SchlagwortSeelennahrung

DEN DRACHEN ERLEDIGEN // HEUTE IST ST. MICHAEL // REZEPT

“Und zum Schluss erledigen wir den Drachen!” schmunzelt die Kleine, und man kann ihr ansehen, dass ihr bei dieser Vorstellung das Wasser im Mund zusammenläuft. Mit einem grossen, mutigen Sprung hüpft sie über den Bach. Und als sie auf der andern Seite ankommt, will sie gleich nochmals.
Mutig sein hat so eine Kraft und tut unglaublich gut! Weiterlesen“DEN DRACHEN ERLEDIGEN // HEUTE IST ST. MICHAEL // REZEPT”

EINKAUFEN MIT KIND // AUF DEM BAUERNMARKT // GELDBÖRSEN DIY

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Einkaufen und einkaufen mit Kind sind zwei völlig verschiedene Tätigkeiten.

Bei der ersten geht es ums Besorgen der Lebensmittel für eine Familie. Bei der zweiten geht es ums Besorgen der Lebensmittel für eine Familie, währenddem man zwischen den Regalen die Kinder sucht, die ausgeräumten Regale wieder ordentlich einräumt, die unnötige und ausnahmslos ungesunde Schmuggelware im Wagen entdeckt und wieder auspackt, man über warum-wieso und weshalb-nicht diskutiert und dabei den Überblick über die Leckereien zu bewahren versucht, die weggegessen sind, bevor sie jemals das Förderband bei der Kasse auch nur berührt haben. Weiterlesen“EINKAUFEN MIT KIND // AUF DEM BAUERNMARKT // GELDBÖRSEN DIY”

EIN BOHNENZELT IM GARTEN // NATURBEWUSSTSEIN

…oder die schnellste Bohne der ganzen Welt

Zugegeben, ich gehörte nicht zu den allergeduldigsten Gärtnerinnen dieses Planeten. Mir ist recht, wenn dann schon schnell mal was passiert. Noch rechter finde ich es, wenn das, was passiert, ein bisschen unempfindlich daher kommt. Deshalb bin ich im Team Bohne, denn die ist wunderbar auf Zack. Weiterlesen“EIN BOHNENZELT IM GARTEN // NATURBEWUSSTSEIN”

MIT BÜCHERN DURCH DAS JAHR // BÜCHER SIND LEBENSMITTEL

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Ich finde es grossartig, in einem Land zu leben, in dem wir die vier Jahreszeiten so ausgeprägt erleben dürfen. Ich liebe jede einzelne und habe die Vielfalt und ihren Zauber jeweils vermisst, wenn ich auf Reisen war (Nikolaus am Strand ist schön… aber Nikolaus im verschneiten Wald ist einfach nicht zu übertreffen!). 

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OSTERHASE MIT BURN-OUT // ODER WENIGER IST MEHR

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Wer in den sozialen Medien unterwegs ist, kommt am grossen Verzicht, der Fastenzeit, nicht vorbei. Es wird gedetoxt, verzichtet und reduziert, gemeinsam oder ganz allein, aber immer mit der Community, die unterstützt, anspornt, bewundert und aber einem auch bei einem “Rückfall” gut zuredet.

Daumen hoch, I like trotzdem oder eben gerade deswegen!
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EIN NIGELNAGELNEUES JAHR / FRAU HOLLE, BITTE KOMMEN

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Euch allen ein sonniges, glückerfülltes, purlimunteres funkelnigelnagelneues Jahr voller zauberhaften Augenblicken, herzlichen Begegnungen und Ideen, die eure Augen zum leuchten bringen.

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BESEELTE WOLLSCHÄFCHEN // DIY

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Seit vielen Jahrhunderten wickeln die Menschen Wolle. Vom Strang der Spindel zu handlichen Wollknäueln, die verstrickt werden. Seit immer schon sitzt man zusammen, redet und wickelt Wolle. Versunken in den Bewegungen der Hände gleitet die Wolle durch die Finger. Auch Kinder wickeln. Als wäre es in den Zellen, wickeln sie Wollfäden um ihre eigenen Hände, Schnüre um Stuhlbeine, Verbandszeug tausendmal um ihr Kuscheltier, wickeln ihre Schneckenbänder um Arme und Beine, und als ich letztens den Gürtel meines Bademantels vermisste, fand ich ihn zu einem Strang gewickelt im Kinderzimmer. Darin ein wunderschöner Schatz… Weiterlesen“BESEELTE WOLLSCHÄFCHEN // DIY”

HERZEN FÜLLEN – GEDANKEN ZUR VORWEIHNACHTSZEIT

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Kekse knuspern, Kerzen anzünden, Geschichten erzählen und ab und zu was werkeln. 
Mehr braucht kein Mensch.

