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BÜCHER SIND LEBENSMITTEL – DIE WEIHNACHTSGESCHICHTE

Still, still, still,
weil’s Kindlein schlafen will.
Die Englein tun schön jubilieren,
bei dem Kripplein musizieren.
Still, still, still,
weil’s Kindlein schlafen will.
(Wiegenlied aus dem Salzkammergut)

Wir haben die Weihnachtsbücher vorgekramt. Auch dies gehört, nebst Kekse knuspern und die Kerzen des Adventskranzes zu entzünden, zu den Dingen, die die Adventszeit ausmachen. Wir gehören ja praktisch ganzjährig zu den “Bilderbuchfamilien” (haha), dennoch finde ich, dass das gemeinsame Lesen in der Adventszeit noch inniger und gemütlicher ist als sonst im Jahr.
Beim Durchblättern der wiederentdeckten Bücher ist mir einerseits aufgefallen, wie viele tolle Weihnachtsbücher sich über die Jahre in meiner Kinderbibliothek angesammelt haben, und anderseits, wie wenige davon tatsächlich DIE Weihnachtsgeschichte erzählen. Es gibt so viele wunderbare Bücher über Weihnachten mit den Waldtieren, Weihnachtsvorbereitungen bei den Hexen, Erzählungen von Trollen, die Weihnachtszauber vollbringen oder darüber, wie Menschen zusammen kommen um zu feiern. Aber Geschichten, die über die Reise von Maria und Josef und die Geburt Jesu erzählen, und deren Bildsprache ich kindgerecht und ansprechend finde, sind eigentlich ganz schön rar. 

Ich glaube, ich mochte die lustigen Geschichten bisher immer lieber und hatte mein Augenmerk tatsächlich nicht auf der Weihnachtsgeschichte. Dafür spüre ich bei meinen Kindern das Bedürfnis nach eben dieser ganz klar. Gespannt und fasziniert hören sie den Erzählungen der Reise von Nazareth nach Betlehem zu, sie bangen und sie sind voller Glück, als das Kindlein im Stall geboren wird und die Engel es der Welt verkünden.

Ein Kind wird geboren und die Welt ist voller Freude. Was könnte einem Kind näher sein als dieser Segen?

Die Geschichte ist Ursprung des Festes und gehört zu den Feierlichkeiten oder in die Vorbereitungen einfach dazu, finde ich. Hier sind die Weihnachtsgeschichten, die ich gerne mag. 

“Die Weihnachtsgeschichte”* von Eleonore Schmid

Die Weihnachtsgeschichte nach dem originalen Bibeltext aus Lukas 2, Vers 1 – 20, in der Übersetzung von Martin Luther.
Lange habe ich das Buch den Kindern vorenthalten, weil ich dachte, dass der Bibeltext zu schwierig sei für sie. Ich erzähle meinen Kindern oft auf Schweizerdeutsch, so findet automatisch nicht nur eine sprachliche, sondern auch eine inhaltliche Übersetzung statt und meine Interpretation schwingt mit. Ich glaube aber auch, dass die Kinder das Vorgelesene verstehen, weil sie die Gabe haben, das Grosse Ganze zu spüren und so die Geschichte in ihrem Herzen zu fühlen.
Die Geschichte wird von wunderschönen und sehr eindrücklichen Bilder von Eleonore Schmid unterstrichen.

“Die Geschichte vom Weihnachtsglöckchen”* von Rolf Kreuzer und Maja Dusíková

Ein kleines Mädchen aus Betlehem findet ein silbernes Glöckchen. Als in einem nahen Stall ein Kind geboren wird, und die Engel das himmlische Ereignis überall verkünden, weiss es, wofür es das Glöckchen gefunden hat. Es schenkt es dem Kind. Seit diesem Tag klingelt immer in der Weihnachtszeit das feine Glöckchen, um an das wunderbare Geschehen zu erinnern.
Die Geschichte vom Glöckchen umrahmt die Weihnachtsgeschichte mit stimmungsvollen Bildern und schlägt einen Bogen bis in unsere Zeit. Sogar bis hinein in unsere Stuben.

“Weihnachten im Stall”* von Astrid Lindgren und Harald Wiberg

Eine Mutter erzählt ihrem Kind wie es war, vor langer Zeit, als eine Frau und ein Mann in der Dunkelheit Unterschlupf in einem Stall fanden. Mitten in der Nacht bekam die Frau dort ihr Kind. Alle Sterne leuchteten am Himmel, der hellste und grösste aber strahlte über dem Stall, in dem das neugeborene Kind in der Krippe lag.
Es ist wenig Text, der die eher dunkel gehaltenen Bilder beschreibt. Es wird weder von Maria und Josef gesprochen, noch kommt ein Esel in der Geschichte vor. Keine Suche nach einer Herberge und auch keine Engel. Ganz wunderbar still, ganz einfach und stimmig beschreibt Astrid Lindgren ihre Weihnachtsgeschichte. Ich glaube, dass ich sie gerade deshalb so gerne mag.

