Partnerlink. Wenn du über diesen Link bestellst, bezahlst du für das Produkt natürlich nicht mehr, aber ich erhalte eine kleine Provision, die wiederum meiner Blogarbeit zugute kommt. Merci.

NASCHBAUM FÜR DIE VÖGEL

  
Ich mag es sehr, dem Buntspecht auf dem alten Nussbaum in unserem Garten zuzusehen, die Meisen zu beobachten und dem süssen Rotkehlchen zuzuschauen. Die Vögel und Eichhörnchen im Garten bereichern unseren Stadt-Alltag und wir freuen uns immer über ihren Besuch. Und weil bei uns Eiszeit ist und die Temperatur seit ein paar Tagen unter Null liegt, haben wir für unsere liebe Vogelschar einen Naschbaum gezaubert.

Die Kinder haben mit Eifer und viel Freude Äpfel mit Sonnenblumenkernen gespickt, Pflanzenfett geschmolzen und Kerne beigemischt. Einen Teil der Kerne-Fett-Mischung haben wir in Wallnusschalenhälften gefüllt, den Rest in grosse Keksformen gegossen. Während des Befüllens der Nussschalen und Keksformen haben wir gleich noch Schnüre mit eingeschmolzen, damit die ganzen Knabbereien dann am Baum befestigt werden konnten. Mein Grosser hat sich die ganze Zeit gefragt, wie es wohl wäre, wenn er sich zu seinem Geburtstag einen Kinder-Naschbaum für sich und seine Freunde wünschen würde. Und die Erdnüsse, die wir eigentlich für die Vögel und die Eichhörnchen besorgt hatten? Tja, die sind beim emsigen Vorbereiten der Vogel-Leckereien allmählich in den Mäulern der fleissigen Helferlein verschwunden… Mein Grosser meinte darauf nur: es gibt ja noch Rosinen. 
Der Naschbaum ist eingerichtet… Alle Vögel sind schon da! 
Hilfreiche Informationen über das Füttern von Vögeln findet ihr hier:
– Landesbund für Vogelschutz in Bayern (www.lbv.de)
– Vogelwarte Sempach
– Naturschutzbund Österreich (https://naturschutzbund.at/artenschutz/articles/vogelfuetterung-im-winter-wintergaeste-am-futterhaeuschen.html)

EISBILDER // DIY

 
Während unserer Streifzüge durch den Garten und den Wald finden wir jedesmal allerlei Schätze. Normalerweise schmücken diese dann unseren Jahreszeitentisch, dienen als “Delikatessen” in der Kinderküche oder werden gleich an der Werkbank verarbeitet. Aber da bei uns gerade Eiszeit ist, haben wir die Kostbarkeiten heuer kurzerhand eingefroren.


Die Kinder und ich haben verschiedene Schüsselchen mit Wasser gefüllt und diese dann mit unseren gesammelten Naturmaterialien belegt. Ihr könnt Wurzeln, Stöcke, Zapfen, Blümchen, Blätter, Steine, Kastanien, Rinde und, und, und für eure Eisbilder benutzen.

Das Eisbilderlegen ist eine sinnliche Tätigkeit, die die Kinder freudig ausführen. Auch die ganz Kleinen.
Legt zum Schluss noch eine Schnur mit ins Wasser, dann kann man die Eisbilder später draussen aufhängen.
Dann die “Pflanzenbäder” für eine Nacht auf den Balkon stellen und am nächsten Morgen gleich aus dem Bett hüpfen und…. ohhh, wie zauberschön. Staunend, betastend und voller Freude! So einfach wird aus dem verschneiten Wintergarten ein zauberhafter Eispalast.
Uli von “the lowredeyes exp.” hat ihren Garten übrigens mit einer Eisgirlande geschmückt. Wie die wunderschöne Girlande angefertigt wird, kannst du hier sehen.

Ich wünsche euch eisige Nächte, verschneite Wintertage, ein freudiges Herz und warme Gedanken.
Alles Liebe aus dem Schnee
Sandra

Verlinkt mit
lieben Dank