EINE EULENTAUBE ZU PFINGSTEN // REZEPT

“Das ist aber eine schöne Eule”, sagt der Grosse und betrachtet das Brot, das ich eben aus dem Ofen genommen habe.
“Also das ist eigentlich eine Pfingsttaube”, raune ich und stemme meine Backhandschuh-Fäuste in Hausfrauenmanier in die Hüften.
“Die ist sehr flach”, meint er, mit Kennerblick aufs Gebäck, guckt mich an und meint dann beschwichtigend: “Aber schön, Mama… und vor allem: Bestimmt sehr lecker!” Er lacht und ist auch schon wieder weg.

Jeder Vogel ist doch flach, irgendwie, wenn er fliegt. Oder?

An Pfingsten feiern wir den Geburtstag der christlichen Gemeinschaft. Jesus schickte seinen Jüngern, die sich versammelt hatten, den heiligen Geist in Gestalt einer Taube vom Himmel herab. Sie verbindet Himmel und Erde miteinander und ist im Christentum ein Symbol des heiligen Geistes.

Vor allem aber ist sie das Symbol für Verbindung, für Sanftmut, Liebe und Frieden. Wir brauchen Tauben, heuer mehr denn je!

Denn wir brauchen sie dringend, die Verbindung, Gemeinschaft, Akzeptanz und Liebe. Ich erinnere mich mit so viel Wärme an die wollenen Pfingsttäubchen, die meine Kinder jeweils vor dem langen Pfingstwochenende aus dem Waldorfkindergarten mit nach Hause brachten. Wie sie ihre Zweiglein mit den baumelnden Vögelchen in ihren Händen hielten und es überall flatterte. Sie waren immer ein Lichtblick.
Menschen, die Tauben und ein kleines Stück Frieden in die Welt hinaus tragen, wie ein kleiner Hoffnungsschimmer. 

Vielleicht mögt ihr mit euren Kindern über die Pfingsttage hübsche Wolltäubchen filzen, die man so wunderbar verschenken oder klammheimlich einem lieben Menschen an einem Zweiglein vor die Türe legen kann. Ihr findet den Beitrag dazu hier.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, eine flache Pfingsttaube mit inneren Werten zu backen. Ob Taube oder Eule, sie wird euer Wochenend-Frühstück bereichern und euch hoffentlich ganz nah zusammenrücken lassen.

Taubeneulenrezept

500 g Dinkelmehl
1 1/2 Kaffeelöffel Salz 
2 Kaffeelöffel Zucker
60 g weiche Butter
1 Päckchen Trockenhefe
3 dl Milch
1 verklopptes Ei

Nach Belieben:
Blanchierte Mandeln 
Pistazien
Schokostücke
Hagelzucker
Rosinen
u.s.w.

Gebt die Milch und das Mehl in eine Schüssel und mischt es mit dem Zucker, der Trockenhefe und dem Salz.
Ich gebe den Teig gerne in die Küchenmaschine und lasse ein paar Minuten laufen, bevor ich dann die weiche Butter Stück um Stück zugebe.
In der Küchenmaschine lasse ich den Teig 10 Minuten kneten. Knete ich von Hand, ist es kürzer, dafür aber beherzter. 
Legt dann ein feuchtes Küchentuch über die Schüssel und lasst den Teig an der Wärme ruhen, bis er um das Doppelte aufgegangen ist. 

Formt erst so viele Teigstücke zu Kugeln, wie ihr Stücke für die Taube braucht (meine Eule ist aus einem Trio, zwei kleine Stücke für die Flügel und ein etwas grösseres Stück für den Körper), und lasst diese noch einmal zugedeckt 10 Minuten ruhen.

Dann formt ihr eure Pfingsttaube oder kleine Täubchen (siehe hier), schmückt sie mit Rosinen und Mandeln, schneidet den Teig ein oder steckt Schokostücke mit rein und bestreicht sie dann mit dem verkloppten Ei (ich gebe immer noch eine Prise Zucker und eine Prise Salz mit ins Ei). Lasst die Taube nochmals ruhen, während ihr den Ofen auf 220 Grad vorheizt, und bestreicht die Leckerei dann ein zweites Mal, bevor ihr sie in den Ofen schiebt. 

Die Taube ist gut durchgebacken, wenn sie beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt (ca. 20 bis 30 Minuten).

Ich wünsche euch friedvolle Pfingsttage, mit fliegenden Tauben, liebevollen Gedanken und innigen Momenten.

Habt’s fein und schön und wunderbar. 
Alles Liebe, Sandra

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