SchlagwortVorweihnachtszeit

WIE WIRD MAN EIGENTLICH ADVENTSLIG?

Es geht ja immer schwupps. Kaum sind Badehose und Sonnencrème eingemottet, wird man in den Supermärkten von Schokonikoläusen, Lebkuchen und den obligaten Adventskalendern erschlagen. Ganz zu schweigen von der Weihnachtsbeleuchtung, die hier in Wien flux montiert wird und bis zu ihrer Erleuchtung inkognito im Herbstwind hin und her schaukelt. “Viel zu früh! Die spinnen doch!” posaune ich dann manchmal, als wäre es das Hinterletzte, so früh vorweihnachtlich zu sein. Weiterlesen“WIE WIRD MAN EIGENTLICH ADVENTSLIG?”

BÜCHER SIND LEBENSMITTEL – DIE WEIHNACHTSGESCHICHTE

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Still, still, still,
weil’s Kindlein schlafen will.
Die Englein tun schön jubilieren,
bei dem Kripplein musizieren.
Still, still, still,
weil’s Kindlein schlafen will.

STERNTALER // TRANSPARENTSTERNE FALTEN // DIY

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Am Adventsbazar der Waldorfschule wird aus einem Schulzimmer jedes Jahr ein Sternenzimmer. Dort werden in aller Ruhe und in stimmungsvoller Atmosphäre Sterne gefaltet. Die letzten Jahre habe ich immer nur einen schnellen Blick geworfen und bin dann mit meinen kleinen Kinder weiter auf den Weg. Ruhe war ja eher nicht so… Dieses Jahr aber wollte der Grosse da unbedingt hin. Und als wir in das Sternenzimmer eintraten, war es, als hätte sich der Himmel aufgetan und als würde gleich das kleine Mädchen der Sterntaler aus dem Nichts kommen und die Sterne in seinem Hemdchen auffangen.  Weiterlesen“STERNTALER // TRANSPARENTSTERNE FALTEN // DIY”

ADVENTS – DUFTKRANZ // DIY

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In der dunklen Nacht ist ein Stern erwacht, leuchtet hell am Himmelszelt, schenkt sein Licht der ganzen Welt. In der dunklen Nacht ist ein Stern erwacht. Weiterlesen“ADVENTS – DUFTKRANZ // DIY”

24 TAGE VOLLER LICHT – DER UMGEKEHRTE ADVENTSKALENDER

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Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden, ohne dass ihr Licht schwächer wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird.
Siddhartha Gautama Buddha
Noch 24 Tage bis Weihnachten… Und bestimmt haben sich viele von euch Gedanken darüber gemacht, wie ihr den Kindern das Warten und das sich Sehnen bis zum Weihnachtsfest versüssen könnt. Denn die 24 Tage würden einfach viel zu lange dauern und das Warten einem wahnsinnig machen, würde man nicht jeden Tag ein Türchen öffnen dürfen, eine Geschichte hören, eine Kerze anzünden, ein kleines Päckchen auspacken oder nach und nach das Adventsgärtlein aufbauen. 
Der Adventskalender ist aber auch eine ganz zauberhafte Erfindung, die Kinder auf das grosse Fest vorzubereiten und die Vorfreude zu nähren. Meine Kinder stehen in der Adventszeit jedenfalls leichter und viel lieber auf als an den Morgen der restlichen 11 Monate… Tja.
Vor ein paar Tagen bin ich auf das Projekt des umgekehrten Adventskalenders von Streetlife Wien gestossen und beschloss, dass wir dieses Jahr mitmachen bei der Aktion. Ein tolles Projekt, wie ich finde, bei dem man jeden Tag etwas verschenkt, statt was zu bekommen. Die Idee ist: Ab dem 1. Dezember jeden Tag ein neues, haltbares Produkt in eine Kiste zu packen und an Weihnachten zu einer Sachspenden-Annahmestelle zu bringen. Wir haben uns entschieden, dass unser gefüllte Adventskalender zur Caritas gebracht wird. Hier findet man die Listen, was in welchem Haus an aktuellen Sachspenden am dringendsten benötigt wird. Denn, nicht alle Mamas und Papas machen sich Gedanken über stimmige Weihnachtsvorbereitungen ihrer Kinder. Nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie nicht dazu kommen. Weil die Kraft fehlt, die Musse, die Mittel. Weil die Sorgen gross sind, Ängste und Trauer sie erdrücken, weil Not herrscht und weil sich manche fragen, wie sie den nächsten Tag überstehen.
Es ist richtig, sich die Adventszeit schön zu gestalten. Es ist wichtig, sich auf Weihnachten freuen zu dürfen, auf ein Fest, welches man in Gemeinschaft verbringt, sich nah ist, es sich fein macht.
Vorbereitungen sind gut und sinnvoll und pflegen die Seele der Kinder, wenn wir ganz einfach, aber voller Liebe, jeden Tag etwas Kleines für sie bereit haben. Das ist auch gar nicht materiell gemeint. Eine Geschichte, ein Lied, währenddem man gemeinsam die Kerze anzündet, können Momente des grossen Glücks sein. 
Aber es ist einfach schön, wenn dabei die anderen nicht vergessen werden. Die Kinder eben, deren Eltern jetzt grad nicht können.
Meine Lütten mögen ja immer nicht mitgehen zum Einkaufen. Grosses Gemaule und Zeitlupentempo, wenn wir los wollen. Aber diesmal waren sie voller Freude und haben mit viel Herzblut eingekauft. Der Grosse meinte: “Ich weiss eben am Besten, was Kinder so brauchen.” Und das stimmt ja so sehr.
Ab Freitag dürfen die Kinder jeden Tag eines der ausgewählten Produkte in die vorbereitete Geschenkeschachtel legen. Sie freuen sich jetzt schon aufs Herrichten der Kiste. Wenn sie gefüllt ist, vor Weihnachten, überbringen wir unser Paket der Caritas und hoffen fest darauf, dass wir so etwas Licht und Wärme überbringen dürfen.
 