“Marias kleiner Esel, eine Weihnachtslegende”* von Gunhild Sehlin

Kein Bilberbuch, aber ein wunderschönes Taschen-Vorlesebuch für die Weihnachtszeit.
Der kleine Esel ist faul, struppig und bockig. Doch nur eine erkennt, dass er der prächtigste Kerl ist, den man sich vorstellen kann: Maria.
Und der kleine Esel, der dankt es ihr – mehr als einmal. Ohne ihn wären Maria und Josef nämlich wohl kaum heil bis nach Bethlehem gekommen. Und nicht nur das…
Die Reise nach Betlehem mit all den Wundern und der grossen Zuversicht ist so liebevoll beschrieben, dass die Geschichte sehr gut ohne detaillierte Bilder auskommt. Die Kinder lieben den kleinen Esel, der doch so schlau und flink und zauberhaft durch diese Erzählung führt. Die Geschichte kann nicht an einem Tag erzählt werden. Sie ist perfekt, um in der Adventszeit oder über die Weihnachtstage immer wieder zusammen zu sitzen und ein Stück der Geschichte zu hören.

Es ist unglaublich, wie viele Bilderbücher über Weihnachten in der Bücherei hier ums Eck aufliegen. Aber in den wenigsten ist die Weihnachtsgeschichte beschrieben oder aber ich fand die Bilder irgendwie mau. Habt ihr ein Lieblingsbuch mit der Weihnachtsgeschichte? Und welches ist das? Ich bin sehr gespannt und immer offen für neue Buchempfehlungen.

Auf ein schönes, inniges 3. Adventswochenende. Mit den liebsten Grüssen aus dem schon wieder eindunkelnden Wien… 
Sandra

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STERNTALER (DIY)

Am Adventsbazar der Waldorfschule wird aus einem Schulzimmer jedes Jahr ein Sternenzimmer. Dort werden in aller Ruhe und in stimmungsvoller Atmosphäre Sterne gefaltet. Die letzten Jahre habe ich immer nur einen schnellen Blick geworfen und bin dann mit meinen kleinen Kinder weiter auf den Weg. Ruhe war ja eher nicht so… Dieses Jahr aber wollte der Grosse da unbedingt hin. Und als wir in das Sternenzimmer eintraten, war es, als hätte sich der Himmel aufgetan und als würde gleich das kleine Mädchen der Sterntaler aus dem Nichts kommen und die Sterne in seinem Hemdchen auffangen.

Wunderschön leuchteten die filigranen Papiersterne von den Fenstern, und so friedlich war die Stimmung in diesem Raum, dass der Grosse beschloss, sich einen Stern zu falten. Ich war erst ein bisschen unsicher. Schwierig… sieht kompliziert aus… hach, mit dem dünnen Papier… das dauert bestimmt voll lange. Eigentlich wollte ich es ihm so ein bisschen ausreden. Das wäre wirklich sehr schade und auch ein bisschen blöd gewesen, denn er war sehr entschieden. Er suchte sich Papier und eine einfache Sternenvorlage aus, und eine falterfahrene, geduldige Schülerin half ihm Schritt für Schritt, Falt für Falt. Und so entstand sein (unser) erster Faltstern. Mit Begeisterung, Freude, und auch ein bisschen verzaubert hielt er seinen Stern an das Fenster und liess ihn staunend leuchten.

In der Zwischenzeit bin ICH dem Sternenfieber verfallen. Wieder ist es für mich das Einfache, Ursprüngliche, was mich berührt und was ich so ganz wunderschön finde, eben gerade in einer Zeit mit viel Blingbling. Ich habe nach unkomplizierten Faltanleitungen gesucht, für die Kinder, aber auch für mich. Denn, ehrlich gesagt, meditativ und stimmig ist ja das Falten nur dann, wenn die Projekte dem Können entsprechen und so simpel erklärt werden, dass man einfach folgen kann (ohne zwischenzeitlich durchzudrehen). Falls ihr also zu den Superfaltern gehört, wird euch mein Tutorial noch nicht mal ein müdes Lächeln entzaubern können. Für alle anderen habe ich drei GANZ einfache Anleitungen gefunden, für die es pro Sternzacke nur 3-4 Faltungen braucht. Die Anweisungen möchte ich gerne mit euch teilen. Weil es grossartig ist, “nur” aus Papier, Zeit, ein bisschen Geduld und Freude wunderschöne Weihnachtsstimmung zu zaubern.

Ihr braucht:
– Papier (Ich habe quadratisches Transparentpapier 15cm x 15cm benutzt, das ich im Bastelladen gefunden haben. Ihr bekommt es aber auch hier
– eine Schere oder ein Messer, um einige der Faltpapiere zu teilen
– einen Klebestift 
→ und unbedingt genügend Licht
Wenn ihr mit Kindern faltet, ist es hilfreich, neben ihnen zu sitzen. Zu Beginn faltet ihr mit ihnen zusammen, Schritt für Schritt, jedoch jeder seine eigene Sternenzacke. Wichtig ist, dass die Kinder mit ihren Fingernagelbettchen die Faltkanten ganz gut glätten, denn dann gelingt das Weiterfalten viel einfacher. Wir erzählen beim Falten gerne Geschichten (statt Erklärungen): Die Papierspitze von unten besucht die obere Spitze… in der Mitte treffen sich die zwei Seiten und kuscheln sich ganz nah zueinander, wir falten ein Hausdach u.s.w.

