FUNDSTÜCKE VOM WOCHENENDE // 8 ANREGUNGEN FÜR EINEN LUSTIGEN WINTER OHNE SCHNEE


Am Samstag hat’s geschneit. Endlich und juhuuu! Zwar bescheiden, aber wir sind ja hier schon mit ein paar Flocken für die Stimmung zufrieden. “Schnell raus, bevor der Schnee wieder geschmolzen ist”, rief ich, und dann ging’s zu und her wie in einer Ankleidefabrik. Zack, zack, waren die Kinder draussenbereit…

…fast ganz ohne Geklöhn, null Getrödel, kein Aufmucken, nicht mal, als die belämmerte Strumpfhose aus der Lade gekramt wurde. Kaum Diskussionen über die zu lockeren Schneehosenträger, die sonst unter der Jacke immer wahnsinnig stören, oder die etwas in die Jahre gekommenen Winterstiefel, die “schwierig” sind. Kein Pieps über die blöden Schneehandschuhe, und die immerwährende Mützendiskussion war auf einmal keine. Schneemagie.

Der erste Schnee hat die Gabe, die Welt in Stille zu hüllen und die Menschen zu verzaubern. Wenn Kinder glückserfüllt unter einem Himmel stehen, der tausende Schneeflocken zur Erde schickt, wird es wieder besonders gut sicht- und spürbar, wie perfekt und grossartig unsere Welt ist.

Leider blieb es bei den paar Flocken und gleich darauf hat der Regen den ganzen Schnee rübis und stübis (Schweizerdeutsch für allesamt) wieder verschlungen. Diese zwei Stunden im Schneegestöber aber bleiben wohl unvergessen.

Ein paar Ideen für Winterkinder, die ohne Schnee auskommen müssen, habe ich im Blogfundus ausgegraben. Ich bin ganz sicher, dass der Schnee heuer nochmals kommen wird (normalerweise schneit es ja quer zu Ostern, oder?), bis es jedoch soweit ist, ist es einfach lustig und fein, wenn man den Winter wenigstens ins Wohnzimmer holt:

Schneeball-Bommeln

Die Schneeballschlacht-Variante, für all jene, die mit klammen Fingern nichts am Hut haben.
Mit einem Stück Pappe und Wollresten sind schnell grosse Schneeball-Wollbommeln gefertigt. Mit diesen lassen sich tolle Winterspiele spielen, und wenn dann irgendwann der Frühling kommt, lassen sich die Bommeln ganz ohne Wasserlache übersommern. “Frozen” für Stubentiger. Die ganze Anleitung findet ihr hier.

Schneesterne

Habt ihr’s gewusst, dass jeder Schneestern, der vom Himmel fällt, sechs Zacken hat? Es ist faszinierend, dies zu beobachten. Also falls es mal schneit: Schneeflöckchen auf ein dunkles Papier oder einen dunklen Stoff rieseln lassen und, eventuell mit einer Lupe, betrachten. So schön. Und wenn kein Schnee kommt, dann sind unsere sechs-zackigen Scherenschnitt-Schneesterne fast ebenso faszinierend. Das Geheimnis liegt alleine in der Falterei… Die Anleitung findet ihr hier.

Frau Holle schüttelt die Kissen

Auffädeln geht ja immer. Schneeflöckchen auffädeln ist ganz besonders schön, weil man erst mal mit den Fingerspitzen die Schafwolle zurechtzupft, diese dann zu einem Flöckchen zusammengibt und sie dann mit der Nadel aufzieht.
Wir haben erst, als Beschwerung, eine kleine Perle aufgefädelt und dann, mit Abstand, die Flocken aufgezogen. Das können schon ganz kleine Finger und es ist schön zuzuschauen, wie die Flocken am Fenster hin und her wiegen. Wenn man dann noch mit den Kissen schüttelt, ist man ganz und gar Goldmarie. Den ganzen Beitrag und das Märchen von Frau Holle findet ihr hier.

Schneeflockenmusik

Wie klingen Schneeflocken? Vielleicht fein, leise und ganz hell. Sicher aber klirrend kalt.
Aus einer Astgabel und ein paar grossen Eisennägeln haben wir uns unser eigenes Eis-Schneeflockeninstrument gemacht und waren ganz verzaubert von den leisen Klängen, die uns bis ins Schloss von König Winter brachten.

Die Anleitung für das Schneeflockeninstrument und das Schneebommelkränzchen findet ihr gleich hier.

Schneesturm auf dem Papier

Mit einem grossen Stück Kraftpapier, Föhrenwedeln und weisser Farbe ist ein wilder, lustiger und ausgelassener Schneesturm entstanden. Schön ist das. Auch, weil man eben gemeinsam “schneestürmt” und dabei allerlei Geschichten entstehen.
Aus unserem Bild sind zauberschöne Geschenktüten entstanden… Alle Infos dazu findet ihr hier. Viel Freude!

Schneemänner aufgepasst

Es war eines der unzähligen Geburtstagsfeste, die meine Kinder mit ihren Stofftieren ständig feiern. Gut nur, dass wir’s gerne lecker mögen… Saisonbedingt entstanden damals süsse Schneemann-Muffins, die nicht nur vorzüglich schmeckten, sondern die auch fein waren zum Zubereiten.
Das Rezept dazu findet ihr hier.

Erich, Franz und Hans

Das Gedicht “Die drei Spatzen” von Christian Morgenstern diente hier als Inspiration für unsere winterlichen Collagen.
Das zauberhafte Gedicht, sowie die Anleitung zu den Collagen, findet ihr gleich hier.

Wintergeschichten

Jede Zeit ist Bücherzeit. Aber ein schneeloser Januar braucht noch viel mehr Bücherzeit als das übrige Jahr.
Meine Winterbücher-Auswahl mit vielen feinen Tipps findet hier und hier.

Also, liebe Frau Holle, sie sehen, uns wird nicht mau. Trotzdem wünschen wir uns Flocken bis ins Flachland, damit unsere Kinder voller Glück im Schnee herumtollen können. Ich würd Decken und Kissen schütteln, damit sie auch mal zum Rodeln kommen. Plan?
Mit lieben Grüssen, Sandra und die Kinder.

Und euch wünsche ich gesunde, lebendige Januartage.
Habt’s fein und lustig und wunderbar.
Alles Liebe
Sandra

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