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SCHWIMMFLÜGEL FÜR FREISCHWIMMER // DIY UPCYCLING

Freischwimmer
Eine Anregung von letzter Saison, gerne nochmals aufgenommen, weil fein und auf der Hand – oder in der Schwimmtasche – liegend:
Sommer ists, und jedes Jahr ist es so, dass ein Teil der Schwimmflügel den Winter im Keller nicht überlebt hat. Luft raus… Und somit sind die Guten natürlich unbrauchbar. Oder aber einer der Flügel bleibt unauffindbar und der Zurückgebliebene ist einsam und sehr über. Wie man den Schwimmhilfen nochmals unter die Arme greifen und ihnen zu einem zweiten Leben verhelfen kann, möchte ich euch hier gerne zeigen. Weiterlesen“SCHWIMMFLÜGEL FÜR FREISCHWIMMER // DIY UPCYCLING”

EINKAUFEN MIT KIND // AUF DEM BAUERNMARKT // GELDBÖRSEN DIY

Einkaufen und einkaufen mit Kind sind zwei völlig verschiedene Tätigkeiten.

Bei der ersten geht es ums Besorgen der Lebensmittel für eine Familie. Bei der zweiten geht es ums Besorgen der Lebensmittel für eine Familie, währenddem man zwischen den Regalen die Kinder sucht, die ausgeräumten Regale wieder ordentlich einräumt, die unnötige und ausnahmslos ungesunde Schmuggelware im Wagen entdeckt und wieder auspackt, man über warum-wieso und weshalb-nicht diskutiert und dabei den Überblick über die Leckereien zu bewahren versucht, die weggegessen sind, bevor sie jemals das Förderband bei der Kasse auch nur berührt haben. Weiterlesen“EINKAUFEN MIT KIND // AUF DEM BAUERNMARKT // GELDBÖRSEN DIY”

HOSENTASCHEN – OSTERHASEN // DIY

Als Kind bekam ich dieses in Glitzerpapier eingewickelte Schokoladen-Osterei geschenkt. Rasch steckte ich es in meine Hosentasche zu all meinen anderen gesammelten Kostbarkeiten. Sicher ist sicher, dachte ich mir. Irgendwann würde ich diesen Schatz genüsslich verspeisen. Klar schmolz das Schokoei dahin, und es blieb mir nichts als eine Hosentasche mit Schokopfütze und ein verschmiertes Glitzerpapier. Blitz und Donner!

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DIE SCHALE DER AVOCADO // FÄRBEN DIY

Wir sammeln die Apfelkerne unserer Jausen, um neue Bäumchen wachsen zu lassen. Die Steine der hiesigen Zwetschgen und Aprikosen dienen der Küchenchefin in der Kinderküche als wichtige Ingredienzen für so allerlei Menüs, und die Kerne der Avocados versuchen wir hie und da ins Wasser zu stellen, um neue Pflänzchen zu ziehen. Die Avocadoschale hingegen habe ich lange einfach im Biomüll entsorgt. Dabei lässt sich damit ganz einfach wunderbar Stoff einfärben. Entstanden sind zauberhafte Nuancen von Rosé und Altrosa. 

Ihr braucht, wie immer, eigentlich nichts: 
– eine gut ausgekratzte Schale einer Avocado
– einen grossen Topf mit drei Liter Wasser
– ein Becken
– eine alte Holzkelle
– ein altes Tuch, um das Färbewasser zu seihen
– feuchte Baumwolltücher, die vorgewaschen sind (neue Textilien bitte vor dem Färben waschen)

Ich habe unsere alten Mullwindeln eingefärbt sowie Stücke von ausrangierten Baumwolltüchern (also alles schon mindestens hundert Mal gewaschen).

Und so gehts:
– gebt die Schale der Avocado zusammen mit drei Liter Wasser in den Topf.
– Lasst die Zauberbrühe für 20 Minuten kochen… Hokuspokus
– Giesst das Färbewasser durch das alte Tuch in ein Becken. So siebt ihr auch kleinste Fruchtrückstände aus.
– Taucht eure Stoffe nun in das Färbewasser und bewegt sie ab und zu mit einer alten Holzkelle

Ich lege pro “Tauchgang” zwei Mullwindeln ins Bad. Je nachdem, wie dunkel ihr den Farbton mögt, könnt ihr die Stoffe bis zu 24 Stunden lang im Bad lassen. 
Trotz Abseihen des Farbbades und regelmässigem Umrühren der Stoffe wird das Färbegut eigentlich immer unregelmässig (wolkig). Ich finde das wunderschön.

Wenn ihr mit der Färbeergebnis zufrieden seid, dann wascht ihr das Färbegut mit kaltem Wasser aus, bis das Wasser klar ist. Wenn die Tücher trocknen, hellt der Farbton immer noch etwas auf. Wenn sie zu hell sind, dann legt sie einfach noch einmal in den Sud.
Ich wasche die gefärbten Tücher separat bei 40°C. Wenn sie mir dann irgendwann zu hell geworden sind, esse ich einfach bald wieder eine Avocado… So fein und so einfach.