Der erste Stern ist der einfache Segelstern:
Ihr braucht dazu 8 quadratische Faltpapiere.
1. Faltet euer Papier in der Mitte zu einem Dreieck
2. Öffnet das Dreieck wieder
3. Faltet die oberen Seiten nun auf die mittlere Faltlinie zu einem “Segel”
4. wenn ihr alle acht Zacken gefaltet habt, klebt ihr sie mit einem Klebestift zusammen. Achtet darauf, dass die unteren Spitzen aufeinander liegen und dass immer die kurze Seite des oberen Zackens auf die Mittellinie des unteren Zackens zu liegen kommt.
→Kommt ihr zum Befestigen der letzten Zacke, wird sie sowohl auf der vorherigen Sternenzacke aufgeklebt, wie auch unter die erste Zacke. Ihr könnt die erste Papierzacke einfach hochheben und dann festkleben. Dieser Schritt wiederholt sich bei jedem Stern, den ihr euch faltet.
Der zweite Stern ist unser Weihnachtsstern:
Für diesen Stern halbiert ihr 4 eurer quadratischen Papiere längs. Ihr könnt diese mit der Schere oder auch mit einem Messer schneiden. Ihr braucht 8 Hälften.
1. Faltet das Papier längs in die Mitte
2. öffnet das Gefaltete wieder.
3. Faltet nun die oberen, kurzen Seiten auf die Mittellinie (Hausdach), die unteren, kurzen Seiten ebenfalls (umgekehrtes Hausdach).
4. das obere “Hausdach” wird nun nochmals auf die Mittellinie gefaltet.
5. Wenn ihr alle Zacken gefaltet habt, dann klebt ihr diese mit dem Klebestift zusammen. Gebt auch wieder die Spitzen zusammen und jeweils die “Giebel des unteren Hausdaches” auf die Mittellinie der unteren Sternenspitze.
Und der Schneestern:
Ihr benötigt 8 quadratische Faltblätter
1. Faltet das Papier zu einem Dreieck
2. Öffnet das Dreieck wieder und faltet es über die andere Seite ebenfalls nochmals zu einem Dreieck
3. Wenn ihr nun das Papier wieder aufgefaltet vor euch liegen habt, ist ein Kreuz zu sehen.
4. Die äusseren beiden Ecken treffen sich in der Mitte
5. Die “Giebel des oberen Hausdaches” werden auf die Mittellinie gelegt
6. Klebt nun all eure Zacken zu einem Stern zusammen. Wieder treffen alle Spitzen aufeinander, wieder liegt der “Giebel des unteren Daches” auf der Mittellinie des unten liegenden Sternenzackens.

Ihr könnt eure Faltblätter auch vierteln, um kleinere Sterne zu falten und eine Vielfalt zu bekommen. Ich habe meine Sterne aus weissem Papier gefaltet, weil ich diese wunderschön finde. Meine Kinder jedoch sind eher auf bunt, und so haben sie hellgrün, blau, violett und pinke Sterne an ihr Fenster geklebt. Und wenn die Sonne reinleuchtet ist es, als wäre man in einem Kaleidoskop zu Hause… 

Zu guter Letzt hier noch eines meiner Lieblingsmärchen der Gebrüder Grimm für euch. Um vor dem Falten zu lesen, während dem Falten zu erzählen und um nach dem Falten nochmals zu hören… Viel Freude.

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld.
Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: “Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig.” Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: “Gott segne dir’s” und ging weiter. Da kam ein Kind, das jammerte und sprach: “Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.” Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror: da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: “Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben,” und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.
Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter blanke Taler; und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.   

danke

ADVENTS – DUFTKRANZ (DIY)

In der dunklen Nacht ist ein Stern erwacht, leuchtet hell am Himmelszelt, schenkt sein Licht der ganzen Welt. In der dunklen Nacht ist ein Stern erwacht.

Steht ein Lieferwagen vor einem Blumengeschäft, ist es bei mir so, wie wenn ein Baum gefällt wird. Ich kann immer nicht daran vorbei gehen, ohne zu gucken und mir was mitzunehmen. Und so lief ich vor ein paar Tagen an einem Blumengeschäft vorbei und die Blumenhändlerin hat Tannäste und Seidenkiefernbunde ausgeladen, und schon wars um mich geschehen. Ein bisschen von dem und ein bisschen das. Dann habe ich unseren Thymian im Garten zurückgeschnitten und die Eukalyptuszweige aus der Blumenvase genommen und schon lag ein üppig duftendes Potpourri an Grün in unserem Wohnzimmer. 
In unserer Familie ist es Tradition, für Advent einen Kranz mit vier Kerzen aufzustellen. Früher hat meine Mutter jedes Jahr einen für die Familie gestaltet, und so mache ich es nun für meine. Ich habe nie wirklich gelernt, Kränze zu binden, vielleicht fallen sie (auch Blumenkränze im Sommer oder die aus Zweigen an Ostern) deshalb immer ziemlich wild aus. Ich tu das intuitiv und bin davon ziemlich überzeugt ;-). 

Ein Kranz zu binden nach Art der Lieblingsbande ist einfach, und die Kinder können dabei mithelfen. Ich habe euch aufgeschrieben, wie unser diesjähriger Duft – Adventskranz entstanden ist.
Ihr braucht dazu:
– Grünzeug (ich habe Tannenäste, Seidenkiefer, Eukalyptus und Thymian verarbeitet. Gerne hätte ich auch noch Rosmarin oder Lavendel dazugenommen). 
→Achtet auf jeden Fall darauf, dass ihr keine giftigen Äste verwendet. Vor allem, wenn Kinder und/oder Haustiere in eurem Haushalt leben.)
– Eine Gartenschere
– Blumendraht
– eine Zange
– einen Kranz-Rohling aus Stroh oder ihr könnt euch aus Zeitungspapier und Klebeband einen Rohling selber herstellen.
– 4 Kerzen
– 4 Stück dicker Draht oder Nägel ohne Kopf (Metallstifte), um die Kerzen auf dem Kranz gut zu befestigen
Und los gehts:

Zuerst schneidet ihr das Grün in kleine Zweige. Die Arbeit lohnt sich, denn sind die Zweige gut vorbereitet, muss man beim Binden den Kranz nicht aus den Händen legen. Mein Grosser hat mit der Gartenschere die Zweige zerkleinert, währenddem hat sie die Kleine sortiert. Mit so einem tatkräftigen und lustigen Vorbereitungsteam ist es einfach fein. Und der Duft des Grüns macht so zufrieden.