Ha, ha, ich höre die Kritiker denken: “Das bringt doch nüscht. Eine Kiste reicht doch niemals.” Stimmt, da habt ihr vollkommen recht. Es braucht ne ganze Menge Kisten. Mitmachen ist pipileicht! Hier findet ihr alle Listen der aktuellen Sachspenden der Caritas.
Weil es einfach noch viel schöner ist, mit der Familie und den liebsten Freunden Weihnachten zu feiern, wenn man weiss, dass es andere auch gut haben.
Viel Licht und Liebe, euch und euren Liebsten.
Sandra
Vielleicht mögt ihr diesen Post teilen. Ich würde mich sehr freuen.

Der umgekehrte Adventskalender gibt es übrigens auch in Deutschland. Hier findet ihr Infos dazu.

Übrigens: Ja, auch meine Kinder haben Adventskalender. Abwechselnd dürfen sie ein kleines Päckchen öffnen und/oder ein Schnürchen am Holzkalender ziehen, bei dem ein Tier in die Schneelandschaft huscht. Am 24. Dezember wird dann der Weihnachtsbaum zum Vorschein kommen. Der Holzkalender ist meine Diplomarbeit, die ich als Kindergärtnerin im Werkunterricht geschaffen habe. Adelheid Schait hat den genialen “Bauplan” gefertigt, und zusammen mit meinem Vater habe ich Wochenende um Wochenende gesägt, geschliffen, getüftelt und gemalt. 

Den Adventskalender hängen wir jeden Dezember in unsere Stube. Seit gefühlten hundert Jahren. Und noch immer finde ich ihn wunderschön.

HERZEN FÜLLEN – GEDANKEN ZUR VORWEIHNACHTSZEIT

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Kekse knuspern, Kerzen anzünden, Geschichten erzählen und ab und zu was werkeln. 
Mehr braucht kein Mensch.

Mein Herz ist Beschützer wunderschöner Erinnerungen. In gewissen Zeiten halte ich mich an diese, weil sie mir helfen, zu erspüren, was wirklich zählt. Gedanken an warme, stimmungsvolle Adventstage meiner Kindheit, zum Beispiel. Wie einfach es war, voller Glück und Aufregung zu sein, aufgehoben in einem Zauber, der damals aus wenig bestand und doch jede Zelle meines Ichs berührte.

Ich erinnere  mich, wie ich ganz früh an einem Weihnachtsmorgen neben dem Christbaum am grossen Fenster stand, in die Schneelandschaft blickte, und wie ich tief in meinem Innern fühlte, dass es wohl nichts Schöneres auf der Welt geben kann wie dieser Schnee, dieser geschmückte Baum und ich in dieser Stille.

Viele Jahre später wünsche ich mir diese Empfindungen immer wieder zurück. In einer Zeit, in der alles anders ist (mal abgesehen davon, dass hier seit Jahren kein Schnee mehr liegt an Weihnachten….), mein Herz jedoch immer noch meinen Puls bestimmt.