Ich wünsche euch einen sonnigen Tag und viel Freude beim Tun. Wien tut grad so, als ob bald der Frühling kommen würde… Wir werden sehen.
Herzlich, Sandra

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UND WAS WIRD AUS DEM WEIHNACHTSBAUM? 5 FEINE UPCYCLING IDEEN

Es ist eigentlich ein ganz schön trauriges Leben, das Leben als Weihnachtsbaum. Nach stundenlangem hin und her wird der stachelige Auserwählte freudig ins Wohnzimmer gehievt, festlich geschmückt, beleuchtet, bestaunt und besungen und ist Mittelpunkt von allem. Aber schon nach ein paar Tagen werden die Kerzen nicht mehr angezündet, zu gefährlich, weil schon ein bisschen trocken. Nach Neujahr wird er immer öfter mit dem Blick “oje, dein letztes Stündchen hat bald geschlagen” beäugt, und spätestens, wenn er nadelt, wird beratschlagt, was mal aus ihm werden sollte.  Weiterlesen“UND WAS WIRD AUS DEM WEIHNACHTSBAUM? 5 FEINE UPCYCLING IDEEN”

BESEELTE WOLLSCHÄFCHEN DIY

Seit vielen Jahrhunderten wickeln die Menschen Wolle. Vom Strang der Spindel zu handlichen Wollknäueln, die verstrickt werden. Seit immer schon sitzt man zusammen, redet und wickelt Wolle. Versunken in den Bewegungen der Hände gleitet die Wolle durch die Finger. Auch Kinder wickeln. Als wäre es in den Zellen, wickeln sie Wollfäden um ihre eigenen Hände, Schnüre um Stuhlbeine, Verbandszeug tausendmal um ihr Kuscheltier, wickeln ihre Schneckenbänder um Arme und Beine, und als ich letztens den Gürtel meines Bademantels vermisste, fand ich ihn zu einem Strang gewickelt im Kinderzimmer. Darin ein wunderschöner Schatz… 

Als wir für das Kinderlädchen des Waldorfbazars nach geeigneten Produkten Ausschau hielten, stiess Sofia auf die Idee der zauberhaften Wollschafe. Diese fertigten wir dann auch gleich mit der ganzen ersten Klasse an und waren begeistert von der wollenen Schafherde, die in so kurzer Zeit auf einfache und lustvolle Art und Weise entstanden ist.
Die Herde ist so hübsch geworden, dass ich euch gerne daran teilhaben lassen möchte.

Ihr braucht: 
– ein Stück Wellkarton einer Kartonkiste 
– einen Stift
– eine Schere
dicke Wolle
– einen Klebestift
– ev. Klebesterne 

So wird’s gemacht:
Zeichnet auf dem Karton euer Schaf vor. Falls eure Kinder die Schafe vorzeichnen, dann zeichnet die Kontouren so nach, dass Hals und Beine dick genug sind, dass die Schafe gut ausgeschnitten werden und, wenn sie umwickelt sind, gut stehen können.
Schneidet die Schäfchen doppelt aus und benutzt einen Kartonrest, um einen Distanzhalter für den Bauch zu falten:
Damit die Schafbeine beim Wickeln nicht zu nah zusammen kommen, braucht ihr ein Stück Karton, den ihr ein paar mal faltet und dem Schäfchen in den Bauch (zwischen die beiden Bäuche) klebt. Das gibt ein bisschen Luft und lässt die Schäfchen nach dem Umwickeln besser stehen.
Ein Gedanke, bevor ihr nun das Schaf in die feine Wolle wickelt:  Es ist ein sehr schönes Ritual, einem selbstgebastelten Tier, einer genähten Puppe oder einem selbstgemachten Wesen eine Seele einzuhauchen. Ein Wesen zu beseelen heisst, es lebendig zu machen. Für die Kinder bedeutet das auch, sich noch mehr zu verbinden mit dem was sie fertigen. Ihre Werkarbeit wird dadurch noch wertvoller, individueller und noch einzigartiger.
Ein Wesen zu beseelen heisst, in Verbindung zu treten, ihm Leben einzuhauchen und es ganz seins werden zu lassen. Ein gedanklicher Herzschlag.
Für einen kurzen Moment halten wir inne. Das Kind sucht sich einen goldenen Stern aus und gemeinsam überlegen wir uns einen Wunsch, einen Gedanken, ein Gefühl. Manchmal ist es nicht möglich oder nötig, dies in Worte zu fassen. Es geht alleine um die Stimmung, in die die Kostbarkeit und die Kraft der Beseelung eingepackt wird.
Dann kleben wir den Stern, mit dem Anfangsstück des Wollfadens auf den Bauch oder auf das Herz des Schafes und besiegeln unsere Gedanken.  
Die Kleine liess ihren Blick vom nackten Kartonschaf auf die warme Wolle gleiten. Dann nahm sie einen goldenen Stern und sagte: “Ich wünsche dir, dass dir ganz warm ist.” 
Dann beginnen wir mit dem Umwickeln. Zuerst werden die Schafe von der Brust zum Po umwickelt, dann vom Bauch zum Rücken bis um den Hals und zum Kopf. Das Gesicht des Schafes bleibt frei. Wickeln und reden, wickeln und entstehen lassen, so lange, bis das Schaf wollig und wohlig ist. Schön ist es auch, wenn wir mit Gesang oder mit einem Vers das rhythmische Wickeln unterstützen. Dabei wird die Feinmotorik und die Hand- Hand- Augenkoordination auf lustvolle und sinnliche Art und Weise geübt. 
Am Schluss stecken wir das Ende des Wollfadens unter das Gewickelte, biegen die Beinchen etwas auseinander und dann kann es los gehen, auf die Schafweide, in den Stall zu Maria und Josef und auf Entdeckungsreise.
In ein paar Tagen ist Weihnachten. Die Zeit rennt… 
Ich wünsche euch bis dahin entspannte, warme und wohlige Tage und immer wieder ein bisschen Zeit um durchzuatmen und den Boden unter den Füssen zu spüren.
Habts fein. Sandra
     
Lieben Dank.