Befestigt den Blumendraht am Rohling. Und dann beginnt das Umwickeln. Die Kinder haben für mich immer kleine Sträusschen aus dem Grün vorbereitet und ich habe diese dann am Kranz befestigt. Achtet darauf, dass ihr die Sträusschen oder Zweige immer über den umwickelten Blumendraht legt, sodass dieser nicht zu sehen ist. 
Ist der Kranz umwickelt, hebt ihr die ersten Ästchen, die ihr befestigt habt, hoch, sodass ihr das letzte Grün darunter befestigen könnt. 
Da unser Kranz auf dem Tisch stehen wird, haben wir die Unterseite des Rohlings nicht mit Ästen umwickelt. Falls ihr euren Adventskranz aufhängen möchtet, umwickelt ihr natürlich auch die Unterseite.

Verknüpft nun den Blumendraht auf der Unterseite eures Kranzes oder, falls euer Kranz hängen soll, wickelt ihr das Drahtende um den gewickelten Draht.
Schon fertig und es riecht bereits sehr weihnachtlich. Wir haben da und dort noch ein Zweiglein eingesteckt, und so eine Lücke, ein Drahtstück oder eine „Unregelmässigkeit“ kaschiert… Kann ja mal passieren.
Nun werden noch die Kerzen auf den Kranz gegeben. Wir haben dieses Jahr das erste Mal Stabkerzen verwendet. Diese müssen natürlich super gut am Kranz befestigt werden. Dazu haltet ihr den dicken Draht oder die Metallstifte (Nägel ohne den Kopf) MIT DER ZANGE (Achtung, wird heiss!!!) über eine Kerzenflamme. 

Wenn der Nagel heiss ist, steckt ihr ihn mit etwas Druck in die Unterseite der Kerze. Passt auf, dass ihr den Nagel nicht durchstosst. Meine Kinder wollten unbedingt mithelfen beim Erhitzen des Stiftes, das fanden sie spannend. Die Stifte habe ich dann aber in die Kerze gedrückt, denn das ist UNBEDINGT eine Tätigkeit für Erwachsene! 
Die Kerzen könnt ihr, wenn die Metallstifte oder der Draht ausgekühlt ist, fest in den Strohkranz stecken.

Nun steht er da, unser Duftkranz. Jedes mal beim Vorbeigehen kann man Weihnachten riechen. Am Sonntag entzünden wir die erste Kerze und freuen uns darauf!
Der erste Adventskranz hing übrigens in Hamburg im “Rauhen Haus”. Der Theologe Johann Hinrich Wichern beherbergte und unterrichtete dort Waisen- und Strassenkinder. Ihnen baute er aus einem Wagenrad einen “Kranz”, an dem sie jeden Tag eine der 20 kleinen roten Kerzen und am Sonntag jeweils eine der vier grossen weissen Kerzen entzündeten. So hatten die Kinder bildhaft vor Augen, wann endlich Weihnachen ist. 
Scheint, als waren die Kinder schon im Jahre 1839 voller Vorfreude und konnten das Weihnachtsfest kaum erwarten. Es gibt doch Dinge, die sich zum Glück nie ändern.
Euch ein bezauberndes Adventswochenende, mit viel Licht und Duft und schönen Gedanken.
Alles Liebe, Sandra
verlinkt mit den createinaustria / naturkinder

