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PFIRSICHMARMELADE (DIY)

Den Sommer konservieren

Der Herbst schleicht sich an, ganz leise, und ein bisschen habe ich getan, als würde ich ihn nicht bemerken. Ich freue mich jedes Jahr auf den Herbst, der so reich und bunt daher kommt. Mit ihm ist immer etwas los, und eigentlich gehört er zu meinen Lieblingskindern des Jahres. Und doch macht sich jedes Jahr, wenn der Sommer sich verabschiedet, auch ein bisschen Melancholie breit. Und mit ihr erwacht in mir das Eichhörnchen, das, noch immer mit reichlich Sommereis auf den Hüften im Bauch, sich plötzlich flink sammelnd auf die Suche macht. Auf die Suche nach Sommer-Leckereien, die ich einmachen, einfrieren, dörren oder trocknen könnte, um über den Winter zukommen. Den Sommer konservieren, so wie Frederik das gemacht hat. Klar, wir hier in Österreich haben ja das grosse Glück, dass wir immer über den Winter kommen.

ABER es ist ein anderes über den Winter kommen, wenn der Küchenschrank mit Sonne gefüllt ist.

Sonne im Glas, auf die man zugreifen kann, wenn der November mal so richtig fies auf die Stimmung drückt. 
In unserem Gemeinschaftsgarten steht ein Pfirsichbaum. Zugegeben, seine Früchte ähneln nicht annähernd seinen Kumpels aus Spanien, die gross, prall, süss und saftig rotbäckig rufen: “HOLA CHICA; DISFRUTA ME!” Unser Baum trägt Früchte, die eher ein bisschen bleich und klein daher kommen, deren Häute dicker sind und das Fleisch trockener und saurer, und die bescheiden flüstern: “Griess di. Probier doch mal. Gar nicht so übel.”

Und dieses Jahr konnte ich nicht widerstehen und habe die Früchte zu Marmelade eingekocht. Mit bisschen Vanille und Thymian von der Fensterbank. UND: Bescheiden ist, wie so oft, super leiwand!

Hier das Rezept für die Marmelade, die ruck zuck gemacht ist (etwa 30 Minuten):
1 kg Pfirsiche (geschält und entsteint) 
1 Zitrone, nur den Saft
3 Zweige Thymian, nur die Blättchen (ohne Stil)
1 TL Vanille 
500 g Bio-Gelierzucker 2:1

Und so wird’s gemacht: 

Pfirsiche waschen, ein Kreuz einschneiden und mit kochendem Wasser übergiessen. Dann kalt abschrecken, schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
Thymian waschen und die Blättchen zusammen mit den Pfirsichen, der Vanille und dem Zitronensaft fein pürieren.
Dann das Fruchtmus mit dem Gelierzucker aufkochen und nach Anleitung auf der Zuckerpackung einkochen. 
Marmelade in saubere, vorgewärmte Gläser füllen und sofort verschliessen. Fertig. Lecker.

Hinweis für das Einkochen mit Kindern:

Marmelade kochen mit Kindern finde ich toll, aber auch immer etwas schwierig, weil die Frucht-Zuckermasse super heiss ist und gerne auch mal über den Topf blubbert. Aber beim Einschneiden und Zerkleinern der Früchte, beim Auspressen der Zitrone und beim Blättchen-Zupfen des Thymians können Kinder sehr gut mithelfen. Während ein Erwachsener die Marmelade einkocht, können die Kinder schon mal Etiketten gestalten, die Stoffstücke für den Deckel zuschneiden, bemalen oder bedrucken. Und ein bisschen Sonne im Glas ist auch ein wunderschönes Geschenk zu Weihnachten… (oh menno, eben waren wir noch im Freibad und jetzt das. Entschuldigt.)
Kommt fein durch den Herbst.

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SOMMERFÜSSE (DIY MIT VIDEO)

Schön ist’s, wenn’s schön ist. Das ist auch mit den Sommerfüssen so, finde ich. Ich hatte die Tage die Möglichkeit, ja das grosse Glück, sozusagen, dass ich von meinen Lütten eine hausgemachte Pediküre bekam. Jahaha, ich habe auch gestaunt. Der fleissige Pedikör und die tüchtige Pediköse haben sich ganz schön ins Zeug gelegt und mir meine Fussnägel liebevoll auf Sonntag getrimmt. Wie gut ist das denn!!!
Lustig war’s, geschäftig war’s, friedlich war’s und ja, der linke Fuss sieht bissl aus, als wäre er unter den Rasenmäher geraten. Und beim genauen Hinsehen tut es sogar ein kleines bisschen weh. Aber Liebe macht ja nicht nur blind, sondern auch tapfer. Auf in den Sommer!

REICHLICH SOMMERURLAUB VOR DER TÜR!

 

Hier in Wien ist ab heute Schluss. Schluss mit Schule, Schluss mit Kindergarten. Alles zu für die nächsten 9 (NEUN, NÜÜN!!!) Wochen. Neun Wochen Sommerurlaub für die Kinder.

Die Kinder: OH YEAH!!!
Die Mamas so bissl: OJE…
Wie macht man das? Neun Wochen Sommerpause? Klar, die Kinder halten das aus, ich hätte als Kind tausend Jahre Sommerferien haben können. Aber als Mama bekomme ich im Hinblick auf die nächsten zwei Monate auch ein klein bisschen Hitzewallung. 
Letzten Sommer war Wien ausgestorben. Unsere Strasse war leer und die Kindergartenfreunde in aller Welt. Wir waren die ersten Wochen am Meer, dann da. Nur wir hier in unserem Garten. Zig mal im Zoo, im Kinderbad, was werkelnd, gärtnernd, fahrradfahrend, backend, spielend. Und das war sehr schön und innig und wichtig. Aber irgendwann war dann einfach gut und es hätte dringend andere Kinder gebraucht, um wieder richtig spassig zu werden. 

Eine Mama zum Spielen ist super, aber die kann sich so viel Mühe geben wie sie will, sie wird es nimmer schaffen, diese Energie zu zaubern, die entsteht, wenn eben Kinder miteinander spielen. 
Und das ist genau richtig so.

Es gibt in Wien diverse Sommercamps und Veranstaltungen für Kinder (gut für die Veranstalter!). Meine Kinder sind leider nicht campkompatibel. Die Kleine ist noch zu klein, der Grosse geht nirgendwo hin, wo er nicht restlos alle kennt und weiss, wie wer tickt. Das heisst: WIR BRÄUCHTEN DANN MAL EINEN PLAN! 
Ich werde was aushecken und vielleicht ergibt sich hie und da mal was, über das es sich zu schreiben lohnt. Sicher ist, dass es hier auf dem Blog der Lieblingsbande bissl ruhiger werden wird. Weil ich, statt zu schreiben, im Kinderbad schwimmen, durch den Zoo schlendern, am kühlen Bach sitzen, durch die Wälder streifen und in den Eisdielen sitzen werde. Neun Wochen lang. Klingt voll traumhaft, oder?