Seit Jahren nehme ich mir jeden November vor, noch langsamer zu werden,  noch viel weniger im Aussen, stattdessen mehr im Innern zu weilen.
Und trotz guter Vorbereitung und einer Alltagsgestaltung in SloMo meinerseits, ist es doch eine ganz schöne Herausforderung, den Rhythmus der Welt mit meinen Bedürfnissen zu verbinden und die Zeit meiner Kinder mit dem Notwendigen zu füllen, nämlich: gemeinsame Zeit, eine Stimmung des Wohlbefindens, der Wärme und sonst nichts.
Klingt einfach, aber eben.
Als Kindergärtnerin habe ich die Tage im Dezember ganz, ganz einfach gehalten, weil mir bewusst war, welchem Stress und Überfluss manche Kinder ausgesetzt waren. Schon der Gang in den Supermarkt, wo bereits ab September Tausende Schokokläuse stramm stehen, ist ja eigentlich eine Herausforderung, die man den Kindern gerne ersparen würde. Wenn ich also meine Vorbereitungen dann so vor mir liegen sah, kam schon dann und wann das Gefühl auf, dass doch alles sehr Minimalistisch daher kam. Doch spätestens am ersten Dezember, wenn die Kinder das erste “Türchen” ihrer Adventskalender geöffnet hatten, Pferdehaargummi, Feuerwehrpflaster, das Schokoherz und das Bild mit der brennenden Kerze bestaunt hatten und sich schon auf die Geschenke vom nächsten Tag freuten, wusste ich: “Meine Planung ist genau richtig.”
Und ich wusste es allerspätestens am 7. Dezember, wenn der Kindergarten-Samichlaus (Nikolaus aus der Schweiz) mit seinen Geschichten aus dem Wald wieder gemütlich in sein Häuschen zurückgekehrt war (der Glückspilz!!!) und die Kinder in einem Eldorado aus Erdnüssen, Schokolade, Lebkuchen und kleinen Spielzeugen versanken, weil…
– auch der Nikolaus zu Hause die DVD von Rudolf das Rentier gebracht hatte…
– Oma einen Nikolausgruss per Post schickte…
– die Nachbarin von oben ein paar Leckereien, ein Bilderbuch und eine CD mit leider total prekär arrangierten Weihnachtsliedern im Namen von Nikolo an die Türklinke hängte…
– die Nachbarin von unten ein synthetisches Plüschrentier vorbeibrachte…
Allerallerspätestens ab dann war sichtbar, in was für einen Irrsinn manche Kinder katapultiert werden. 

Natürlich ging es weiter mit Basarbesuchen am Wochenende, Adventskaffee-Einladungen hier, vorweihnachtliches Kekse backen mit Kindern dort, gemeinsames Singen für die Weihnachtsstimmung in der Nachbarschaft, Besuch des Weihnachtspuppentheaters in der Stadt. Alles gut gemeint. Alles stimmungsvoll inszeniert. Alles untermalt mit Musik. Und Duft. Und Licht. Und Glitzer.
Ein Kind ist immer ein Kind. Mit allen Sinnen aufnehmend, Eindrücke sammelnd, Stimmungen empfindend, voller Neugierde. Alle Fühler sind ausgestreckt, bereit Neues zu erfahren. Das ist wunderschön und soll bitte unbedingt genährt werden. Aber man darf nicht vergessen, dass alles sinnlich Erfahrene Zeit und Ruhe braucht, um sich zu setzen, um geordnet und verarbeitet zu werden um dann internalisiert werden zu können. 
Sinnesüberforderung, diese aufgedrückte “Weihnachtsstimmung”, die doch so weit entfernt von der Stimmung ist, mit der ein kindliches Gemüt umgeben werden sollte, nährt jedoch die Seele niemals. Und auch nicht der Überfluss und die Masslosigkeit, die eine grosse Leere inmitten dieser Fülle hinterlässt.
Es ist eine grosse Aufgabe und braucht ein bisschen Mut, finde ich, das Draußen manchmal einfach draussen zu lassen und sein eigenes Ding zu machen. 
Liebevoll einen Schutzraum für die Familie zu gestalten, im Wissen, dass es lebensnotwendig ist, zur Ruhe kommen zu dürfen, weil es nur mit Musse möglich ist, hin zu spüren, zu fühlen, zu schauen, zu staunen, auszuprobieren, einfach nichts zu tun. Die Seele in Friede und Beschaulichkeit nähren. Vögel füttern, kuscheln, in den Wald gehen, singen, heimlich Keksteig naschen, einander Geschichten erzählen, zusammen sein, malen und werkeln, lümmeln und spielen. Zurück zu dem, was wirklich zählt. Zurück gehen von der leeren Fülle zu gefüllten Herzen.

Manchmal, wenn es mir schwer fällt, hilft es, mich zurück zu spüren, an früher. Zurück an den Weihnachtsmorgen, neben dem Christbaum am grossen Fenster. Wie ich in die Schneelandschaft blicke. Der Schnee, die geschmückte Tanne und ich in dieser Stille und dem grossen Glück.

Eine friedvolle, lebendige, glückliche und innige Adventszeit, euch allen.
Alles Liebe, Sandra

BÜCHER SIND LEBENSMITTEL – SAMICHLAUS UND SEINE BRÜDER

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Nun wollte ich euch heute ein paar wirklich tolle Bilderbücher vorstellen, weil ich dachte, dass diese sich auch gut machen in einem Nikolaussack. Schoggi schmausend und Nüsse knackend Samichlausgeschichten hören ist nämlich besonders gemütlich und stimmungsvoll. Aber gerade als ich anfangen wollte zu schreiben, fiel mir auf, dass ich eigentlich “nur” Bilderbücher in meinem Bücherregal stehen habe, die vom rot gekleideten Samichlaus aus dem Wald erzählen…

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BIENENWACHSKERZEN ROLLEN // DIY

Alle Jahre wieder… 

…freue ich mich auf das Bienenwachskerzen – Drehen mit den Kindern. Weil es ur gemütlich ist, umhüllt von diesem zauberhaften Duft zusammenzusitzen und die Wachsplatten zu Kerzen zu drehen. Zu den schönsten Kerzen, mit dem wärmsten Schein überhaupt, wie ich finde.  Weiterlesen“BIENENWACHSKERZEN ROLLEN // DIY”