vielen dank

24 TAGE VOLLER LICHT – DER UMGEKEHRTE ADVENTSKALENDER


Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden, ohne dass ihr Licht schwächer wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird.
Siddhartha Gautama Buddha
Noch 24 Tage bis Weihnachten… Und bestimmt haben sich viele von euch Gedanken darüber gemacht, wie ihr den Kindern das Warten und das sich Sehnen bis zum Weihnachtsfest versüssen könnt. Denn die 24 Tage würden einfach viel zu lange dauern und das Warten einem wahnsinnig machen, würde man nicht jeden Tag ein Türchen öffnen dürfen, eine Geschichte hören, eine Kerze anzünden, ein kleines Päckchen auspacken oder nach und nach das Adventsgärtlein aufbauen. 
Der Adventskalender ist aber auch eine ganz zauberhafte Erfindung, die Kinder auf das grosse Fest vorzubereiten und die Vorfreude zu nähren. Meine Kinder stehen in der Adventszeit jedenfalls leichter und viel lieber auf als an den Morgen der restlichen 11 Monate… Tja.
Vor ein paar Tagen bin ich auf das Projekt des umgekehrten Adventskalenders von Streetlife Wien gestossen und beschloss, dass wir dieses Jahr mitmachen bei der Aktion. Ein tolles Projekt, wie ich finde, bei dem man jeden Tag etwas verschenkt, statt was zu bekommen. Die Idee ist: Ab dem 1. Dezember jeden Tag ein neues, haltbares Produkt in eine Kiste zu packen und an Weihnachten zu einer Sachspenden-Annahmestelle zu bringen. Wir haben uns entschieden, dass unser gefüllte Adventskalender zur Caritas gebracht wird. Hier findet man die Listen, was in welchem Haus an aktuellen Sachspenden am dringendsten benötigt wird. Denn, nicht alle Mamas und Papas machen sich Gedanken über stimmige Weihnachtsvorbereitungen ihrer Kinder. Nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie nicht dazu kommen. Weil die Kraft fehlt, die Musse, die Mittel. Weil die Sorgen gross sind, Ängste und Trauer sie erdrücken, weil Not herrscht und weil sich manche fragen, wie sie den nächsten Tag überstehen.
Es ist richtig, sich die Adventszeit schön zu gestalten. Es ist wichtig, sich auf Weihnachten freuen zu dürfen, auf ein Fest, welches man in Gemeinschaft verbringt, sich nah ist, es sich fein macht.
Vorbereitungen sind gut und sinnvoll und pflegen die Seele der Kinder, wenn wir ganz einfach, aber voller Liebe, jeden Tag etwas Kleines für sie bereit haben. Das ist auch gar nicht materiell gemeint. Eine Geschichte, ein Lied, währenddem man gemeinsam die Kerze anzündet, können Momente des grossen Glücks sein. 
Aber es ist einfach schön, wenn dabei die anderen nicht vergessen werden. Die Kinder eben, deren Eltern jetzt grad nicht können.
Meine Lütten mögen ja immer nicht mitgehen zum Einkaufen. Grosses Gemaule und Zeitlupentempo, wenn wir los wollen. Aber diesmal waren sie voller Freude und haben mit viel Herzblut eingekauft. Der Grosse meinte: “Ich weiss eben am Besten, was Kinder so brauchen.” Und das stimmt ja so sehr.
Ab Freitag dürfen die Kinder jeden Tag eines der ausgewählten Produkte in die vorbereitete Geschenkeschachtel legen. Sie freuen sich jetzt schon aufs Herrichten der Kiste. Wenn sie gefüllt ist, vor Weihnachten, überbringen wir unser Paket der Caritas und hoffen fest darauf, dass wir so etwas Licht und Wärme überbringen dürfen.
 
Ha, ha, ich höre die Kritiker denken: “Das bringt doch nüscht. Eine Kiste reicht doch niemals.” Stimmt, da habt ihr vollkommen recht. Es braucht ne ganze Menge Kisten. Mitmachen ist pipileicht! Hier findet ihr alle Listen der aktuellen Sachspenden der Caritas.
Weil es einfach noch viel schöner ist, mit der Familie und den liebsten Freunden Weihnachten zu feiern, wenn man weiss, dass es andere auch gut haben.
Viel Licht und Liebe, euch und euren Liebsten.
Sandra
Vielleicht mögt ihr diesen Post teilen. Ich würde mich sehr freuen.

Der umgekehrte Adventskalender gibt es übrigens auch in Deutschland. Hier findet ihr Infos dazu.

Übrigens: Ja, auch meine Kinder haben Adventskalender. Abwechselnd dürfen sie ein kleines Päckchen öffnen und/oder ein Schnürchen am Holzkalender ziehen, bei dem ein Tier in die Schneelandschaft huscht. Am 24. Dezember wird dann der Weihnachtsbaum zum Vorschein kommen. Der Holzkalender ist meine Diplomarbeit, die ich als Kindergärtnerin im Werkunterricht geschaffen habe. Adelheid Schait hat den genialen “Bauplan” gefertigt, und zusammen mit meinem Vater habe ich Wochenende um Wochenende gesägt, geschliffen, getüftelt und gemalt. 

Den Adventskalender hängen wir jeden Dezember in unsere Stube. Seit gefühlten hundert Jahren. Und noch immer finde ich ihn wunderschön.

HERZEN FÜLLEN – GEDANKEN ZUR VORWEIHNACHTSZEIT

 

Kekse knuspern, Kerzen anzünden, Geschichten erzählen und ab und zu was werkeln. 
Mehr braucht kein Mensch.

Mein Herz ist Beschützer wunderschöner Erinnerungen. In gewissen Zeiten halte ich mich an diese, weil sie mir helfen, zu erspüren, was wirklich zählt. Gedanken an warme, stimmungsvolle Adventstage meiner Kindheit, zum Beispiel. Wie einfach es war, voller Glück und Aufregung zu sein, aufgehoben in einem Zauber, der damals aus wenig bestand und doch jede Zelle meines Ichs berührte.

Ich erinnere  mich, wie ich ganz früh an einem Weihnachtsmorgen neben dem Christbaum am grossen Fenster stand, in die Schneelandschaft blickte, und wie ich tief in meinem Innern fühlte, dass es wohl nichts Schöneres auf der Welt geben kann wie dieser Schnee, dieser geschmückte Baum und ich in dieser Stille.

Viele Jahre später wünsche ich mir diese Empfindungen immer wieder zurück. In einer Zeit, in der alles anders ist (mal abgesehen davon, dass hier seit Jahren kein Schnee mehr liegt an Weihnachten….), mein Herz jedoch immer noch meinen Puls bestimmt.

