FUNDSTÜCKE VOM WOCHENENDE // LITERATUR UND MUSIK // GIVEAWAY

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Während des Wochenendeinkaufes sind mir im Supermarkt die ersten Weihnachtskerzen und Lebkuchen ins Auge gesprungen. “Heuer seid ihr aber ganz schön spät dran”, dachte ich mir, denn “normalerweise” sind doch die Regale mit den Schokonikoläusen, den Adventskalendern und all dem Kram immer schon Ende August prall gefüllt.
Mir Wurst, ich mach mir wegen Weihnachten überhaupt gar kein Stress, denn ich hab ein Buch in meiner Tasche, in dem ich genau das gelesen habe, was ich eigentlich schon längst wusste.

Gerald Hüther  und André Stern haben gemeinsam das Buch geschrieben: “Was schenken wir unseren Kindern? Eine Entscheidungshilfe”, erschienen im Penguin Verlag. 
Ein dünnes Büchlein, schnell ausgelesen und nein, die Erkenntnisse darin sind weder nigelnagelneu noch brandheiss. Trotzdem: Es tut, bis runter zur kleinen Zeh, gut, zu lesen, was man tief drinnen immer schon gewusst hat: Es ist total in Ordnung, nicht mitzumachen bei dem ganzen Süsskram- und Geschenkeirrsinn. Kinder brauchen uns, nicht unsere Geschenke.
Was wirklich zählt ist Geborgenheit, Verbindung, die bedingungslose Liebe und Freiheit,  um ihre Begabungen zu finden. Im freien Spiel.

“…Der sichere Hafen ist das wichtigste Geschenk, das wir unseren Kindern machen können. Sobald sie diesen sicheren Hafen spüren, erwacht ihre Freude am eigenen Entdecken und Gestalten. Dann beginnen sie ihrer wichtigsten Veranlagung nachzugehen: herauszufinden, wie das Leben geht….Es ist ihre unbändige Freude am unbekümmerten, selbst gestalteten Spiel. Ihnen dazu möglichst oft Gelegenheit zu bieten, wäre ein wunderbares Geschenk…”

Die Fragen, warum wir unsere Kinder so gerne beschenken und was solche Verführungen mit Kindern und mit uns machen können, finde ich sehr spannend, und sie klingen nach.
Ein Buch für alle, denen die Geschenkeflut schon bis zum Hals heraus hängt und auch für die, die vielleicht noch einen Anlauf brauchen, um einfach mal nicht mitzumachen bei dem ganzen Wahnsinn.
Weihnachten kann kommen.

Und weil wir gerade dabei sind, bei den Verführungen, habe ich ein kleines Geschenk für euch… Na ja, also bissele Musik müssen sie einem geben, oder?

Wenn meine Kinder eine Musik-CD mögen, dann wird diese rauf und runter gespielt. Rauf und runter und rauf und runter, bis ich irgendwann nicht mehr kann, obwohl ich die Lieder darauf eigentlich mag. Und es gibt Kindermusik-CDs des Grauens. Solche, die ich gerne weit hinten im Regal verräume, in der Hoffnung, die Kinder finden sie eventuell nicht, oder stossen, auf der Suche danach, vorher auf was sozial Verträglicheres. Musik ist Geschmacksache, aber ich glaube, wir sind uns einig: Alleinunterhalter-Mukke von quietschfidelen Stimmungskanonen ist schwere Kost für Eltern. 
Um so feiner, wenn Musikerinnen und Musiker die Lieblingslieder ihrer Kindertage neu interpretieren und die Klassiker für Kinder und Eltern neu arrangieren oder gleich neue Lieder komponieren. So taten es 14 profilierte österreichische Singer und Songwriterinnen und bringen nun mit ihrer CD “sing, sang, song” frischen Wind in die Kinder- und Elternohren. Wir lieben das “Katzenlied” von Laura Rafetseder, “oben im Baum” von Clara Luzia und haben bei “Weisst du wieviel Sternlein stehen” gewerweisst, ob nun Vater Mond persönlich singt (wo Paul Plut draufsteht, ist Paul Plut drinnen). Ganz nebenbei habe ich neue Musiker aus meiner Wahlheimat Österreich kennengelernt. Ich darf eine CD “SING SANG SONG” verschenken. Wer mag, schreibt bitte einen Kommentar. Das Los entscheidet dann, in welches Kinderzimmer die neuen Klänge einziehen. 
Danke, Pumpkin Records, für das Rezensionsexemplar.