Mein Herz ist Beschützer wunderschöner Erinnerungen. In gewissen Zeiten halte ich mich an diese, weil sie mir helfen, zu erspüren, was wirklich zählt. Gedanken an warme, stimmungsvolle Adventstage meiner Kindheit, zum Beispiel. Wie einfach es war, voller Glück und Aufregung zu sein, aufgehoben in einem Zauber, der damals aus wenig bestand und doch jede Zelle meines Ichs berührte.

Ich erinnere  mich, wie ich ganz früh an einem Weihnachtsmorgen neben dem Christbaum am grossen Fenster stand, in die Schneelandschaft blickte, und wie ich tief in meinem Innern fühlte, dass es wohl nichts Schöneres auf der Welt geben kann wie dieser Schnee, dieser geschmückte Baum und ich in dieser Stille.

Viele Jahre später wünsche ich mir diese Empfindungen immer wieder zurück. In einer Zeit, in der alles anders ist (mal abgesehen davon, dass hier seit Jahren kein Schnee mehr liegt an Weihnachten….), mein Herz jedoch immer noch meinen Puls bestimmt.

Seit Jahren nehme ich mir jeden November vor, noch langsamer zu werden,  noch viel weniger im Aussen, stattdessen mehr im Innern zu weilen.
Und trotz guter Vorbereitung und einer Alltagsgestaltung in SloMo meinerseits, ist es doch eine ganz schöne Herausforderung, den Rhythmus der Welt mit meinen Bedürfnissen zu verbinden und die Zeit meiner Kinder mit dem Notwendigen zu füllen, nämlich: gemeinsame Zeit, eine Stimmung des Wohlbefindens, der Wärme und sonst nichts.
Klingt einfach, aber eben.
Als Kindergärtnerin habe ich die Tage im Dezember ganz, ganz einfach gehalten, weil mir bewusst war, welchem Stress und Überfluss manche Kinder ausgesetzt waren. Schon der Gang in den Supermarkt, wo bereits ab September Tausende Schokokläuse stramm stehen, ist ja eigentlich eine Herausforderung, die man den Kindern gerne ersparen würde. Wenn ich also meine Vorbereitungen dann so vor mir liegen sah, kam schon dann und wann das Gefühl auf, dass doch alles sehr Minimalistisch daher kam. Doch spätestens am ersten Dezember, wenn die Kinder das erste “Türchen” ihrer Adventskalender geöffnet hatten, Pferdehaargummi, Feuerwehrpflaster, das Schokoherz und das Bild mit der brennenden Kerze bestaunt hatten und sich schon auf die Geschenke vom nächsten Tag freuten, wusste ich: “Meine Planung ist genau richtig.”
Und ich wusste es allerspätestens am 7. Dezember, wenn der Kindergarten-Samichlaus (Nikolaus aus der Schweiz) mit seinen Geschichten aus dem Wald wieder gemütlich in sein Häuschen zurückgekehrt war (der Glückspilz!!!) und die Kinder in einem Eldorado aus Erdnüssen, Schokolade, Lebkuchen und kleinen Spielzeugen versanken, weil…
– auch der Nikolaus zu Hause die DVD von Rudolf das Rentier gebracht hatte…
– Oma einen Nikolausgruss per Post schickte…
– die Nachbarin von oben ein paar Leckereien, ein Bilderbuch und eine CD mit leider total prekär arrangierten Weihnachtsliedern im Namen von Nikolo an die Türklinke hängte…
– die Nachbarin von unten ein synthetisches Plüschrentier vorbeibrachte…
Allerallerspätestens ab dann war sichtbar, in was für einen Irrsinn manche Kinder katapultiert werden. 