Seit Jahren nehme ich mir jeden November vor, noch langsamer zu werden,  noch viel weniger im Aussen, stattdessen mehr im Innern zu weilen.
Und trotz guter Vorbereitung und einer Alltagsgestaltung in SloMo meinerseits, ist es doch eine ganz schöne Herausforderung, den Rhythmus der Welt mit meinen Bedürfnissen zu verbinden und die Zeit meiner Kinder mit dem Notwendigen zu füllen, nämlich: gemeinsame Zeit, eine Stimmung des Wohlbefindens, der Wärme und sonst nichts.
Klingt einfach, aber eben.
Als Kindergärtnerin habe ich die Tage im Dezember ganz, ganz einfach gehalten, weil mir bewusst war, welchem Stress und Überfluss manche Kinder ausgesetzt waren. Schon der Gang in den Supermarkt, wo bereits ab September Tausende Schokokläuse stramm stehen, ist ja eigentlich eine Herausforderung, die man den Kindern gerne ersparen würde. Wenn ich also meine Vorbereitungen dann so vor mir liegen sah, kam schon dann und wann das Gefühl auf, dass doch alles sehr Minimalistisch daher kam. Doch spätestens am ersten Dezember, wenn die Kinder das erste “Türchen” ihrer Adventskalender geöffnet hatten, Pferdehaargummi, Feuerwehrpflaster, das Schokoherz und das Bild mit der brennenden Kerze bestaunt hatten und sich schon auf die Geschenke vom nächsten Tag freuten, wusste ich: “Meine Planung ist genau richtig.”
Und ich wusste es allerspätestens am 7. Dezember, wenn der Kindergarten-Samichlaus (Nikolaus aus der Schweiz) mit seinen Geschichten aus dem Wald wieder gemütlich in sein Häuschen zurückgekehrt war (der Glückspilz!!!) und die Kinder in einem Eldorado aus Erdnüssen, Schokolade, Lebkuchen und kleinen Spielzeugen versanken, weil…
– auch der Nikolaus zu Hause die DVD von Rudolf das Rentier gebracht hatte…
– Oma einen Nikolausgruss per Post schickte…
– die Nachbarin von oben ein paar Leckereien, ein Bilderbuch und eine CD mit leider total prekär arrangierten Weihnachtsliedern im Namen von Nikolo an die Türklinke hängte…
– die Nachbarin von unten ein synthetisches Plüschrentier vorbeibrachte…
Allerallerspätestens ab dann war sichtbar, in was für einen Irrsinn manche Kinder katapultiert werden. 

Natürlich ging es weiter mit Basarbesuchen am Wochenende, Adventskaffee-Einladungen hier, vorweihnachtliches Kekse backen mit Kindern dort, gemeinsames Singen für die Weihnachtsstimmung in der Nachbarschaft, Besuch des Weihnachtspuppentheaters in der Stadt. Alles gut gemeint. Alles stimmungsvoll inszeniert. Alles untermalt mit Musik. Und Duft. Und Licht. Und Glitzer.
Ein Kind ist immer ein Kind. Mit allen Sinnen aufnehmend, Eindrücke sammelnd, Stimmungen empfindend, voller Neugierde. Alle Fühler sind ausgestreckt, bereit Neues zu erfahren. Das ist wunderschön und soll bitte unbedingt genährt werden. Aber man darf nicht vergessen, dass alles sinnlich Erfahrene Zeit und Ruhe braucht, um sich zu setzen, um geordnet und verarbeitet zu werden um dann internalisiert werden zu können. 
Sinnesüberforderung, diese aufgedrückte “Weihnachtsstimmung”, die doch so weit entfernt von der Stimmung ist, mit der ein kindliches Gemüt umgeben werden sollte, nährt jedoch die Seele niemals. Und auch nicht der Überfluss und die Masslosigkeit, die eine grosse Leere inmitten dieser Fülle hinterlässt.
Es ist eine grosse Aufgabe und braucht ein bisschen Mut, finde ich, das Draußen manchmal einfach draussen zu lassen und sein eigenes Ding zu machen. 
Liebevoll einen Schutzraum für die Familie zu gestalten, im Wissen, dass es lebensnotwendig ist, zur Ruhe kommen zu dürfen, weil es nur mit Musse möglich ist, hin zu spüren, zu fühlen, zu schauen, zu staunen, auszuprobieren, einfach nichts zu tun. Die Seele in Friede und Beschaulichkeit nähren. Vögel füttern, kuscheln, in den Wald gehen, singen, heimlich Keksteig naschen, einander Geschichten erzählen, zusammen sein, malen und werkeln, lümmeln und spielen. Zurück zu dem, was wirklich zählt. Zurück gehen von der leeren Fülle zu gefüllten Herzen.

Manchmal, wenn es mir schwer fällt, hilft es, mich zurück zu spüren, an früher. Zurück an den Weihnachtsmorgen, neben dem Christbaum am grossen Fenster. Wie ich in die Schneelandschaft blicke. Der Schnee, die geschmückte Tanne und ich in dieser Stille und dem grossen Glück.

Eine friedvolle, lebendige, glückliche und innige Adventszeit, euch allen.
Alles Liebe, Sandra

BÜCHER SIND LEBENSMITTEL – SAMICHLAUS UND SEINE BRÜDER

Nun wollte ich euch heute ein paar wirklich tolle Bilderbücher vorstellen, weil ich dachte, dass diese sich auch gut machen in einem Nikolaussack. Schoggi schmausend und Nüsse knackend Samichlausgeschichten hören ist nämlich besonders gemütlich und stimmungsvoll. Aber gerade als ich anfangen wollte zu schreiben, fiel mir auf, dass ich eigentlich “nur” Bilderbücher in meinem Bücherregal stehen habe, die vom rot gekleideten Samichlaus aus dem Wald erzählen…