Euch allen wünsche ich einen lüpfigen und fröhlichen Start in die neue Woche
Habts fein und schön und innig.
Alles Liebe, Sandra

8 thoughts on “FUNDSTÜCKE VOM WOCHENENDE // LITERATUR UND MUSIK // GIVEAWAY

  1. Liebe Sandra,
    ich habe mich sehr über unser Treffen im Theater in der Josefstadt gefreut! Das Buch habe ich mir dort auch gekauft, ich freue mich schon aufs Schmökern darin, gerade Bücher, in denen Dinge stehen, die man sowieso richtig findet, sind eine schöne Abendlektüre. Bei der Verlosung mache ich gerne mit, meine Enkeltochter liebt ihre “österreichischen” CDs. Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel und die neu aufgelegte Enrico-CD werden gerade am öftesten gespielt, kennst du die schon? In letzterer wurden unter anderem Gedichte von Vera Ferra-Mikura vertont, ihr Buch “Lustig singt die Regentonne” ist ein Klassiker. Falls du möchtest, kann ich dir die Bücher und CDs gerne borgen, ich bin sicher, dass du einen wunderbaren Beitrag darüber schreiben könntest.
    LG Elke

  2. Danke für den tollen Buchtipp und das wirklich wahre Zitat. Auch die CD hört sich gut an und auch das Cover ist klasse. Und ich stimme dir zu, dass es ganz fürchterliche Kindermusik gibt.
    Ganz liebe Grüße aus dem hohen Norden
    Lydia

  3. Über den Geschenkewahn brauch ich eh nix schreiben, du weißt ja, wie ich denke 😉
    Und bei den Cds, tja, wir sind da flexibel von NOFX bis religiöse Kinderlieder (haben sie nicht von mir bekommen!!!!!!! 😉 ) – also querbeet von “kill all the white man” bis hin zu “heilig, heilig ist nur ER”. Aber Dauerbrenner vor allem auf langen Autofahrten ist “Die Eule findet den Beat” – da werden der kleinen Eule die unterschiedlichen Musikarten erklärt, sehr tolle Geschichte und eingängliche Lieder. Bei der Verlosung mach ich natürlich sehr gerne mit – die Chancen stehen ja seeehr gut 😉 Liebste Grüße

  4. Wir lieben Silberbüx und den Marius mit seiner Jagdkapelle. Zur Abwechslung mal was in einer anderen Sprache wär sicher förderlich. Horizonterweiternd!

  5. Mensch, da mach ich mit. Wollte schon laange mal kommentieren, Deine Seite gefaellt mir sehr. Ich bin selber Mutter von Dreien, und arbeite und studiere Kindergaertnerei. Du sprichst mir so oft aus dem Herzen. Gruesse, imaginaer, ueber Meer. Henrike

  6. Kinderlieder von Clara Luzia und den anderen… das klingt spannend!
    Eine unserer Lieblings-CDs ist “Gute Nacht & guten Morgen” von Roger Kretschmann, super zum Mitsingen.
    Unsere Kinder hören aber auch gerne klassische Musik in voller Lautstärke (Ö1 Musiksalon)

    Ja, das mit dem Schenken ist wirklich nicht einfach. Sie können gar nicht mehr sagen, was sie sich wünschen! Obwohl wir mit dem Thema wirklich sehr bewusst umgehen, haben sie trotzdem schon so viel Spielzeug.
    Meine Kinder bekommen von der Oma seit Jahren zum Geburtstag einen Theater-Besuch geschenkt. Das kann ich wirklich weiterempfehlen, Zeit mit der Oma und ein tolles Erlebnis

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