Natürlich ging es weiter mit Basarbesuchen am Wochenende, Adventskaffee-Einladungen hier, vorweihnachtliches Kekse backen mit Kindern dort, gemeinsames Singen für die Weihnachtsstimmung in der Nachbarschaft, Besuch des Weihnachtspuppentheaters in der Stadt. Alles gut gemeint. Alles stimmungsvoll inszeniert. Alles untermalt mit Musik. Und Duft. Und Licht. Und Glitzer.
Ein Kind ist immer ein Kind. Mit allen Sinnen aufnehmend, Eindrücke sammelnd, Stimmungen empfindend, voller Neugierde. Alle Fühler sind ausgestreckt, bereit Neues zu erfahren. Das ist wunderschön und soll bitte unbedingt genährt werden. Aber man darf nicht vergessen, dass alles sinnlich Erfahrene Zeit und Ruhe braucht, um sich zu setzen, um geordnet und verarbeitet zu werden um dann internalisiert werden zu können. 
Sinnesüberforderung, diese aufgedrückte “Weihnachtsstimmung”, die doch so weit entfernt von der Stimmung ist, mit der ein kindliches Gemüt umgeben werden sollte, nährt jedoch die Seele niemals. Und auch nicht der Überfluss und die Masslosigkeit, die eine grosse Leere inmitten dieser Fülle hinterlässt.
Es ist eine grosse Aufgabe und braucht ein bisschen Mut, finde ich, das Draußen manchmal einfach draussen zu lassen und sein eigenes Ding zu machen. 
Liebevoll einen Schutzraum für die Familie zu gestalten, im Wissen, dass es lebensnotwendig ist, zur Ruhe kommen zu dürfen, weil es nur mit Musse möglich ist, hin zu spüren, zu fühlen, zu schauen, zu staunen, auszuprobieren, einfach nichts zu tun. Die Seele in Friede und Beschaulichkeit nähren. Vögel füttern, kuscheln, in den Wald gehen, singen, heimlich Keksteig naschen, einander Geschichten erzählen, zusammen sein, malen und werkeln, lümmeln und spielen. Zurück zu dem, was wirklich zählt. Zurück gehen von der leeren Fülle zu gefüllten Herzen.

Manchmal, wenn es mir schwer fällt, hilft es, mich zurück zu spüren, an früher. Zurück an den Weihnachtsmorgen, neben dem Christbaum am grossen Fenster. Wie ich in die Schneelandschaft blicke. Der Schnee, die geschmückte Tanne und ich in dieser Stille und dem grossen Glück.

Eine friedvolle, lebendige, glückliche und innige Adventszeit, euch allen.
Alles Liebe, Sandra

ST. MARTIN // EINE GESCHICHTE FÜR KINDER

St. Martin steht vor der Türe und die Kinder sind aufgeregt. Sie freuen sich riesig darauf, mit den Lichtern durch die Dunkelheit zu gehen, gemeinsam Laternenlieder zu singen und sich danach ein Martinsgänschen zu teilen. Es ist ein zauberhafter Brauch und es bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung, weshalb man am 11. November mit den Lichtern durch die Nacht zieht. Aber manchmal kann so ein Anlass noch inniger erlebbar gemacht werden, wenn man die Kinder ein paar Tage vorher schon auf das Fest vorbereitet… Weiterlesen“ST. MARTIN // EINE GESCHICHTE FÜR KINDER”

KINDERTAGE IM WALD // GEDANKEN UND TIPPS

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Erlaubt euren Kindern, sich in den Wald zu verlieben.

Jeder Tag ist ein Waldtag, ausser bei Sturm. Dann besser nicht. Aber sonst ist Wald das Beste überhaupt. Als Kindergärtnerin war ich einmal die Woche einen Vormittag im Wald. Bei Regen, bei Schnee, im Nebel, bei Sonnenschein, wenn es bewölkt war, wenn es hochsommerlich heiss und auch wenn es saukalt war, sind wir losgezogen, haben Feuer gemacht, Suppe oder Tee gekocht und sind im Gehölz rumgestreunt. Und es war jedes einzelne Mal ein wunderschönes Erlebnis. 

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