Aber was ist denn nun der Unterschied zwischen dem roten Samichlaus aus dem Häuschen im Wald und dem St. Nikolaus mit dem Bischofsgewand?
Ein bisschen ist es auch verwirrend, denn im Dezember ziehen so viele nette Gabenbringer durchs Land, dass es sehr leicht passieren kann, dass die Bilder übereinandergeraten und ineinander verschwimmen. Von Gegend zu Gegend wird anders gefeiert, und eine jede Familie hat ihre eigene Tradition. Also habe ich versucht aufzuräumen in meinem Oberstübchen. Ui, ui, ui.
In Teilen der Schweiz sowie in Teilen Österreichs und Deutschlands kommt St. Nikolaus im reich geschmückten Bischofsgewand zu den Kindern. Er zieht von Haus zu Haus und bringt den Kindern gute Sachen. Auch gerne in Begleitung  seiner Gehilfen, dem Schmutzli, Knecht Ruprecht, oder, wie hier in Wien, dem Krampus. Aber eben, der St. Nikolaus heisst hier ja eh Nicolo. Passt.
In Zürich, wo ich aufgewachsen bin, besucht der Samichlaus (St. Nikolaus) am 6. Dezember die Kinder. Er trägt einen roten Mantel, Stiefel an den Füssen und einen schweren Jutesack mit Nüssen, Mandarinen und Lebkuchen, gefüllt für die Kinder. Er lebt, zusammen mit Schmutzli und dem Esel in einem Häuschen im Wald. Sehr einfach, sehr unkompliziert. 

AUF GAR KEINEN FALL ZU VERWECHSELN mit dem Weihnachtsmann, der nämlich auch eine rote Arbeitskleidung trägt (gleiches Gewand, völlig anderer Job), aber erst an Weihnachten zu den Kindern kommt, im Jobsharing mit dem Christkind, sozusagen… 
Und Santa Claus? Arbeitet der eigentlich mit dem Weihnachtsmann im gleichen Haus? Der eine im Rentierschlitten, der andere im Truck? Das ist eine andere Geschichte.
Nun, zurück zum 6. Dezember: St. Nikolaus, Nicolo und Samichlaus tragen zwar unterschiedliche Gewänder, haben aber alle den gleichen Urururururgrossvater, nämlich der erste Nikolaus von Myra, der Schutzpatron war für ganz viele. Vor allem aber der, der den hungrigen Kindern Essen brachte und die armen Menschen  beschenkte.
Und deshalb machen wir es heute einfach so: Ich stelle euch meine Lieblings-Samichlaus-Bücher vor – und ihr schickt mir bitte, bitte Tipps eurer liebsten Bilderbücher von St. Nikolaus im Bischofsgewand. Ich würde mich über einen Austausch riesig freuen. Dann mal los:

Dieses Buch habe ich letztes Jahr erst entdeckt, und es ist einfach ganz zauberhaft. Ein Must-Have, sozusagen.
Mandarinen und Organgen, Datteln und Feigen, Erdnüsse, Baumnüsse, Mandeln und Zimt – all die guten Sachen bringt der Nikolaus! Einmal möchte er aber selber in die Länder reisen, aus denen diese Köstlichkeiten kommen. Und so macht er sich auf den Weg. Unterwegs begegnet er den Menschen anderer Sprachen und Kulturen – und lernt nebenbei so einiges über die Geschichte des Nikolaus, seine eigene Geschichte. Wir können ihn auf seiner Reise begleiten… 
Wunderschön, witzig und informativ, mit Versen und Sprüchen aus der ganzen Welt. Danke Silvia Hüsler!
Aus der Schweiz hier zu bestellen.

Seit zwanzig (!!!!) Jahren mein Lieblingsbuch:
Schon im Herbst erzählen die Tiere im Wald von Sankt Nikolaus. Auch Glisglis, der Siebenschläfer, möchte ihm dieses Jahr einmal begegnen. Doch er hat Mühe, wach zu bleiben. So verpasst er ihn beinahe, doch die aufmerksame Eule weckt ihn noch rechtzeitig. Wie alle Waldtiere bekommt auch Glisglis von Sankt Nikolaus etwas Leckeres zu essen.
Zauberhafte Bilder, und eine so liebe Geschichte… Dass Nikolaus auch für die Tiere da ist, ist für die Kinder sonnenklar, und sie hoffen und bangen mit dem müden, lieben Siebenschläfer. 
Nikolaus und der dumme Nuck” von Luise von der Crone und Heidi Schait

Nuck, der Esel von Samichlaus, ist verunsichert. Der Fuchs hat ihm eingeredet, dass er dumm sei: “Nuck, du bist dumm. Du musst dem Niklaus den schweren Sack tragen. Wenn er aber zu den Kinder ins Haus hineingeht, lässt er dich draussen im kalten Schnee warten. Willst du nicht selber einmal Nikolaus sein?”, fragt der Fuchs. “Eigentlich hat Rotschwanz recht”, findet Nuck und lässt sich vom Fuchs den Nikolausmantel überziehen und macht sich auf den Weg zu den Kindern. Die Waldtiere freut’s – sie lachen und bekommen erst noch einen Festschmaus.
Ein Esel lässt sich verführen und bringt die Kinder zum Lachen. Und doch versteht man ihn auch, den “dummen” Esel und seinen Traum vom Nikolausleben.
Liebevoll erzählt und illustriert. Alle Kinder lieben Nuck!
Samichlous” Barbara von Arx-Haller
Kein Bilderbuch, aber eine reiche Sammlung von Versen, Sprüchen, Liedern, Bastelanleitungen und Ideen rund um den Chlousetag. Leider nur auf Schweizerdeutsch.
Und, egal ob im Bischofsgewand oder im roten Mantel: Wichtig ist, dass die Kinder wissen, dass Nikolaus der Schutzpatron der Kinder ist, dass sie gesehen werden von dem Mann, der für die armen Kinder da war und auch, dass er ab und an mal mit der “Fitze” winkt…

Einen schönen Chlausetag euch und alles Liebe aus dem Land des Nicolo.

BIENENWACHSKERZEN ROLLEN (DIY)

Alle Jahre wieder… 
…freue ich mich auf das Bienenwachskerzen-Drehen mit den Kindern. Weil es ur gemütlich ist, umhüllt von diesem zauberhaften Duft zusammenzusitzen und die Wachsplatten zu Kerzen zu drehen. Zu den schönsten Kerzen, mit dem wärmsten Schein überhaupt, wie ich finde.

Bienenwachskerzen fertigen ist ein feines, sinnliches Handwerk mit einem grossartigen Naturprodukt, welches uns verregnete Herbstnachmittage vergessen oder die Kinder nach einem Nachmittag draussen zur Ruhe kommen lässt. UND: wir haben ganz entspannt und voller Freude unsere ersten wunderschönen Weihnachtsgeschenke gefertigt.
Es ist, wie immer, ganz einfach: Die Bienenwachsplatten (ich mag die mit 100% Bienenwachs)  müssen Zimmertemperatur haben. Sind sie zu kühl, lassen sie sich nicht rollen und brechen stattdessen. Ihr könnt sie auch mit dem Föhn ein bisschen erwämen, sodass sie sich besser verarbeiten lassen.
Falls ihr auf einer unebenen oder heiklen Arbeitsplatte werkelt, benutzt bitte eine Unterlage. Schneidet die Wachplatten zuerst in die gewünschte Grösse. 
Legt den Docht auf den Plattenrand, an der Seite 1,5 cm über den Rand stehend und achtet dabei darauf, dass der richtige Teil des Dochtes unten ist. Teilweise sind die Dochte mit einem farbigen Punkt markiert (farbiger Punkt muss unten sein) oder mit einem Knopf (Knopf wäre oben, wo die Kerze angezündet wird). Drückt den Docht leicht in die Wachsplatte und legt das Wachs dann um den Docht. Dabei brauchen kleinere Kindern noch etwas Unterstützung. 

Sobald der Docht im Wachs eingepackt ist, kann die Kerze langsam gerollt werden. Bei langen Kerzen kann man auch schon mal vierhändig rollen. Ist die Platte aufgerollt, drückt ihr die “Naht” leicht an.

     
Ihr könnt die Wachsplatten natürlich auch diagonal schneiden und dann die lange Seite zur kurzen rollen. So entstehen verschiedene Kerzenformen.

Bei uns entstanden lange Stabkerzen, Zwischengrössen und natürlich auch noch die süssen Zwergenkerzen für Tomte Tummetott…

Gemeinsam haben wir die Kerzen “gebündelt”. Die Kinder haben sie mit selbstgemachten Etiketten versehen und so noch viel, viel hübscher gemacht. Nun warten die goldenen Schätze noch ein bisschen, bis sie dann an Weihnachten unter den Weihnachtsbaum gelegt werden. Ich freu mich jetzt schon.
Von Herzen wünsche ich euch eine friedliche, herzenswarme Novemberzeit mit vielen gemütlichen Momenten und Augenblicken der Kreativität und Freude. 
Alles Liebe, Sandra

Wunderschöne Bienenwachsplatten mit Dochten habe ich am Bienenfest am Himmel bei einem Imker gekauft. Es lohnt sich auf jeden Fall, Platten vom Imker in der Nähe zu besorgen. Falls das schwierig ist, bekommt ihr auch hier welche mit 100% Bienenwachs, die, wie ich finde, gut zu verarbeiten sind.

Schnupfennasen und Geschichten in der Vorweihnachtszeit

 

Seit Tagen geben wir uns Schnupfen und Husten hin und her und her und hin. Das Triefen und Keuchen um den wachsenden Papiertaschentuch-Berg scheint kein Ende zu nehmen. Anstrengend, so irgendwie ok gelaunt, durch die Tage zu kommen.
So, wir brauchen dringend was für die Seele… Geschichten und Bücher.
Hier unsere Auswahl für die diesjährige Vorweihnachtszeit. Geht gleich viel besser!

“Olles Reise zu König Winter”, von Elsa Beskow
Väterchen Raureif nimmt Olle, der mit seinen neuen Skier im Wald unterwegs ist, mit zum Schloss von König Winter…
Für alle, die sehnlichst auf den Schnee warten!

“Wie weihnachtelt man”, von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer
Nicht mehr weg zu denken aus den Schweizer Bücherregalen. Eine lustige, witzige und liebevolle Geschichte über den Sinn des Schenkens. Unbedingt lesen!

“Guck mal, Madita, es schneit!”, von Astrid Lindgren und Ilon Wikland
Ein Bilderbuch, das Wärme und Geborgenheit, aber auch so viel Übermut und Lebensfreude ausstrahlt, dass man es am liebsten immer wieder anschauen und lesen möchte.

“Tomte Tummetot” und “Tomte und der Fuchs” von Astrid Lindgren und Harald Wiberg
Alle Jahre und immer und immer wieder wollen meine Kinder die Geschichte von Tomte Tummetot hören. Zwei zauberhafte, warmherzige Geschichten, um gut über den Winter zu kommen.

“Ein Märchen im Schnee”, von Loek Koopmans
Unsere neueste Errungenschaft erzählt von einem verloren gegangenen Handschuh, der als willkommene Behausung für die Tiere im Wald dient. Liebevoll, lustig und voller Überraschungen.

Und gleich wird einem warm ums Herz und man rückt noch ein bisschen näher zueinander… Haaaatschiiii!